Kompost ist das schwarze Gold des Gärtners. Er verbessert die Bodenstruktur, liefert wichtige Nährstoffe und schließt den natürlichen Kreislauf im Garten. Wer kompostiert, spart außerdem bares Geld für Dünger und Blumenerde und reduziert gleichzeitig die Menge an Biomüll, die entsorgt werden muss.
Das Frühjahr 2026 ist der perfekte Zeitpunkt, um einen neuen Kompost anzulegen oder den bestehenden Komposthaufen auf Vordermann zu bringen. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du Schritt für Schritt deinen eigenen Kompost aufbaust und was du dabei beachten solltest.
Inhaltsverzeichnis
Den richtigen Standort wählen
Dein Kompost steht am besten an einem halbschattigen Platz, der vor Wind und direkter Mittagssonne geschützt ist. Zu viel Sonne trocknet das Material aus, zu viel Schatten verlangsamt die Verrottung. Ideal ist ein Platz unter einem lichten Laubbaum. Wichtig: Der Kompost sollte direkten Erdkontakt haben, damit Regenwürmer und andere Bodenorganismen einwandern können.
Plane genug Platz ein – am besten für zwei bis drei Behälter oder Kammern nebeneinander. So kannst du frisches Material in den einen Behälter geben, während der andere in Ruhe reifen kann. Ein bequemer Zugang mit Schubkarre macht das Befüllen und Entnehmen deutlich einfacher.
Komposter oder offener Haufen?
Für kleine Gärten und Einsteiger eignet sich ein Thermokomposter besonders gut. Er beschleunigt die Verrottung durch die Wärmeisolierung erheblich und erzeugt weniger Geruch als ein offener Haufen. In einem guten Thermokomposter ist der Kompost bereits nach drei bis sechs Monaten fertig.
Offene Komposthaufen oder Lattenkomposter sind für größere Gärten ideal. Sie bieten mehr Volumen und sind leichter zu befüllen und umzusetzen. Achte bei Lattenkomprostern auf ausreichende Belüftung – die Seitenwände sollten nicht komplett geschlossen sein.
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Was darf auf den Kompost?
Grundsätzlich darf alles auf den Kompost, was aus der Natur stammt und verrottet. Küchenabfälle wie Obst- und Gemüseschalen, Kaffeesatz, Teeblätter und Eierschalen sind perfekt. Aus dem Garten kommen Rasenschnitt, Laub, Pflanzenschnitt, verwelkte Blumen und dünne Äste hinzu.
Vermeide hingegen gekochte Speisereste, Fleisch und Käse – sie ziehen Ratten an und verursachen unangenehme Gerüche. Kranke Pflanzenteile, Unkräuter mit Samen und behandeltes Holz gehören ebenfalls nicht auf den Kompost. Zitrusschalen sind in kleinen Mengen okay, verotten aber langsam.
Die richtige Schichtung
Ein guter Kompost lebt von der Mischung aus stickstoffreichem, feuchtem Material wie Rasenschnitt und Küchenabfällen und kohlenstoffreichem, trockenem Material wie Laub, Stroh und gehäckseltem Holz. Das ideale Verhältnis liegt bei etwa zwei Teilen trockenem zu einem Teil feuchtem Material.
Schichte abwechselnd feuchte und trockene Materialien übereinander. Gib zwischen die Schichten immer wieder etwas fertigen Kompost oder Gartenerde – das bringt die nötigen Mikroorganismen mit. Zu dicke Schichten von Rasenschnitt verklumpen und beginnen zu faulen – mische ihn immer mit trockenem Material.
Pflege und Umsetzen
Ein gut aufgesetzter Kompost braucht wenig Pflege. Achte darauf, dass er gleichmäßig feucht bleibt – so feucht wie ein ausgedrückter Schwamm. Bei Trockenheit gießen, bei zu viel Nässe trockenes Material untermischen. Setze den Kompost alle vier bis sechs Wochen um, das heißt, schichte ihn einmal komplett in den benachbarten Behälter um.
Durch das Umsetzen wird frischer Sauerstoff eingebracht, der die Verrottung beschleunigt. Gleichzeitig kannst du dabei prüfen, ob die Feuchtigkeit stimmt und ob sich unerwünschte Materialien eingeschlichen haben.
Wann ist der Kompost fertig?
Reifer Kompost riecht angenehm erdig, hat eine krümelige, dunkelbraune Struktur und enthält keine erkennbaren Ausgangsmaterialien mehr. Je nach Methode und Material dauert die vollständige Verrottung zwischen drei und zwölf Monaten. Siebe den fertigen Kompost durch ein grobes Gartensieb – grobe Bestandteile wandern zurück auf den frischen Haufen.
Verwende den fertigen Kompost als Bodenverbesserer im Gemüsebeet, als Mulchschicht unter Sträuchern oder mische ihn mit Sand und Gartenerde zu einer hochwertigen Pflanzerde. Drei bis fünf Liter pro Quadratmeter und Jahr sind eine gute Orientierung.
Kompostierst du bereits oder planst du es für dieses Jahr? Welche Methode nutzt du? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren!
Letzte Aktualisierung am 18.06.2026 um 22:22 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
