Osterglocken – Narzissen

© Stanislau Palaukou - shutterstock.com
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Mit Osterglocken sind eigentlich Narzissen gemeint, die der Amaryllisgewächse angehören. Die Unterfamilie derer heißt Amaryllidoideae. Narzissen, auch Narcissus pseudonarcissus sind hauptsächlich in Südwesteuropa und Nordwestafrika angesiedelt. Manche, jedoch nur wenige Arten, sind im Küstengebiet zu findenInsgesamt gibt es zwischen 52 und 85 verschiedene Narzissen Arten, die im Frühling für traumhafte Blütenpracht im Garten sorgen.

Narzissen gelangen von 1560 bis 1620 während der orientalischen Phase in die Gärten dieser Welt, wo auch Tulpen und Hyazinthen Anklang fanden. Du möchtest selbst Osterglocken anpflanzen oder dich über diese wunderbare Pflanze informieren? Infolge erfährst du alles Wissenswerte darüber.

Wie sieht die Osterglocken Pflanze aus?

Narzissen sind krautige Pflanzen, die Ausdauer beweisen. Je nach Sorte wachsen diese 5 bis 80 Zentimeter in die Höhe. Jene, die nur 5 bis 8 Zentimeter wachsen, sind die sogenannten Zwerge, die zu den Narcissus Asturiens gehören. Zu den Größten zählt die italienische Narzisse, die bis zu 80 Zentimeter lange Stängel aufweist.

Zwiebel sind die Überdauerungsorgane der Narzissen, und diese bestehen aus einer korkartigen Bodenplatte. Aus dieser wachsen wiederum Saugwurzeln, die bis zu 40 Zentimeter lang werden. Im Hochsommer fängt die Pflanze langsam an zu verwelken, die Blätter ziehen sich ein und die Wurzeln bauen sich ebenso ab.
Da es sich um eine mehrjährige Pflanze handelt, verändert sich diese im Laufe der Jahre. Ab dem dritten Jahr wachsen aus den Zugwurzeln sogenannte Sämlinge. Die Zwiebel wird dadurch noch tiefer in den Boden hineingezogen. Zwiebelwachstum erfolgt stets von innen nach außen. Daher werden ältere Zwiebelschalen automatisch von den neuen Zwiebeln nach oben gedrängt.

Die Älteren sind daran zu erkennen, dass diese relativ trocken werden und ein braunes Aussehen aufweisen. Die Schale sitzt lose und schützt die darunterliegende Zwiebel vor Trockenheit. Bis zu 60 solcher Zwiebelhäute können nach und nach entstehen, allen voran bei jenen Pflanzen, die in der Wildnis wachsen und vom Gärtner nicht gepflegt werden.

Direkt am Zwiebelboden wachsen die Blütenstängel, die die komplette Blütenanlage für das nächste Aufblühen enthalten. Rund um diese Stängel gibt es zwei bis drei Scheiden- und Laubblätter. Auch die Blütenanlage für das übernächste Jahr sind bereits enthalten. Dieses befindet sich im zweiten Laubblatt.

Wie sehen Laubblätter von Narzissen aus?

Narzissen Laublätter weisen unterschiedliche Formen auf. Meist von linealisch bis hin zu riemenförmig. Es gibt sogar Sorten, die stielrund oder grasartig aussehen. In der Regel weisen Narzissen drei Blätter auf, selten auch vier. Handelt es sich um Zwiebel, die noch nicht blühfähig sind, bildet die Pflanze nur zwei Blätter. Generell besitzen Laubblätter eine starke Cutin-haltige Cuticula, die der Oberfläche Glätte verleiht.

Handelt es sich um ausgewachsene Laubblätter, sind diese meist größer als der Blütenstand. Bei manchen Osterglocken neigen sich die Blätter im Laufe der Blütezeit nach unten, dass diese knapp den Boden berühren. Dort werden diese von farblosen Scheidenblättern gehalten. Die Farbe der Blätter liegt zwischen mittelgrün und blaugrün. Im Frühjahr ist eine Blättervergilbung zu beobachten und im Hochsommer, wenn die Samen reif sind, verwelken die Blätter.

Die Blütenstände der Narzisse

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Osterglocken weisen ungeteilte und blattlose Blütenstände auf. Wie der Blütenstand Schaft aussieht ist abhängig von der jeweiligen Art. Manche weisen zusammengedrückte Schäfte mit einem erkennbaren Kiel auf. Anderswo ist dieser eher rund gehalten. Der Blütenstand Schaft liegt in der Mitte der Laubblätter und ist aufrecht angeordnet. Das Meristem legt zuerst die Laubblätter und dann die Blüte an. Im oberen Teil ist der Schaft hol und je weiter zur Zwiebel füllt sich dies mit schwammigen Gewebe. Bei manchen Arten, beispielsweise bei der Narcissus hedraeanthus, ist der Blütenstand Schaft schräg angeordnet.

Die Blütenstände selbst sind extrem gestaucht und traubig, wirken ein wenig doldig und weisen eine bis zwanzig Blüten auf. Die spathaarigen Tragblätter umhüllen die zarten Knospen und schützen diese. Die Blüten selbst sind zwittrig und dreizählig. Osterglocken sind wahrscheinlich auch dir bekannt. Sie besitzen eine weiße bis zart orangene Farbe.

