Affenbrotbaum

Der afrikanische Affenbrotbaum als einer der bekanntesten Bäume Afrikas

Der afrikanische Affenbrotbaum – botanischer Name Adansonia digitata – gehört zur Familie der Malvengewächse, die wiederum in die Unterfamilie der Bombacoideae eingereiht sind. Es handelt sich um einen der bekanntesten Bäume in Afrika. Der Gattungsname ist auf den Entdecker Michel Adanson zurückzuführen.

Aussehen des Affenbrotbaums

Ein bekanntes Merkmal ist der relativ kurze und dicke Stamm, der in der freien Wildbahn rund 19 Meter in die Höhe ragt und einen Durchmesser von etwa 10 Metern erreicht. In Ostafrika gibt es auch Bäume, die eine flaschenförmige Form aufweisen. Der Baum besteht aus kräftigen, unförmigen Ästen, die eine ausladende weite Krone bilden. Ohne Blätter erinnert die Baumkrone ein wenig an eine Wurzel, sodass Legenden besagen, der Baum wurde vom Teufel erschaffen.

Der Stamm ist relativ tief gefurcht und kommt mit einer kehligen Vertiefung. Die Rinde ist graubraun bis grau und ist bis zu 10 cm dick. Diese ist so stark, dass kleine Buschbrände problemlos überstanden werden. Innen ist die Rinde faserig, außen hart. Junge Bäume bilden zu Anfang eine Pfahlwurzel, später entwickelt sich ein Lateralwurzelsystem, das teilweise bis zu 1,8 Meter in die Tiefe geht. Deswegen mögen die Kübelpflanzen lange Töpfe, weil sie sich dort gut ausbreiten.

Der Affenbrotbaum ist ein laubabwerfender Baum. Die Blätter wachsen im Sommer vor der Regenzeit und entwickeln sich relativ rasch in vier Wochen. Bei kleinen Regenmengen oder längerer Trockenheit verzögert sich die komplette Blätterentwicklung. Zuerst treiben elliptische Blätter aus, die bald wieder abgeworfen werden. Danach folgen die grünen Laubblätter, die fünf- bis neunteilig sind. Diese sind wechselständig an den Zweigen angeordnet und weisen einen Durchmesser von 20 cm auf.

Die Blüten des Affenbrotbaums

Blüten entwickelt der Affenbrotbaum erst nach vielen Jahren. In Westafrika erblühen diese im Alter von etwa acht bis zehn Jahren. Im Osten und Süden erst mit 16 Jahren. Die Knospen beginnen etwa vier Wochen nach der Entwicklung der Blätter zu wachsen. Vier Wochen beträgt die Hauptblütezeit insgesamt, davon blüht jede einzelne nur 24 Stunden. Außerdem ist sie 16-20 Stunden bestäubungsfähig.

Die Blüten sind relativ groß und weiß. Sie hängen an den Stielen, die an den Blattachseln wachsen. Sie weisen fünf Kronblätter auf, die bis zu 5 cm breit und 12 cm lang werden. In der Blüte befinden sich 720 bis 1.600 Staubblätter, die eine 4,5 cm lange Röhre bilden. Die Stiele sind 20 bis 90 cm lang, je nach Region und Art des Baumes. Der Geruch der Blüte ist gewöhnungsbedürftig. Dieser erinnert an einen süßen Aasgeruch und dieser verbreitet sich direkt nach dem Öffnen der Blüte am späteren Nachmittag. Nachts werden sie vom Nilflug- und Palmenflughund, wie auch von Nachtfaltern bestäubt. Am Morgen sind diese komplett offen.

Die Samen und Früchte der Pflanze

Wurden die Blüten bestäubt, wachsen nach acht Monaten aus den langen Stilen Kapseln heraus. Je nach Art weisen diese unterschiedliche Formen auf. Manchmal sind diese lang, ei- oder kugelförmig. Ausgewachsene Früchte sind 25 bis 40 cm lang, zuerst sind sie grün, später werden sie gelb und graubraun. Im Inneren befindet sich das Fruchtfleisch, welches weiß und essbar ist. Es hat einen hohen Vitamin-C-Gehalt, sodass es ein wenig säuerlich schmeckt und an Watte erinnert. In der Frucht befinden sich die Samenfrüchte, die du entweder mitisst oder herausnimmst. Sie sind nierenförmig, haselnussgroß und sehr fett.

