Spinat pflanzen und ernten – Sorten, Anbau und Pflege

Spinat ist eines der nährstoffreichsten Blattgemüse und lässt sich im Garten sehr einfach anbauen. Mit der richtigen Sortenwahl und etwas Wissen über den Anbau erntet man von Frühling bis Herbst immer wieder frischen Spinat – auch wenn die Sommerhitze eine kurze Pause erfordert.

Sorten im Überblick

Es gibt glattblättrige Sorten wie ‚Matador‘ oder ‚Goofy‘ (ideal für Frühjahr und Herbst) sowie savoyartige Sorten mit krausen Blättern wie ‚Tetona‘. Für die Sommermonate empfehlen sich boltresis­tente Sorten wie ‚Space‘ oder ‚Lazio‘, die langsamer schossen.

Standort und Boden

Spinat wächst am besten in lockerer, humusreicher Erde mit guter Wasserversorgung. Sonnige bis halbschattige Lagen sind ideal. Im Hochsommer ist ein schattiger Platz besser, um das Schossen zu verzögern. Der pH-Wert des Bodens sollte bei 6,5–7,0 liegen. Gut eignet sich Spinat als Nachkultur nach frühem Kohlrabi oder Salat.

Aussaat und Pflanzung

Spinat wird direkt ins Freiland gesät – kein Vorziehen nötig. Aussaattermine:

  • Frühlingsspinnat: März bis April (sobald der Boden frostfrei ist)
  • Sommerpinnat: Mai bis Juli (boltresis­tente Sorten)
  • Herbst- und Winterspintat: August bis September

Saattiefe ca. 2 cm, Reihenabstand 20–25 cm. Nach dem Auflaufen auf 10–15 cm vereinzeln.

Pflege

Spinat benötigt regelmäßige Bewässerung – trockener Boden fördert das Schossen. Düngen ist bei gut vorbereitetem Boden kaum nötig; ein Kompostgabe vor der Aussaat reicht oft. Regelmäßig Unkraut entfernen, da Spinat von konkurrenzstarken Pflanzen leicht verdrängt wird.

Ernte

Je nach Sorte und Aussaatzeitpunkt ist Spinat 6–8 Wochen nach der Aussaat erntereif. Die äußeren Blätter werden einzeln abgeerntet, oder die ganze Pflanze wird kurz über dem Boden abgeschnitten. Beim ersten Blütenansatz (Schossen) sofort ernten – danach werden die Blätter bitter. Frischer Spinat im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2–3 Tagen verbrauchen.

Schädlinge und Krankheiten

Der häufigste Schädling ist der Falsche Mehltau (Peronospora): weißliche Beläge auf den Blattunterseiten. Vorbeugung durch ausreichend Pflanzabstand und Sortenwahl (resistente Sorten). Blattläuse und Minierfliegen können auftreten – bei Befall mit Neemöl behandeln oder natürliche Nützlinge (Marienkäfer, Schlupfwespen) fördern.

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