Rollrasen verlegen

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Rollrasen erfreut sich immer größerer Beliebtheit in den Gärten. Nicht nur im Ziergarten ist er angesagt, im Sportbereich wird er schon lange genutzt. Für jeden der schnell einen schönen grünen und dichten Grasrasen bekommen möchte eignen sich die fertigen Rasenrollen ideal. Innerhalb von wenigen Stunden kann der Garten in einem satten grün erleuchten. Voraussetzung für die schnelle Verlegung und lange Freude an einem Rollrasens ist dabei natürlich die richtige Vorbereitung.

Die fertige Rasenfläche bietet einige Vorteile gegenüber dem selbst gesäten Rasen. Beim Fertigrasen gibt es einfach keine Wartezeit, bis dieser gewachsen ist. Zwischen den Rasenrollen wächst kein Unkraut, wie es bei normalen Graslandschaften leider oft der Fall ist. Eine Nachsaat benötigt dieser ebenfalls nicht, das spart nicht nur Zeit, sondern auch noch Geld.

Der Erosionsschutz ist beim Rollrasen sofort gegeben. Wichtig für den Kauf des richtigen Grases ist, das es den gewünschten Anforderungen entspricht. Die Bodenbeschaffenheit wie auch die geplante künftige Beanspruchung der Grasfläche ist dabei ein wichtiger Faktor.
Ein Qualitätsmerkmal für guten Rollrasen ist das Wachstum von mindestens 12 Monaten.

Die richtige Sorte ist wichtig

Zahlreiche unterschiedliche Rasensorten werden mittlerweile angeboten, die richtige Sorte ist entscheidend um lange Freude an ihm zu haben. Die verschiedenen Rasensorten erfüllen unterschiedliche Zwecke, so gibt es Spielrasen, der robuster ist als andere Sorten. Je nachdem, welchen Zweck die Grasfläche erfüllen soll und abhängig davon, wie der Boden beschaffen ist, ist der richtige Gartenrasen auszusuchen. Nicht jede Rasensorte eignet sich überall gleich gut. In der Rasenschule bekommen Interessenten umfangreiche Informationen und hilfreiche Empfehlungen um die richtige Sorte auswählen zu können.

Spielrasen der gängigste Vertreter

Spiel oder auch Gebrauchrasen genannt, gehört zu den gängigsten Rasensorten. Dieser zeichnet sich besonders durch seine Strapazierfähigkeit aus, zudem ist er absolut pflegeleicht. Eingesetzt wird diese Sorte vor allem für Sportflächen und Spielflächen aber auch auf Liegewiesen und begrünten Parkplätzen. Das Gras ist nicht besonders feinblättrig sondern eher rustikal, dadurch ist es allerdings auch außerordentlich robust.

Schattenrasen, für schattige Gärten

Wie der Name schon sagt, eignet sich der Schattenrasen für besonders schattige Gärten. Er benötigt nicht viel Licht, um dennoch ein gesundes Rasenwachstum aufweisen zu können. Es gibt Mischungen, die sich für halbschattige Gärten sehr gut eignen. Die Sorte wird hauptsächlich in halbschattigen und schattigen Gärten eingesetzt. Dies ist vor allem in Gärten mit vielen und großen Bäumen der Fall.

Mediterranrasen verbreitet Urlaubsflair

Ein sehr schöner Sommerrasen ist der Mediterranrasen, die Grasnabe ist sehr dicht und die Färbung herrlich dunkelgrün. Die Gräser sind eher borstenartig, er ist zudem sehr beständig bei Trockenheit. Gärten mit südländischem Charme verleiht er das gewisse etwas.
Diese Sorte verleiht dem Garten südländisches Urlaubsflair. Die Mischung besteht aus Rohrschwingel und Wiesen-Rispengras.

Sportrasen extra belastbar

Für Sport und Spielfelder, die durch ihre Nutzung starken Strapazen ausgesetzt sind, ist der Sportrasen genau richtig. Die Mischung setzt sich aus robusten Grassorten zusammen, die mit einem groben Blattbild ausgestattet sind. Sportrasen regeneriert sich besonders schnell und liefert das ganze Jahr über ein schönes Bild, er muss dafür allerdings auch sehr gut und aufwendig gepflegt werden.

