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Sonnenblumen – Sommer pur im Garten
Sonnenblumen (Helianthus annuus) sind eine der ikonischsten Sommerpflanzen – sie wachsen schnell, blühen prächtig und ziehen Bienen, Hummeln und Vögel in den Garten. Der Mai ist der ideale Zeitpunkt für die Aussaat direkt ins Beet oder für das Auspflanzen von vorgezogenen Jungpflanzen. Mit etwas Geduld stehen sie schon Ende Juli in voller Blüte.
Standort und Bodenvorbereitung
Sonnenblumen brauchen – wie der Name vermuten lässt – viel Sonne. Ein vollsonniger, windgeschützter Standort ist ideal, da große Sonnenblumen windanfällig sind und gestützt werden müssen. Der Boden sollte tiefgründig, nährstoffreich und gut durchlässig sein. Das Einarbeiten von reifem Kompost vor der Aussaat fördert kräftiges Wachstum.
Aussaat im Mai
Ab Mitte Mai können Sonnenblumensamen direkt ins Freie gesät werden. Die Samen werden 2–3 cm tief in den Boden gelegt, jeweils 30–50 cm voneinander entfernt (je nach Sortengröße). Die Keimung erfolgt bei Bodentemperaturen über 15 °C innerhalb von 7–14 Tagen. Wer etwas früher ernten möchte, zieht die Pflanzen ab April auf der Fensterbank vor und pflanzt sie nach den Eisheiligen aus.
Gießen und Düngen
Junge Sonnenblumen regelmäßig gießen, bis sie gut angewachsen sind. Ältere Pflanzen sind erstaunlich trockenheitsresistent, doch in langen Hitzeperioden brauchen auch sie ausreichend Wasser – besonders während der Blütenbildung. Düngen ist in nährstoffreichen Böden nicht notwendig. Bei mageren Böden hilft ein stickstoffhaltiger Dünger im Frühjahr für kräftiges Wachstum.
Sorten – von riesig bis zierlich
Die Sortenvielfalt bei Sonnenblumen ist beeindruckend. Klassische Riesen wie ‚Russian Giant‘ erreichen 3–4 Meter Höhe und beeindrucken schon von Weitem. Kompaktere Sorten wie ‚Music Box‘ (60–70 cm) oder ‚Teddy Bear‘ (gefüllte Blüten, ca. 80 cm) eignen sich für Töpfe auf dem Balkon. Mehrblütige Sorten produzieren viele kleinere Blüten über einen langen Zeitraum. Für den Schnitt eignen sich pollenfreie Sorten besonders gut.
Schädlinge und Probleme
Schnecken sind die größte Bedrohung für junge Sonnenblumenpflanzen – besonders in den ersten Wochen nach der Aussaat. Schneckenkorn auf Eisenphosphatbasis oder Kupferhindernisse helfen, die Pflanzen zu schützen. Ältere, kräftige Sonnenblumen werden von Schnecken kaum noch angefressen. Gelegentlich zeigt sich Mehltau auf den Blättern – das ist bei einjährigen Pflanzen spät in der Saison normal und erfordert keine Behandlung.
Samen ernten für das nächste Jahr
Nach der Blüte bilden sich die charakteristischen Sonnenblumenkerne. Lässt man die Köpfe ausreifen, kann man die Samen für die nächste Saison ernten oder als Vogelfutter im Winter stehen lassen – Distelfinken und Meisen lieben die nährstoffreichen Kerne. Zum Ernten den Kopf abschneiden, wenn die Rückseite braun und trocken ist, und an einem luftigen Ort nachtrocknen lassen.
Fazit
Sonnenblumen sind eine der dankbarsten Pflanzen im Sommer. Mit minimaler Pflege, etwas Platz und einer sonnigen Ecke bringen sie Wärme, Farbe und Leben in jeden Garten – und sorgen für begeisterte Gesichter bei Gästen und Nachbarn.