Etwas unappetitlich, aber Tatsache der Natur: Elefanten, wie auch Antilopen, Paviane und andere Säuger fressen die Früchte vom Affenbaum und scheiden diese wieder aus. Da diese unaufgeschlossen ausgeschieden werden, picken Vögel diese heraus. Und in diesem Zustand bleiben sie sogar noch keimfähig. Einzig ein Feuer oder Regenfälle ruinieren die Keimfähigkeit. Ein Samen keimt in etwa zu 20%, wenn dieser unbehandelt bleibt. Künstlich wird die Keimfähigkeit durch heißes Wasser verstärkt. Darin bleibt das Saatgut etwa 24 Stunden, bis es in Anzuchterde eingepflanzt wird. Ferner kannst du die Samen anschleifen oder einer Säurebehandlung unterziehen. Dies steigert die Keimfähigkeit enorm.

Wie alt werden Affenbrotbäume?

Manche gehen davon aus, dass der Affenbrotbaum über 4000 Jahre alt wird. Jedoch haben Untersuchungen in Mali, Tansania, Sambia, Sudan und Kenia ergeben, dass die meisten nicht älter als 400 Jahre sind. Ein einziger Baum mit einem Stammdurchmesser von 4,5 Meter soll 1000 Jahre alt sein. Somit wurde berechnet, dass in etwa 2000 Jahre möglich wären, jedoch keine 4000 Jahre.

Wo wächst der Affenbrotbaum am häufigsten?

Am wohlsten fühlt sich der Baum im Tiefland Afrikas, südlich der Sahara. In den zentralafrikanischen Regenwäldern taucht er dagegen überhaupt nicht auf. Natürlich verbreitet er sich von der Sahelzone bis hin in den Transvaal. Es handelt sich um einen frostempfindlichen Baum, so dass die südliche Verbreitungslinie bei der Frostgrenze endet.

Affenbrotbaum erfolgreich pflanzen

Um einen Affenbrotbaum zu pflanzen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder kaufst du dir eine Jungpflanze im Handel oder du greifst zu Saatgut. Manche Pflanzen keimen durch Samen relativ schlecht. Der Affenbrotbaum gehört nicht dazu. Dieser lässt sich relativ einfach damit realisieren. Man sagt ihm sogar nach, dass die Keimquote ziemlich hoch sei. Hole dir ein Päckchen Samen aus dem Handel und los geht’s.

Bevor du zur Tat schreitest, weiche deine Samen in heißem Wasser ein und lasse sie darin rund 24 Stunden stehen. In der Zwischenzeit kannst du deinen Topf vorbereiten. Setze auf nährstoffarme Erde, die Affenbrotbaumsamen beinhalten nämlich eine Menge Nährstoffe, deswegen kommen diese mit normaler Erde gut klar. Wichtig ist nur, dass die Erde luftdurchlässig ist. In der Regel erfüllt Anzuchterde dies wunderbar. Kokosfaser könntest du auch hierfür verwenden.

Sind deine Samen bereit, durchfeuchtest du die Erde ein wenig und verteilst die Samen in der Erde. Einmal im Kasten, lege höchsten 1 cm Schicht Erde darüber, weil die Samen Licht, Feuchtigkeit und Sauerstoff zum keimen benötigen. Decke das komplette Gefäß danach mit einer transparenten Folie ab, oder stelle sie in ein Zimmergewächshaus, welches du zuklappen kannst. Die Folie erhöht die Luftfeuchtigkeit, sodass die Samen besser und schneller keimen. Wichtig ist, dass du die Erde feucht hältst, sie darf nur nicht zu nass werden. Vermeide daher Staunässe.

An einem hellen Ort, der noch dazu eine Temperatur von etwa 23°C und 27°C aufweist, keimen sie am besten. Lüfte alle drei Tage den Raum, sodass sich kein Schimmel in der Erde breitmacht. Die Samen keimen etwa nach 3 bis 7 Wochen. Danach bilden sich langsam aber doch die Wurzeln innerhalb von 4 bis 6 Wochen. Wundere dich nicht, oben siehst du kaum etwas von deiner Pflanze. Erst, wenn sich die Wurzeln gebildet haben, beginnt die Pflanze zu wachsen.

Macht sich das erste Grün bemerkbar, ist es wichtig, dass du die Pflanze 6 Wochen lang vor der Sommersonne schützt. Außerdem solltest du sie nach etwa 8 Wochen nach Austrieb vereinzeln. Sprich, in eigene Töpfe umsetzen. Da ihnen nun langsam die Nährstoffe ausgehen, achte hier auf besonderes Substrat. Dieses besteht am besten aus zwei Teilen Erde, einem Teil grober Sand und einen Teil Lehm. Vom Säen bis zum Umzug in die größeren Töpfe dauert es etwa 4 Monate. Bereite den Topf mit dem Erdgemisch vor und entnehme die Pflanzen vorsichtig samt Wurzel aus dem Anzuchtopf. Stecke sie danach mittig in den Einzeltopf und befülle den Rest mit Erde. Drücke diese fest und gieße die Pflanze vorsichtig an.

