Ratten im Garten

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Ratten zählen heutzutage nach wie vor zu den am meisten gefürchtetsten Hygieneschädlingen. Wer einen solchen Nager sichtet, rennt meist panisch davon und vermutet das schlimmste. Wo kommt sie her, warum nistet sie sich bei mir ein und gibt es noch mehr davon? Es stimmt, diese Art von Nagetieren übertragen Krankheiten und gefährden somit Mensch und Heimtiere. Dadurch, dass sich die Tiere überwiegend in Kanalisationen oder Wertstoffhöfen aufhalten ist es nicht unlogisch, dass Keime und Bakterien an ihnen haften. Übertragen werden die Krankheitserreger anschließend über den Kot, das Fell oder die bloße Berührung. Hat man beispielsweise über mehrere Tage einen Rattenbefall im Haus, erkennt diesen nicht sofort, kann es sein, dass sich diese auf Schlaf, – oder Liegeplätze tümmeln oder sich an das Hundefutter in der Küche machen. Die Krankheitserreger gelangen so schnell und einfach auf den menschlichen Organismus über und machen uns krank. Das Rattenproblem effektiv zu lösen sollte demnach der erste Gedanke bei Sichtung einer Ratte sein. Die Schädlinge sollen schließlich langfristig und dauerhaft den heimischen Garten, Wohnbereich oder die Garage/Schuppen verlassen.

Wie erkennt man einen Rattenbefall an Haus und Umgebung?

Es kommt nur sehr selten vor, dass sich die Nagetiere tagsüber in der Nähe von Menschen aufhalten. Deshalb grenzt es wohl eher an einen Zufall, sollten Sie tagsüber während der Gartenarbeit eine Ratte sichten. Bei Verdacht auf eine Rattenplage solltest du daher auf andere wichtige Merkmale achten:

    • Rattenkot

Eines der sichersten und markantesten Anzeichen für einen Schädlingsbefall ist der Kot. Auch hier gibt es von Rasse zu Rasse unterschiede. Hausratten produzieren bananenförmigen Kot, welchen sie überall verstreuen. Die Wanderratte setzt eher spindelförmigen Kot ab und legen diesen häufchenweise zusammen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, welche Konsistenz der Kot aufweist. Auf einen aktiven, aktuellen Befall deutet weicher und glänzender Kot hin. Trockener und dunkler Kot lässt darauf schließen, dass hier zwar mal Schädlinge waren, diese sich aber womöglich einen anderen Nistplatz gesucht haben. Eine Ratte produziert tatsächlich ca. 40 Kotballen am Tag. Du kannst selbst ausrechnen wie viele Ratten du in etwa in Befall hast, wenn du die Gesamtmenge des Kotes nimmst. Kleiner, zusätzlicher Kot deutet auf eine Vermehrung hin.

    • Nagerspuren

Die Nager besitzen markante Schneidezähne, mit denen sie wirklich alles annagen können. Sogar Aluminiumbleche oder Mörtel nagen die Tiere an. Man nennt sie deshalb auch Materialschädlinge. Die Spuren der Nager lassen sich leicht erkennen. Sie führen parallel zueinander in etwa 4 mm breite das Material entlang. Nicht selten kommt es vor, dass die Materialschädlinge auch Hausbrände verursachen, da sie auch gerne an Kabeln nagen.

    • Schmierspuren

Im Haus oder auch im Keller hinterlassen die Tiere häufig Schmierspuren, sprich, sie verwenden immer die selben Laufwege und verunreinigen diese. Das eigene Körperfett der Tiere, zusammen mit Schmutz und Staub, bilden diese Schmierspuren und eine Rattenplage ist nicht mehr auszuschließen. Balkonkonstruktionen, Dächer oder Dachböden und Kellerzugänge sind beliebte Anlaufstellen für die Tiere. Meist führen die Spuren sogar zu den Nestern und Brutplätzen.

    • Nester und Bauten

Hausratten lassen sich gerne in den oberen Bereichen eines Hauses oder einer Wohnung nieder. Deshalb sind die Nester oft schwer zu finden. Die Schädlinge bevorzugen warme und feuchte Verstecke, legen diese mit Zeitungspapier und anderen Textilien aus.
Wanderratten bleiben dabei eher im freien, außerhalb von Haus und Wohnung. Sie bevorzugen die Erdbauten. Die Eingänge lassen sich durch einen Durchmesser von ca. 5 cm. erkennen. Alte Rattenlöcher, die nicht mehr länger benutzt werden, sind oft mit Spinnenweben oder Schmutz verschüttet. Hier leben keine Schädlinge mehr. Nicht selten bauen die Tiere auch unter Komposthaufen oder Gartenlauben ihre Bauten.

