Seerosen pflanzen

Seerosen Blüte auf dem Wasser© DaLiu - shutterstock.com

Um einem Gartenteich das gewisse Etwas zu verleihen, müssen unterschiedliche Teichpflanzen vorhanden sein, die durch ihre farbenfrohen Blüten für einen Hingucker sorgen. Sehr beliebt sind in dieser Hinsicht Seerosen, welche jedoch einige Bedingungen an ihre Umwelt stellen, um ideal wachsen zu können. Grundsätzlich ist nicht unbedingt ein Teich notwendig, Seerosen können auch in Kübel oder auch in Schalen gepflanzt werden. Natürlich ist es in diesem Fall von Vorteil, wenn kleinbleibende Sorten verwendet werden. Im Folgenden wir nun darauf eingegangen, wie Seerosen in einem Schwimmteich und in einem Kübel angepflanzt werden können und was es hierbei zu beachten gilt.

Der ideale Standort

Die Pflanzen bevorzugen warme und sonnige Standorte, ein Teich, der sich also den Großteil des Tages oder komplett im Schatten befindet, eignet sich nicht für diese Zwecke. Wichtig ist auch, die benötigte Pflanztiefe der jeweiligen Sorte zu beachten. Damit ist der Abstand der Triebe zur Wasseroberfläche gemeint und dieser sollte unbedingt eingehalten werden. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass die Pflanze sich nicht richtig entwickeln kann und im schlimmsten Fall sogar eingeht. Im Handel können unterschiedliche Sorten mit verschiedenen Pflanztiefen erworben werden (flach, mittel und tief). Eine tiefe Pflanztiefe kann bis zu 120 cm hinab reichen. Ungefähr ab Mai jeden Jahres können die Rosen gesetzt werden, da ab diesem Zeitpunkt die Wassertemperatur hoch genug ist. Bevor es jedoch an das Pflanzen geht, sollte überlegt werden, welche Sorte für den jeweiligen Teich ideal ist, welche Körbe verwendet werden sollten und wie tief diese eingesetzt werden müssen.

Kriterium 1: Die Teichgröße

Zunächst sollte überlegt werden, welche Größe der eigene Teich überhaupt hat, denn danach richtet sich auch die Größe der zu verwendenden Körbe. Wenn in diesem Zusammenhang von Größe gesprochen wird, ist eigentlich nur die Tiefe und nicht die Breite des Teichs gemeint. Ist dieser zum Beispiel 80 cm tief, empfiehlt es sich, Körbe mit einem Volumen von 5 bis zu 20 Litern zu nutzen. Ist er hingegen tiefer, sollten größere Körbe verwendet werden, mit einem Volumen von 20 bis zu 30 Litern. Die Tiefe des Teiches ist auch wichtig für das Wachstum der Pflanzen. Ist dieser lediglich 70 bis 80 cm tief, sollten nur Sorten verwendet werden, die sich nicht besonders schnell vermehren. Zudem sollten nicht zu viele Pflanzen eingesetzt werden, um für ausreichend Platz sorgen. Ist hingegen bekannt, dass die jeweilige Sorte besonders schnell wächst und sich stark ausbreitet, sollte diese nur in tieferen Teichen angepflanzt werden.

Die Korbvorbereitung

Bevor der Korb in den Teich gesetzt wird, muss er noch passend vorbereitet werden. Zunächst sollten einige Lagen (zwei oder drei) Zeitungspapier hineingelegt werden. Es sollte jedoch nicht komplett in den Korb gedrückt, sondern über den Rand etwas überstehen gelassen werden. Das Zeitungspapier hat die Aufgabe, das später einzufüllende Substrat daran zu hindern, wieder nach außen zu gelangen. Nun müssen ungefähr 2 bis 3 cm Sand in den Korb gegeben werden. Auf den Sand wird spezielle Teicherde aufgetragen, welche es in Gartencentern oder Baumärkten zu erwerben gibt.

Die Pflanzen kommen in die Körbe

Sind die oben beschriebenen Maßnahmen durchgeführt, können die Pflanzen in die Körbe gegeben werden. Aus Platzgründen, vor allem bei dem Wachsen, sollte in jeden Korb nur eine Pflanze gesetzt werden. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass die Pflanze oben mit dem Ballen am oberen Korbende ist. Fehlt noch ein Stück bis zum Rand, kann noch etwas Erde nachgefüllt werden. Ist die Rose über dem Rand, sollte etwas Erde entfernt werden, sodass sie ungefähr bündig mit dem Rand des Korbes steht. Die Ränder, die im vorherigen Schritt noch an Zeitungspapier überstehen gelassen wurden, können nun im nächsten Schritt nützlich sein. Sie werden ganz einfach nach nach innen gedrückt und einige Steine auf sie gelegt. Somit war das Ende des Zeitungspapiers zum einen eine Ablagefläche für die Steine und zum anderen schützt es die Erde und verhindert, dass sie weggespült wird.

