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Warum entstehen kahle Stellen im Rasen?
Nach einem langen Winter sehen viele Rasenflächen alles andere als einladend aus. Kahle Flecken, Moospolster und braune Bereiche sind typische Winterschäden. Ursachen sind Frost, Staunässe, Salzauftrag von Streumittel oder einfach zu viel Schatten. Die gute Nachricht: Im Frühling lassen sich diese Stellen mit einfachen Mitteln wieder begrünen.
Schritt 1 – Diagnose stellen
Bevor Sie nachsäen, schauen Sie genau hin. Handelt es sich um einzelne Flecken oder ist der gesamte Rasen licht? Gibt es Moos? Ist der Boden verdichtet? Je nach Ursache unterscheiden sich die Maßnahmen. Verdichteter Boden muss zunächst belüftet werden, Moos deutet auf Nährstoffmangel oder zu viel Schatten hin.
Schritt 2 – Vorbereitung der Kahlen Stellen
Entfernen Sie abgestorbenes Gras, Moos und Unkraut gründlich. Lockern Sie den Boden mit einer Harke oder einem kleinen Kultivator auf. Bei verdichteten Stellen stechen Sie den Boden mit einer Grabgabel tief durch. Streuen Sie etwas Rasensand und gut abgelagerten Kompost ein und harken Sie ihn leicht ein.
Erde ausgleichen:
Tiefe Senken sollten mit einer Mischung aus Rasensand und feiner Gartenerde aufgefüllt werden. Eine ebene Fläche ist wichtig, damit das Saatgut gut Kontakt zum Boden bekommt und gleichmäßig keimen kann.
Schritt 3 – Die richtige Saatgutmischung wählen
Wählen Sie eine Rasenmischung, die zum vorhandenen Rasen passt. Für schattige Bereiche gibt es spezielle Schattenmischungen. Für sonnige, trockene Stellen eignen sich Trockenrasen-Mischungen. Für Stellen mit starker Belastung wählen Sie eine robuste Sportrasen- oder Strapaziermischung.
Schritt 4 – Säen und andrücken
Streuen Sie das Saatgut gleichmäßig auf die vorbereiteten Stellen. Die empfohlene Saatmenge beträgt in der Regel 20–30 g pro Quadratmeter bei der Nachsaat. Drücken Sie den Samen mit dem Fuß oder einer leichten Walze leicht in den Boden – guter Bodenkontakt ist entscheidend für die Keimung.
Schritt 5 – Wässern bis zur Keimung
Halten Sie die gesäten Stellen dauerhaft feucht, bis das Gras aufgelaufen ist. Das bedeutet in der Regel 2–3 Mal täglich fein gießen – auf keinen Fall so stark, dass der Samen weggespült wird. Je nach Temperatur keimt Rasen nach 7–21 Tagen. Erst wenn der neue Rasen 8–10 cm hoch ist, darf er zum ersten Mal gemäht werden.
Düngung nach der Nachsaat
4–6 Wochen nach der Keimung freut sich der junge Rasen über eine Startdüngung mit einem stickstoffreichen Rasendünger. Das fördert die Bestockung und macht den Rasen dichter. Vorher sollten Sie keinen Rasendünger ausbringen, da zu viel Stickstoff die zarten Keimlinge verbrennen kann.
