Calla – Schlangenwurz / Drachenwurz

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Calla, eigentlich Calla palustris hat viele weitere Namen, die im Umlauf sind. So zum Beispiel Drachenwurz, Sumpf-Calla, Schlangenwurz, Schlangenkraut, Sumpfkalla, Sumpf-Schlangenwurz wie auch Schweinsohr. Es handelt sich um die einzige Art aus der Calla Gattung. Diese gehört zur Unterfamilie Calloideae und zur Familie der Aronstabgewächse. Zwar mag der Name dieser Blume nicht gerade Schönheit ausstrahlen, gehört die Calla doch zu wunderschönen Pflanzen. 1988 wurde diese sogar zur Blume des Jahres gekürt.

Eigenschaften und Erscheinungsbild der Calla

Wie man dem Namen entnehmen kann, handelt es sich um eine Sumpfpflanze. Diese wächst in einem kräftigen grün und es offenbart sich eine krautige Pflanze die bis zu 50 Zentimeter wächst. Am Stängel selbst befinden sich nur wenige Blätter und eine 10 Zentimeter lange lanzettliche Cataphylle. Diese ordnen sich zweizeilig und wechselständig an. Außerdem ist diese in Blattstiel, Blattscheide und Blattspreite eingeteilt. Bis zu 12 Zentimeter lang und zungenförmig ist die Blattscheide, die außerdem freie Ligulae besitzt. Der Blattstiel ist zwischen 12 und 24 Zentimeter lang, in ganz seltenen Fällen bis zu 40 Zentimetern. Die grüne Blattspreite kommt mit einer Länge von vier bis 14 Zentimetern und einer Breite von etwa 6-14 Zentimetern. Geformt sind diese eiförmig-herzförmig bzw. herzförmig-kreisförmig mit einer aufgesetzten Spitze. Bis zu 18 Seitennerven gehen vom Mittelnerv aus. Weitere Nerven liegen am Blattrand, welche jedoch kaum ersichtlich sind.

Blütenstand und Blüten

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Die Calla blüht zwischen Mai und Juli. Es handelt sich um unbeblätterte aufrechtstehende Blütenstandschaften, die stielrund sind. Dieser ist etwa 15 bis 30 Zentimeter lang und weist einen Durchmesser von bis zu 12 Millimeter auf. Fast bei allen Aronstabgewächsen ist es üblich, dass hier nur ein einziges Hochblatt wächst, die Spatha, welche den Kolben, die Spadix schützt. Der Kolben ist während der gesamten Blütezeit offen, innen ist dieser weiß und außen grün. Die Länge liegt bei drei bis acht Zentimetern, außerdem ist diese bis zu fünf Zentimeter breit. Der Spadix ist eiförmig zugespitzt und endet mit einer Spitze, die etwa einen Zentimeter lang ist.

Darüber hinaus gibt es den gelben zylindrischen Kolben, der bis zu drei Zentimeter lang wird und einen 15 Millimeter Durchmesser hat. Dieser weist ein stumpfes Ende auf und ist dicht mit Blüten besetzt. Oberhalb des Kolbens befinden sich zwittrige, oft auch männliche Blüten. Blütenhüllblätter trägt die Calla nicht. Die Blüten selbst sind gelblich grün und bis zu 2,5 Millimeter groß. In der Regel handelt es sich um sechs Staubblätter, selten auch neun bis zwölf, welche verbreitert sind. Die Pollenkörner sind kugelig und der Griffel ist eiförmig, welcher aus einem einkammrigen Fruchtknoten besteht. Diese besitzen sechs mit neun oder auch mehr Samenanlagen, wie auch kleine kugelige Narben.