Golfrasen

Die Grünfläche für Golfplätze verlangt besondere Gegebenheiten, diese Voraussetzungen erfüllt der Golfrasen. Damit der Golfball richtig rollen kann, muss die Wiese dicht und gleichmäßig bewachsen sein. Der Pflegeaufwand für den Golfrasen ist daher auch umso intensiver und erfordert viel Pflege.

Premiumrasen

Der König unter den Zierrasen ist unumstritten der Premiumrasen. Dieser zeichnet sich durch sein dichtes und sattes Grün aus. Der Premiumrasen eignet sich sowohl für sonnige als auch schattige Flächen. Die Grasnabe ist besonders dicht und robust, zudem wächst sie sehr schön gleichmäßig. Diese Eigenschaften machen diese Rasenart sehr strapazierfähig.
Der Premiumrasen wird vor allem auf exklusiven Anlagen und Golfplätzen gerne verwendet.

Die wichtigsten Rasengräser

Zu einem der wichtigsten Rasengräser gehört der Rotschwingel. Rotschwingel ist besonders dicht und besitzt eine feine Grasnabe. Dieses Gras wird überwiegend in Ziergärten verwendet. Weidelgras ist vor allem in Rasenmischungen vertreten, es ist robust und kann Trockenheit besonders gut vertragen. Weidelgras regeneriert sich zu dem besonders schnell.

In Mischungen, die sehr trittfest sein sollen, wird Wiesenrispe verwendet, diese Sorte ist ebenfalls auch für längere trockene Abschnitte geeignet. Die Färbung dieser Grassorte reicht von einem frischen Grün bis hin zu einem graugrün. Lockerer graugrüner Rasen mit feinen Grashalmen bietet der haarblättrige Schwingel. Diese Art wächst besonders gut in Feuchtwiesen.

Auf sandigen Böden sollte rotes Straußgras verwendet werden, da es ausgesprochen geringe Ansprüche stellt. Hainrispe benötigt nährstoffreiche Böden, die nur mäßig sauer sein sollten. Die Gärten, in denen dieses Gras verwendet wird, können ruhig halbschattig bis schattig sein, für die Hainrispe stellt dies kein Problem dar. Die gemeine Rispe kann ebenfalls bei halbschattigen bis schattigen Gegebenheiten eingesetzt werden, diese Sorte bevorzugt feuchte bis nasse Standorte.

Fertigrasen schnell und einfach verlegen

Fertigrasen verlegen ist einfach und schnell, wenn die Vorbereitungen gut umgesetzt werden. Für eine perfekte Rasenfläche sind mehrere Arbeitsschritte notwendig. Die Arbeitsschritte unterteilen sich in den Vorbereitungen, die Verlegung und die Pflege des Rasens nach dem verlegen.

Die Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist das A und O, um später ein gutes Ergebnis zu erzielen. Zuerst einmal muss die alte Rasenfläche entfernt werden. Bevor die Boden Vorbereitungen erfolgen können, muss das ein oder andere Werkzeug besorgt werden. Im örtlichen Werkzeugverleih, oder Baumarkt sollte ein Sodenschneider ausgeliehen werden. Der Sodenschäler entfernt die alte Grasfläche schnell und vollkommen unkompliziert. Ebenfalls entfernt werden, sollten Steine, alte Wurzeln und Unkraut, vor allem dann, wenn dies schon beim alten Rasen zu Problemen geführt hat. Der Boden sollte in diesem Fall großzügig umgegraben werden.

Bei einem sehr festen und lehmigen Untergrund sollte pro 10 m² Fläche 1m³ Sand untergemischt werden. Sollte der Boden allerdings genau das Gegenteil sein, das heißt er ist zu locker und sandig, dann hilft das Untermischen von gutem Mutterboden. Die Qualität des Mutterbodens, ist sehr wichtig er sollte zwingend nährstoffreich sein. Wer ganz sicher gehen will, kann den PH-Wert des Bodens ermitteln.

Bodenvorbereitung, walzen und auflockern

Wenn der Boden so weit vorbereitet wurde, muss er jetzt für die Verlegung der Rasenfläche gewalzt werden, um diesen danach mit einer Harke wieder etwas aufzulockern. Das Auflockern ist wichtig, damit die frisch verlegten Rasenrollen sich besser mit dem Boden verwurzeln können. Es ist ebenfalls wichtig, dass die Verlegefläche ebenerdig ist und es keine Unebenheiten oder Hügel gibt. Die Rasensode kann sich mit dem Boden nur verbinden, wenn die Fläche ebenerdig ist, andernfalls wäre die Folge ein kurzlebiger Rollrasen.

