Unkrautstecher

Löwenzahn wächst am Zaun© Anna Hoychuk - shutterstock.com

Unkrautstecher im Einsatz

Jeder Gartenbesitzer kennt das wiederkehrende Problem des lästigen Unkrauts. Erst ein gepflegter Rasen und unkrautfreihe Beete verleihen einem Garten das harmonische Etwas nach dem jeder Gartenfreund strebt. Unerwünschter Bewuchs von Ampfer, Löwenzahn oder großen Disteln schmälern nicht nur optisch das Bild eines gepflegten Garten. Sie entziehen deinen Gartenpflanzen auch wichtige Nährstoffe und nehmen ihnen Platz weg. Damit wächst die Gefahr, dass die teuer gekauften oder mühsam gezüchteten Gartenpflanzen nicht optimal versorgt werden.

Um Rasenflächen und Blumenbeete im eigenen Garten einwandfrei wirken lassen zu können, ist zur Unkrautbekämpfung in der Regel ein großer Aufwand nötig. Meistens auf Knien versucht der eifrige Gartenfreund mit viel Mühe, den Löwenzahn und die unschönen Disteln zu entfernen. Da dieses Vorgehen nicht bei allen Gartenfreunden das gewünschte Resultat liefert oder die Ergebnisse von zu kurzer Dauer sind, wird oft auch auf chemische Hilfsmittel zurückgegriffen, die leider nicht nur unerwünschte Pflanzen, sondern meist auch gleich die „gewollten“ Gartenpflanzen schädigen.

Auch wenn bei der Frage nach der Notwendigkeit chemischer Unkrautmittel die Meinungen vieler Gartenfreunde auseinander gehen steht fest, dass eine effiziente Unkrautbekämpfung auch ohne Chemie möglich ist. Die Lösung ist ein simples Gartengerät, welches jeder Gartenfreund im Keller oder Schuppen haben sollte: Der Unkrautstecher. Hierbei handelt es sich um eine spitze Schneide, die je nach Ausführung mit kurzem oder langen Griff sowie teilweise einem Greifarm ausgestatttet ist, um unerwünschten Nebenbewuchs mühelos zu entfernen. Mit dem richtigen Unkrautstecher oder einem Fugenkratzer werden unerwünschte Pflanzen schnell, schonend und für einen langen Zeitraum, mitsamt den Wurzeln, entfernt.

Was ist beim Kauf eines Unkrautstechers zu beachten?

Damit ein problemloses Unkrautstechen mit einem passenden Stecher von statten gehen kann, musst du einige Dinge beachten, um das passende Gartengerät für deine speziellen Ansprüche zu finden. Egal ob Distelstecher oder Fugenkratzer: Der Anwendungsbereich, die Häufigkeit der Verwendung und die Vielseitigkeit des Gartengeräts entscheidet letztlich über die optimale Einkaufswahl.

Bei besonders kleinen Flächen ist die Arbeit per Hand nach wie vor dem gröberen Unkraut-Stecher vorzuziehen. Hierbei ist der Boden gut zu wässern oder auf einen stärkeren Regenschauer zu warten, damit das Erdreich weich wird. Im Anschluss kann das Unkraut händisch ganz einfach mit der Wurzel herausgezogen werden. Bei etwas häufigerer Gartenarbeit auf größeren Flächen könnte ein Stecher mit relativ einfacher Ausstattung die ideale Wahl sein.
Einfachere Geräte verfügen über ein einfaches Griffstück mit scharfer Spitze. Mit diesem Stecher lässt sich das Unkraut in knieender Position hervorragend entfernen. Diese einfache Variante ist allerdings bei tiefgehenden Wurzeln oder besonders harten Böden weniger erfolgreich.

Wenn du in deinem Garten die Unkrautentfernung auf eine möglichst bequeme, Umwelt- und rückenschonende Weise durchführen möchtest, solltest du dich unbedingt für einen Stecher mit Teleskopstange entscheiden. Diese Variante an Unkraut-Stecher verfügt über lange Greifarme, mit deren Hilfe die Unkrautentfernung durch Betätigung am Griff ohne mühsames Bücken erfolgen kann. Auch längere Wurzeln oder fester Boden sind für ein solches Gerät im Regelfall kein Problem. Da jedoch bei der Verwendung eines Teleskopstechers größere Löcher im Erdreich zurückbleiben, musst du diese im Anschluss von Hand wieder schließen. Das kraftzehrende Unkrautziehen kann jedoch zumindest stehend und mit weniger Anstregung durchgeführt werden.

Um das lästige Bücken bei größeren Flächen zu vermeiden oder zumindest gering zu halten, sollte der Unkraut-Stecher über einen Auswurfmechanismus verfügen. Somit muss sich der Anwender weder für die Unkrautentfernung selbst, noch für den Auswurf des Pflanzenmaterials bücken.