    • Laufspuren

In sehr staubbelasteten Bereichen, beispielsweise innerhalb von Häusern, können leicht Laufspuren gesichtet werden. Die Art der Nager lässt sich anhand der Spuren leicht erkennen. So laufen Wanderratten überwiegend auf den Fußballen, während Hausratten ihr Gewicht eher auf die Zehen verlagern. Anhand des Mehltest kann herausgefunden werden, ob derzeit noch Ratten in diesem Gebäude vorhanden sind. Findest du nach ein bis zwei Tagen keine frischen Spuren im verstreuten Mehl, ist von einer ehemaligen Rattenplage auszugehen.

    • Tote, herumliegende und lebende Tiere

Ein sicheres Indiz für einen Befall sind sicherlich die lebenden Nagetiere an sich selbst. Aber auch tote Tiere können ein Indiz für einen akuten Befall sein. Eine unangenehme Entdeckung, dennoch ist es leichter für dich, die Rattenart zu bestimmen. Werden gleichzeitig lebende Tiere entdeckt, so kann das auf zu wenig Nahrung zurückzuführen sein. Die stärken Tiere setzen sich auch in der Rattenwelt gegen die schwächeren durch und töten diese.

  • Der Geruch

Der ammoniakähnliche Geruch wird wohl ziemlich zeitnah das erste sein, was dich auf die Idee einer Rattenplage bringen könnte. Menschen empfinden diesen Geruch äußerst unangenehm, beißend. Die Augen beginnen zu tränen, für manche ist es unerträglich. Viele reagieren nach kurzer Zeit allergische Reaktionen. Der für die Tiere als Orientierung dienendes Instrument, ist für Menschen oder Haustiere ein großes Problem. Hier kann gesagt werden: Je größer der Befall, desto größer der Gestank.

Rattenbekämpfung nur mit Profis

Für eine effektive Schädlingsbekämpfung wirst du womöglich nicht um einen Spezialisten drum herum kommen. Genauso wenn ein Wespennest von einem Profi entfernt werden muss, muss auch hierbei ein Spezialist ran. Ein Kammerjäger muss also her, welcher sich auf dem umfangreichen Gebiet der Schädlingsbekämpfung auskennt. Ratten sind bekanntlich schlau und können sich Dinge merken. Man mag es kaum glauben woher die Tiere immer wieder den Zugang zur Wohnung finden. Dennoch kommt man mit den Sicherheitsvorkehrungen kaum noch nach, schon ist das nächste Tier in der Wohnung. Ratten nutzen Kellerlöcher, Katzenklappen oder gekippte Fenster. Wenn ein Nagetier wie dieses in die Wohnung möchte, weil es dort womöglich Futter gibt, dann wird es das auch tun. Es sei denn, man beauftragt einen Kammerjäger, der alle Raffinessen der Nager auswendig kennt und weiß was zu tun ist. Selbstexperimente um Geld zu sparen werden langfristig keine Erfolge bringen.
Manche Rattenarten entwickelten während der letzten Jahre sogar eine bestimmte Resistenz gegenüber Schädlingsmittel oder Gift. Außerdem muss das Mittel oder Gift zugelassen sein, darf nicht einfach willkürlich überall präventiv verstreut werden. Damit würdest du womöglich andere herumlaufende Tiere oder Haustiere in Gefahr bringen. Oft hört man von Todesfällen des geliebten Haustieres, aufgrund von Rattengift. Und auch für den Menschen kann das Gift schädlich sein, deshalb sollte man nicht viel Zeit in Räumen verbringen, welche mit Rattengift ausgelegt wurden.

Rattenplagen vorbeugen

Um sich effektiv vor einer Schädlingsplage zu schützen, kannst du einiges tun. Achte darauf, dass die Tiere keinen Zugang zur Wohnung finden. Löcher in der Kanalisation könnten z.b eine Ursache sein. Müll und Komposthaufen sollten stets umgegraben und verschlossen werden. Auch in der Wohnung dürfen keine verlockenden Gerüche austreten. Herumstehendes Futter oder menschliche Nahrungsmittel sollten fest verschlossen sein. Auch Aufzugsschächte sind eine mögliche Ursache für eine Ratteninvasion. Versuche daher, wie eine Ratte zu denken und Maßnahmen zu ergreifen, dass diese keinen Grund finden, in deine Wohnung zu gelangen. Wenn du selbst Nagetiere wie Kaninchen oder Mäuse hältst, achte vermehrt auf Sauberkeit und Hygiene. Auch in Vorratskammern solltest du häufiger überprüfen ob sich ungewünschte Nager darin aufhalten könnten. Sogenannte Vorratsschädlinge sind für dich und deine Familie mehr als schädlich und gefährlich.

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