Rosen pflegen im Mai 2026 – Düngen, Schneiden und Schädlinge bekämpfen

Rosen im Mai – die arbeitsreiche aber schöne Zeit

Der Mai ist der wichtigste Monat für die Rosenpflege. Die Pflanzen treiben kräftig aus, die ersten Knospen bilden sich, und gleichzeitig ist die Zeit der größten Schädlings- und Krankheitsgefahr. Wer im Mai richtig pflegt, legt den Grundstein für einen prachtvollen Flor und gesunde Pflanzen bis in den Herbst.

Düngen im Mai

Rosen sind Starkzehrer und benötigen im Mai eine kräftige Düngung. Ideal ist ein Rosendünger mit einem ausgewogenen NPK-Verhältnis – die erste Gabe erfolgt, wenn die Triebe etwa 10 cm lang sind. Organische Dünger wie Hornspäne oder Kompost sind langfristig vorteilhafter für die Bodengesundheit, während Mineraldünger schneller wirken.

Wichtig: Niemals auf trockene Erde düngen und den Dünger nicht direkt auf den Wurzelhals streuen. Danach immer gründlich gießen, damit die Nährstoffe in die Wurzelzone eingeschwemmt werden.

Schnittmaßnahmen im Mai

Der große Rückschnitt erfolgt im März/April – im Mai werden hauptsächlich verblühte Blüten entfernt (Deadheading) und schwache, kranke oder zu dicht stehende Triebe ausgebrochen. Bei öfterblühenden Rosen regt das Entfernen verblühter Blüten die Bildung neuer Knospen an. Bei einmalblühenden Rosen hingegen sollte man nach der Blüte keine Rosenhüften entfernen – sie sind ein wichtiger Schmuck im Herbst.

Blattläuse und andere Schädlinge

Im Mai beginnt die Hauptsaison der Rosenblattlaus. Kleine Kolonien können einfach abgewaschen oder zerdrückt werden – oft reicht das schon aus. Bei stärkerem Befall helfen Neem-basierte Pflanzenschutzmittel oder Kaliseife. Auch natürliche Feinde wie Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegalarven sind effektive Helfer – eine Gartengestaltung mit Wildblumen und Kräutern fördert diese Nützlinge.

Pilzkrankheiten vorbeugen

Sternrußtau, Mehltau und Rosenrost sind die häufigsten Pilzkrankheiten an Rosen. Vorbeugend hilft: Rosen von unten gießen (kein Beregnen der Blätter), guter Pflanzabstand für Luftzirkulation, das Entfernen befallener Blätter vom Beet und robuste, pilzresistente Sorten wählen. Befallene Blätter gehören in den Restmüll, nicht auf den Kompost.

Mulchen für gesunde Rosen

Eine Mulchschicht aus Rindenhumus (ca. 5–7 cm) um die Rosenstöcke hält Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Unkraut und verbessert über die Zeit die Bodenstruktur. Der Mulch sollte einen kleinen Abstand zum Wurzelhals haben, damit dieser nicht feucht liegt und fault.

Fazit

Wer seine Rosen im Mai mit Dünger, Heckenschere und wachsamem Auge pflegt, wird im Juni und Juli mit einem unvergleichlichen Blütenflor belohnt. Rosen sind anspruchsvoller als viele andere Gartenpflanzen – aber mit der richtigen Pflege gehören sie zu den schönsten Bewohnern des deutschen Gartens.

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