Teichpflanzen

Seerosen Blüte auf dem Wasser © DaLiu - shutterstock.com

Auswahl der schönsten Teichpflanzen für Ihren Gartenteich

Ihre Schönheit fällt sofort ins Auge, gibt verschiedenen Tieren genug Deckung und sorgt für das biologische Gleichgewicht im Teich: eine Teichpflanze.

Was wäre ein Garten ohne Pflanzen? Sei es herrliche Prachtstauden, Obst und Gemüse im Nutzgarten oder zarte Schwanenblumen, die behäbige Muschelblume sowie die königlichen Seerosen im Teich. Der Gartenteich zählt noch heute zu dem Gärtner liebstes Hobby. Nicht zuletzt wegen den eigensinnigen grünen Bewohner. Im Vergleich zu Landgewächsen, die hervorragenden Boden für das Wachstum und eine stabile Verankerung brauchen, wenn ihnen jeder Witterungseinfluss durch die Glieder fährt, wird das Leben der Teichpflanzen wie die Muschelblume besonders von den Licht- und Sauerstoffverhältnissen bestimmt. Je tiefer die Wassertiefe der Unterwasserpflanzen, desto weniger sind die Wachstumsfaktoren, die die Gewächse brauchen. Dies steht der natürlichen Pflanzenverteilung im Gewässer gleich. Nach einer üppig bewachsenen Sumpf- und Feuchtzone erfolgt die dicht besiedelte Flachwasserzone. Im tiefen Wasser sind kaum Vertreter vorhanden. Aus diesem Grunde ist eine ausgedehnte Sumpfzone schöpferisch ziemlich effektvoll.

Aspekte bei der Pflanzenverteilung

Das wichtigste Kriterium bei der Pflanzenverteilung im Gartenteich gehört der Wasserstand. Dieser wird von der Wasseroberfläche bis zum Wurzelhals gemessen. Darin entwickeln sich die Unterwasserpflanzen optimal entwickeln. Strenge Grenzwerte gibt es nicht. Dennoch gibt es bei groben Verstößen Folgen:

Beispiel: Wenn eine Seerose sich in einer flachen Wassertiefe befindet, dann schieben sich die Blätter über die Wasseroberfläche heraus und die Blühwilligkeit lässt nach.

Nach einer bekannten Faustregel sollte je nach Teichpflanze 1/3 der Wasseroberfläche einnehmen. Relevant sind Schwimm- (Moosfarn, Muschelblume, Sternlebermoos oder südamerikanischer Froschbiss), Schwimmblatt- (Lotusgewächse, Pfeilkraut oder Seerosen) oder Unterwasserpflanzen (Röhrichtgewächse, Schachtelhalm oder Teichbinse), die den Sauerstoff produzieren und die Wasserqualität verbessern.

Da die Teichbewohner in der Regel sehr wüchsig sind, gibt es besonders für kleine Gartenteiche eine gewissenhafte Auswahl zu treffen. Empfehlenswert sind Zwergarten großer Geschwister wie Zwergseerosen und Zwergbinsen. Außerdem vertragen sich auch Hechtkraut, Iris, Sumpfdotterblume, Goldkeule, Wasserähre und Hechtkraut ausgezeichnet. Bei der Pflanzenverteilung stehen die höchsten Teichpflanzen in der hintersten Reihe, die kleinen Blumen vorn. Vom Pflanzenplatz ist ein Blick auf das Wasser ratsam. Wenn dieser Platz weiter entfernt ist, dann sollte Ihre Wahl auf großblütigen Seerosenarten oder anderen auffallenden Wassergewächsen fallen. Was gibt es Schöneres als aus dem Haus in den Garten zu treten und die frappanten Teichpflanzen wie zum Beispiel die hinreißende Muschelblume zu bewundern?

Im Randbereich eines Gartenteichs, wo die Wassertiefe nur wenige Zentimeter beträgt, empfiehlt sich ein Erdreich über der Teichfolie. Hierbei gibt es noch keinen Balanceakt, um eingreifen zu müssen. Das flächig verteilte Substrat schützt die Teichfolie vor Sonnenstrahlen, bei inkonstanter Wassertiefe und vor allem dient das schlammige Erdreich für den Abstand von Kindern.

Im tiefen Wasser können Sie eine Korbbepflanzung vornehmen. Stark wuchernde Arten wie die Seekanne oder der Wasserknöterich lassen sich räumlich begrenzen.

Kleiner Tipp: Verwenden Sie keine Gittertöpfe! Ansonsten bekommen die Pflanzen kaum bis gar keine Nährstoffe.

Bringen Sie die Gartenteichpflanzen auf einem Steinensockel zum einen in Position und zum anderen auf Höhe. Kleine Pflanzen, die ins tiefe Wasser gehören, brauchen Zeit, um sich langsam an dem Standort zu gewöhnen. Als Pflanzensubstrat eignet sich ein Gartenteichaushub unter einer humushaltigen Schicht. Zum mageren Boden können Sie verrotteten Kompost verwenden. Warum nicht ein belebter Boden, der jedoch keine organischen Bestandteile enthalten darf? Bei der Bepflanzung ist keine Düngung vonnöten. Greifen Sie nur ein, wenn Sie nach und nach gelbe Blätter oder eine Wachstumsstockung feststellen! Eine Nachdüngung erfolgt dann durch das Eindrücken von Düngerkegeln in das Substrat oder durch das Einsprühen der Blätter mittels Flüssigdünger.

Nachfolgend bekommen Sie einen kleinen Überblick über die verschiedensten Gartenteichpflanzen und welche Wassertiefe beim Einpflanzen für die richtige Wuchshöhe benötigt wird:

Teichpflanzen von 0 bis 30 cm

  • Bachbunge
  • Bachminze
  • Bitterklee
  • breitblättriger Rohrkolben
  • Froschlöffel
  • Gauklerblume
  • Gnadenkraut
  • Hahnenfuß
  • Hechtkraut
  • kleiner Rohrkolben
  • Lamus
  • Sumpfdotterblume
  • Sumpfgladiole
  • Sumpfvergissmeinnicht
  • Wasserschwertlilie
  • Wollgras
  • Zungenhahnenfuß
  • Zyperngrassegge

Teichpflanzen bis 60 cm

  • Blumenbinse
  • Goldkeule
  • Laichkraut
  • Pfeilkraut
  • Seekanne
  • Seesimse
  • Tannenwedel
  • Wasserknöterich
  • Wasserstern

Teichpflanzen über 60 cm

  • Froschbiss
  • Hornkraut
  • Krebsschere
  • schwimmendes Laichkraut
  • Seerose
  • Tausendblatt
  • Teichrose; Muschelblume (ist eine Verwandte der Seerose und mag es halbschattig)
  • Wasserähre
  • Wasserhahnfuß
  • Wassernuss

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