Heckenpflanzen

Lebensbaum Hecke und Kugeln© PeterVrabel - shutterstock.com

Heckenpflanzen bieten einen ganz natürlichen Sichtschutz, welcher viel lebendiger wirkt als ein Holzzaun oder eine Betonwand. Um sich ganzjährig vor neugierigen Blicken zu schützen, sorgen immergrüner Gewächse auch im Winter für passenden Schutz.
Besonders bei sehr dicht besiedelten Baugebieten, werden diese Art von Pflanzen gerne als Wind- und Lärmschutz verwendet. Wenn es darum geht, innerhalb kürzester Zeit eine Grundstücksgrenze zu bepflanzen, stehen sie an oberster Stelle.
Allerdings sind nicht alle Heckenpflanzen für einen Garten geeignet. Die Kirschlorbeere wächst zum Beispiel sehr intensiv, so dass sie sich für kleinere Plätze nicht sehr gut eignet.

Der Pflanzzeitraum

Sehr beliebt sind laufabwerfende Pflanzen (Ligustrum), allerdings sind diese nicht immer ganz wintergrün. Bei diesen Arten werfen die Pflanzen ihre Blätter im Laufe eines Jahres ab oder wechseln diese aus. Der Zeitpunkt, wann die Blätter dabei durch neue ersetzt werden, unterscheidet sich je nach Pflanzenart. Dieser Art von Heckenpflanzen sind ein echter Hingucker, da sie über sehr ansehnliche und hübsche Blüten verfügen.
Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen von Gewächsen ist in den Herbstmonaten. Somit haben die Pflanzen noch ausreichend Zeit um anwachsen zu können, bevor der erste Nachtfrost Einzug hält. Außerdem können sich die Heckenelemente an den Standort gewöhnen und im Frühjahr dann austreiben. Wichtig ist hier zu beachten, dass auch im Winter ausreichend gewässert werden muss, denn das Gewächs darf nicht austrocknen. Bei immergrünen Pflanzen besteht die große Gefahr, dass diese auch in den kalten Monaten eingehen können, wenn nicht genügend Wasser zur Verfügung steht. Dies macht sich dann durch braune Triebe bemerkbar, die mit der Zeit absterben.

Passenden Standort wählen

Vor dem Kauf von Pflanzen ist es wichtig auf die jeweiligen Arten und Sorten zu achten und ob der verfügbare Standort dafür auch geeignet ist. Damit eine Blütenhecke ihre volle Pracht entfalten kann, ist vor allem die Bodenqualität sehr entscheidend. Außerdem müssen ausreichend gute Lichtverhältnisse vorhanden sein. Für das richtige Wachstum bedarf es zudem einer regelmäßigen Bewässerung. Damit sich eine gepflanzte Hecke nicht wild ausbreitet, bedarf es einer jährlichen Beschneidung, dazu gehören zum Beispiel Arten wie Nadelgehölze und Koniferen. Dieses Vorgeben ist wichtig, damit die Pflanze im nächsten Jahr wieder voll gedeihen kann.
Bei Hecken sollten genügend Abstand zu Wegen gehalten werden, da diese im Winter kein Streusalz vertragen und dadurch geschädigt werden können. Auch mögen die Pflanzen keine Zugluft, denn dadurch können Schädlinge vermehrt auftreten.

Auf Abstände achten

Beim Pflanzen von Heckenarten ist darauf zu achten, dass vorgeschriebene Grenzabstände zum Nachbargrundstück eingehalten werden. Die genauen Vorschriften und Mindestabstände, die für Sichtschutzhecken gelten, können bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung erfragt werden. Im Allgemeinen gilt dabei ein Abstand von mindestens 1 Meter. Außerdem darf die Höhe der Hecke maximal 3 Meter betragen. Hier ist es ratsam sich im Vorfeld zu erkundigen, damit es hinterher keine Streitigkeiten mit Behörden oder dem Nachbarn gibt.

Schnelles Wachstum

Immergrüne Hecken (wie Glanzmispel) haben zum Vergleich zu Kletterpflanzen oder Stauden ein sehr langsames Wachstum. Daher ist hier besonders am Anfang sehr viel Geduld gefragt. Doch es gibt auch Ausnahmen und Sorten die recht schnell wachsen. Dazu gehört zum Beispiel der Liguster, der schon mal in der Lage ist im Jahr einen Meter zu schaffen. Im Schnitt beträgt die Wachstumshöhe allerdings um die 50 cm.
Auch Kirschlorbeer schafft es pro Jahr auf immerhin 40 cm Wachstum. Daher eignet sich diese Pflanze sehr gut für einen effektiven und schnellen Sichtschutz. Allerdings drängt das Wachstum auch gerne in die Breite und ist daher für kleinere Plätze nicht unbedingt geeignet. Als Alternative würde sich hier Thuja (wird auch als Lebensbaum bezeichnet) gut machen. Diesem Gewächs reicht schon ein relativ kleiner Platz aus. Die Sorte wächst relativ schmal und benötigt nur etwa alle 2 Jahre einen Schnitt. Die ansässigen Leittriebe werden kann nur gekürzt, wenn bereits die Endhöhe von der Hecke erreicht wurde.
Eine immergrüne Hecke bietet die Basis für eine Rückwand, wo aparte Stauden oder Sträucher blühen können. Denn auf Dauer kann das Grün schon mal etwas eintönig werden, dann sind vor allem blühfreudige Pflanzen gefragt.