Die Früchte und Samen der Calla

Die kugeligen Früchte der Calla sind zwischen drei und fünf Zentimeter lang, außerdem weisen diese einen Durchmesser von bis zu 3,5 Zentimeter auf. Darauf hängen konisch-kugelige Beeren mit 12 Millimeter Länge und mit bis zu 10 Millimeter Durchmesser. In der Reifezeit, die sich von August bis September zieht, färben sich die Beeren rot, außerdem enthalten diese vier bis neun Samen, die selbst braun, drei bis fünf Millimeter lang sind und einen Durchmesser von zwei Millimeter haben, der länglich-zylindrisch angeordnet ist. In der dicken Samenschale, Tesla genannt, befindet sich eine Menge Endosperm.

Wo kommen die Calla Pflanze am meisten vor?

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Am meisten verbreiten ist die Drachenwurz in subarktischen und gemäßigten Gebieten. Zumeist in Nordamerika und auch in Euroasien. Eher selten kommt die Calla in Mitteleuropa vor. Am besten gedeiht die Pflanze in Zwischenmooren, Waldsümpfen und in der Nähe von Hochmooren. Auch Still- und Fließgewässer und feuchte Wiesenflächen mag die Drachenwurz. Deswegen bekam die Calla ihre zahlreichen Beinamen, wo oftmals das Wort Sumpf enthalten ist. Früher war die Calla auch in Deutschland stark verbreitet, seit hier jedoch viele Feuchtgebiete zurückgehen, ist sie mittlerweile vom Aussterben bedroht. Im Alpenraum findet man diese kaum noch, deswegen ist die Calla sogar nach Bundenaturschutzgesetz in vielen Regionen geschützt. In Österreich herrscht ein kompletter Schutz in allen Bundesländern.

Natürlich ist es möglich, die Drachenwurz im eigenen Garten anzupflanzen. Falls du einen Gartenteich dein Eigen nennst, kannst du das Abenteuer Calla wagen. Jedoch solltest du es unterlassen irgendwelche Pflanzen auszugraben, falls du diese in der freien Natur vorfindest. Geschützte Pflanzen stehen wie gesagt unter Naturschutz. Wirst du dabei erwischt, wie du solch eine Pflanze entwendest, musst du mit einer Strafe rechnen. Dies gilt natürlich nicht im eigenen Garten. Dort darfst du zum Glück noch machen was du willst. Geschützte Arten sind deswegen geschützt, sodass diese auch noch in vielen Jahren ihre Schönheit offenbaren können. Bereits aus eigenem Interesse sollte man hier nicht in die Natur einzugreifen, um ihr die Gelegenheit zu geben zu Gedeihen.

Woher stammt der Name Calla?

1753 wurde die Gattung Calla das erste Mal von Carl von Linné in der Typosart Calla palustris in Species Plantarum aufgestellt. Der Name Calla leitet sich von der griechischen Vokabel κάλος kalós (schön) ab und palustris aus dem lateinischen, paluster, was so viel wie sumpfig bedeutet. 1837 wurde die Unterfamilie Genera plantarum secundum ordines naturales disposita von Ladislaus Endlicher entwickelt. Aroides Heister ex Fabricius, Callaria Raf und Provenzalia Adans sind die jeweiligen Synonyme der Calla.

Die Calla wird außerdem als Drachenwurz bezeichnet und es gibt im deutschsprachigen Raum noch weitere Trivialnamen. Wie Froschlöffel, Drachenschwanz, Papierblume, Schlangenwurz, Schweinkraut, Schweineuhr, Teschk, Wasserdrechenwurz, Wassernatterwurz und Wasserschlangenkraut. So manche Namen wirken doch etwas seltsam und werten die eigentliche Schönheit der Blume etwas ab. An Namen sollte man sich in der Botanik sowieso nicht orientieren. Oftmals wird man in die Irre geleitet. Hinter den hässlichsten Namen verstecken sich die schönsten Blumen. Am geläufigsten sind die Namen Calla und Drachenwurz an sich. Wobei zu beachten ist, dass die Calla Pflanze gerne mit anderen Blumen verwechselt wird. Möchtest du solch eine in der Gärtnerei kaufen, sag am besten dazu, dass du eine Calla bzw. Drachenwurz wünscht. In der Regel sollte dann klar sein, um welche Pflanze es sich handelt. Fachkräfte kennen die gängigsten Namen. Anders sieht die Sache aus, wenn du den einen oder anderen Hobbygärtner fragst, der eventuell nur einen der vielen Trivialnamen kennt. Mit diesen Informationen solltest du bei Kauf eher keine Probleme haben.