Die Blütenhülle besteht aus Blütenhüllblättern, die sich allesamt ähneln. In der Fachsprache nennt man dies Perigon mit sechs Tepalen. Außerdem sind Narzissen mit einer Nebenkrone ausgestattet.

Die Blütenform unterscheidet sich dabei von Art zu Art. Die Hauptkrone steht entweder im rechten Winkel zur Blütenachse, neigen sich nach vorne oder nach sich hinten. Bei den Alpenveilchen ist das „nach hinten umschlagen“ beispielsweise stark ausgeprägt. Es gibt ebenso Narzissen, wo die Hauptkrone so klein ist, dass diese nicht weiter auffällt. Wie bei der Reifrock-Narzisse. Diese weist eine ausgeprägte Nebenkrone auf.
Nebenkronen werden in der Fachsprache Paracorollar bezeichnet und bildeten sich im Laufe der Zeit aus den bereits bestehenden Staubfäden, die sich in der Blüte befinden. Somit entsteht ein röhrenförmiges Gebilde. Stets wurden immer neue Staubblätter gebildet und der übrige Teil der Nebenkrone ist zuständig für den intensiven Duft. Die Nebenkrone wurde intensiv und erfolgreich gezüchtet. Heute bildet die Nebenkrone meist eine Trompete, eine Art Schale oder einen Becher aus, die dem typischen Aussehen der Osterglocke entspricht.

Früchte und Samen der Narzisse

Wurde die Blüte befruchtet, entstehen dreikammrige Kapselfrüchte, die wiederum eine Vielzahl an Samen beinhalten. Je nach Art sind es zwischen 36 und 60 Samen. Die Reifezeit beträgt etwa fünf bis sechs Wochen. Danach sind die Samen reif.

Manche wirken mattschwarz und keilförmig. Andere sind eher länglich rund gehalten und sind glänzend schwarz. Sobald die Frucht reif ist, platzen die Rückennähte der Fruchtblätter auf. In Folge genügt ein Windstoß und der Samen fällt aus der Frucht heraus.

Woher stammen Narzissen?

Ihren Ursprung haben Narzissen im südlichen Europa. Am meisten verbreitet waren diese auf der iberischen Halbinsel, die es weiter nach Gibraltar schafften und sich in Nordwestafrika ansiedelten. Je nach Standort entwickelten sich unterschiedliche Sorten. Die Narcissus elegans findet sich vorrangig an den Küsten von Marokko bis Libyen. Auch an den Küsten von Italien, Sardinien und Korsika kommen diese Arten vor. Die Narcissus bulcoodium, auch oftmals als Reifrock-Narzisse bezeichnet, kommt allen voran in Tanger bis Algier vor. Im Mittelmeerraum befindet sich wiederum die Narcissus serotinus und die Tazette im Bereich Kaschmir und Iran.

Die Narcissus pseudonarcissus – die eigentliche Osterglocke, wie wir sie bei uns im Lande kennen, stammt von einer iberischen Halbinsel, die es weiter nach Frankreich, Belgien und nach Großbritannien schaffte. In Luxemburg gibt es die Osterglocken einzig in Lellingen und in Deutschland kann man diese besonders im Naturschutzgebiet Perlenbach-Furtsbachtal beobachten, wie auch im Nationalpark Eifel. Was nicht bedeutet, dass es einzelne Osterglocken nicht im eigenen Garten gibt.

Gemeint sind die weiträumigen Verbreitungsgebiete, vereinzelt trifft man natürlich mehrfach auf Narzissen, die ihre Schönheit der Welt offenbaren.

Gibt es Schädlinge und Krankheiten bei Osterglocken?

Narzissen sind allgemein sehr anfällig für diverse Krankheiten und Schädlinge. Darunter leidet vor allem der kommerzielle Anbau. Blattläuse gelten als besonders gefährlich in Gärtnereien, die sich speziell auf Narzissen spezialisieren, weil diese ab und an Virenkrankheiten übertragen. Die Farbe und Form der Blätter verändert sich dabei stark. Es gibt Krankheiten wie Mosaik, Braunfleckigkeit, Silberblättrigkeit und der Grauvirus. Handelt es sich um gemischte Gärtnereien oder Gärten, ist die Blattlausgefahr geringer, weil diese eher andere Pflanzen befallen.

Zu einem Problem wird meist die Zwiebelbasalfäule, dabei handelt es sich um eine Krankheit, die durch einen Pilz namens Fusarium oxysporum f. sp. Narcissi. Ist die Pflanze davon befallen verfault diese und die Blätter vergilben viel schneller. Es ist enorm wichtig, dass die befallenen Pflanzen sofort aus dem Boden entfernt werden, weil sich der Pilz rasch ausbreitet und die Erde mehrere Jahre krankmacht.

Wichtig: pflanze die nächsten fünf Jahre auf keinen Fall Narzissen an selber Stelle, um eine weitere Erkrankung zu verhindern. Ausgenommen sind Tazetten, Engelstränennarzissen und Jonquillen. Diese sind nicht so anfällig wie manche anderen Narzissen.

