Aufsitz Rasenmäher – Aufsitzmäher

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Allgemeines zum Aufsitzrasenmäher

Was ist ein Aufsitzmäher?

Vielseitig, funktional und zeitsparend – Aufsitzmäher sind mehr als nur Rasenmäher. Die selbstfahrenden Mäher bieten nicht nur jede Menge Komfort und Leistung, um die Gartenarbeit zu erleichtern, sondern können auch noch richtig viel Spaß machen.

Das zeichnet einen Aufsitzmäher aus

Im Gegensatz zu einem normalen Rasenmäher ist der Aufsitzrasenmäher ein selbstfahrendes Gerät. Selbstfahrend bedeutet, dass man nicht wie bei herkömmlichen Geräten, den Rasenmäher in mühevoller Handarbeit über den Rasen schieben muss, um den Rasen zu mähen. Stattdessen kann man bequem auf dem Sitz des Mähers Platz nehmen, den Motor starten und über die Rasenfläche fahren. Da geht das Rasenmähen fast wie von selbst.

Rasenmähen, Schneeschieben und vieles mehr

Mit den leistungsstarken und flinken Aufsitzmähern lassen sich so auch große Rasenflächen in erstaunlich kurzer Zeit bewältigen. Schon für Rasenflächen zwischen 500 und 1000 qm lohnt sich der Einsatz dieser Mäher. Das einzigartige am Aufsitzmäher ist, dass sich für jeden Rasentyp und Einsatzbereich ein passendes Modell finden lässt. So werden nicht nur die Gartenarbeit, sondern auch andere Aufgaben deutlich erleichtert. Mit einfachem Anbauzubehör kann der Aufsitzmäher zudem auch als Schneeschieber, Kehrfahrzeug oder als Transporter eingesetzt werden.

Wer darf einen Aufsitzrasenmäher fahren?

Die gute Nachricht ist, in den meisten Fällen ist keine gesonderte Fahrerlaubnis nötig, um einen Rasentraktor zu fahren. Dennoch gelten ein paar einfache Regeln, die man beachten muss.

Altersbeschränkung

Aufsitzmäher gelten als Kraftfahrzeuge. Deshalb dürfen auch Geräte, für die man keine Fahrerlaubnis braucht, nicht von Kindern unter 15 Jahren gefahren werden.

Geschwindigkeitslimit

Die meisten Aufsitzrasenmäher besitzen zwischen 4 und 12 PS, das heißt, dass Sie die Schrittgeschwindigkeit in der Regel nicht wesentlich überschreiten. Fährt Ihr Aufsitzmäher schneller als 6 km/h, ist allerdings eine Fahrerlaubnis nötig. Ein solcher Führerschein der Klasse L ist ab 16 Jahren in der Fahrschule (ohne Mindestanzahl an Unterrichtsstunden) zu bekommen. Aber auch hier gibt es eine erfreuliche Ausnahme!

Wer nur im eigenen Garten fährt, braucht keine Fahrerlaubnis

Bezüglich der Fahrerlaubnis gibt es allerdings auch eine gute Nachricht: Fahren Sie Ihren Aufsitzmäher über 6 km/h ausschließlich im eigenen Garten und auf Privatgrundstücken, brauchen Sie auch hier keinen Führerschein. Solange Sie mit dem Mäher nicht auf und über öffentliche Wege und Straßen fahren (auch die Fahrt über die Straße zum Nachbarn gilt hier), bewegen Sie sich außerhalb der Straßenverkehrsordnung.

Ab wann lohnt sich ein Aufsitzmäher?

Wer sich einen Aufsitzmäher zulegt, kann vor allem bei der Pflege von großen Rasenflächen deutlich Zeit sparen. Aber ab welcher Grundstücksgröße lohnt sich eigentlich die Anschaffung eines Aufsitzmähers?

Die richtige Schnittbreite

Abhängig von dem Modell Ihres Aufsitzmähers, werden im Handel unterschiedliche Schnittbreiten von ca. 55 cm bis hin zu über 100 cm angeboten. Obwohl Rasentraktoren natürlich etwas teurer sind als manuell bedienbare Rasenmäher, kann die Anschaffung bereits für Grundstücke mit einer Rasenfläche von 500 bis 600 qm sinnvoll sein. Aber auch der kleinste Aufsitzmäher erleichtert die Mäharbeit hier schon um ein Vielfaches.

