Inhaltsverzeichnis
Gartenteich im Frühling – was jetzt zu tun ist
Mit steigenden Temperaturen im Frühling erwacht auch der Gartenteich wieder zum Leben – und mit ihm die Algen. Wer seinen Teich rechtzeitig vorbereitet, verhindert ein grünes Trübungswasser und sorgt für ein gesundes ökologisches Gleichgewicht. Pumpen, Filter und Wasserpflanzen brauchen nach dem Winter besondere Aufmerksamkeit.
Teich reinigen und Schlamm entfernen
Im Winter sammelt sich am Teichboden Schlamm aus abgestorbenen Pflanzenresten, Laub und tierischen Ausscheidungen. Zu viel Schlamm verbraucht beim Zersetzen Sauerstoff und fördert Algenblüten. Mit einem Teichsauger oder Schlammsauger lässt sich der Boden schonend reinigen – dabei das Wasser im Teich belassen und nur einen Teil des Schlamms entfernen, um die Mikroorganismen nicht zu zerstören.
Pumpe und Filter wieder in Betrieb nehmen
Im Winter wurde die Pumpe entweder abgestellt oder in eine tiefere Wasserschicht versetzt. Im Frühling kann die Pumpe wieder in ihre Betriebsposition gebracht und gereinigt werden. Filtermaterial gründlich ausspülen, aber niemals mit Leitungswasser, da der Chlorgehalt nützliche Bakterien abtötet – immer Teichwasser verwenden. Ein neu gestarteter Filter braucht 4–6 Wochen, um vollständig einzufahren.
Algen bekämpfen – Ursachen beseitigen statt bekämpfen
Algen sind das Symptom eines Ungleichgewichts, keine Krankheit an sich. Zu viele Nährstoffe im Wasser, zu viel Licht und zu wenig Sauerstoff begünstigen Algen. Fadenmäßige Algen lassen sich mit einem Stock oder einer Bürste mechanisch entfernen. Grünalgen (Trübung) bekämpft man langfristig durch Schattierung mit Wasserpflanzen und biologische Filterung. UV-Klärer als Teil der Filterpumpe töten effektiv schwebendes Algenwachstum ab.
Wasserpflanzen einsetzen und teilen
Wasserpflanzen sind das natürlichste Mittel gegen Algen: Sie konkurrieren mit den Algen um Nährstoffe und beschatten das Wasser. Im Frühling können bestehende Seerosen und Unterwasserpflanzen wie Hornblatt, Wasserpest und Laichkraut aufgeteilt und neu gesetzt werden. Ab Mai können wärmeliebende Pflanzen eingebracht werden.
Fische nach dem Winter
Fische, die gut durch den Winter gekommen sind, sind im Frühling zunächst träge und fressen wenig. Erst wenn die Wassertemperatur dauerhaft über 10 °C steigt, werden sie aktiv. Fütterung erst dann beginnen – zu frühe Fütterung belastet das Wasser mit ungenutzten Nährstoffen. Den Gesundheitszustand der Fische beobachten: Aufgeblähtheit, weiße Flecken oder träges Verhalten können auf Frühjahrskrankheiten hinweisen.
Wasserqualität prüfen
Ein Wassertest-Set ist eine sinnvolle Investition für jeden Teichbesitzer. pH-Wert (ideal 7,0–8,5), Nitrit, Nitrat und Gesamthärte geben Aufschluss über das Gleichgewicht im Teich. Kritische Werte können durch Wasserwechsel (max. 10–20 %), Aktivkohle oder spezielle Teichmittel verbessert werden.
