Bellis

Bellis pflanzen

Das Gänseblümchen ist überall bekannt, die Namen Bellis, Maßliebchen, Tausendschön oder auch Magritli hingegen eher nicht. Dabei handelt es sich hierbei um die gleich Pflanze, die in vielen Gärten und auch Parkanlagen sehr häufig zu sehen ist. Ursprünglich kommen die Pflanzen aus der Mittelmeerregion, fanden ihren Weg jedoch schnell auch nach Europa, Amerika und auch Neuseeland und konnten sich überall schnell zurecht finden. Auch im eigenen Garten ist es gar nicht schwer, die beliebte Pflanze zu kultivieren und so eine schöne Blütenpracht zu erzeugen. Die Pflanzen werden, je nach Sorte und den äußeren Bedingungen, ungefähr 5 bis zu 20 cm hoch.

Der ideale Standort

Gänseblümchen können sehr gut alleine für einen Hingucker in jedem Garten sorgen. Dennoch ist auch ein Platz an der Seite von Tulpen oder Narzissen eine schöne Variante, um ein farbenfrohes Bild zu erzeugen. Grundsätzlich sind Bellis sehr leicht zu kultivieren und haben keine besonders hohen Ansprüche an ihren Standort. So können sie auf fast allen Böden wachsen und gedeihen, ideal ist jedoch ein nährstoffreicher Boden.
Hierbei lieben sie einen sonnigen oder halbschattigen Platz im Garten und je mehr Sonne und Wärme vorhanden ist, desto besser können sich die Blüten entwickeln. Wird ein schattiger Platz gewählt, kann es passieren, dass die Pflanzen eher klein bleiben und auch nur eine kleine Blüte bilden. Die Pflanzen fühlen sich auch auf kurzen Wiesen wie auch auf Rasenflächen sehr wohl. Dabei wirkt sich ein regelmäßiges Mähen und Schneiden des Rasens positiv auf die Pflanzen aus. Langstielige Sorten eignen sich dazu, sie zu schneiden und sie in anschließend in eine Vase zu stellen. Dennoch wird sie den sogenannten Niedrigblühern zugeordnet, daher ist sie oft in der ersten Pflanzreihe eines Gartens zu sehen.

Bodenvorbeitung und Pflege

Bevor die Pflanzen an ihren vorgesehen Platz gesetzt werden, sollte zuvor der Boden etwas vorbereitet werden. So reicht es aus, etwas Kompost in das Pflanzloch zu geben, um die Pflanzen später mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Wenn Du hingegen beabsichtigst sie als Balkonpflanzen zu nutzen, reicht normale Blumenerde aus, zusätzliche Dünger sind dabei nicht zwingend notwendig. Du solltest jedoch darauf achten, dass sich in dem Kübel kein Nässestau bildet, da sich dieser negativ auf die Pflanzen auswirken kann.

Sie benötigen nicht besonders viel Pflege und können zu fast jedem Zeitpunkt im Jahr gepflanzt werden. Wenn Du die Pflanzen irgendwann an einen anderen Ort pflanzen willst, stellt das auch kein Problem dar, sodass Du sie ganz einfach aus- und an der neuen Stelle wieder eingraben. Hierbei solltest Du jedoch die gleiche Tiefe wählen, in der sie vorher eingegraben waren. Wenn Du an der Pflanze verwelkte Blüten entdeckst, solltest Du diese entfernen, denn so kann die Blütezeit verlängert werden. Der Boden sollte zudem immer mal wieder etwas wieder aufgelockert werden, um den Wurzeln der Pflanzen ausreichend Luft und Platz zu verschaffen. Wenn sie etwas nicht mögen, dann ist das Trockenheit. Aus diesem Grund solltest Du sie, vor allem im Sommer, regelmäßig gießen.

Wie sollten Bellis gedüngt werden?

