Pflanze gegen Katzen

Pflanze als Katzenschreck
Sie zupfen in Ihrem Garten Unkraut und fassen in Katzenkot oder finden ihn im Sandkasten ihrer Kinder – welcher Hobbygärtner kennt dieses Ärgernis nicht. Katzen scharren aber auch in den Beeten, Kater markieren an Gewächsen und schädigen diese, Katzen jagen Singvögel und junge Eichhörnchen.

Wer nun nicht zu drastischen Maßnahmen greifen, die Katzen aber wirksam verscheuchen will, kann es mit verschiedenen Pflanzen versuchen, deren Geruch für Katzen unangenehm sein soll. Die „Verpiss-dich“-Pflanze, die es seit über 10 Jahren auf dem Markt gibt, ist inzwischen sehr bekannt. Sie stammt ursprünglich aus Ostafrika und heisst dort lateinisch „plectranthus caninus“. Schöpfer der deutschen Kreuzung ist der Schwabe Dieter Stegmeier, von ihm kam auch der plakative Name. Verkauft wird sie auch unter dem Namen „Katzenschreck“ oder „Hundeschreck“, denn Hunde und Kaninchen soll sie ebenfalls erfolgreich vertreiben.

Ein Graus für Katzennasen – ätherische Öle

Das Erscheinungsbild des Krauts ist unauffällig, es gehört zu der Gattung der Harfensträucher, wird bis zu 40 cm groß und treibt im Frühsommer lange violette Lippenblüten aus, die 3 cm lang werden. Das Geheimnis liegt in den ätherischen Ölen, die die Buntnessel-Hybride enthält. Katzen mit ihren feinen Nasen empfinden das enthaltene Menthol als unangenehm und gehen auf Abstand. Menschen haben nicht den ausgeprägten Geruchssinn von Katzen und Hunden, deshalb nehmen sie den Duft kaum bis gar nicht wahr.
Die Öle werden über die Nesseln der Pflanze abgesondert, deshalb muss sie eine gewisse Größe erreicht und Nesseln gebildet haben, bevor sie wirken kann.

Zu kaufen gibt es „Coleus Canina“, wie sie bei uns heisst, ab dem Frühjahr, sie ist nicht winterhart und sollte deswegen nicht vor den Eisheiligen ausgepflanzt werden. Davor sollten Sie sie mit Vlies vor Frost gut schützen. Das unscheinbare Gewächs braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort, warm und trocken sollte es sein. Der „Katzenschreck“ kann auch überwintert werden, frostfrei, kühl und nur mäßig gegossen. Ausserdem lässt sich die Buntnessel-Hybride über Stecklinge vermehren, so dass Sie jedes Jahr Ihre eigene Katzenabwehr heranziehen können. Stecklinge können Sie aus Pflanzen gewinnen, die über zwei Jahre alt sind. Geben Sie die Stecklinge in Töpfe mit lockerem, nährstoffreichem Boden, der nicht zu feucht ist. Stellen Sie die Töpfe hell aber nicht sonnig und gießen Sie mäßig. Im Frühjahr dürfen die Stecklinge dann an einem sonnigen bis halbschattigen Platz weiter wachsen.

Andere Möglichkeiten

Es gib auch Tipps, es mit Zitronenmelisse oder Duftgeranien zu versuchen, da Katzen diese Düfte nicht mögen. Auch Garten- oder Weinraute, lateinisch „ruta graveolens“ soll helfen, Katzen zu vertreiben.

Wo auspflanzen?

Überall dort, wo Sie Hinterlassenschaften von Katzen finden, sollten Sie gleich mehrere Exemplare auspflanzen. Ausserdem an Grundstücksgrenzen und entlang von Wegen, die von Katzen benutzt werden. Über den Abstand ist man sich nicht einig, auf Nummer sicher gehen Sie mit einem Abstand von einem Meter zwischen den Pflanzen. Bei der Wirkung spielen Wind, Luftfeuchtigkeit und Regen eine Rolle, deshalb nicht zu wenige Exemplare setzen.

Ungiftig

Der große Vorteil dieser Katzenabwehr ist es, dass sie umweltfreundlich und ungiftig für Mensch und Tier ist und in der Anschaffung günstig. Ausserdem bereichern Sie gleichzeitig Ihren Garten damit, wenn Sie verschiedene duftende Arten mischen und auspflanzen.

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