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Möhren anbauen – einfach, lecker und platzsparend
Möhren gehören zu den beliebtesten Gemüsepflanzen im Hausgarten – und das zu Recht. Sie sind pflegeleicht, benötigen wenig Platz und können direkt im Beet, im Hochbeet oder sogar in tiefen Töpfen angebaut werden. Der Mai ist ideal für eine weitere Aussaat – die Möhren reifen dann im Sommer und Herbst heran.
Standort und Bodenvorbereitung
Möhren bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit tiefgründigem, lockerem, steinarmem Boden. Schwere Lehmböden oder Böden mit frischem Kompost führen zu verzweigten, deformierten Wurzeln. Daher sollte man im Jahr der Möhrensaat keine frischen organischen Dünger einarbeiten – besser ist es, einen Boden zu wählen, der im Vorjahr gut gedüngt wurde.
Vor der Aussaat den Boden 25–30 cm tief lockern und feine Klumpen zerkleinern. Steine entfernen, da sie die Wurzeln beim Wachstum ablenken.
Aussaat im Mai
Möhren werden direkt ins Beet gesät – sie vertragen keine Verpflanzung, da die Pfahlwurzel dabei beschädigt wird. Die winzigen Samen werden 1–2 cm tief in Reihen mit 25–30 cm Abstand gesät. Da die Samen sehr klein und langsam keimend sind (10–21 Tage!), empfiehlt sich das Mischen mit Sand für eine gleichmäßigere Aussaat.
Eine bewährte Praxis ist es, zwischen den Möhrenreihen schnell keimende Radieschen zu säen, die als Markierer fungieren und anzeigen, wo die Möhren wachsen werden.
Vereinzeln und Pflege
Wenn die Keimlinge 5–8 cm groß sind, müssen sie vereinzelt werden, so dass jede Pflanze 5–8 cm Platz hat. Das ist mühsam, aber notwendig – zu eng stehende Möhren entwickeln dünne, kleine Wurzeln. Die ausgezupften Jungpflanzen verströmen dabei ihren typischen Möhrenduft, der Möhrenfliegen anlocken kann – daher am Abend vereinzeln, wenn weniger Insekten aktiv sind.
Möhrenfliege abwehren
Die Möhrenfliege ist der schlimmste Schädling beim Möhrenanbau. Ihre Larven fressen Gänge in die Wurzeln. Schutzmaßnahmen: ein Kulturschutznetz über dem Beet, das die Fliegen fernhält; Zwiebeln als Mischkultur, deren Duft die Möhrenfliege verwirrt; oder eine zweite Aussaat nach dem 15. Juni, wenn die erste Flugwelle bereits vorbei ist.
Ernte
Je nach Sorte sind Möhren 70–120 Tage nach der Aussaat erntereif. Ein guter Indikator: Die Schulter der Karotte schaut etwas aus dem Boden heraus und ist orange. Kurze Sorten wie ‚Nantaise‘ oder ‚Chantenay‘ lassen sich mit der Hand herausziehen, lange Sorten lockert man besser mit einer Grabegabel.
