Rittersporn

Zu den beliebtesten Pflanzen im Garten gehören zweifelsfrei die Rittersporne, auch Delphinium genannt. Die knallblauen, blütenweißen und violetten Kerzen dieser Pflanze machen einen sehr imposanten Eindruck in jedem Garten, aber auch als Pflanze in einem Kübel, welcher zum Beispiel die Haustür flankiert. Wenn Sie allerdings noch Kinder haben, die in einem Alter sind, dass Sie immer alles mit dem Mund erforschen wollen, Sand futtern oder vielleicht an ihrem T-Shirt lutschen, sollten Sie warten, bis das Kind die Bedeutung des Wortes „giftig“ versteht, denn Rittersporne sind sehr giftig.

Wo und wie pflanzen?

Wichtig ist es, dass Sie diese Pflanze an einem sonnigen Ort stehen haben, denn diese Pflanze benötigt sehr viel Licht um diese großen Blütenkerzen ausbilden zu können. Im Verhältnis zur Blütenmenge, ist der Anteil an photosynthetisierenden Blättern nämlich leider verhältnismäßig klein. Außerdem erkranken die Pflanzen in leicht schattigen Gefilden deutlich häufiger. Zum Beispiel der „Echte Mehltau“. Sie wachsen zwar, aber bei weitem nicht so schön wie an sonnigen Plätzen, außerdem kommen die knalligen Farben der Kerzen, bei strahlendem Sonnenschein, besonders schön zur Geltung und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Für Feldrittersporn (Consolida), ein enger Verwandter der hier behandelte Gattung, gilt im Wesentlichen selbiges.

Pflanzen Sie das Gewächs einfach in ganz normale Blumenerde, wie man sie in jedem Baumarkt oder in Blumenläden, manchmal sogar in Supermärkten findet. Böden mit einem hohen Sandanteil, sowie Böden die lehmig sind, weisen eine zu schwache Wasserleitfähigkeit auf. Wie eben schon erwähnt, bedeutet das Gedeihen von großen Blüten, im Übrigen auch bei anderen Pflanzen, das Ausbilden von Früchten, dass die Pflanze sehr viel Energie benötigt. Wasser, Sonne und Mineralien. Es ist natürlich immer zu empfehlen, dass Sie den Boden, oder die Pflanzkübel mit Blumenerde bedecken, aber sollte Ihnen das zu aufwändig oder teuer sein, hilft auch Kompost, am Besten aus eigener Produktion, oder auch Pferdemist. Beides sollten Sie in die oberen 40-50 cm. Ihres Bodens einarbeiten. Stellt sich natürlich die Frage ob der Aufwand es wert ist, hierfür müssten Sie entweder den Garten umgraben, oder gleich den Pflug einsetzen.

Dünger sollte natürlich auch nicht fehlen! Immer vorzuziehen sind natürliche Produkte, wenn man Wert auf einen ökologischen Anbau legt, wobei dieses auch mit diversen Nachteilen verbunden ist, worauf ich hier nicht weiter eingehen möchte. Einfacher ist es, synthetische Dünger zu benutzen, denn die Ergiebigkeit der Mineralstoffversorgung ist durch deren industrielle Entwicklung wesentlich größer. Im März sollten Sie 60% des Düngers verwenden, den Rest, nachdem Sie die Pflanze im Sommer ansehnlich zurückgeschnitten haben. Regalis ist übrigens ein Produkt mit welchem sich das Wachstum des Rittersporns gut regulieren lässt.

Aussähen lässt sich diese Gattung sehr einfach, denn man kann diesen in Gruppen pflanzen, sodass Sie keine außergewöhnliche Sorgfalt walten lassen müssen. Sie können ihn vom Mai bis zum September aussähen, im Juni oder Juli blühen die Stauden dann in voller Pracht.

Was müssen Sie bei der Pflege beachten?

