Geranien – botanisch korrekt Pelargonien – sind die beliebtesten Balkonpflanzen Deutschlands. Mit ihren leuchtenden Blüten in Rot, Rosa, Weiß und Orange verwandeln sie jeden Balkon in ein Blütenmeer. Wer weiß, wie man sie richtig pflegt und überwintert, hat jahrelang Freude an denselben Pflanzen.
Inhaltsverzeichnis
Standort und Aussetzzeit
Geranien lieben volle Sonne und wärme. Nach draußen erst, wenn keine Fröste mehr drohen – in Deutschland sicher ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen). Volle Südsonne verträgen sie gut, aber in Hitzephasen über 35 °C und direkter Mittagssonne sollte man sie beschatten oder öfter gießen.
Gießen – das A und O
Geranien mögen es gleichmäßig feucht, vertragen aber keine Staunässe. Der Untersetzer sollte nach dem Gießen keinen Wasserstand haben – überschüssiges Wasser immer abgießen. An heißen Sommertagen täglich gießen, bei Regen anpassen. Gieße immer an der Wurzel, nicht über die Blüten.
Düngen für üppige Blüte
Geranien sind Starkzehrer. Ab dem Auspflanzen alle 1–2 Wochen mit einem Balkonblumen-Dünger düngen, am besten flüssig ins Gießwasser. Ab August Düngung reduzieren, ab September einstellen – das bereitet die Pflanze auf die Überwinterung vor.
Verblühtes abzwicken
Die wichtigste Pflegemaßnahme: Verblühte Blütenstände sofort abzwicken. Das verhindert Samenbildung und regt die Pflanze zur Neubildung von Blüten an. Einfach den gesamten Blütenstiel (nicht nur die verblühten Einzelblüten) bis zum Stängelansatz entfernen.
Überwintern – so gelingt es
Geranien sind nicht winterhart und müssen vor dem ersten Frost rein. Drei Methoden:
Methode 1: Kühles, helles Überwintern (empfohlen)
Pflanzen zurückschneiden (auf 1/3 der Länge), in ein kühles Zimmer mit 5–10 °C und hellem Standort stellen. Nur wenig gießen (alle 2–3 Wochen). Im März langsam wieder mehr Wasser und Licht geben.
Methode 2: Warme Fensterbank
Ohne Rückschnitt auf die Fensterbank stellen. Pflanze wächst weiter, blüht aber kaum. Mehr Gießen notwendig, Spinnmilben können auftreten.
Methode 3: Kalt und dunkel
Pflanzen stark zurückschneiden, in Zeitungspapier wickeln und kühl (2–5 °C) aber frostfrei einlagern. Kaum gießen. Im März herausholen und einpflanzen. Risiko: Pflanzen können austrocknen.
Im Frühjahr wieder einpflanzen
Ab März die überwinterten Pflanzen zurückschneiden (falls noch nicht geschehen), in frische Erde umtopfen und ans Licht stellen. Ab Mai nach draußen. Die ersten Wochen sparsam düngen, dann reguläre Düngung aufnehmen.
Sorten für verschiedene Standorte
- Hänge-Pelargonien (Ivy-Geranien): Ideal für Ampeln und hängende Kästen, überhängende Wuchsform.
- Stehende Pelargonien (Zonal): Klassisch für Fensterkästen, aufrecht.
- Duft-Pelargonien: Weniger Blüten, aber herrlich duftende Blätter (Rosen-, Zitronen-, Kokosduft).