Die Qualität beim Gartengerät ist entscheidend

Wenn du die Unkrautentfernung mit einem Gartengerät ohne den Einsatz von Chemie möglichst effektiv erledigen willst, solltest du vor allem auf eine hochwertige Verarbeitung deiner Gartengeräte legen. Ein vernünftiger Unkrautstecher zeichnet sich durch ein geringes Gewicht aus, sodass auch beim längeren Arbeiten im Garten eine Unkrautentfernung ohne Ermüdungserscheinungen möglich ist. Außerdem sollte beim Stecher der Handgriff bequem in der Hand liegen, um keine unangenehmen Druckstellen oder gar Blasen zu verursachen. Hochwertige Geräte unterscheiden sich von weniger qualitativen Teleskopstechern davon, dass sie über hochwertig gefertigte Greifarme aus rostfreiem Stahl verfügen, mit denen Sie tief ins Erdreich vordringen können. Im Idealfall kannst du die Teleskopstange individuell verstellen, sodass dir eine bequeme Gartenarbeit im Stehen bei jeder beliebigen Körpergröße ermöglicht wird. Geräte mit einer solchen Ausstattung bieten beispielsweise die Hersteller Gardena oder Fiskars, welche sich im Gartenbereich seit längerem einen guten Namen gemacht haben.

Zu guter Letzt solltest du bei der Wahl deines Unkraut-Stechers auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Im Allgemeinen ist zu sagen: Wer billig kauft, zahlt am Ende mehr (nämlich zweimal). Es ist also von Vorteil, von Anfang an etwas mehr in ein Qualitätsprodukt zu investieren.

Tipps und Tricks beim Unkrautstechen

Besonders Anfänger und Hobbygärtner haben teilweise Probleme dabei, Unkraut-Stecher mit Teleskopstiel ganz gerade in den Boden zu bekommen. Um erste Erfahrungen beim Unkrautstechen zu sammeln, sollte man zunächst mit einem kurzen Hand-Unkrautstecher beginnen, da sich diese für Anfänger leichter gerade ins Erdreich stechen lassen. Vor allen bei hartnäckigen Wurzeln von zum Beispiel Disteln ist dies von Vorteil.

Um an seinem Gartengerät möglichst lange Freude zu haben, solltest du nach dem Einsatz im Garten deinen Unkraut-Stecher gründlich säubern. Auf diese einfache Weise kann die Lebensdauer dieses Gartengeräts erheblich verlängert werden. Hierbei sind zu Beginn die gröberen Erdeklumpen zu entfernen, anschließend sind Spitze und Schneide mit speziellen Reinigern zu säubern. Obwohl auch Qualitätshersteller oftmals damit werben, dass die Messer der Unkraut-Stecher rostfrei sind, ist eine trockene Lagerung zu empfehlen, wie es auch für Wintergeräte gilt. Nach dem Reinigen und Abspülen des Stechers sind die Messer stets zu abzutrocknen, um eventuellen Rostflecken vorzubeugen. Vor dem nächsten Einsatz sollte der Boden auf gröbere Streine überprüft werden. Stößt du bei der Gartenarbeit auf Steine, kann der Unkraut-Stecher beschädigt werden oder Verletzungen auftreten.

Fazit: Welcher Unkraut-Stecher ist der Richtige?

Welcher Unkraut-Stecher letztendlich der Richtige ist, kann man pauschal nicht beantworten, da dies von einer Vielzahl von Faktoren abhängig ist. Für kleinere Flächen oder Beete sowie bei gelegentlichen Gebrauch muss nicht zwangsläufig auf ein Gerät zum Unkrautstechen zurückgegriffen werden. In diesem Fall ist eine Unkrautbekämpfung von Hand vorzuziehen, indem unerwünschter Bewuchs mit Gartenhandschuhen herausgezogen wird. Größere Grünflächen und Pflanzen mit tiefen Wurzeln lassen sich zuverlässig mit einem kurzen Unkraut-Stecher bearbeiten. Der Einsatz ist jedoch etwas unbequem, fordert verhältnismäßig viel Kraft und erfordert etwas Fingerspitzengefühl beim Anwender.

Soll die Gartenarbeit besonders rückenschonend und bequem erfolten, solltest du die Unkrautentfernung im Rasen mit Teleskopstiel-Stechger durchführen. Jene Geräte sind zwar kostenintensiver und hinterlassen etwas größere Löcher als die kurze Handstecher, erleichtern aber die Gartenarbeit deutlich. Außerdem ermöglichen die geschaffenen Löcher eine bessere Belüftung des Erdreichs sowie ein einfacheres Erreichen von tiefer sitzenden Wurzeln.

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