Aloe Vera pflegen – Standort, Gießen, Düngen und Vermehren

Aloe Vera ist eine der bekanntesten und nützlichsten Zimmerpflanzen der Welt. Das Gel aus den Blättern gilt als Wundermittel für Haut und Haare. Richtig gepflegt wird sie zu einer imposanten Pflanze – und gibt regelmäßig Ableger, mit denen man Freunde beschenken kann.

Standort: Sonne, Sonne, Sonne

Aloe Vera stammt aus trockenen Regionen Afrikas und braucht so viel Licht wie möglich. Ideal ist ein Südfenster mit direkter Sonneneinstrahlung. Auch ein West- oder Ostfenster funktioniert, dann aber wächst die Aloe etwas langsamer. Im Sommer kann die Pflanze nach draußen auf Terrasse oder Balkon. Langsam an direkte Sonne gewöhnen, um Sonnenbrand zu vermeiden.

Temperaturen zwischen 18–26 °C sind ideal. Temperaturen unter 10 °C verträgt Aloe Vera nicht. Im Winter kühl und hell halten.

Das Wichtigste beim Gießen

Aloe Vera ist eine Sukkulente – sie speichert Wasser in ihren dicken Blättern. Der häufigste Fehler: zu viel gießen. Zwischen den Wassergaben muss die Erde vollständig austrocknen. Im Sommer alle 2–3 Wochen gießen, im Winter nur alle 4–6 Wochen. Staunässe führt unweigerlich zu Wurzelfäule.

Lieber von unten gießen: Topf in Wasser stellen, Erde saugt sich voll, dann Wasser wegkippen. Kalkärmeres Wasser verwenden (abgestanden oder gefiltert).

Die richtige Erde

Normale Blumenerde hält zu viel Feuchtigkeit. Aloe Vera braucht sehr durchlässiges Substrat: Kakteenerde oder eine Mischung aus normaler Erde mit 50 % Perlite oder grobem Sand. Der Topf muss unbedingt ein Abzugsloch haben.

Düngen

Von April bis September reicht eine Düngergabe pro Monat – am besten einen speziellen Kakteen- oder Sukkulentendünger, sehr sparsam dosiert. Im Winter komplett auf Dünger verzichten.

Umtopfen

Wenn die Wurzeln unten herausschauen, ist es Zeit umzutopfen. Am besten im Frühjahr. Neuer Topf sollte nur 2–3 cm größer sein – ein zu großer Topf hält zu viel Feuchtigkeit. Nach dem Umtopfen eine Woche nicht gießen.

Ableger: Pflanzenkinder nutzen

Aloe Vera bildet regelmäßig sogenannte Kindel – kleine Ableger an der Mutterpflanze. Diese können abgetrennt werden, wenn sie mindestens 10 cm groß sind. Ableger 1–2 Tage antrocknen lassen, dann in trockene Kakteenerde setzen. Erste Woche nicht gießen.

Aloe-Gel ernten und verwenden

Für die Nutzung des Gels ein äußeres, fleischiges Blatt abschneiden. Das Blatt längs aufschneiden und das klare Gel herausschaben. Das Gel frisch auf Haut, Sonnenbrand oder kleine Wunden auftragen. Im Kühlschrank hält es etwa eine Woche. Das gelbliche Latex direkt unter der Schale enthält Aloin – nicht innerlich anwenden.

Häufige Probleme

  • Braune, weiche Blätter an der Basis: Wurzelfäule durch Staunässe. Sofort umtopfen.
  • Dünne, eingefallene Blätter: Zu wenig Wasser – gründlich gießen.
  • Braune Blattspitzen: Kalkwasser oder zu trockene Luft.
  • Blätter liegen flach / unförmig: Zu wenig Licht – heller aufstellen.

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