Spargel aus dem eigenen Garten hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Supermarkt-Spargel: Er landet frisch geerntet auf dem Teller – und dieser Unterschied im Geschmack ist erheblich. Das Einrichten eines Spargelbeetes erfordert anfangs etwas Geduld, denn die erste Ernte ist erst im dritten Jahr nach der Pflanzung möglich. Wer diese Wartezeit akzeptiert, wird über Jahrzehnte hinweg mit einer verlässlichen Ernte belohnt.
Inhaltsverzeichnis
Grüner oder weißer Spargel – welcher Unterschied?
Botanisch betrachtet handelt es sich um dieselbe Pflanze. Der Unterschied zwischen weißem und grünem Spargel liegt einzig in der Anbaumethode:
- Weißer Spargel: Wächst vollständig unter der Erde und wird gestochen, bevor die Spitzen austreten. Dazu werden die Pflanzreihen mit Dammerde aufgehäuft (oder mit schwarzer Folie abgedeckt), die das Licht fernhält. Kein Licht bedeutet keine Chlorophyllbildung – und damit bleibt der Spargel weiß.
- Grüner Spargel: Wächst über dem Boden, bildet Chlorophyll und wird grün. Anbau ohne Häufeln, deutlich pflegeleichter. Geschmacklich intensiver und etwas herzhafter als weißer Spargel.
Für den Hausgarten ist grüner Spargel in der Regel unkomplizierter. Wer weißen Spargel bevorzugt, muss die zusätzliche Arbeit des Häufelns einkalkulieren.
Standort und Bodenvorbereitung
Spargel ist eine sehr langlebige Pflanze – ein gut angelegtes Beet produziert 15 bis 25 Jahre lang. Die Investition in eine sorgfältige Vorbereitung zahlt sich daher mehrfach aus:
- Sonnenreich: Spargel braucht viel Sonne für gute Erträge. Mindestens 6–8 Stunden direkte Einstrahlung täglich.
- Durchlässiger Boden: Spargel verträgt keine Staunässe. Sandige oder sandig-lehmige Böden sind ideal. Schwere Lehmböden müssen mit Sand und Kompost aufgelockert werden.
- pH-Wert 6,5–7,5: Leicht alkalischer Boden ist optimal. Bei saurem Boden Kalk einarbeiten.
- Tiefgründig aufgraben: Das Beet wird vor der Pflanzung 40–60 cm tief rigolt (doppelt umgegraben) und mit reichlich reifem Kompost angereichert.
Wann und wie wird Spargel gepflanzt?
Spargel wird traditionell als einjährige Jungpflanze (Rhizom/Kralle) gepflanzt, da dieser Weg deutlich schneller zur ersten Ernte führt als die Aussaat. Gepflanzt wird im April bis Anfang Mai, wenn der Boden sich auf mindestens 10 °C erwärmt hat.
Die Pflanzung erfolgt in Reihen mit einem Reihenabstand von 1,20–1,50 m (für Weißspargel mit Häufeldamm) oder 60–80 cm (für Grünspargel). In der Reihe selbst werden die Rhizome im Abstand von 30–40 cm gesetzt. Dazu werden Gräben von 20–30 cm Tiefe ausgehoben, die Rhizome werden auf einem kleinen Erdhügel in der Grabe platziert, die Wurzeln werden aufgeächert und mit Erde bedeckt.
Das Spargelfeld anlegen – Schritt für Schritt
- Beet tiefgründig umgraben und von Wurzelunkräutern vollständig befreien (ein einziges Queckenwurzelstück kann das ganze Beet ruinieren).
- Kompost einarbeiten: 5–10 Liter pro Quadratmeter.
- Pflanzgräben ziehen: 20–30 cm tief, Abstand nach Anbauart.
- Rhizome einsetzen: Auf kleinem Erdhügel in der Grabe, Wurzeln ausbreiten, Knospen nach oben.
- Graben halb füllen: Nur mit ca. 10 cm Erde bedecken – die Grabe nicht vollständig füllen. Im Laufe der Saison füllt sich die Grabe durch natürliche Bearbeitung und Nachfüllen.
- Angießen: Gut wässern und in der Anwachsphase gleichmäßig feucht halten.
Wann ist die erste Ernte möglich?
Das erfordert Geduld: Im ersten Jahr nach der Pflanzung wird gar nicht geerntet – alle Triebe dürfen austreiben, um die Pflanze zu stärken. Im zweiten Jahr können einige wenige Stangen für wenige Wochen geerntet werden (nicht mehr als 2–3 pro Pflanze). Ab dem dritten Jahr ist eine vollständige Ernte möglich – dann über 6–8 Wochen von April bis Mitte Juni (die klassische „Johannisregel“: Spargelstechen bis Johanni, dem 24. Juni).
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Pflege während der Saison
Nach der Ernte im Juni entwickeln sich die Triebe zu hohen, buschigen Pflanzen (die charakteristischen grünen Spargelwedel). Diese Pflanzenteile sind für die Einlagerung von Reservestoffen für das nächste Jahr wichtig – sie dürfen nicht vor dem Herbst entfernt werden. Erst wenn die Wedel nach dem ersten Frost abgestorben und gelb-braun geworden sind (November), werden sie bodennah abgeschnitten und kompostiert.
Über den Sommer sollte regelmäßig gejätet werden – besonders Quecke und Disteln sind im Spargelbeet sehr hartnäckig. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rindenmulch unterdrückt Unkraut und hält die Feuchtigkeit.
Häufige Fehler im Spargelanbau
- Zu früh ernten: Wer im ersten oder zweiten Jahr zu intensiv erntet, schwächt die Pflanze so stark, dass sie im dritten Jahr keine volle Ernte liefert.
- Zu lange ernten: Nach Johanni (24. Juni) müssen die Triebe austreiben dürfen. Wer danach noch sticht, raubt der Pflanze die Möglichkeit, Nährstoffe für das nächste Jahr einzulagern.
- Unkraut vernachlässigen: Wurzelunkräuter im Spargelbeet sind kaum noch zu bekämpfen, ohne die Spargelrhizome zu beschädigen.
- Falscher Standort: Staunässe, Schatten oder zu schwerer Boden führen zu schlechten Erträgen und Fäulnis.
Letzte Aktualisierung am 17.03.2026 um 20:43 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