Die Pflege der Planzen sollte man zum Wohle der Pflanze, aber auch für seine Optik, nicht vernachlässigen. Wichtig ist es das Gewächs im Sommer zu schneiden, denn dann treibt er ein weiteres mal im Spätsommer aus. Dies wird vorgenommen indem man die Stile der Blüten auf ca. 20 cm. zurück schneidet. Nehmen Sie aber nicht zu viel weg, denn dann ist die Pflanze nicht mehr in der Lage aus eigener Kraft zu überleben und verwelkt. Während der zeit des Zurückschnittes ist die Pflanze sehr anfällig für Schädlingsbefall, ins Besondere durch Schnecken. Viele Gärtner resignieren, oder glauben die einzige Möglichkeit die Schnecken los zu werden, sei es, das man sie laufend ab-sammeln müsse. Aber gegen Schnecken gibt es wirksame Mittel wie Schneckenfallen, oder auch Barrieren aus Asche. Vielleicht haben Sie schon von der einen oder anderen Möglichkeit gehört.

Für den Topf geeignete Pflanzen haben leider nur kurzlebige Blüten, wenngleich sie ebenfalls zwei mal austreiben, sofern die Pflege korrekt ist. Trotzdem sind die wenigen Wochen der Blütezeit es vielen Menschen wert, ihn trotzdem zu pflanzen, eben weil die Blütenkerzen so einzigartig schön sind. Für den Garten hingegen, sind aufgrund der möglichen Wurzeltiefe besonders die Sorten Delphium belladonna, sowie Delphium elatum geeignet, die sich etwas im Blütenaufbau unterscheiden. Letzterer wächst sehr hoch, ersterer niedriger, deshalb kompakter und darum ist er robuster.

Krankheiten sind nicht selten!

Wie oben schon angesprochen ist der Rittersporn nun sehr anfällig für Krankheiten und wird auch von Schädlingen geliebt. Es gibt allerdings kleine Tricks um dem einen oder anderen zu begegnen. Wie Sie Sie Schnecken los werden, ist bereits erwähnt, aber Sie sollten auch wissen, dass Sie den Mehltau mit Milch los werden können. Einfach die Milch in einer 50:50 Mischung in eine Sprühflasche geben und ca. alle 3 Tage die Pflanze Ansprüchen. Wenn Sie das einige male getan haben, haben Sie eine gute Chance, dass Sie des Problems in zwei drei Wochen Herr werden. Wenn Sie Pflanzen entdecken, welche Schwärze durch Bakterien auf dem Blättern aufweisen, sollten Sie die befallene Pflanze komplett entfernen und entsorgen, sonst könnte sich das zu einem Flächenbrand ausweiten.

Sie können auch beim Gärtner nachfragen, bzw. bei Ihrem Blumenhändler, ob er Ihnen spezielle Züchtungen beschaffen kann, bzw. ob er welche im Haus hat, die speziell dafür entwickelt wurden, Krankheiten zu widerstehen.

Diese Gattung ist zwar keine Ganzjahres-Lösung, aber wer sich gerne Zeit nimmt um ein Grab von einem Angehörigen oder Freund zu pflegen, kann durchaus darüber nachdenken, den Rittersporn dort einzuarbeiten. Er nimmt dem Grab die Traurigkeit, denn durch seine fröhlichen Farben, schafft er Heiterkeit. Außerdem sticht so das von Ihnen gepflegte Grab aus der Masse heraus und signalisiert Besuchern eine besondere Wertschätzung des Verstorbenen.

Wer eine Terrasse hat, kann sich übrigens mit mehreren Blumenkübeln ein richtig kleines duftendes Blumen-Paradis schaffen, diese Pflanzen machen einen wunderschönen Eindruck auf bei Gartenpartys.

Hybriden mit besonderen Eigenschaften, der Blätter und der Blüte betreffend lassen sich auch erwerben, sie sind allerdings nicht immer ganz billig.

Einrahmen lässt sich die bunte Pflanze sehr schön durch Hahnenfußgewächs. Pflanzen diesen einfach drum herum oder auch dazwischen, dieser bildet eine sehr schöne Basis und rundet das Bild des schönen gepflegten Gartens optisch ab. Außerdem hebt das Hahnenfußgewächs die Schönheit der übrigen Pflanzen durch seine eigene Schönheit ein wenig hervor.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Gartenpflege!

1 Kommentar zu „Rittersporn“

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