Die Affenbrotbaum Jungpflanze ordentlich versorgen

Irgendwann wird aus dem kleinen Samenkorn eine Jungpflanze, die aus dem Anzuchtopf auszieht und ihr eigenes Heim bewohnt. Empfehlenswert sind schmale Töpfe, die ordentlich in die Tiefe gehen. Affenbrotbäume besitzen nämlich sogenannte Rübenwurzel, die sich in die Tiefe bewegen. Zwar wird hierfür mehr Erde benötigt, dafür entwickelt sich die Pflanze prächtiger. Einen Vorteil haben tiefe Töpfe: du musst weniger gießen, weil die Erde länger feucht bleibt. Fäulnis entsteht meist an der Oberfläche der Erde und diese trocknet bei richtiger Pflege ziemlich rasch aus.

Da der Affenbrotbaum eigentlich aus der Wüste stammt, mag er natürlich auch wüstenähnliche Substrate. Dieses sollte wasserdurchlässig sein, benötigt aber nicht viele Nährstoffe. Mische zum Beispiel normale Erde mit 2/3 Sand oder Perlite. Fertig zu kaufen gibt es sogenannte Kakteenerde, diese eignet sich ebenfalls für den Affenbrotbaum.

Umgetopft wird der Baum immer dann, wenn die Wurzeln bereits zu groß werden. Der erste Umzug findet nach dem Anzüchten statt. Setze den Baum ruhig in einen größeren Topf, wo sich die Wurzel optimal ausbreiten kann. Sind die Wurzeln irgendwann so groß, dass diese bereits oben raus stehen, wird es schleunigst Zeit für einen neuen Topf. Es kann aber auch sein, dass die Wurzel noch genügend Platz hat. Dann kannst du deine Pflanze im gleichen Topf nochmals einpflanzen, jedoch in frischer Erde, die wiederum neue Nährstoffe in sich trägt.

Der ideale Standort für deinen Affenbrotbaum

Der Baum ist tropisches Klima gewöhnt und mag Sonne. Deswegen darf der Standort hierzulande ebenso sonnig und warm sein. Du kannst den Baum auch im Wohnzimmer aufstellen, jedoch empfiehlt es sich hier eine Lampe zu installieren, die für genügend Helligkeit sorgt. Fensterscheiben bringen zwar Licht ins Innere, jedoch schluckt das Glas viel davon. Im Sommer stellst du deinen Baum ins Freie, am besten auf den Balkon oder auf eine Terrasse. Dort wo es warm, trocken und regenfrei bleibt. Volle Sonne liebt dieser Baum, ausgenommen Jungpflanzen. Diese gewöhnst du nach und nach an die Sonne.

Affenbrotbaum richtig Gießen und Düngen

Es kommt immer darauf an, wo der Affenbrotbaum steht. Dementsprechend Wasser benötigt dieser auch. Je heller und wärmer, desto mehr Feuchtigkeit wird benötigt. Am besten gießt du solange, bis alles gut durchfeuchtet ist. Danach kannst du einige Tage warten, bis die Oberfläche trocken ist. Auch jetzt braucht der Baum bis zu drei Tage kein Wasser. Bei einem tiefen Topf kommt der Baum sogar mehrere Wochen ohne Wasser aus. Deswegen handelt es sich um die perfekte Pflanze für all jene Menschen, die gerne unterwegs sind. Gieße nur so viel, dass sich langsam das Wasser im Untersetzer einfindet. Dieses schüttest du jedoch weg. Staunässe verträgt die Pflanze leider gar nicht. Wird der Stamm immer dicker, jedoch weich, solltest du solange weniger Gießen, bis sich dieser wieder hart anfühlt. Neue Zellen bilden sich hierbei aus, die in einer Dürreperiode entstehen.

Wirft der Baum seine Blätter ab, ist die Wassermenge gerade ok so. In der Natur verliert er diese nämlich auch nach und nach. Dies sieht im ersten Moment komisch aus, vor allem bei Jungpflanzen, gibt sich aber wieder. Gib dem Baum daraufhin wieder mehr Wasser für eine kurze Zeit und schon treiben neue Blätter aus. Affenbrotbäume brauchen diese Dürrezeiten, weil sie hier ums Überleben kämpfen und neue Feinwurzeln bilden. Diese Wurzeln ermöglichen es im Endeffekt noch mehr Wasser von der Erde aufzunehmen.