Rasenfläche Schnittbreite
600 bis 1000 qm55 cm
bis zu 2000 qm60-80 cm
bis zu 5000 qm100 cm
ab zu 5000 qm130 cm

Achten Sie auf die Gegebenheiten des Gartens

Neben der Größe der zu mähenden Rasenfläche sollte bei der Überlegung, ob sich ein Aufsitzmäher lohnt, auch die Beschaffenheit des Gartens in Betracht gezogen werden. Gerade sehr große, flache Rasenflächen lassen sich mit dem Aufsitzmäher in kürzester Zeit extrem effektiv bewältigen. Besteht der Garten aus vielen Hindernissen wie Wegen, Steinen und niedrigem Gebüsch, dann ist der Gebrauch eines Aufsitzmähers vielleicht eher weniger sinnvoll. Gegebenenfalls muss dann mit dem Elektrorasenmäher oder einem anderen Gartenwerkzeug nachgearbeitet werden. Wer seinen Aufsitzmäher voll ausnutzen will, der sollte ihn vor allem auf den sonst schwer zu meisternden Großflächen zum Einsatz bringen.

Wie hoch ist die eigentliche Zeitersparnis?

Die Zeit, die Sie normalerweise für das Mähen Ihres Rasens aufwenden, kann mit einem Aufsitzmäher deutlich reduziert werden. Bei einer Schnittbreite von 55 cm können 100 qm Rasen in nur 5 min gemäht werden.

Schnittbreite des AufsitzmähersZeitersparnis auf 200 qm pro Mähgang
55 cm10-20 min
80 cmbis zu 40 min
100 cmbis zu 60 min

Dreimal schneller als ein gewöhnlicher Rasenmäher

Als Faustregel können Sie annehmen, dass Sie bereits mit einem Einstiegsmodell, das ein 55 cm breites Schneidemesser hat, im Vergleich zu einem schmäleren, handbetrieben Rasenmäher bis zu dreimal so schnell den Rasen mähen können. Diese Zeitangabe bezieht sich auf die reine Mähzeit. Aber auch in Sachen Reinigung und anderen Aufgaben in der Grundstückspflege kann Ihnen der Aufsitzmäher viel Zeit ersparen.

Zeitersparnis bei der Reinigung

Einige Aufsitzmäher können über einen eigenen Anschluss mit einem Wasserschlauch verbunden werden. Stellt man den Motor an, wird so das Schneidewerk des Mähers automatisch gereinigt.

Auch auf eine Zusatzausstattung muss nicht verzichtet werden

Es stehen viele praktische Applikationen zur Verfügung:

  • Schneeschieber, Eisfräse
  • Kehrbesen
  • Transportanhänger

Außerdem stehen noch viele weitere Zubehörartikel zur Verfügung. So kann Ihnen der Aufsitzmäher dabei behilflich sein, auch bei anderen Arbeiten rund um das Haus Zeit zu sparen. Das Zubehör lässt sich abhängig von dem Modell ganz einfach an den Mäher anbringen. So können Sie jetzt auch selbstfahrend Schneeräumen, Laub entsorgen oder einfach nur die Einfahrt säubern.

Wie funktioniert ein Aufsitzmäher?

Wie der Name schon sagt, sitz man beim Aufsitzmäher auf dem Mäher, entweder über oder hinter dem Motor. Durch eine Zündung, ähnlich wie beim Motorrad oder Auto, wird der Rasenmäher gestartet und mit der Hilfe des Handhebels oder eines Pedals Gas gegeben.

Der selbstfahrende Mäher spart Zeit und Kraft

Der Fahrer steuert den selbstfahrenden Aufsitzmäher über den Rasen, während dieser das Gras schneidet. Das ist nicht nur viel bequemer als das Rasenmähen mit einem manuellen Gerät, das geschoben werden muss, sondern bietet auch Menschen mit Bewegungseinschränkungen oder älteren Personen, die Möglichkeit, ihren Rasen problemlos selbst in Schuss zu halten.

