Johannisbeere

Rote Johannisbeeren an der Pflanze© Tatiana Volgutova - shutterstock.com

Johannisbeeren- Sorten, Verbreitung und Bedeutung

Die Johannisbeere, ein Flachwurzler, ist als Nutzpflanze und Zierstrauch erhältlich. Es gibt insgesamt ca. 150 verschiedene Züchtungen. Aus deutschen Gärten ist sie kaum wegzudenken. Selbst als Kübelpflanze gedeiht sie wunderbar am Balkon.
Die Nutzbeere gibt es in schwarz, rot und weiß.
Den Namen tragen die Beeren, weil sie rund um den Johannitag, den 24. Juni reif werden. Gesundheitlich sind die Beeren sehr geschätzt, da sie viel Vitamin C enthalten, vor allem die schwarzen Beeren. Sie fördern die Verdauung, kurbeln das Immunsystem an, sollen sogar gegen Gicht helfen.
Lecker schmecken sie ohnehin, egal ob frisch vom Strauch, als Marmelade, in Kuchen oder Desserts. Da Biobeeren sehr teuer sind und nicht überall erhältlich lohnt es sich gerade für Gartenanfänger oder Gärtner mit wenig Platz zum Pflanzen eine Johannisbeere zu pflanzen. Die Beerensträucher und Stämmchen sind wirklich pflegeleicht, frostbeständig im Winter und verhältnismäßig anspruchslos.

Johannisbeersträucher anpflanzen

Im Frühling oder Herbst sind gute Zeiten zum anpflanzen von neuen Sträuchern.
Wichtig ist auch bei Johannisbeersträuchern den Boden vorher zu lockern und ein Pflanzloch auszuheben, das doppelt so breit ist wie das Wurzelwerk des neuen Strauches und reichlich tief, sodass die Wurzeln komplett bedeckt sind.
Der Pflanzabstand sollte 1 bis 1,5 Meter betragen, dann entsteht keine Nährstoffkonkurrenz zwischen den einzelnen Pflanzen.

Johannisbeeren- Standort, Pflanzenauswahl, Düngen

Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal. Nach dem Einpflanzen umgehend angießen, in der Anfangszeit bei wärmeren Temperaturen regelmäßig wässern.
Achtung: Staunässe solltest du vermeiden! Dafür lieber regelmäßig mulchen und ordentlich Kompost zugeben. Johannisbeerpflanzen lieben nährstoffreichen Boden.
Ein Expertentipp: Auch Brennesseljauche vertragen die Pflanzen wunderbar: dazu geschnittene Brennesseln in Wasser über mehrere Wochen im Kübel ansetzen. Danach die Johannisbeeren über mehrere Wochen regelmäßig damit gießen, bringt gesundes und kräftiges Wachstum.

Wer seine Johannisbeeren gut pflegt, wird noch im ersten Pflanzjahr mit einer kleinen Beerenernte belohnt. Daher lohnt es sich bereits bei der Anschaffung der Pflanzen tragfähige, mehrjährig- gewachsene Sträucher auszuwählen. Wer an dieser Stelle spart und winzige Pflanzen kauft, kann unter Umständen eine Ernteverzögerung von mehreren Jahren haben. Lieber im Gartencenter einkaufen, statt im Discounter und besser 6- 8 Euro pro Pflanze zahlen, als 3 Euro oder eben noch etwas mehr und sich dann gleich im ersten Anbaujahr über eigene Beeren freuen.

Beerensträucher oder Hochstämmchen -beide Varianten bieten Vorteile!

Zur Auswahl stehen Beerensträucher oder Hochstämmchen.
Wuchshöhe: während die Sträucher maximal 1 bis 1,5 Meter Höhe erlangen, werden die Hochstämmchen sogar zwischen 1,5 Meter und 1,8 Meter hoch.
Sträucher wachsen also eher in die Breite und Stämmchen mehr in die Höhe. Beide Pflanzen benötigen einen Auslichtungsschnitt nach der Ernte, damit sie gesund weiterwachsen können. Beim Auslichtungsschnitt werden mehrere verholzte alte Triebe abgeschnitten. Dadurch erhalten junge Triebe wieder mehr Licht und Mineralstoffe.
Wer die Pflanzen mehrere Jahre nicht schneidet, muss mit immer geringeren Ernten rechnen. Bei korrektem Schnitt kann ein Strauch bis zu 12 Kilogramm Früchte pro Jahr tragen.

Johannisbeeren- wichtige Fakten im Überblick

  • optimale Anpflanzzeit im Frühling oder Herbst mit mindestens 1 Meter Pflanzabstand,
  • ertragreiche, robuste Pflanze, liebt Halbschatten bis Sonne,
  • maximale Wuchshöhe bei Sträuchern bis 1,5 Meter, bei Hochstämmchen 1, 8 Meter,
  • Erntezeit rund um den Johannitag am 24.6.,
  • regelmäßiges Gießen, Mulchen und Auslichten sorgt für gute Ernte!

Ein Tipp: Es lohnt sich mehrere verschiedene Sorten zu pflanzen.
Das bringt Abwechslung und höhere Erträge.

Viel Erfolg beim Pflanzen von Johannisbeeren. Bereits ab März bei sonnigen Temperaturen ist ein guter Pflanzzeitpunkt!

1 Kommentar zu „Johannisbeere“

  1. Johannisbeere schwarz (Titania) platzt auf und schmeckt modrig. Die Triebspitzen waren etwas eingerollt. Darin fand sich ein schleimiges weißes Sekret, welches von Ameisen abtransportiert wurde. Der Busch hat sich erholt, aber nun werden die Früchte langsam reif, platzen auf und schmecken modrig. Hiiiiilfe! ich hatte letztes Jahr 8 Beeren, die nicht so geschmeckt haben.

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