Weiteres kann der Schimmelpilz Botrytis narcissicola entsteht. Dies passiert häufig bei schlechter Lagerung. Profis nehmen hierzu kupfersulfathaltige Dünger oder verbrennen Zwiebeln, die bereits stark befallen sind. Ein weiterer Pilz ist der Sclerotinia polyblastis, dieser greift die Zwiebel nicht direkt an. Jedoch bildet dieser braune wässrige Flecken auf den Knospen und Stängel. Da solche Blumen nicht mehr schön sind, leidet der kommerzielle Anbau am meisten darunter. Einmal befallen, musste häufig die komplette Schnittblumenernte entsorgt werden.

Der Schimmelpilz Ramularia vallisumbrosae tritt eher in wärmeren Gebieten auf und schädigt die Blätter. Es bilden sich gräuliche oder gelbe Flecken auf den Narzissen Blättern. Ein ähnlicher Pilz, der Stagonospora curtisii, färbt die Blattspitzen braun. Die Zwiebel leiden in beiden Fällen nicht darunter. Außerdem gibt es noch den Pilz Radopastie leksose, der das Wachsen der Blätter stark einschränkt.

Tierische Schädlinge die Narzissen befallen

Besonders hartnäckig sind Fliegenlarven, wovon drei Arten Zwiebel stark schädigen. Zum einem sind dies die Merodon equestris, die Eumerus tuberculatus und Eumerus strigatus. Die Eier werden Ende Juni direkt am Boden der Narzisse gelegt. Pro Fliege sind dies etwa 50 Eier. Die Maden bohren sich danach direkt durch den Boden ins Zwiebelinnere. In der Zwiebelhülle überwintern diese bis April, im Mai verlassen sie die Narzisse.

Gelagerte Zwiebel werden manchmal von Milben befallen. Je höher die Temperatur, desto schneller vermehren sich diese und die Zwiebel werden unbrauchbar. Milben, die gepflanzte Narzissen angreifen, richten jedoch kaum einen Schaden an.

Nematoden lassen Narzissen rascher verwelken. Handelt es sich um einen starkem Befall, vergilben die Laubblätter schneller, weil das komplette Leitungssystem beeinflusst wird. Kleine Höcker werden auf den Blättern sichtbar, wenn es zu einem Befall kommt.

Wichtig: kommt es zu einem Nematoden Befall, unbedingt die Pflanzen entfernen und an selber Stelle die nächsten fünf Jahre keine weiteren Narzissen anpflanzen. Zu beachten gilt, dass Nematoden auch andere Blumen befallen. Wie Plantago, Hiercium, Stallaria und Allium. Bevor du an gleicher Stelle etwas anpflanzt, solltest du dich vorab erkundigen welche Pflanzen geeignet sind.

Schnecken sind für die Zwiebel und Blätter kaum eine Gefahr. Jedoch bedienen sich diese gerne an Blüten und gefährden damit die Samen. Abgebissene Blüten machen ebenso wenig einen guten Eindruck, deswegen sind Schnecken in kommerziellen Betrieben durchaus unbeliebte Gäste.

Ist die Narzisse giftig?

Osterglocken mögen freundlich aussehen, im Inneren sind sie dies aber leider nicht. Diese enthalten Amaryllidaceen-Alkaloide, welches sämtliche Amaryllisgewächse enthalten. Die Alkaloide gibt es ebenso in unterschiedlichen Arten, je nach Pflanzensorte.

Narcissin, Lycorin und Galantamin steckt beispielsweise in der gelben Narzisse. Wie auch Narcipoetin in der Dichternarzisse. Was für uns Menschen giftig ist, gilt für die Pflanze als natürlicher Schutz. Das Gift hält Parasiten ab, die Pflanzen abzufressen. Ferner enthalten Narzissen Fruktane und Glukomannane, welches sich in den Stängeln befindet.

Gelegentlich werden Narzissenzwiebeln mit Küchenzwiebeln verwechselt. Wer solch eine verzehrt, leidet meist an Schläfrigkeit, Würgereiz, Erbrechen, Diarrhoe, Schweißausbräuchen, Lähmungserscheinungen und Kollaps. Große Dosen davon sind sogar tödlich. Deswegen sollten Narzissen Zwiebel niemals direkt in der Küche aufbewahrt werden. Kommt es zu einer Vergiftung, wird dies mit Kohlegaben behandelt. Bei einer möglichen Vergiftung solltest du sofort ins Krankenhaus fahren und die Lage erklären.

Der Saft der Pflanze kann ebenso Hautreizungen auslösen. Dies nennt sich Kontaktdermatitis und kommt häufig bei Gärtnern vor, die viel mit Narzissen arbeiten. Hier ist keine Behandlung notwendig, weil die Symptome von alleine wieder abklingen. Es wird dennoch empfohlen Gartenhandschuhe zu tragen, um eine Kontaktdermatitis zu verhindern.

