Die Efeutute (Epipremnum aureum), auch Goldene Efeutute oder Pothos genannt, ist eine der beliebtesten und pflegeleichtesten Zimmerpflanzen. Sie verzeiht viele Fehler, wächst auch bei wenig Licht und reinigt die Luft. Für Anfänger ist sie ideal – und für erfahrene Pflanzenfreunde ist sie als Ampelpflanze oder Kletterer einfach dekorativ.
Inhaltsverzeichnis
Standort – flexibel wie kaum eine andere Pflanze
Die Efeutute ist berühmt für ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lichtverhältnisse. Sie wächst sowohl an hellen Standorten als auch in dunkleren Ecken. Allerdings: direkte Mittagssonne verbrennt die Blätter, und bei sehr wenig Licht verliert die Buntsorte ihr Muster. Ideal ist ein heller bis halbschattiger Standort ohne direkte Sonne. Temperaturen zwischen 15–30 °C sind ideal.
Gießen
Efeututen sind sehr tolerant beim Gießen – aber zu viel Wasser über längere Zeit führt zu Wurzelfäule. Grundregel: Die obere Erdschicht (2–3 cm) trocken werden lassen, bevor gegossen wird. Im Sommer alle 7–10 Tage, im Winter alle 2–3 Wochen. Ein gelegentliches Vergessen schadet kaum – die Pflanze erholt sich von leichter Trockenheit gut.
Düngen
Von April bis September alle 4 Wochen mit einem flüssigen Grünpflanzendünger düngen. Im Winter nicht düngen. Überdüngung schadet mehr als Unterdüngung.
Als Ampel oder Kletterer
Efeututen können auf zwei Arten kultiviert werden: hängend aus einer Ampel heraus (die Triebe hängen herab und werden immer länger) oder kletternd an einem Moosstab oder Rankgitter. Am Moosstab bildet die Pflanze größere Blätter. Die Triebe können meterlang werden – regelmäßiges Zurückschneiden hält die Pflanze kompakt.
Vermehren – einfach wie selten
Efeututen lassen sich kinderleicht vermehren: Triebspitzen von 10–15 cm abschneiden (knapp unter einem Blattknoten), die unteren Blätter entfernen und einfach ins Wasser stellen. Nach 2–3 Wochen haben sich Wurzeln gebildet – dann in Erde einpflanzen. Alternativ direkt in feuchte Erde stecken.
Ist die Efeutute giftig?
Ja – die Efeutute enthält Calciumoxalatkristalle und ist schwach giftig für Menschen und Tiere. Beim Kontakt mit dem Saft können Hautreizungen auftreten, beim Kauen Reizungen im Mundbereich. Handschuhe beim Beschneiden empfohlen, außer Reichweite von Kindern und Haustieren halten.
Häufige Probleme
- Gelbe Blätter: Zu viel Wasser oder Staunässe – Gießrhythmus reduzieren.
- Braune Blattspitzen: Zu trockene Luft oder Kalkwasser.
- Blasses Muster bei Buntsorten: Zu wenig Licht – heller aufstellen.
- Schädlinge: Spinnmilben bei trockener Luft – Luftfeuchtigkeit erhöhen und befallene Triebe abschneiden.
Luftreinigung
Die NASA-Studie zu Luftreinigungspflanzen listete die Efeutute als besonders effektiv beim Abbau von Formaldehyd, Benzol und anderen flüchtigen organischen Verbindungen. In gut belüfteten Räumen ist dieser Effekt zwar begrenzt – trotzdem eine schöne Eigenschaft einer sowieso schon dankbaren Pflanze.