Das Einsetzen der Seerosen in den Teich

Nun kommt der entscheidende Schritt, indem die Rosen letztlich in den Teich gesetzt werden. Damit diese sich an die neue Umgebung und vor allem an das Wasser gewöhnen können, werden sie für die erste Zeit (1 bis 2 Wochen) am Teichrand stehen gelassen. Aber auch schon in dem hier flachen Wasser, entwickeln die Pflanzen die ersten Blätter. Sobald dies der Fall ist, bedeutet das, dass die Pflanze sich mit der neuen Umgebung vereinbart hat. Daher kann sie nun in das tiefere Wasser an den eigentlichen Platz im Teich gestellt werden. Es gilt jedoch darauf zu achten, dass die neuen Blätter nicht unter Wasser sind, sondern an der Wasseroberfläche schwimmen.

Die Pflege

Wie auch jede andere Pflanze benötigt auch die Seerose von Zeit zu Zeit etwas Pflege. Natürlich fällt das Gießen weg, da sich die Pflanzen schon im Wasser befinden und daher immer ausreichend Feuchtigkeit erhalten. Ist der Wasserspiegel hingegen zu tief, besteht die Gefahr der Austrocknung. Daher ist es wichtig, dass der Wurzelballen aber auch das Rhizom niemals komplett trocken sind. Gerade im Sommer und allgemein in warmen Monaten fällt deutlich weniger Niederschlag. Aus diesem Grund sollte der Wasserspiegel in regelmäßigen Abständen gemessen werden. Ist dieser zu niedrig, sollte etwas Wasser hinzugegeben werden, bis der normale Wert erreicht ist.

Die Pflanzen zehren ihre Nährstoffe relativ schnell auf, sodass sie immer mal wieder Nachschub benötigen. Sind zu wenig Nährstoffe im Wasser, besteht die Gefahr, dass die Rose nicht blüht und die Blätter vergilben und sogar absterben können. Je nach Bedarf sollte also gedüngt werden, es wird jedoch gesagt, dass dies mindestens einmal im Jahr erfolgen sollte, idealerweise im Frühjahr.

Sehr wirksam sind umhüllte Dünger, die nicht sofort den kompletten Inhalt an das Wasser abgeben, sondern immer mal wieder eine kleine Dosis. Denn auch Gewässer mit zu vielen Nährstoffen sind nicht gut, da diese schnell umkippen können. Die Folge ist, dass sich zu wenig Sauerstoff im Wasser befindet und das biologische Gleichgewicht durcheinandergerät. Daher ist es wichtig, niemals zu viel zu düngen und abgestorbene Pflanzenreste, wie zum Beispiel Blätter, aus dem Teich zu nehmen. Um immer ausreichend Sauerstoff im Teich zu haben, können kleine Pumpen oder Wasserspiele installiert werden, die die Oberfläche in Bewegung halten.

Schädlinge vermeiden

Sobald der Herbst erreicht ist, sollte der Röhricht etwas zurückgeschnitten werden. Ideal ist es nur so weit zu schneiden, dass er sich knapp unter der Wasseroberfläche befindet. Denn gerade im Sommer taucht immer mal wieder der sogenannte Seerosenblattkäfer auf, welcher Löcher in die Blätter beißt und sie sogar zum Absterben bringen kann. Er überwintert zumeist im Röhricht, dies ist auch der Grund, warum dieser bis unter die Wasseroberfläche gekürzt werden sollte. Denn so kann verhindert werden, dass der Käfer die Rose im nächsten Jahr erneut befällt.

Das Überwintern der Pflanzen

Ob und wie die jeweilige Rose im Haus überwintert werden muss, hängt vor allem davon ab, woher diese stammt. Es wird gesagt, dass die einheimischen Sorten, winterhart sind und nicht vom Frost beschädigt werden, sie können also zumeist im Teich belassen werden. Ist hingegen bekannt, dass die gesetzten Sorten frostanfällig sind, sollten sie anders überwintert werden. Zum Beispiel kann eine große Plastikwanne genutzt werden, in die die Pflanzen gegeben werden. Diese sollte an einem hellen aber auch kühlen Ort stehen wie zum Beispiel im Keller oder auf dem Dachboden. Nicht nur frostanfällige Sorten, sondern auch solche, die in einem Teich gesetzt sind, der nicht tiefer als 50 cm ist, sollten im Haus überwintern. Ist die kalte Jahreszeit vorbei, können die Pflanzen im Frühjahr wieder in den Teich umziehen.

Es ist also ratsam bei dem Teichbau eine Tiefe von mindestens 80 cm einzuplanen, um den Pflanzen zum einen mehr Platz zu gewährleisten und zum anderen die Möglichkeit zu geben, im Teich zu überwintern.

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