Den idealen Standort für die Calla finden

Da es sich um eine Sumpfpflanze handelt, benötigt die Calla einen feuchten Standort. Im Garten bietet sich die Region um den Gartenteich am besten hierfür an. Ein sumpfiger Untergrund oder ein Flachwasser, welches bis zu 10 Zentimeter hoch ist, bieten die optimale Voraussetzung für dein Projekt. Beachte, falls es sich um ein fließendes Gewässer handelt, dass du sie dort nur am Rand anpflanzt. Sonst riskierst du eine Beschädigung der Wurzeln. Außerdem sollte der Boden leicht sauer sein. Ein pH-Wert um die 6 ist ideal. Wichtig ist, dass es sich um einen halbschattigen bis sonnigen Platz handelt, wo sich die Calla am wohlsten fühlt. Du fragst dich eventuell als Anfänger, wie man den pH-Wert eines Bodens misst? Hierfür gibt es gibt spezielle Teststreifen, die du im Fachhandel bekommst. Frag einfach im Gartenfachmarkt nach oder erkundige dich im Internet. Falls du mehrere Teststreifen benötigst, kommst du in der Regel günstiger im Internet davon. Dort gibt es oftmals Großpackungen zum günstigen Preis. Achte nur darauf, ob diese ein Ablaufdatum haben. Bevor du dein Calla Projekt startest solltest du den Boden unbedingt überprüfen. Falls dieser nicht den richtigen PH-Wert aufweist, kannst du versuchen diesen zu verändern oder du setzt auf andere Blumen, die nicht so empfindlich sind. Jedenfalls solltest du die Bodenbeschaffenheit immer im Vorfeld eruieren, um den Pflanzen die beste Voraussetzung zu bieten.

So pflanzt du Drachenwurz richtig an

Bevor du mit dem Anpflanzen beginnst, kümmerst du dich um den Boden. Dieser muss wie gesagt bei einem Gewässer liegen, weil die Drachenwurz eine Sumpfpflanze ist. Denke dir einfach, es handelt sich um eine Wasserpflanze, dann bietest du ihr automatisch die richtigen Voraussetzungen. Als Anfänger holst du dir am besten vorgezogene Pflanzen, die in einem leicht sauren Sand-Erd-Gemisch wachsen und in einem großen Behälter verkauft werden. Diese kannst du direkt ins Teichwasser stellen, wenn dieses flach genug ist. Im Handel bekommst du hierfür sogar eigene Wasserpflanzenbehälter, die dir die Arbeit erleichtern. Für ein schönes Gesamtbild empfiehlt es sich, pro Quadratmeter bis zu acht Pflanzen auf einmal anzupflanzen.

Falls du dich entscheidest die Drachenwurz direkt am Rand eines Sumpfbeets anzupflanzen, achte hier unbedingt auf den pH-Wert des Bodens. Wenn dieser nicht stimmt, werden diese nicht lange gedeihen. Am einfachsten sind Callas im Becher zu pflegen, solltest du diese ohne Becher setzen, achte darauf, dass zwischen jeder Pflanze ein Abstand von 20 Zentimeter herrscht. So gibst du jeder einzelnen Calla die Chance sich perfekt zu entwickeln. Schließlich benötigt jede einzelne Pflanze Platz für ihre Wurzeln und für ihre eigene Schönheit.

Kann man Drachenwurz auf der Terrasse pflanzen?

