Der März ist die letzte Möglichkeit, Obstbäume noch vor dem Austrieb zu schneiden. Sobald die Knospen aufbrechen und das Holz in die aktive Wachstumsphase eintritt, erhöht sich der Stress für den Baum erheblich – Schnitte heilen dann langsamer, und das Infektionsrisiko durch Pilze und Bakterien steigt. Wer den Winterschnitt bisher noch nicht erledigt hat, sollte jetzt nicht länger warten.
Inhaltsverzeichnis
Warum ist der Schnitt im März so wichtig?
Obstbäume, die über Jahre nicht geschnitten werden, vergreisen: Die Triebe werden länger und dünner, die Früchte kleiner und weniger, das Licht dringt nicht mehr in die Krone ein. Ein regelmäßiger Erziehungs- und Erhaltungsschnitt hält die Krone kompakt, fördert fruchttragendes Holz und erhöht die Qualität der Ernte spürbar. Im März befindet sich der Baum noch in der Vegetationsruhe oder am Beginn des Austriebs – der ideale Zeitpunkt für alle Schnittmaßnahmen.
Welche Obstbäume werden im März geschnitten?
Nicht alle Obstbäume werden zum selben Zeitpunkt geschnitten. Der März eignet sich besonders für:
- Apfelbäume – klassischer Schnitt im späten Winter / frühen Frühjahr, idealerweise vor dem Austrieb
- Birnbäume – ähnlich wie Apfel, etwas früher in die Saison startend
- Quittenbäume – reagieren gut auf Schnitt im März
- Walnussbäume – Ausnahme: Walnüsse sollten im Spätherbst oder sehr früh (Januar/Februar) geschnitten werden, da sie im März stark bluten können
Steinobst wie Kirschen, Pflaumen, Zwetschgen und Aprikosen wird hingegen nicht im Winter oder März geschnitten – sie sind sehr anfällig für die Pilzkrankheit Monilia. Der beste Zeitpunkt für Steinobst ist direkt nach der Ernte im Sommer oder unmittelbar vor dem Austrieb (wenn überhaupt).
Was wird beim Obstbaumschnitt im März gemacht?
Je nach Alter und Zustand des Baumes kommen verschiedene Schnittmaßnahmen in Betracht:
Erziehungsschnitt (junge Bäume, 1–5 Jahre)
Bei jungen Bäumen geht es darum, eine stabile Kronenstruktur aufzubauen. Drei bis vier gleichmäßig verteilte Leitäste werden gefördert, alle konkurrierenden Triebe konsequent entfernt. Zentral- oder Leitast (Mitteltrieb) wird auf eine Handbreit über dem höchsten Gerüstast eingekürzt.
Erhaltungsschnitt (ausgewachsene Bäume)
Ausgewachsene Bäume brauchen hauptsächlich einen Lichtungsschnitt: Alle Äste, die nach innen wachsen, sich kreuzen oder die Krone zu stark verdichten, werden entfernt. Als Faustregel gilt: In der Mitte der Krone sollte genug Platz sein, damit ein Vogel hindurchfliegen kann, ohne die Flügel anzuziehen.
Verjüngungsschnitt (vernachlässigte oder alte Bäume)
Bei Bäumen, die über viele Jahre nicht geschnitten wurden, empfiehlt sich ein stufenweiser Verjüngungsschnitt über 3 Jahre. Zu starkes Zurückschneiden auf einmal regt zu überschießendem Wasserlohtrieb (senkrechte, dünne Triebe) an und schwächt den Baum. Jedes Jahr wird ein Drittel des alten Holzes entfernt, bis die gewünschte Kronenstruktur erreicht ist.
Grundregeln für den Schnitt
Einige grundlegende Schnittregeln sollten immer beachtet werden:
- Immer auf einen Ast oder eine Knospe schneiden – niemals „ins Leere“. Stümpfe trocknen ein und werden zu Eintrittspforten für Schädlinge.
- Schnittflächen glatt lassen – ausgefranste Schnitte heilen schlechter. Nur bei Sägeschnitten kann eine Wundverschlussmittel aufgetragen werden (bei Schnittscherenschnitten ist das nicht nötig).
- Schnitte direkt am Astring – der Astring ist der leicht verdickte Ring am Ansatz eines Astes. Wird direkt dahinter geschnitten, heilt die Wunde am schnellsten.
- Nicht mehr als ein Drittel der Krone pro Jahr entfernen.
Das richtige Werkzeug
Scharfes, sauberes Werkzeug ist beim Obstbaumschnitt keine Kür, sondern Pflicht. Stumpfe Klingen quetschen das Holz, statt es sauber zu trennen – das erhöht das Infektionsrisiko erheblich:
- Astschere (Bypass-Schere): Für Äste bis ca. 2 cm Durchmesser, immer scharf und desinfiziert halten
- Astsäge: Für stärkere Äste, am besten eine Japansäge mit Rückschnitt-Funktion
- Hochentaster oder Teleskopschere: Für hoch gelegene Äste ohne Leiter
- Desinfektionsmittel: Schere nach jedem Baum desinfizieren, um Krankheitsübertragung zu verhindern
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- Schützt vor Austrocknung: Der Baumwachs Wundverschluss bildet einen elastischen Schutzfilm, der die Wundheilung fördert und die Wundstelle an Obst- und Ziergehölze vor Austrocknung schützt
- Schnelle Wundheilung: Das Wachs fördert die Kallusbildung (Wundgewebe) und dadurch eine rasche Wundheilung sowie das Zusammenwachsen von Unterlage und Edelreiser
- Einfache Anwendung: Lauril Baumwachs ist mit Spachtel oder Pinsel leicht aufzutragen, trocknet innerhalb von 24 Stunden und ist äußerst pflanzenverträglich
- Langzeitwirksamkeit: Das Wachs bleibt jahrelang geschmeidig, läuft nicht ab und kann ganzjährig zur langfristigen Veredelung und Wundbehandlung verwendet werden
- Natürliche Inhaltsstoffe: Hergestellt aus ausgesuchten, hochwertigen Naturharzen und Wachsen, die auch der Baum selbst zu seiner Heilung absondert
Häufige Fehler beim Obstbaumschnitt
Einige verbreitete Fehler führen zu schlechteren Ernteergebnissen oder beschädigen den Baum dauerhaft:
- Zu spät schneiden: Schnitte nach dem Austrieb heilen schlechter und kosten den Baum unnötig Kraft.
- Zu viel auf einmal wegnehmen: Übermäßiger Rückschnitt provoziert Wasserlohtriebe, die Energie kosten und keine Früchte tragen.
- Steinobst im März schneiden: Kirsche, Pflaume & Co. sind im Winter und frühen Frühjahr sehr anfällig für Pilzkrankheiten. Besser im Sommer schneiden.
- Stumpfes Werkzeug verwenden: Gequetschte Schnittstellen heilen schlecht und sind anfälliger für Infektionen.
Letzte Aktualisierung am 17.03.2026 um 19:32 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