Im Frühjahr beginnt die Wachstumsphase der Pflanzen und in dieser Zeit kannst Du sie mit etwas Flüssigdünger düngen, um sie zu unterstützen und mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Ideal ist es, diesen Arbeitsschritt ungefähr alle 2 Wochen durchzuführen. Im Winter müssen sie nicht gedüngt werden, da die Pflanzen die Nährstoffe in den kalten Jahreszeiten sowieso nicht aufnehmen. Zudem besteht die Gefahr, dass es zu einer Wurzelfäule kommt, die im schlimmsten Fall sogar dafür sorgen kann, dass die Pflanzen absterben.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt zumeist über die Samen, welche im Frühjahr ungefähr in einer Tiefe von 1 cm in sogenannte Saatrillen gelegt werden. Viele Hobbygärtner säen die Samen schon im Herbst aus, damit die Pflanzen schon im nächsten Frühjahr zu sehen sind und die Blüte sich möglichst schnell entwickeln kann. Sobald die Pflanzen eine bestimmte Größe erreicht haben, werden sie in sogenannte Horten gepflanzt. Hierbei solltest Du einen Abstand von ungefähr 10 cm zwischen den einzelnen Pflanzen einhalten. Im nächsten Herbst sollten sie dann so weit sein, dass sie an ihren neuen festen Platz im Garten gesetzt werden können. Der Abstand sollte in diesem Fall jedoch 20 cm sein, damit sie ausreichend Platz haben zu wachsen.

Welche Schädling und auch Krankheiten können vorkommen?

Ein weiterer Vorteil der Gänseblümchen, neben der leichten Pflege, ist es, dass sie resistent gegen alle möglichen Krankheiten sind. Dennoch sind immer mal wieder einige Schädlinge zu finden, wie zum Beispiel Blattläuse, Spinnmilben oder auch Mehltau. Blattläuse kannst Du daran erkennen, wenn Sie auf den Blättern sitzen. Dies sollte möglichst unterbunden werden, da sie dabei den Blättern den Saft entziehen. Daher solltest Du Blätter mit einem leichten Wasserstrahl abspritzen. Eine weitere Möglichkeit ist es Rapsöl einzusetzen, um die Läuse zu vertreiben. Hilft auch das nicht, bleibt Dir leider nur noch die Möglichkeit, chemische Mittel einzusetzen. Mehltau erkennst Du daran, wenn sich auf den Blättern ein grauer Scheier befindet. Da sich dieser schnell ausbreiten und so auch Nachbarpflanzen befallen kann, solltest Du die betroffenen Pflanzen mit Schwefel behandeln oder sie ganz entfernen, um die anderen zu schützen.

Die unterschiedlichen Arten

Gänseblümchen können in unterschiedlichen Farben und Formen vorkommen. Das blaue Gänseblümchen sorgt in jedem Garten für einen ganz besonderen Hingucker. Bevor sie ihren Weg nach Europa fand, war sie in Australien beheimatet. Sie eignet sich sowohl für den Garten als auch für den Balkon. Wie auch viele andere Sorten, liebt auch die blaue Variante Sonne und einen warmen Standort. Die sogenannte Habanera ist eine Variante mit sehr großen Blättern (bis zu 6 cm). Die Blüten der Pflanzen sind zweifarbig (zumeist weiß und rot). Auch die Habanera kann ebenfalls sowohl im Garten wie auch im Kübel auf dem Balkon kultiviert werden. Die rote Pomponette hat dagegen eher kleine rote Blüten von 3 cm. In Kombination mit weißen Bellis sorgt sie für einen Hingucker in jedem Garten.

Fazit

Grundsätzlich sind Bellis Pflanzen, die sehr schön aussehen und dabei nicht viel Pflege benötigen. Lediglich ein regelmäßiges Gießen und etwas Dünger reicht aus, um sie mit allem was sie benötigen zu versorgen. Somit eignen sie sich auch für Gartenanfänger und auch für Kinder, die ihre ersten eigenen Blumen anpflanzen wollen. Hierbei müssen sich auch die Eltern keine Sorgen machen, denn die Pflanzen sind ungiftig und somit auch für den Nachwuchs unbedenklich.

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