Falls du einen kleinen Teich auf der Terrasse besitzt, kannst du die Drachenwurz auch darin anpflanzen. Hier benötigst du ebenso ein Wasserpflanzengefäß, um den Pflanzen die beste Umgebung zu bieten. Wichtig ist, dass die Calla nicht tiefer als 15 Zentimeter im Wasser steht. Wichtig: Springbrunnen oder solche Miniteiche mit Pumpe sind nicht geeignet. Weil sich hier das Wasser zu viel bewegt und die Wurzeln dadurch beschädigt werden. Es muss stets eine ruhige Wasseroberfläche sein. Ideal sind ruhige Wasserstellen, die durchaus auf dem Balkon stehen können. Auch sollte der Standort halbschattig bis sonnig sein. Diese Voraussetzung muss auf jeden Fall gegeben sein, weil die Calla sonst nicht richtig gedeiht und schnell ihre Blüte verliert.

So pflegst du die Drachenwurz richtig

Die Drachenwurz ist generell eine sehr pflegeleichte Pflanze. Vor allem, wenn diese als Wasserpflanze verwendet wird. Da sie sich sowieso im Wasser befindet, muss diese nicht gegossen oder gedüngt werden. Der Teichbereich darf auf keinen Fall austrocknen, weil sonst die Drachenwurz im Trockenen steht und kein Wasser mehr bekommt. Ansonsten musst du dich um nichts kümmern, wenn sich die Calla direkt im Wasser befindet. Ausgenommen, sie steht im Uferbereich und ohne Behälter. Dann solltest du die Pflanzen Horste kurzhalten. Schneide diese bei Bedarf mit einem scharfen Messer ab, dann wächst die Calla besser. Im Herbst wirken manche Pflanzen so, als würden sie absterben. Darüber musst du dir keine Sorgen machen, weil das Rhizom ständig neu nachwächst und die älteren hinteren Teile absterben.
Merke dir: Stimmt der pH-Wert, der Standort, die Feuchtigkeit vom Boden und bekommen die Pflanzen genügend Licht, brauchst du dir keine Sorgen um deine Calla machen. Sie wird dir viele Jahre eine Freude bereiten. Der Name verunsichert ein wenig, auch das Außen mit den weißen Hüllenblättern und die roten Früchte sorgen dafür, dass man hier denken könnte, die Pflanze ist total schwer zu pflegen. Im Gegenteil, stimmen die Voraussetzungen, ist alles ganz einfach.

So vermehrst du die Drachenwurz kinderleicht

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Die Drachenwurz wird am besten über Rhizome vermehrt. Es handelt sich dabei um einen Ausläufer von dem Triebe und Wurzel ausgehen. Nicht zu verwechseln mit der Wurzel an sich. Es handelt sich um einen eigenen Spross, der sich meist direkt unter der Erde befindet. Die Erdsprossen teilst du ganz leicht mit einem scharfen Messer, daraus wachsen neue Pflanzen und die Vermehrung hat geklappt. Übrigens trägt die Calla deswegen den Namen Schlangen- bzw. Drachenwurz, weil sich die Rhizome bis zu einem halben Meter in die Erde schlängeln. Wichtig: Besorge dir vor der Vermehrung Gartenhandschuhe, im Inneren der Calla befindet sich nämlich giftiger Pflanzensaft, mit dem du nicht in Berührung kommen solltest. Verätzungen an der Haut sind möglich. Pass deswegen auf, bevor du wild drauf los schneidest.

Die beste Zeit für die Vermehrung ist übrigens der Herbst. Schneide die Teile ab und lege die Teile über den Winter ins Wasser. Bis zum Frühjahr bilden sich automatisch Wurzeln und du kannst die Mini Drachenwurz-Hybriden problemlos wieder einpflanzen.