In seltenen Fällen wird die Narzisse als Heilpflanze angewendet. Dies sollte auf keinen Fall ohne ärztlicher Aufsicht erfolgen. Selbsttherapien zuhause mit Narzissen können tödlich enden, deswegen solltest du dies nicht einmal in Erwägung ziehen. Auch dann nicht, wenn du ein Freund von Naturprodukten bist.
In der gelben Narzisse befindet sich das Alkaloid Galantamin, welches für die Behandlung bei Demenz zugelassen ist. Generell wurden Narzissen in der Vergangenheit nur selten zur Heilung eingesetzt. Beispielsweise bei Hautkrankheiten oder als Brechmittel und bei Keuchhusten.

Wo werden Narzissen angebaut?

Wie zu erwarten sind es die Niederlande, wo die meisten Narzissen weltweit angebaut werden. Hier werden auf rund 16.700 Hektar Blumen aller Art angebaut, davon rund 1.800 Hektar reine Narzissen. In den 90iger Jahren waren es rund 260 Millionen Narzissenzwiebeln unterschiedlicher Arten, die hier gezüchtet wurden.
Die Narzissen lagen somit am 6. Platz der bedeutsamsten Pflanzen. Direkt hinter den Tulpen, Krokusse, Gladiolen, Iris und Lilien. Angebaut werden häufig die Carlton, Ice Follies und die Dutch Master, wie auch die Golden Harvest. Nach Holland ist es Großbritannien, die ebenso einen hohen Stellenwert des kommerziellen Anbaus haben.

Vermehrt werden die Pflanzen über das Twin-Scaling. Bei dieser Maßnahme werden Zwiebel in mehrere kleine Teile zerkleinert. Jeweils zwei Zwiebelschalen sind dabei jedoch noch per Zwiebelboden verbunden. Diese werden desinfiziert und auf einem Nährboden gezüchtet. So entstehen aus einer einzigen Zwiebel rund 35 neue Narzissenpflanzen, die vier Jahre später blühen können.

Zwiebeln, die in den Handel gelangen, werden jeweils im Sommer geerntet. Zuerst werden diese sortiert und Beschädigte aussortiert. Nach einer Lagerung von etwa drei Woche bekommen diese eine Heißwasserbehandlung. Die Zwiebeln werden in 43,5°C eingelegt und mit Beizmittel behandelt. Dies soll einen Schädlingsbefall durch die nervigen Narzissenfliegen verhindern. Auch hilft diese Prozedur gegen Namtoden.

Bei hoher Temperatur werden die Zwiebel danach getrocknet. Holländische Anbauer achten meist darauf, dass die Raumtemperatur im Lager 15,5°C beträgt, weil dies die idealen Bedingungen sind. Hierfür werden spezielle Schuppen gebaut, um die Temperatur konstant zu halten.

Der Handel mit Narzissen

Wer sich mit kommerziellen Pflanzen nicht beschäftigt, mag nicht glauben was hinter den Kulissen abläuft. Früher war es üblich, dass Kunden direkt auf den Feldern komplette Beete ersteigerten. Diese erhielten im Endeffekt die Zwiebel, die von diesen Flächen geerntet wurden. Heute müssen Unternehmer nicht mehr zu den Feldern fahren, mittlerweile übernehmen sogenannte Vermarktungsbüros den Handel. Eines hat sich jedoch nicht geändert: die Zwiebeln werden immer noch vor der Ernte verkauft. Die Katze im Sack muss trotzdem niemand erwerben. Sogenannte Sichtungsgärten in Holland ermöglichen dem Käufer sich von den Pflanzen ein Bild zu machen. Hier finden sich neben Narzissen auch Hyazinthen oder Tulpen.

Nicht jeder Großhändler kauft nur Narzissen. Manche benötigen gleich ein komplettes Blütensortiment. Deswegen sind solche Sichtungsgärten eine gelungene Möglichkeit für Interessierte. In Holland gibt es große Gärten, die teilweise über 1.000 verschiedene Narzissen Hybriden ausstellen. Darunter kann sich der Verkäufer durchaus etwas vorstellen.

Sichtungsgärten sollten jedoch nicht mit Parks und Gartenanlagen verwechselt werden. Zwar haben Besucher das Recht sich dort umzusehen, jedoch sind ganze Touristenschwärme unerwünscht. Außerdem werden keine Kleinmengen verkauft, sodass sich der Handel nur für Großkunden lohnt.

Wer Narzissen nur dabei beobachten möchte, wie diese blühen, sollte im Keukenhof in Holland vorbeischauen. Dort werden jährlich etwa 100 Narzissen angebaut, die von zahlreichen Touristen unter die Lupe genommen werden.

Wann kommen Narzissen in den Handel?

Bereits in der Weihnachtszeit werden die ersten Narzissen Pflanzen im Handel angeboten. Direkt im Topf oder als Schnittblume. Die Narzissenverkaufsperiode geht bis nach Ostern. Um die Kunden mit genügend Pflanzen zu versorgen, müssen die Anbaubetriebe im Vorfeld richtig handeln.

