Kartoffeln gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten im eigenen Garten – und das aus gutem Grund. Sie sind unkompliziert im Anbau, liefern reiche Ernten und schmecken frisch aus der Erde einfach unvergleichlich besser als aus dem Supermarkt. Ob im klassischen Gartenbeet, im Hochbeet oder sogar im Pflanzsack auf dem Balkon: Kartoffeln lassen sich fast überall anbauen.
Der März ist der ideale Monat, um mit den Vorbereitungen für die Kartoffelsaison 2026 zu beginnen. In diesem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Kartoffeln erfolgreich pflanzt und welche Sorten sich besonders gut eignen.
Inhaltsverzeichnis
Den richtigen Zeitpunkt wählen
Kartoffeln sind frostempfindlich und sollten erst gepflanzt werden, wenn die Bodentemperatur mindestens 8 Grad Celsius beträgt. In den meisten Regionen ist das ab Mitte bis Ende April der Fall. Frühkartoffeln können unter Vliesabdeckung bereits ab Ende März in den Boden, benötigen dann aber Frostschutz für kalte Nächte.
Als Faustregel gilt: Wenn du barfuß auf der Erde stehen kannst, ohne dass es unangenehm kalt ist, ist der Boden warm genug für Kartoffeln. Auch hier kann die Forsythienblüte als natürlicher Kalender dienen.
Kartoffeln vorkeimen – so geht es richtig
Etwa vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Pflanztermin solltest du deine Pflanzkartoffeln vorkeimen lassen. Lege die Knollen dazu mit den Augen nach oben in flache Kisten oder Eierkartons und stelle sie an einen hellen, kühlen Ort mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad. Die Knollen bilden dann kurze, kräftige Keime aus, die den Wachstumsvorsprung nach dem Pflanzen sichern.
Vorkeimen verkürzt die Zeit bis zur Ernte um etwa zwei Wochen und führt zu gleichmäßigerem Wachstum. Achte darauf, dass die Keime nicht länger als zwei bis drei Zentimeter werden – lange, dünne Keime brechen beim Pflanzen leicht ab.
Beliebte Kartoffelsorten für den Hausgarten
Für den Hausgarten eignen sich besonders folgende Sorten: Linda ist ein Klassiker mit festkochender Textur und herrlichem Geschmack. Annabelle überzeugt als frühe Sorte mit glatschaliger Oberfläche. Bintje ist eine altbewährte Allroundsorte für Pommes und Salat. Wer es bunt mag, greift zu Vitelotte mit ihrer violetten Schale und dem nussigen Aroma.
Achte beim Kauf auf zertifiziertes Pflanzgut, um Krankheiten wie die Kraut- und Knollenfäule zu vermeiden. Supermarkt-Kartoffeln sind zum Pflanzen weniger geeignet, da sie oft mit Keimhemmern behandelt sind.
Kartoffeln im Beet pflanzen
Hebe eine etwa 10 bis 15 Zentimeter tiefe Furche aus und lege die vorgekeimten Kartoffeln mit den Keimen nach oben im Abstand von 30 bis 35 Zentimetern hinein. Zwischen den Reihen solltest du 60 bis 70 Zentimeter Platz lassen. Bedecke die Knollen mit Erde und gieße leicht an.
Sobald die Triebe etwa 15 Zentimeter hoch sind, häufelst du Erde um die Pflanzen herum an. Das Anhäufeln fördert die Knollenbildung und schützt die Kartoffeln vor Licht, das sie grün und damit ungenießbar werden lässt. Wiederhole das Anhäufeln zwei bis drei Mal während der Wachstumsperiode.
Kartoffeln im Pflanzsack anbauen
Kein Garten? Kein Problem! Kartoffeln gedeihen hervorragend in Pflanzsäcken. Fülle den Sack etwa zu einem Drittel mit einer Mischung aus Komposterde und Gartenerde, setze zwei bis drei Pflanzkartoffeln hinein und bedecke sie mit Erde. Sobald die Triebe wachsen, füllst du nach und nach Erde auf – ähnlich wie beim Anhäufeln im Beet.
Pflanzsäcke haben den Vorteil, dass sie auf Balkon und Terrasse stehen können und die Ernte besonders einfach ist: Sack umkippen und die Kartoffeln einsammeln. Achte auf ausreichende Drainage und regelmäßiges Gießen, da Pflanzsäcke schneller austrocknen als Beeterde.
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Pflege und Ernte
Kartoffeln brauchen regelmäßig Wasser, besonders während der Blüte, wenn sich die Knollen bilden. Staunässe solltest du jedoch unbedingt vermeiden. Mulchen mit Rasenschnitt oder Stroh hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkraut.
Frühkartoffeln kannst du ab Juni ernten, sobald die Pflanzen verblüht sind. Späte Sorten bleiben bis September oder Oktober im Boden. Grabe vorsichtig mit einer Grabegabel und beschädige die Knollen nicht. Lagere die Ernte kühl, dunkel und trocken – so halten sich Kartoffeln mehrere Monate.
Welche Kartoffelsorten baust du in diesem Jahr an? Hast du schon Erfahrungen mit dem Anbau im Pflanzsack gemacht? Schreib uns gerne in die Kommentare!
Letzte Aktualisierung am 17.06.2026 um 02:22 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
