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Alant
 

Alant, auch Alantwurz, Edelwurz, Gottesauge, großer Heinrich oder Wodanshaupt genannt. Wächst auf feuchten Wiesen, an Ufern und Gräben in ganz Europa und wird auch im Garten angebaut. Sein schwach verzweigter Stengel wird 60 cm bis über einen Meter hoch, hat große, etwa 20 bis 30 cm lange 15 bis 20 cm breite Blätter, diese gleichen jenen des Meerrettichs, sind aber auf der unteren Seite filzig und etwas silberweiß und am Rande ungleich gekerbt. Seine gelben Blüten erscheinen Juli und August, sie gleichen den Arnikablüten, sind aber bedeutend größer als jene der Arnika, sie sitzen einzeln auf den Zweigspitzen. Der kultivierte Alant wird viel größer als der wilde, er hat auch größere Heilkraft. Man sammelt die Wurzel im Frühjahr oder Herbst. Die Heimat des Alant ist Vorderasien.

V e r w e n d u n g : Die Alantwurzel ist in der Heilkunde heute noch genauso unentbehrlich wie früher. Sie wird in Wein gesotten und bei verschiedenen Magenleiden, die infolge Verschleimung auftreten, getrunken. Wirkt bei Gelbsucht, Flechten und Hautausschlägen verschiedener Art. Wenn der Magen und Darm oder die Lunge und Brust den zähen Schleim nicht absondern kann, ist das ein deutlicher Anlaß, um die Alantwurzel in Wein zu benutzen.

 
 
     
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