Narzissen, die im Dezember blühen sollen, werden im Juni gerodet. Die Zwiebeln werden danach vier Monate bei 34 Grad gelagert. Danach zwei Wochen bei 30 Grad und zwei Wochen bei 17 Grad. Die restliche Zeit verbringen die Zwiebel bei einer Kältelagerung von 9 Grad, bis diese zu Weihnachten zum Blühen gebracht werden. Hierfür werden Obststeigen verwendet, worin Gärtner die Pflanzen in Komposterde setzen.
Wachsen die Narzissen im Gewächshaus, dauert es rund 19 bis 30 Tage bis zur Blüte. Werden Narzissen im Januar geerntet, werden die Pflanzen bei 17 Grad gelagert und ab September auf 9 Grad gekühlt, bis sie zur Blüte und in den Verkauf gebracht werden.

Werden die Pflanzen frühzeitig im Freiland ausgesetzt, werden Rollhäuser verwendet, die die Narzissen vor Kälte schützen. Manchmal werden auch Holzsteige verwendet, die im Endeffekt mit einer dicken Sandschicht und Strohmatten ausgestattet sind. Diese nennen sich Frühbeet Kästen und ermöglichen das Einpflanzen, wenn es noch kühler ist.

Werden heute noch neue Narzissen gezüchtet?

Ja, nach wie vor gibt es bei Narzissen Pflanzen Zuchtziele. So möchten die Forscher beispielsweise neue Sorten mit farbigen Nebenkronen anzüchten. Werden neue Pflanzen kreiert, müssen diese bei der Royal Horticultural Society gemeldet werden. Dabei handelt es sich um die internationale Registrierungsstelle für Narzissen Hybriden.

Rund 24.000 Sorten waren es in den 90iger Jahren. Wichtig ist, dass die Sorten für den kommerziellen Anbau mindestens 30 Zentimeter lange Stiele aufweisen. Ansonsten können diese nicht als Schnittblumen verkauft werden. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Blüten erst nach Tagen aufblühen, sodass diese frisch bleiben und erst im Handel ihr einzigartiges Aussehen offenbaren. Du siehst schon, dass hier ein enormer Aufwand hinter den Kulissen im Gange ist, sodass die schönsten Blumen zum Floristen gelangen und diese noch dazu einige Tage frisch bleiben und in voller Blüte blühen.

Private Gärtner züchten manchmal neue Narzissen, ohne es direkt zu beeinflussen. Eher zufällig also. Gärtner, die ein Zuchtziel haben, möchten ebenso neue Farbkombinationen entdecken. Manche Sorten weisen ein zartes rosa auf und diese bringen besonders Glanz in den Garten. In Gärten und Parks wachsen hauptsächlich kleinwüchsige Narzissen, weil diese ein besseres Gesamtbild versprechen.

Das Zuchtziel der Gärtner liegt vor allem darin winterharte Pflanzen zu züchten. Man darf gespannt sein, dass sich am Narzissen Himmel noch so einiges tut – vor allem etwas resistentere Pflanzen wären ein Segen für die professionellen und privaten Züchter.

Gibt es verschiedene Arten von Narzissen?

Ja, es gibt unterschiedliche Arten von Narzissen. Jedoch gibt es Unklarheiten, wie viele dies im Endeffekt wirklich sind. Glaubt man Walter Erhardt, sind es 66 verschiedene Sorten. The International Daffoldil Register spricht wiederum von 85 Arten. Abgesehen davon, dass es sicherlich noch einige Hobbyzüchter gibt, die Ihre Gattungen nicht melden, sind es auf jeden Fall eine Menge Narzissen, die weltweit blühen.
Die botanische Geschichte geht weit zurück. Mehrmals wurden die Gattungen klassifiziert. Die Einteilung durch Frederick Mayer erfolgte 1966, an diese Klassifizierungen halten sich auch heute noch zahlreiche deutsche Gärtnereien.

In England war es Abilio Fernandes, der 1986 eine Einteilung machte. Diese wurde 1990 von John W. Blanchard überarbeitet, wo weitere Unterarten hinzukamen. Falls du dich für botanische Literatur interessierst, gibt es auf diesem Gebiet einige hilfreiche Lektüre und Klassifizierungen. Es ist Geschmacksache wen man nun wirklich glaubt.

Narzissen werden in unterschiedlichen Klassen eingeteilt

Die Arten, wie auch deren Hybriden, werden in 12 unterschiedliche Klassen eingeteilt. Diese orientieren sich nach diversen Eigenschaften der Pflanzen. Beispielsweise die Form und Länge der Nebenkronen, die Blüte, die Anzahl der Blüten und so weiter. Die Klassifizierungen sind vor allem für Gärtner hilfreich, die einen Garten planen oder bestimmte Sorten verkaufen möchten. Im Handel erhältst du meistens die Trompetennarzissen der Klasse 1. Die großkronigen Narzissen der Klasse 2 und die Tazetten aus der Klasse 8.
Aus gärtnerischer Sicht werden die Narzissen Arten und ihre Hybriden in 12 Klassen, gelegentlich auch als Divisionen bezeichnet, eingeteilt. Ausschlaggebend für diese Einteilung ist meist die Form und Länge der Nebenkrone, die Anzahl der Blüten je Stängel, wie auch die Blütezeit. Diese Form der Klassifizierung ist ein Hilfsmittel, um Bepflanzungen zu planen.