Motor und Mähwerk bringen die Gartenarbeit in Schwung

Der Aufsitzmäher fährt mithilfe eines mit Benzin oder Diesel betriebenen Motors (auch elektrische Varianten sind möglich). Der Motor ist nicht nur für den Fahrantrieb zuständig, sondern betreibt auch das Mähwerk. Abhängig von der Größe des Mähwerks kann es eine Schnittbreite von bis zu 130 cm erreichen.

Multifunktionalität

Ein Aufsitzmäher besitzt eine Vielzahl an Funktionen, die ein herkömmlicher Rasenmäher nicht bieten kann. Neben der Selbstreinigungsfunktion mit dem Wasserschlauch haben fast alle Modelle auch Anschlüsse für zusätzliches Equipment wie einen Fangkorb mit Mulchfunktion, zusätzliche Zerkleinerer, aber auch die bereits erwähnten Schneeschieber, Eisfräsen, Kehrbesen und vieles mehr.

Aufsitzmäher – welche Marken gibt es?

Bei der Kaufentscheidung hilft es auch, einen Blick auf die Hersteller zu werfen. Über die Jahre hinweg haben viele Groß- und Kleinunternehmen angefangen, Aufsitzmäher zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Zu den anerkannten Herstellern von Aufsitzmähern gehören unter anderem Husqvarna, Torro, Stiga, Cramer, Al-ko, McCulloch, Honda und Gravely. Beliebte Einsteigermodelle bietet auch die Firma MTD an, die mit dem „Minirider“ Modell einen echten Verkaufshit gelandet hat. Bei der Wahl des Herstellers sollten Sie vor allem auf die gebotene Qualität der Messer sowie des Motors achten. Diese zwei Elemente sind am entscheidendsten für die Leistung und Langlebigkeit Ihres Aufsitzmähers.

Schwerpunkte der Hersteller

Verschiedene Hersteller bieten ein besonderes Know-how und eine unterschiedliche Qualität in Sachen Mähwerk und Motoren.

Die Messer

Die Schärfe, Schnelligkeit und Härte der Messer Ihres Aufsitzmähers ist entscheidend für einen sauberen und guten Rasenschnitt. Sehr gute Schneidewerke in den Testberichten bieten die Firmen Stiga, Viking und Husqvarna. Die Firma MTD besitzt zudem ein Doppelmesser-Mähwerk, das jetzt noch effizienter schneidet und auch dem Verstopfen durch abgeschnittenes Gras vorbeugt.

Der Motor

B&S, Honda und auch Kawasaki sind die Spitzenreiter in Sachen Motoren. Der Motor ist nach den Messern der Teil des Aufsitzmähers, der am meisten beansprucht und somit am schnellsten verschleißen kann. Der Kauf eines Mähers mit einem hochwertigen Motor, wie ihn diese Hersteller aus dem Motorsportbereich bieten, kann also durchaus Sinn haben.

Worauf muss ich beim Kauf eines Aufsitzmähers sonst noch achten?

Schon ein erster Blick auf den Markt zeigt, dass die Bandbreite an gebotenen Aufsitzmähern schier unerschöpflich ist. Wie entscheide ich mich also für den passenden Aufsitzmäher? Neben dem Design und der Größe gibt es eine Vielzahl an technischen Aspekten, die Sie beim Kauf in Erwägung ziehen sollten.

Benzin- oder Dieselbetrieb

Jeder kennt ihn nur zu gut, den klassischen Rasenmäher mit Benzinmotor. Mittlerweile bietet der Markt aber verschiedene Antriebstechniken, auch für Aufsitzmäher, an. Die Varianten Benzin und Diesel unterscheiden sich zunächst im Preis für den Treibstoff. Benzinmotoren gelten aber meist auch als leistungsstärker und zuverlässiger. Auch Aufsitzmäher mit einem elektrischen bzw. Akkubetrieb sind mittlerweile (z. B. von der Firma Stiga) erhältlich. Diese Mäher reduzieren die Schadstoffemission, benötigen aber dafür natürlich auch das Wiederaufladen des Akkus bzw. das Anschließen an eine Stromquelle.

