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Kräutergarten anlegen – frische Kräuter aus eigener Hand
Frische Kräuter aus dem eigenen Garten oder vom Balkon heben jedes Gericht auf ein neues Level. Wer im Mai damit beginnt, einen Kräutergarten anzulegen, profitiert von den besten Wachstumsbedingungen: die Tage sind lang, die Temperaturen angenehm warm, und die meisten Kräuter treiben kräftig aus. Ob im Beet, in Töpfen auf der Terrasse oder im Hochbeet – Kräuter sind dankbare und pflegeleichte Pflanzen.
Beliebte Kräuter und ihre Standortansprüche
Nicht alle Kräuter mögen dieselben Bedingungen. Grundsätzlich unterscheidet man mediterrane Kräuter, die viel Sonne und eher trockene, karge Böden lieben, von mitteleuropäischen Kräutern, die etwas mehr Feuchtigkeit und Nährstoffe bevorzugen.
Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei und Lavendel gedeihen am besten an einem vollsonnigen Platz mit durchlässigem, magerem Boden. Auf Staunässe reagieren sie empfindlich.
Petersilie, Schnittlauch, Koriander und Basilikum bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen humusreichen, gleichmäßig feuchten Boden. Basilikum ist dabei am wärmebedürftigsten und sollte erst ab Mitte Mai ins Freie.
Kräuter erfolgreich kombinieren
Im Topf oder Kräuterbeet sollte man darauf achten, Kräuter mit ähnlichen Ansprüchen zusammenzupflanzen. Rosmarin und Thymian vertragen sich gut und mögen es trocken – während Petersilie und Basilikum lieber etwas mehr Wasser haben. Eine Kombination von Basilikum und Rosmarin im gleichen Topf führt oft dazu, dass eine der Pflanzen leidet.
Das richtige Substrat
Für mediterrane Kräuter in Töpfen empfiehlt sich eine Mischung aus normaler Kräutererde und Sand oder Perlite im Verhältnis 2:1. Das verbessert die Drainage erheblich. Petersilie, Schnittlauch und Kerbel bevorzugen normal nährstoffreiche Kräutererde oder Gemüseerde.
Gießen und Düngen
Mediterrane Kräuter sollten eher zu wenig als zu viel gegossen werden – zwischen den Wassergaben darf der Boden leicht antrocknen. Petersilie und Basilikum hingegen mögen gleichmäßige Feuchtigkeit, ohne dass Staunässe entsteht. Gedüngt wird sparsam: zu viel Stickstoff fördert üppiges, aber geschmackarmes Wachstum.
Ernte richtig durchführen
Kräuter sollten regelmäßig geerntet werden – das regt den Neutrieb an und verhindert das vorzeitige Blühen (Bolzen). Beim Schneiden nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal abnehmen. Basilikum schneidet man über einem Blattpaar ab, so treiben seitliche Triebe aus und die Pflanze verzweigt sich.
Kräuter aus Samen oder Jungpflanzen?
Schnittlauch, Dill, Koriander und Bohnenkraut lassen sich problemlos direkt aussäen. Basilikum, Rosmarin und Thymian kauft man besser als Jungpflanze, da die Anzucht aus Samen deutlich zeitaufwändiger ist und mehr Erfahrung erfordert. Im Mai findet man im Gartencenter ein breites Angebot an vorgezogenen Kräuterpflanzen zu günstigen Preisen.