Die meisten im Handel erhältlichen Narzissen stammen aus der Klasse 1, den Trompetennarzissen, der Klasse 2, den großkronigen Narzissen und der Klasse 8, den Tazetten, die allerdings in der Gartenkultur bereits anspruchsvoller sind. Deswegen gehören auch die Osterglocken zu den bekanntesten Narzissen in Deutschland. Jene Arten, die wild wachsen, finden sich alle in der Klasse 10 wieder.

So werden Narzissen im eigenen Garten angebaut

Jetzt geht es ans Eingemachte. Du möchtest Narzissen im eigenen Garten anbauen? Eine wunderbare Idee. Diese wunderbaren Pflanzen sorgen bereits früh für bunte Farben im Beet und werden dich lange erfreuen. Gleich zu Anfang sei dir folgender Tipp ans Herz gelegt: bearbeite deine Narzissen stets mit Gartenhandschuhe. Die Zwiebeln sind hochgiftig.

Zwar bekommst du bei der Berührung höchstens einen Ausschlag, dennoch macht hier Vorbeugen mehr Sinn als Jucken nach der Arbeit. Verspeisen darfst du die Zwiebel auf keinen Fall, auch keine anderen Teile der Pflanze.

Das Einpflanzen beginnt bereits im Herbst

Du möchtest deine Osterglocke im Frühjahr blühen sehen? Dann musst du dich bereits im Herbst ums Einpflanzen kümmern. Der beste Zeitpunkt ist September / Oktober. Bereite den Boden vor, in dem du diesen ein wenig mit Kompost anreicherst. Außerdem sollte der Standort sehr sonnig sein. Ideal wäre ein feuchter, lehmreicher Boden. Je eher die Bedingungen passen, desto länger werden die Pflanzen dort verweilen.
Nimm in Folge eine Blumenzwiebel zur Hand und stecke diese 15 Zentimeter tief in die Erde. Falls du mehrere anpflanzt, lass zwischen jeder etwa 5 Zentimeter Abstand. Über den Winter tut sich nichts, die Zwiebel halten Winterschlaf und werden dich erst im nächsten Jahr überraschen.

Die Pflege der Osterglocken

Narzissen sind pflegeleicht. Die Blütezeit beginnt im März und geht bis in den April, manchmal auch in den Mai. Handelt es sich um einen trockenen Frühling, ist es wichtig die Narzissen zu gießen, weil diese relativ viel Feuchtigkeit benötigen. Oftmals regnet es im März und April häufig, sodass das Gießen größtenteils wegfällt.

Düngemittel benötigen Osterglocken eigentlich keines. Im Herbst macht es Sinn den Boden ein wenig mit frischem Kompost aufzulockern. Auch lassen sich zu dieser Jahreszeit die Zwiebel teilen, sodass daraus automatisch noch mehr Blumen entstehen.

Möchtest du den Frühling ins Wohnzimmer einladen? Schneide dir ein paar Narzissen ab und stelle diese in eine Blumenvase. Aber Achtung, mische diese nicht mit anderen Blumen, weil Narzissen die ersten 24 Stunden hochgiftig sind. Gib der Blume täglich frisches Wasser und falls sie bereits den Kopf am ersten Tag hängen lässt, schneide sie nochmals am Stängel leicht an und halte Sie nachts kühl.

Sobald die Osterglocken verwelken, ist es Zeit die Blätter komplett zurückzuschneiden. Im nächsten Jahr werden die Narzissen erneut erblühen und für schöne Zeiten im Garten sorgen. Da diese Blumen sehr pflegeleicht sind, gehören Sie mittlerweile zu den Stammblumen so mancher Gartenliebhaber. Vielleicht wird es auch deine Lieblingsblume.

Lassen sich Osterglocken im Topf pflanzen?

Ja, auch im Topf kannst du Narzissen anpflanzen. Du möchtest wissen wie es funktioniert? Die Anleitung bekommst du jetzt präsentiert. Gleich die gute Nachricht – es ist kinderleicht. Die schlechte – giftig sind sie immer noch. Auch wenn du keinen Garten besitzt, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen über die Anschaffung von Gartenhandschuhen nachzudenken. Du wirst diese Investition nicht bereuen.

Narzissen sind jene Blumen, die quasi den Frühling einleiten. Sie erwachen oftmals unter dem Schnee und erinnern an die schöne Zeit, wo alles duftet und farbenfroh erscheint. Nicht nur im Garten gedeihen diese Blumen perfekt, auch im Glas oder Topf kannst du dir sie heranzüchten. Du benötigst eine Fensterbank oder einen Balkon, wo viel Sonne hineinscheint. Alles andere kannst du kaufen. Beachte dabei, dass du für deine Osterglocken ein wenig Vorarbeit leisten musst.

Auch Narzissen im Topf müssen bereits im Herbst eingepflanzt werden. Kaufe dir einen Topf, der mindestens einen Durchmesser von 20 Zentimeter aufweist. So besteht die Möglichkeit mehrere Zwiebeln einzupflanzen. Stecke diese etwa fünf Zentimeter in die Tiefe und achte auf etwa 5 Zentimeter Abstände. Falls du nur eine einzelne Narzisse haben möchtest, kannst du diese natürlich auch Solo in den Topf stecken. Generell sehen Osterglocken in der Gruppe schöner aus.