Technische Extras

Verschiedene Aufsitzmähermodelle bieten Ihnen einen unterschiedlichen Komfort, wenn es um die technischen Details geht. Hier ist eine Liste von Features, die Sie bedenken sollten:

  • Heckantrieb (Standard) oder Allradantrieb (für ein unwegsames Gelände)
  • automatische oder manuelle Schaltung
  • Servolenkung (besonders in verwinkelten Gärten)
  • Seiten- oder Heckauswurf (mit einer Fangbox, mit Mulchfunktion oder ohne)
  • Anschlüsse für Schneeschieber, Kehrbesen oder Schlegelmäher
  • Anhängerkupplung für einen Transportanhänger

Sicherheit und Qualität

Egal, für welches Modell und welche Ausstattungsdetails Sie sich entscheiden, entscheiden Sie nicht einfach für das günstigste Angebot. Ein Aufsitzmäher ist ein technisches Gerät, bei dem Sie auch auf Qualität und Sicherheit achten sollten. Material, Bauart und die hochwertige Produktion Ihres Geräts sind keine Nebensächlichkeiten. Damit garantieren Sie nicht einen langen und zuverlässigen Nutzen, sondern minimieren auch die Gefahren bei der Gartenarbeit.

Was kostet ein Aufsitzmäher?

Der Preis für Ihren neuen Aufsitzmäher hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Suchen Sie ein Einsteigermodell, können Sie das aber bereits ab ca. 700 Euro bekommen.

Größe und Leistung sind entscheidend

Abhängig von der Größe (Schneidewerk zwischen 55 und 130 cm), den Funktionen und der Leistung des Aufsitzmähers kann der Preis stark variieren. Aber auch Ihre Grundstücksgröße und Ihr Vorhaben können durchaus darüber entscheiden, ob Sie ein kleineres oder größeres Gerät brauchen. Die luxuriösesten, größten Aufsitzmäher mit einer vielseitigen Zusatzausstattung können durchaus den Preis von einem Kleinwagen erreichen.

Zusätzliche Extras

Für fast alle Aufsitzmäher gibt es praktische Zusatzausstattungen wie zum Beispiel verschiedene Auswürfe mit Mulchfunktion, Anhänger, Schneeschieber und Kehrbesen. Je nachdem welche Funktionen Sie nutzen wollen, sollte Ihr gewünschtes Modell über die geeigneten Anschlüsse verfügen. Das Zubehör kostet extra, kann aber die Arbeit rund um den Garten und das Haus deutlich erleichtern.

Aufsitzmäher vs. Rasentraktor: Ein Vergleich

Der Aufsitzmäher ist die kleinste Variante unter den fahrbaren Mähern. Daneben gibt es auch die aufwendigere Variante des Rasentraktors.

Der Motor

Der Unterschied besteht zunächst vor allem in der Position des Motors sowie der Motorleistung. Beim Aufsitzmäher sitzt der Fahrer direkt über dem Motor. Bei einem Rasentraktor sitzt der Motor hingegen unter einer Haube vor dem Sitz und bietet deutlich mehr PS.

Die Schnittbreite

Ab 500 Quadratmeter lohnt sich bereits ein selbstfahrender Rasenmäher. Während der Aufsitzmäher leicht einen Rasen von bis zu 1500 – 2000 qm bewältigen kann, lohnt sich darüber hinaus aber auch der Kauf eines Rasentraktors. Während es den Aufsitzmäher mit Schnittbreiten von 55 cm, 80 cm und 100 cm (und ggf. auch darüber hinaus) gibt, können die Schnittbreiten vom Rasentraktor weit über 1 m liegen. Eine solche Größe ist aber eigentlich meist nur für den Einsatz in Parks oder gewerblichen Betrieben nötig.

Fazit

Der Aufsitzmäher bietet eine tolle, kostengünstigere Einsteigervariante zum Rasentraktor, der sich ideal für große Flächen im Privatbereich einsetzen lässt.

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