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Was sind Stauden – und was zeichnet sie aus?
Standortvoraussetzungen für sonnige Beete
Die schönsten Stauden für sonnige Standorte
Frühjahrsblüher (März – Mai)
- Bergenia (Bergenie, Elefantenohr): Blüht bereits im März/April, robuste ledrige Blätter die das ganze Jahr grün bleiben, vollsonnig bis halbschattig. Sehr pflegeleicht.
- Paeonia (Pfingstrose): Üppige Blüten im Mai/Juni, langlebig (bis 50 Jahre), verträgt Sonne und Halbschatten.
- Allium (Zierlauch): Kugelförmige lila-violette Blütenköpfe im Mai, sehr trockenheitsresistent, Insektenmagnet.
Sommerblüher (Juni – August)
- Salvia nemorosa (Steppen-Salbei): Blaue bis violette Blütenähren, extrem robust, trockenheitstolerant, blüht nach Rückschnitt nochmals. Absoluter Bienenmagnet.
- Echinacea (Sonnenhut): Leuchtende Blütenköpfe in Rosa, Lila, Orange, Weiß. Blütezeit Juni–September, bienenfreundlich, attraktiv auch als verblühte Samenstände.
- Rudbeckia (Sonnenauge): Strahlend gelbe Blüten mit dunklem Mittelpunkt. Sehr robust und langlebig.
- Phlox paniculata (Flammenblume): Üppige Blütendolden in Rosa, Rot, Weiß, Lila. Duftend, bevorzugt sonnige Lagen, mäßig frischer Boden.
- Hemerocallis (Taglilie): Jede Blüte öffnet sich nur einen Tag, aber über viele Wochen werden neue Blüten nachgebildet. Sehr robust, trockenheitstolerant.
- Agastache (Duftnessel): Lange Blütezeit, sehr beliebt bei Bienen und Hummeln, duftende Blätter, trockenheitstolerant.
Herbstblüher (August – Oktober)
- Sedum (Fetthenne, Herbstsedum): Fleischige Blätter, flache Blütendolden in Rosa/Rot. Extrem trockenheitsresistent, blüht August bis Oktober, wichtige Nektarquelle für Bienen im Herbst.
- Aster (Herbstaster): Klassische Herbstblüte in Lila, Rosa, Weiß. Bildet breite Horste, blüht September/Oktober wenn sonst kaum noch etwas blüht.
- Helenium (Sonnenbraut): Orange-gelb-braune Blüten in Ampfer- und Goldtönen, blüht ab Juli bis Oktober, bienenfreundlich.
- Verbena bonariensis (Patagonisches Eisenkraut): Hohe, drahtige Stängel mit kleinen lila Blütenköpfen. Sehr transparent, auch in schmalen Beeten, Selbstaussäer.
So wird ein Staudenbeet geplant
- Höhe: Hohe Stauden (Verbena, Phlox) in den Hintergrund; niedrige (Sedum, Bergenia) nach vorne – so ist immer alles zu sehen.
- Blütezeit: Eine Staffelung von Frühjahr bis Herbst sorgt dafür, dass das Beet nie leer ist.
- Farbe: Harmonische Farbkombinationen wirken beruhigender als bunte Mischungen. Bewährt sind Blau-Lila-Kombinationen (Salvia, Agastache, Aster) oder warme Orange-Gelb-Töne (Helenium, Rudbeckia, Echinacea).
Pflege: Staudenbeet richtig pflegen
- Rückschnitt im Frühjahr: Alle abgestorbenen Triebe werden im März vor dem Neuaustrieb bodennah zurückgeschnitten. Wer kann, lässt die Triebe über Winter stehen – sie bieten Insekten Überwinterungsquartiere und sehen bereift schön aus.
- Teilen alle 3–5 Jahre: Zu groß gewordene Horste werden ausgegraben, geteilt und wieder eingesetzt. Das verjüngt die Pflanzen und gibt Platz für neue Arten.
- Mulchen: Eine dünne Schicht Rindenmulch oder Kompost im Frühjahr hält Unkraut nieder und hält die Feuchtigkeit im Boden.
- Gießen: Etablierte Stauden kommen in der Regel ohne zusätzliche Bewässerung aus – nur im ersten Jahr und bei extremer Trockenheit unterstützen.