Zum Bepflanzen werden ganz normale Blumenerde und Narzissen Zwiebel verwendet. Beides bekommst du in der Gärtnerei oder im Gartenfachhandel. Auch im Internet kann man Gartenzubehör wunderbar kaufen. Falls du kein Auto hast, macht es Sinn 10 kg Erde zu bestellen. Achte nur darauf, dass du sie nicht erst recht bei der Post abholen musst.

Am besten legst du folgende Schichten an

Lege eine Schicht feuchte Erde in den Topf. Darauf die Zwiebel, dann nochmals eine Schicht Erde, noch eine Zwiebel und alles mit Erde abdecken. Oben drauf legst du eine dünne Schicht Sand, um die Pflanze zu schützen. Während der Überwinterung muss die Pflanze nicht unbedingt am Fensterbrett stehen. Stelle sie irgendwo ab, wo sie gut geschützt ist. Auch kannst du diese mit Laub und Torf abdecken.

Wasser brauchen die Blumen im Winter nicht. Zeigen sich die ersten Stiele, kannst du deine Pracht gießen und aufs Fensterbrett stellen. Dünger benötigen die Pflanzen kaum, ein wenig Kompost schadet Narzissen jedoch nicht.

Achtung: Narzissen haben ihre eigene Laune. Sie mögen viel Sonne, zu warm darf es aber auch nicht sein. Deswegen gedeihen diese Blumen im Frühjahr am besten. Der Boden ist teils noch kühl und oben strahlt die warme Sonne. Diese Voraussetzungen sind in der Wohnung natürlich nicht gegeben.
Achtung: Heizungsluft mögen Narzissen noch weniger. Wenn sich deine Heizkörper unter der Fensterbank befinden solltest du die Blumen erst dann dort abstellen, wenn die Heizsaison zu Ende ist. Sonst ist die Blumensaison schneller zu Ende als dir lieb ist.

Hole dir vorgezogene Narzissen im Frühling

Du möchtest dieses Jahr unbedingt Narzissen pflanzen, hast es aber verabsäumt diese im Herbst einzupflanzen? Kein Problem. Die Gärtnereien denken an alles und haben für dich die schönsten Blumen vorgezogen. Im Frühling locken die Gartenabteilungen mit sämtlichen Blumen. Hole dir einen Steckling und setze diesen in lockere Blumenerde ein. Die Tiefe ist hierbei egal. Auch bei der vorgezogenen Pflanze gilt viel Sonne und eine kühle Umgebung. Falls du einen Balkon hast, kannst du die Blumen auch draußen abstellen.

Während sich viele anderen Blumen noch im Winterschlaf befinden, strahlt die Narzisse bereits aus dem Topf und erfreut die Umgebung. Während die Narzissen blühen, sollte die Erde immer feucht sein, achte nur darauf, dass keine Staunässe entsteht.

Töpfe mit Ablaufloch tun ihr nötiges. Während der Heizsaison dürfen die Blumen – wie gesagt – nicht direkt bei der Heizung stehen. Stelle sie zum Beispiel auf einen Tisch, wo dennoch Sonnenlicht hingelangt und bewässere sie gut. Durch die Heizungsluft trocknen die Blumen nämlich noch schneller aus.

Was mit den Osterglocken nach der Blüte tun?

Auf keinen Fall solltest du deine Osterglocken entsorgen. Die Zwiebel lagerst du am besten an einem kühlen Ort bis zum Herbst und pflanzt sie dann wieder in einen Topf ein. Oder du gibst ihnen ein neues Leben im Garten. Falls du sie ins Freie bringen möchtest, nimmst du die komplette verblühte Pflanze und gräbst diese in die Erde.

Soll die Zwiebel wieder in den Topf, wartest du bis die Blätter und Stängel komplett vergilben und sich leicht abzupfen lassen. Danach lässt du die Zwiebel trocknen und gibst sie in Gefäß, ein wenig mit Erde abdecken und auf den nächsten Herbst warten. Dann beginnt die Prozedur von vorne. Der ewige Kreislauf des Lebens.

So teilst du deine Narzissen richtig

Manchmal macht es Sinn Narzissen zu teilen. Blühen diese nur noch spärlich oder möchtest du generell mehr Pflanzen? Teilen ist der richtige Weg. Falls du Narzissen im Garten pflanzt, musst du eigentlich nichts unternehmen, weil sich die Blumen von alleine vermehren. Aus den Zwiebeln wachsen nämlich Tochterzwiebel, die im nächsten Jahr blühen. Falls du jedoch an einem anderen Platz Narzissen anpflanzen möchtest, macht es natürlich Sinn die Zwiebel auszugraben und zu teilen.

Achte auf den richtigen Zeitpunkt

Lass seine Blumen in Ruhe blühen und sobald das Laub gelb und eindeutig eingezogen ist, lassen sich die Zwiebel leichter teilen. Der richtige Zeitpunkt findet meist mehrere Wochen nach der Blüte statt.
Tipp: Narzissen, die schon mehrere Jahre aufblühen, verlieren nach und nach ihre Blühkraft. Auch hier hilft das Teilen, um den Blumen neue Kraft zu verleihen.

