Radieschen

© Jozo Klaric - Shutterstock.com

Seit dem 16. Jahrhundert ist das Radieschen in Europa bekannt und stammt wahrscheinlich aus China. Radieschen gibt es in unterschiedlichen Farben und Formen und zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse.

Radieschen anpflanzen

Radieschen werden von März bis September in nährstoffreiche und nicht zu trockene Erde gesät. Unter einer Folie ist die Aussaat bereits Ende Februar möglich. Radieschen wachsen bereits bei Temperaturen ab 5° C. Keinesfalls zu dicht säen, weil sich genügend Blätter, aber keine Knollen bilden. Empfehlenswert ist der Reihenanbau mit der Hand oder einem Stock. Innerhalb der Reihe sollte der Reihenabstand 10 – 15 cm und der Abstand innerhalb einer Reihe zwischen dem Saatgut 3 – 5 Zentimeter betragen. Die Rillen werden wieder mit Erde geschlossen, ein wenig angedrückt und angegossen. Radieschen sollten nicht tiefer als ein Zentimeter gesät werden. Bereits nach wenigen Tagen erfolgt die Keimung. Den Boden musst Du während der Wachstum gleichmäßig befeuchten. Die Knollen platzen bei feuchter Erde auf und bei zu trockenem Boden wird die Entwicklung nicht beendet und die Radieschen verschrumpeln. Stehen die Knollen zu dicht, müssen sie alle drei bis fünf Zentimeter ausgedünnt werden. Die entfernten Jungpflanzen kannst Du an anderer Stelle wieder einpflanzen. Auf der gleichen Fläche solltest Du Radieschen oder andere Kreuzgattungen maximal einmal in drei Jahren anpflanzen. Sehr gut eignen sich Radieschen für Mischkulturen.

Unterschiedliche Sorten bei Radieschen

Es wird zwischen traditionellen frühen Sorten, die sich bestens für die Frühjahrs- und Herbstaussaat eignen und Sommerradieschen differenziert. Keinesfalls sind alle Radieschen rund und rot. Weiße, kegelförmige Radieschen (Eiszapfen), White Breakfast in weiß zylindrischer Form, Duett (rot-weiß zylindrisch), Isabell (rot-weiß rund) oder Goldball (gelb rund).

Pflege und Düngung von Radieschen

Vor dem Anbau kannst Du den Boden mit viel Kompost verbessern. Radieschen benötigen wenig Nährstoffe. Vom vorherigen Anbau sind üblicherweise genügend Reserven vorhanden. Ein konstanter Feuchtigkeitsgrad, damit die Knollen bei hohen Temperaturschwankungen nicht platzen. Die Knollen verfärben sich schwarz bei einer zu hohen Versorgung mit Stickstoff. Keinesfalls frischen Stallmist benutzen, die Stallung fördert den Befall mit Schädlingen. Radieschen lieben keine zu starke Düngung.

Krankheiten und Schädlinge

Die Kohlhernie trifft in hohem Maße auf, wenn die Fruchtfolge nicht stimmt. Die große und kleine Kohlfliege sowie Erdflöhe können den Radieschen Probleme bereiten. Erdflöhe lieben bereits die jungen Keimblätter und durchlöchern sie. Bei zu starkem Befall stirbt der Keimling. Die Kohlfliege kann größtenteils mit einem Schutznetz ferngehalten werden. Beim Anbau von Radieschen ist der falsche Mehltau, eine Pilzkrankheit zu beobachten. Er macht sich durch dunkle Flecken auf den Knollen bemerkbar und die Blätter erhalten gelbe bis braune Flecken, mit einem zum Teil sehr dünnen schwarzen Rand.

Ernte und Vermehrung

Radieschen vermehren sich durch Samen und benötigen nur eine minimale Zeitspanne für die Reife. Sechs Wochen sind für die Reife im Frühjahr notwendig, im Sommer genügen bereits vier Wochen. Du kannst Radieschen bis November ernten. Bei der Radieschenernte ist der richtige Zeitpunkt einzuhalten. Erfolgt die Ernte nicht fristgerecht, werden Radieschen holzig. Bei fast vorhandener Blütenbildung entstehen im Knollen inneren Holzzellen. Die Erntereife kannst Du an den intensiven Rotfärbung der Knolle erkennen, wenn das obere Knollenende aus dem Boden ragt. Die Ernte erfolgt bestenfalls nach dem täglichen Bedarf. Du nimmst die Pflanze am Ansatz des Blattes und ziehst sie kurz und kräftig heraus. Du kannst neben dem Radieschen auch den Samen und das Blattwerk verzehren.

Standort und Fruchtfolge

Radieschen unterscheiden sich in besonderen Sorten durch den Zeitraum des Anbaus. Sie sind für den Anbau im Frühling oder Sommer geeignet. Oftmals kommen für den Frühlingsbau die Sorten Neckarperle, Cyros und Saxa zum Einsatz, während für den Sommeranbau Sora, Parat oder Raxe verwendet werden.

Die Lagerung von Radieschen

Im Kühlschrank sind Radieschen einige Tage haltbar und das Blattwerk ist zu entfernen. Einfach in kaltes Wasser legen, wenn die Radieschen schrumpeln, damit sie ein wenig Feuchtigkeit erhalten.

© Jozo Klaric – Shutterstock.com

[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*