Bewässerung

Heckenarten sollten bei der Einpflanzung maximal bis zur Ballen- oder Wurzeloberkante eingegraben werden. Für eine korrekte Bepflanzung hilft eine Richtschnur oder ein Pflanzengraben. Das Gewächs sollte dann anschließend etwas mit Erde aufgeschüttet werden. Danach heißt es ausreichend begießen und einschlämmen. Nach einem endgültigen Auffüllen muss darauf geachtet werden, dass die Pflanze gerade gerückt wird. Nach dem ausgiebigen Bewässern kann es immer mal wieder vorkommen, dass sich die Pflanze noch etwas senkt. Hier hilft es etwas Pflanzensubstrat beizufügen. Unbedingt zu beachten ist es, dass Hecken auch im Winter Wasser benötigen. Wenn Hecken einen Pflanzentod sterben, wird die Schuld oft auf den Frost geschoben, doch das stimmt nicht immer, denn sehr häufig ist die Austrocknung schuld daran. Zu lange Trockenheit ist auch ein häufiger Grund für einen Pflanzenausfall.
Die Nadeln oder Blätter verdunsten auch im Winter, allerdings sollte eine Bewässerung nur erfolgen, wenn der Boden trocken und vor allem Frostfrei ist. Pflanzen mögen auf Dauer auch keine Staunässe, daher sollte auch nicht zu viel Wasser zum Einsatz kommen. Die Folge wäre ein Pilzbefall oder eine Wurzelfäulnis, da die Pflanze keine Nährstoffe mehr aufnehmen kann. Zu erkennen ist dies häufig an braunen Trieben und Zweigen. Um eine hohe Bodennässe zu vermeiden, kann das Anlegen einer Drainage helfen.
Um sicher zu stellen, dass die Pflanze nicht überwässert ist, kann eine regelmäßige Kontrolle des Bodens für Abhilfe sorgen. Wenn die Erde leicht backt und sich gut formen lässt, steht ausreichend Feuchtigkeit bereit.

Die Heckenpflege

Große Hecken können ihre Form nur dann halten, wenn sie auch regelmäßig beschnitten werden. Besonders junge Pflanzen benötigen in den ersten Jahren mehrmalige Schnitte, um dann später eine sehr dichte Form zu bekommen. Der Heckenschnitt sollte dabei mit einer mechanischen oder elektrischen Heckenschere erfolgen. Die Schnitthäufigkeit hängt dabei von dem jeweiligen Wachstum ab. Wenn Triebe eine länge bis 15 cm besitzen, sollten diese auf etwa 5 cm heruntergeschnitten werden.
Bei immergrünen Hecken sollte ein Heckenschnitt im Herbst erfolgen. Der genaue Zeitpunkt muss sich an die jeweiligen Wetterbedingungen richten und die Reife der Triebe. Ein milder Herbsttag wäre ein geeigneter Zeitpunkt einen Heckenschnitt durchzuführen. Somit haben die Pflanzen die Möglichkeit im nächsten Frühjahr neu auszutreiben. Wird ein Heckenschnitt einmal vergessen, kann dieser noch im nächsten Jahr vor dem Neuaustrieb erfolgen. Wenn eine Gartenhecke viele Jahre immer falsch geschnitten wurde, besteht noch die Möglichkeit durch eine Radikalkur diese wieder in Form zu bringen. Dabei sollte sie während der letzten Wachstumsperiode, also zwischen Mai und Oktober heruntergeschnitten werden (20 bis 50 cm).
Das Schneiden der Hecken erfolgt in den meisten Fällen trapezförmig. Dies sorgt dafür dass sie ausreichend belichtet werden und unten herum ausreichend dicht bleiben. Je mehr im oberen Bereich der Pflanze beschnitten wird, umso dicker erfolgt das Wachstum nach unten und an den Seiten.

Hecken können giftig sein

Einige Arten haben orange oder rote Früchte, die vor allem im Herbst etwas Farbe ins Spiel bringen. Allerdings sind diese häufig auch giftig, besonders wenn sich Tiere in der Nähe aufhalten, ist Vorsicht geboten. Daher sind diese Sträucher nicht empfehlenswert, wenn Haustiere sich im Haushalt befinden. Besonders sehr beliebte Gewächsarten haben häufig einige giftige Bestandteile.
Aber nicht nur für Tiere können diese Beeren giftig sein, auch einige Sorten (wie zum Beispiel Eibe und Kirschlorbeer) sind auch für den Menschen nicht ungefährlich. Besonders der Samen und die Blätter enthalten Giftstoffe.
Bei einigen Sorten kann es durch die Berührung der Zweigspitzen zu einer allergischen Reaktion der Haut kommen. Danach machen sich Juckreiz und Rötungen negativ bemerkbar. Beim Arbeiten an diesen Hecken sollten unbedingt Handschuhe getragen werden.
Der Buchsbaum hat zwar keine Früchte, allerdings haben einige Pflanzenteil Alkaloide, die im schlimmsten Fall Krämpfe oder ein Erbrechen auslösen können.

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