Duftjasmin

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Duftjasmin, auch Pfeifenstrauch, Falscher Jasmin oder auch Bauernjasmin genannt, mit ursprünglichem Namen Philadelphus erectus, gehört der Familie der Hortensiengewächsen an. Aufgrund seiner aufrechten und etwas hängenden Art zu wachsen eignet er sich vor allem für die Pflanzung in einem Vorgarten auch im Bereich einer Sitzgelegenheit im Garten. In die Höhe kann er rund 1,5 Meter und in die Breite rund 1 Meter wachsen. Der Name Bauernjasmin, lässt erkennen, dass sich die Pflanze sehr gut dafür eignet, um in einem Bauerngarten angepflanzt zu werden. In Parkanlagen oder auch Ziergärten sind die Duftpflanzen schnell an ihrem kräftigen Duft zu erkennen, welcher diverse Insekten, wie zum Beispiel Bienen, anlockt. Ihre Ursprünge hat der Duftjasmin in Südeuropa und auch in Italien.

Der ideale Standort und die Pflanzung

Die Duftpflanze bevorzugt sonnige oder auch halbschattige Standorte mit einem nährstoffreichen Boden. Um alle notwendigen Nährstoffe zu erhalten, sollten im Frühjahr etwas Kompost oder auch Stallmist hinzugegeben werden. Ansonsten stellt der Duftjasmin nicht besonders hohe Bedingungen an den Standort, an den er gepflanzt wird. Alle zwei oder drei Jahre sollte die Pflanze jedoch etwas ausgelichtet werden. Die Pflanzung sollte am besten im Frühjahr oder aber im Herbst erfolgen. Hierbei besteht die Möglichkeit diese einzeln oder aber mehrere in Abständen von etwa 35 – 40 cm zu pflanzen. Somit wird gewährleistet, dass die einzelnen Pflanzen ausreichend Platz zum Wachsen haben. Plätze, an denen es komplett schattig ist, sind nicht zu empfehlen.

Düngung, Pflege und Vermehrung

Viele Jasminarten, wie zum Beispiel auch Gartenjasmin, gehören zu den Laubgehölzen, bei denen regelmäßig etwas Altholz entfernt werden sollte, jedoch nicht zu viel. Die Pflanzen können, nach der Blüte, mithilfe von Stecklingen vermehrt werden. Hierfür werden diese an einem geschützten Platz in die Erde gesetzt und mit einer Schutzhaube aus Plastik abgedeckt. Dies bewirkt eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, wodurch die Stecklinge im Sommer schneller neue Wurzeln bekommen. Gelingt dies, können die neu entstandenen Pflanzen im darauf folgenden Frühjahr an ihren neuen Standort gepflanzt werden.

Nahezu alle Jasminarten mögen Böden, die einen Anteil an Lehm haben. Um den jeweiligen Boden mit ähnlichen Nährstoffen zu versorgen, kannst Du etwas Gartenerde zu der Muttererde geben. Wenn die Pflanzen gedüngt werden, solltest Du darauf achten, dass der verwendete Dünger keinen zu hohen Anteil an Stickstoff hat, den er an den Boden abgibt. Denn bei einem zu hohen Stickstoffgehalt im Boden kann der Duftjasmin zwar weiter wachsen, entwickelt aber häufig keine richtige Blüte mehr. Die Sträucher entwickeln überwiegend im Frühjahr eine große Menge an Blättern. Dementsprechend muss die Flüssigkeitszugabe angepasst werden. Auch frisch gesetzte Pflanzen benötigen gerade am Anfang relativ viel Wasser. Im Laufe der Zeit nimmt dies jedoch etwas ab, sodass Du nicht mehr so viel gießen musst.

Jasmin als Hecke

Wenn der Bauernjasmin als Hecke gezogen werden soll, musst Du diesen regelmäßig schneiden, um die Wuchsrichtung beziehungsweise die Form beeinflussen zu können. Hierbei kannst Du selber entscheiden, ob erkennbar sein soll, dass die Hecke aus einzelnen Pflanzen besteht, oder ob diese so aussehen soll, als wäre es eine große Pflanze. Um den ersten Fall zu erreichen, musst Du die Hecke in regelmäßigen Abständen auslichten.

Mögliche Krankheiten und auch Schädlinge

Durch den angenehmen Duft der weißen Blüten des Duftjasmins werden nicht nur nützlich Insekten wie Bienen angezogen, sondern eben auch Schädlinge wie Blattläuse. Da diese die Blätter anfressen, solltest Du, wenn sie auch deinen Jasmin befallen haben, möglichst schnell handeln. Wie immer, wenn Pflanzen behandelt werden sollen, sollte der Griff zu chemischen Mitteln der letzte Weg sein. Zum Beispiel kann ein starker Wasserstrahl, welcher aus einem Gartenschlauch kommt, auf die Pflanzen gehalten werden. Der Strahl sollte jedoch nur so kräftig sein, dass die Blattläuse idealerweise weggespült werden, aber nicht so kräftig, dass die Pflanzen umknicken könnten. Eine weitere Maßnahme ist es, ein Gemisch aus Wermut und Knoblauch vor und nach der Blüte auf die Pflanze zu spritzen, um Schädliche fernzuhalten.

Warum duftet mein Duftjasmin nicht?

Bevor Du eine Jasminpflanze kaufst, solltest Du genau schauen und vor allem riechen, um welche Sorte es sich handelt. Denn, was viele nicht wissen, nicht alle Arten duften. Vor allem durch diverse Kreuzungen mit den sogenannten Hybriden kommt es häufig vor, dass duftende mit nicht duftenden Arten gekreuzt werden, mit dem Ergebnis, dass eine Kreuzung herauskommt, die noch weniger oder gar nicht duftet. Im Fachgeschäft solltest Du also erst an der gewünschten Pflanze riechen, bevor Du sie kaufst. Zudem kann Dir ein Fachverkäufer bei der Wahl der richtigen Art helfen.

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