Gut vorbereitet ist halb verlegt

Nach diesen Arbeitsschritten kann mit der Verlegung des Fertigrasens begonnen werden.
Die Rollen sollten nach der Anlieferung in wenigen Stunden verlegt werden. Muss der Fertigrasen erst einmal lagern ist es zwingend notwendig das dieser kühl und schattig liegen kann. Generell ist es aber besser, das die Rasenrollen umgehend verlegt werden.

Der Untergrund muss vor dem Verlegen unbedingt angefeuchtet werden. Der Fertigrasen wird jetzt Bahn für Bahn verlegt und es sollte darauf geachtet werden, das die Nähte aneinandergrenzen. Die zweite Bahn muss etwas versetzt von der Ersten verlegt werden. Lücken wie auch Überlappungen der Bahnen dürfen auf gar keinem Fall auftreten. Wenn dieser komplett verlegt ist, muss er richtig gewalzt werden. Zum Schluss ist es wichtig, ihn für eine gute halbe Stunde ausgiebig zu wässern. Die ersten zwei Wochen muss die Grasfläche morgens und abends bewässert werden. Damit im frisch verlegten Rasen keine Trittspuren entstehen, können Bretter über die frisch verlegte Grasfläche gelegt werden, die dann ohne Gefahr betreten werden kann.

Die Rasenrollen wiegen zwischen 15 und 20 kg, dies ist von der Witterung abhängig. Die Maße der Rasenrollen betragen ausgerollt eine Länge von 250 cm und einer breite von 40 cm.

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Der erste Schnitt nach dem Verlegen

Der erste Schnitt kann bereits eine Woche, nachdem die Graslandschaft verlegt wurde, vorgenommen werden. Die Höhe des Rasens sollte 6 bis 7 cm betragen. Der Schnitt sollte nicht tiefer als 4 cm eingestellt werden. Das Messer des Rasenmähers muss scharf sein, ansonsten kann die Rasensode angehoben und dadurch beschädigt werden. Am Tag vor dem Rasenschnitt, ist das Wässern auszusetzten.

Gartentipps, für eine schöne Wiese

Wiesenlandschaften wollen gepflegt werden, damit sie lange sehr schön bleiben. Das ganze Jahr über gibt es kleinere Aufgaben die, die Grasfläche gesund und prachtvoll halten sollen.

Im Januar spätestens aber im Februar sollte das alte Laub von der Grasfläche entfernt werden. Ist die Wiese im Februar schon zu hoch, sollte der erste Schnitt erfolgen. Wer bis jetzt noch nicht an die Gartenarbeit gekommen ist, muss allerspätestens im März anfangen den Rasen von dem alten Laub zu befreien und die Rasenfläche zu vertikutieren und düngen. Je nachdem wie das Wetter ist, muss nun mit dem regelmäßigen Mähen der Wiese begonnen werden.

Im April sollte das Unkraut und Moos bekämpft werden, wenn sich mit der Zeit welches gebildet haben sollte. Im Juni sollte die Wiese erneut gedüngt werden, dies sollte am besten bei etwas regnerischem Wetter erfolgen. Regelmäßiges Mähen und Wässern gehören natürlich ebenfalls zur Pflege dazu. Im Sommer ist es wichtig darauf zu achten, dass die Wiese nicht zu kurz geschnitten wird, andernfalls kann er durch die Sonne verbrennen.

Die Grasfläche sollte jetzt auch eher in den frühen Morgenstunden oder in den Abendstunden, wenn die Sonne weg ist, lange gewässert werden. Die Wurzeln können sich durch das ausgiebige Wässern tief verwurzeln. Im Oktober sollte der Grasboden mit einem Kalium betonten Dünger gedüngt werden, so wird dieser hervorragend auf den kommenden Winter vorbereitet. Im November empfiehlt es sich, das Laub zu entfernen und einen letzten Schnitt vorzunehmen. Um Schäden zu vermeiden, sollte die Rasenfläche im Dezember vollkommen in ruhe gelassen werden.

Die Vorteile auf einen Blick

Schnelle und einfache Verlegung ermöglichen sofort einen schönen grünen Garten. Für jede Gegebenheit und je nach Verwendung wird etwas angeboten. Die Grasfläche lässt sich gut pflegen und bleibt in der Regel unkrautfrei.

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