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Andorn
wird auch weißer Andorn, Berghopfen, weißer
Dorant, Gotteshilfe, Gottvergessen, Helfkraut, Mariennessel
genannt.
Er wächst
an Hecken, auf unbebauten Plätzen, auf Schutthalden
und an Zäunen.Der
Stengel ist verästelt und
mit weißen Härchen bedeckt. Die Blätter
sind rundlich-eiförmig, filzig und ungleich gekerbt.
Die Blüte ist schmutzigweiß, sie erscheint
von Juli bis September. Man sammelt das blühende
Kraut. Der Andorn kommt in ganz Europa vor.
V e r w e n d u n g : Beachten
wir alle diese Namen, die der Andorn trägt und
suchen wir nach seiner Heilkraft, so werden wir erfahren,
daß er sie nicht umsont trägt und mit Recht
so benannt wird. Z. B. der Name Berghopfen verrät
seinen Bitterstoff, weshalb der Andorn früher anstatt
des heutigen Hopfens in der Bierbrauerei verwendet wurde.
Aber unter all diesen Namen ist wohl der schönste
"Gotteshilfe", der ihm sicher von ganz verzweifelten
und verlassenen Lungenkranken gegeben wurde, die Andorntee
getrunken und dadurch seine wunderbatre Heilkraft selbst
erprobt haben. Die Griechen wandten früher den
Andorn als letztes Mitttel bei Gelbsucht , Leber- und
Lungenleiden an. Seine Bestandteile wirken stärkend,
auflösend und anregend. Auch bei Schwermut und
Hysterie, die eine Folge seelischer und körperlicher
Schwäche sind, sowie bei Asthma, chronischen Durchfall
und allen Drüsenleiden kann ein Andorn-Absud verabreicht
werden. Auf 1 Liter Wasser nimmt man von den Andornblättern,
was man mit fünf Fingern fassen kann, läßt
etwa 5 Minuten sieden und benutzt den Absud mit Zucker
oder Honig gesüßt am Tag schluckweise, etwa
2 bis 3 Tassen.
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