So teilst du die Narzissen

Hebe die komplette Narzisse aus der Erde hoch. Direkt an der Wurzel befinden sich die alten und neuen Zwiebeln. Jetzt entfernst du die neuen Zwiebeln von der Hauptzwiebel vorsichtig mit deiner Hand. Die Pflanze wird an gleicher Stelle wieder eingepflanzt und gedüngt. Dünger ist in diesem Fall notwendig, dass sich die Narzisse rascher erholt.

Die neuen Zwiebeln setzt du in Gruppen, ideal sind vier bis sechs Zwiebel pro Erdloch, an eine passende Gartenstelle ein. Du kannst diese sofort zu Ende des Frühjahrs einsetzen oder auf den Herbst warten. Falls du die Jungzwiebeln später einsetzt, lagere diese an einem dunklen kühlen Ort. Ein Keller ist am besten zur Lagerung geeignet.

Lassen sich Narzissen über Samen vermehren?

Zuchtformen gedeihen über Samen eher selten. Kaufst du dir jedoch Samen mit dem Hinweis „zum Verwildern“ stehen die Chancen gut, dass daraus neue Narzissen entstehen. Im Garten läuft der Kreislauf der Natur von ganz alleine. Die Stängel neigen sich nach der Blüte zu Boden, der Samen bewegt sich in die Erde und zwei Jahre später ist die erste Blüte sichtbar.

Nach und nach entsteht dadurch ein schöner Narzissen Teppich. Wildpflanzen sind ein besonderes Schauspiel und ideal für Gärtner, die es möglichst wenig Arbeit haben möchten.

Narzissenzwiebeln optimal lagern: Wie funktioniert das?

Einfach die Zwiebeln in die Ecke werfen wäre fatal. Auch bei der Lagerung solltest du ein paar Hinweise beachten, sodass die Narzissenzwiebeln frisch bleiben und im nächsten Jahr blühen. Schlechte Lagerung führt zu Fäule und zum Austrocknen. Um das zu verhindern, seien dir folgende Tipps ans Herz gelegt.
Pflanzen, die im Garten wachsen, musst du nicht wirklich beachten. Wie bereits erwähnt, wachsen diese von alleine nach. Anders sieht die Sache aus, falls deine Narzissen im Topf gepflanzt wurden. Entweder du pflanzt sie nach der Blüte in den Garten oder lagerst die Zwiebel bis zum nächsten Herbst ein.
Nach dem die Blätter vertrocknet sind, ist die Zeit gekommen die Zwiebel auszugraben. Sämtliche beschädigte Zwiebel oder jene, die krank aussehen, bitte direkt entsorgen. Befreie außerdem die Zwiebel von den restlichen Pflanzenrückständen. Trenne darüber hinaus die Brutzwiebel ab und säubere die Zwiebel. Danach legst du sie etwa 3 Stunden an die Luft, wo sie optimal trocknen können.

Lagere die Zwiebel etwa 6 Wochen nach der Blüte bis in den September an einen Ort, der zwischen 5 und 10°C kühl ist. Zudem sollte die Pflanze vor Sonnen und Hitze geschützt sein. Eine kühle Garage oder ein Keller sind die besten Lagerorte für die Zwiebel. Lagere sie am besten in einer Holzkiste, in einem Netz oder in einem Korb. Auch Sand ist ideal, weil dieser kühl hält. Vermeide Plastikkisten, weil diese keine Luftzirkulation aufweisen. Die Zwiebeln müssen während der Lagerung atmen können.

Während der Übersommerung musst du dich um nichts kümmern. Erst im September holst du den Topf mit den Zwiebeln hervor und bereitest die nächste Zwiebelsaison vor. Kontrolliere deine Zwiebel erneut, ob diese an irgendeinem Pilzbefall leiden oder faulen. Die gesunden Zwiebeln pflanzt du wie gewohnt ein. Die Kaputten und Kranken entsorgst du am besten sofort, sodass sich die anderen Zwiebeln nicht infizieren. Der Kreislauf wiederholt sich immer und immer wieder.

Die Zeit ist nun gekommen, dich als Narzissen Gärtner zu entlassen. Du kannst es kaum noch erwarten und möchtest am liebsten sofort mit der Gartenarbeit loslegen? Je nachdem welche Jahreszeit gerade herrscht: ein bisschen Geduld musst du mitbringen.

Ist gerade Winter, kannst du sowieso nichts tun, im Frühling holst du dir die vorgezogenen Narzissen und im Herbst die Zwiebel, um diese unter die Erde zu bringen. Im Spätfrühling kannst du dir die Narzissen als Schnittblumen kaufen und damit deine Wohnung aufpeppen.

Im Sommer haben sie sowieso Hitzefrei, aber der nächste Frühling kommt bestimmt. Mit den Tipps sollte der persönlichen Narzissen Zucht nichts mehr im Wege stehen. Nur nicht vergessen – Gartenhandschuhe tragen, sonst ist der Spaß bald wieder vorbei.

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