Auch lassen sich Calla Pflanzen per Samen vermehren. Diese bekommst du direkt im Handel oder du entnimmst diese einfach aus den Pflanzenfruchtständen im Herbst. Wichtig: Auch hier unbedingt Handschuhe tragen, um eine Verätzung der Hände zu vermeiden. Egal, ob gekauft oder selbst geerntet, lege die Samen im Herbst in einen Topf mit Torf-Sand-Gemisch, welches du relativ feucht halten solltest. Es dauert nicht lange bis diese keimen. Halte die Pflanzen im Winter frostfrei und kühl. Im Frühling setzt du die Jungpflanzen wie gewohnt in den Garten ins Sumpfgebiet oder in den Teich.
Als Anfänger empfiehlt sich eher die Vermehrung durch Rhizome, diese Methode ist einfacher und geht schneller von der Hand. Falls du bereits Blumenkästen mit Samen bepflanzt hast, weißt du sicherlich selbst, dass daraus nicht immer Pflanzen entstehen. Durch die Rhizome geht die Vermehrung schneller vonstatten.

Ist die Drachenwurz winterhart?

Die Calla ist eine pflegeleichte Pflanze, die auch im Winter keine Probleme damit hat im Freien zu bleiben. Man könnte fast sagen, die Drachenwurz weiß von selbst was zu tun ist. Die Rhizome ziehen sich zurück und überstehen somit jeden Frost im Winter. Auch die Pflanzen, die im Alpenraum wachsen überstehen den Winter problemlos. Es handelt sich dort um Wildwuchs und es kümmert sich kaum jemand um diese Pflanzen. Nur, falls du die Calla vermehren willst, solltest du im Herbst die Rhizome teilen, um weitere Hybriden zu erhalten.

Anders schaut die Sache aus, wenn die Pflanzen in einem Teich gehalten werden, der im Winter kein Wasser enthält. In dem Fall solltest du das Rhizom an einem kühlen Ort lagern, der außerdem relativ dunkel ist. Im Frühjahr holst du sie hervor und setzt sie einfach in den Teich zurück. Fertig ist die ganze Zauberei der Drachenwurz.

Krankheiten und Schädlinge der Drachenwurz

Das wunderbare an der Calla ist ferner, dass diese kaum anfällig für Krankheiten oder Schädlinge ist. Ab und an wird sie von Schnecken oder Maden befallen, die die Pflanze gerne anknabbern. Jedoch ist dies nicht weiter schlimm, die Calla erholt sich ziemlich schnell wieder davon und wird im Wachstum nicht davon beeinflusst. Krank wird sie nur, wenn die Pflanze nicht die notwendigen Voraussetzungen erhält. Stimmt der PH-Wert nicht oder ist der Standort zu dunkel, gedeiht sie nicht richtig. Außerdem werden die Wurzeln beschädigt, wenn es sich um fließendes Wasser handelt. Hältst du dich an sämtliche Vorgaben sollte die Pflanze unbeschadet durch die Jahre kommen und dir viel Freude bereiten.

Handelt es sich bei der Drachenwurz um eine giftige Pflanze?

Eindeutig ja, zwar sieht die Calla relativ hübsch aus, jedoch sind viele Teile der Pflanze hochgiftig. Deswegen haben solche Pflanzen nichts in einem Garten zu suchen, falls du Kinder hast. Leider verleiten die roten Beeren oftmals zuzugreifen, weil diese an leckere Früchte erinnern. Dem ist leider nicht so, deswegen solltest du hier gut aufpassen und nur dort Drachenwurz pflanzen, wo Kinder keinen Zugriff haben. Da die meisten Calla Pflanzen generell in Teichen gehalten werden, ist dort sowieso vorsichtig geboten wegen der Kinder. Falls du einen Zaun rund um den Teich aufstellst, ist die Pflanze nicht mehr gefährlich als das Wasser. Aufpassen solltest du jedoch schon, dass sich der Calle niemand nähert.

Werden die Beeren oral aufgenommen kommt es häufig zu Brennen und Erbrechen. Bei schweren Vergiftungserscheinungen außerdem zu Magen- und Darmentzündungen, wie auch Krämpfen. Sollten diese Symptome auftreten, unbedingt ins Krankenhaus fahren und abklären.

Wichtig: Besonders giftig ist die Wurzel selbst, deswegen solltest du es nicht unterlassen Gartenhandschuhe bei der Arbeit zu tragen. Vor allem, wenn du die Wurzel bearbeitest und vermehrst. Mit Handschuhen ersparst du dir Ätzungen an der Haut. Weidetiere sollten ebenso wenig mit der Drachenwurz in Berührung kommen. Dies gilt vor allem für Schafe, Rinder und Pferde. Bei Tierhaltung sollte immerzu auf ideale Gartenpflanzen geachtet werden. Jedoch ist nicht auszuschließen, dass Nachbarstiere oder freilaufende Tiere vorbeischauen. Leider lassen sich in der Natur nicht alle Gefahren abwehren. Dennoch macht es Sinn ein wenig vorsichtiger zu sein.

Was bedeutet die Drachenwurz?

Der Calla sagt man die Bedeutung der Unsterblichkeit nach, deswegen wird diese in vielen Fällen als Grabblume verwendet. Die weiße Farbe der Blüte macht diese noch heute zu einer Totenblume. Wird die Drachenwurz jedoch mit anderen Blumen vereint, wirkt sie besonders elegant und bedeutet Schönheit und Anerkennung. Auch ein Zeichen der platonischen Liebe trägt die Drachenwurz in sich, glaubt man der Sprache der Blume, diese sagt „Ich bewundere dich von fern, doch wag‘ ich’s nicht, dir zu nahen.“ Früher galt die Calla außerdem als wertvolle Heilpflanze. Du selbst solltest es jedoch nicht wagen, die Heilwirkung der Pflanze zu testen. Bei giftigen Exemplaren gehen solche Versuche meist nach hinten los.

Die Drachenwurz für den Brautstrauß

Zum einem wird die Calla als Hochzeitsblume verwendet, zum anderen findet sich diese manchmal im Brautstrauß wieder. Die Form wirkt exotisch und elegant, sodass diese optimal zu einer romantischen Sommerhochzeit passt. Hier sind cremefarbene Drachenwurz zu bevorzugen, weil diese besondere Eleganz ausstrahlen. Nicht nur im Brautstrauß macht die Calle eine gute Figur. Ferner als Dekoration an den Tischen oder an den Kirchenbänken. Wenn du schöne Blumen für deine Hochzeit suchst, solltest du diese Art in die engere Wahl nehmen. Du wirst es nicht bereuen.

Wo kann man die Calla kaufen und wieviel kostet diese?

Falls du noch keine Drachenwurz besitzt, die du vermehren kannst, musst du wohl oder übel vorab eine kaufen. Tipp: Willst du kein Geld ausgeben, erkundige dich bei Nachbarn oder in Gartenforen, ob jemand Teile seiner Pflanze abgeben möchte. Auf diesem Weg ersparst du dir ein wenig Geld und der Gartenfreund freut sich, dass er teilen konnte.

Fertige Pflanzen bekommst du direkt im Gartenfachhandel, die du einfach ins Wasser stellst und die Sache hat sich erledigt. Solche kosten etwa 3 Euro pro Stück. Möchtest du Knollen einpflanzen, gibt es diese meist im Bundle. 3-5 Knollen liegen bei etwa 10 Euro. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Calla per Saatgut einzupflanzen. Für Anfänger wird diese Methode weniger empfohlen, weil die Erfolgsquote geringer ist. Saatgut gibt es um etwa 2 Euro im Handel. Wenn du eine Beratung benötigst, wendest du dich am besten direkt an den Fachhandel. Gärtnereien oder Spezialisten für Drachenwurz sind deine richtigen Ansprechpartner. Auch Floristen können die eine oder andere Auskunft geben. Dort bekommst du die Drachenwurz übrigens als Schnittblume. Ob als einzelne Blume oder im Strauß. Eine Calla macht immer etwas her.

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