Beim Dünger gehen die Meinungen auseinander. Im Handel wird eine Düngung empfohlen, kaufst du die Samen jedoch bei einem Fairtrade Händler, wirst du zu Ohren bekommen, düngen sei nicht notwendig. Am besten setzt du auf ein gesundes Mittelmaß oder mach es abhängig von der jeweiligen Erde. Verwendest du normale Blumenerde, werden kaum weitere Nährstoffe benötigt, weil diese bereits mehr enthält als Kakteenerde. Wichtig ist: Trägt der Affenbrotbaum keine Blätter, auf keinen Fall düngen, weil er in dieser Phase keine Nährstoffe aufnimmt. Tipp: Nach einigen Jahren bilden sich cremeweiße große Blüten auf dem Baum. Die Ausbildung dieser kostet sehr viel Kraft. Hier macht es Sinn, die Pflanze ein wenig mit Glühpflanzendünger zu unterstützen. Beachte jedoch, dass der Geruch der Blüten eigen riecht. Nicht jeder mag diesen. Probiere es einmal aus, ob du ihn erträgst oder nicht. Ansonsten schneidest du die Blüten einfach ab.

So schneidest du den Affenbrotbaum erfolgreich zurück

Ein Rückschnitt ist bei diesem Baum nicht zwingend erforderlich, jedoch macht es Sinn die Jungpflanze ein wenig in Form zu bringen. Dabei stutzt du sämtliche Triebe, die kränklich sind oder in die falsche Richtung wachsen. Wegwerfen musst du diese Triebe nicht, nutze sie gleich um weitere Bäume zu züchten. Einfach solange ins Wasser stellen, bis sich neue Wurzeln bilden und dann in einen Topf pflanzen. Voila – so einfach kommst du zu deinem neuen Affenbrotbaum.

Den Affenbrotbaum erfolgreich überwintern

Da der Baum warme Regionen gewöhnt ist, fühlt er sich in unseren Breitengraden bei Kälte nicht wohl. Deswegen benötigt dieser in der kalten Jahreszeit ein Winterquartier. Die gute Nachricht: viel Pflege benötigt die Pflanze auch im Winter nicht, vorausgesetzt der Standort stimmt. Achte darauf, dass es sich um einen kühlen, hellen Raum handelt, wo keine direkte Sonneneinstrahlung erfolgt. Zum Beispiel eine Gartenhütte oder eine Garage mit Fenster. Schwieriger ist es, die ideale Temperatur hinzubekommen.

Die Temperatur darf nicht unter 10°C liegen, ideal ist zwischen 10°C und 15°C. Eventuell besitzt du ein kühles Treppenhaus, dann kannst du die Pflanze dort aufstellen. Auch andere Räume, die etwas kühler sind, wären ideal als Winterquartier. Warte bis der letzte Frost vorüber ist, und es nachts mindestens 10°C draußen hat, dann kannst du deinen Affenbrotbaum wieder nach draußen stellen.

Während der Winterruhe braucht der Baum nicht viel Aufmerksamkeit. Dünger ist keiner notwendig, die letzte Düngung veranlasst du bestenfalls im Spätherbst. Jedoch braucht er ab und zu Wasser. Da der Stamm viel Wasser speichern kann und die Wurzel tief nach unten reicht, kommt der Baum lange ohne Gießen klar. Kontrolliere auch im Wasser regelmäßig, ob die Oberfläche bereits trocken ist. Danach wartest du einige Tage und gießt den Baum erneut an. Lass Ihn für einige Wochen ruhen. Wichtig: Kontrolliere die Pflanze im Winter auch auf Schädlinge, diese quartieren sich in dieser Jahreszeit ziemlich gerne ein.

Was kannst du tun, falls es keinen kühlen Standort gibt? In dem Fall kannst du die Pflanze auch in einer wärmeren Umgebung aufstellen. Dünger wird dennoch keiner benötigt und das Gießen nicht vergessen. Achte darauf, dass der Baum nicht direkt neben der Heizung steht. Dies begünstigt Schädlinge. Tipp: Sprüh den Baum ab und zu mit Wasser an und er fühlt sich dank der hohen Luftfeuchtigkeit gleich viel wohler. Die kühle Winterruhe ist vor allem dann wichtig, wenn der Baum Früchte tragen soll. Steht die Pflanze im Winter im Warmen, kann sie nicht komplett abschalten und treibt im nächsten Jahr nicht so stark aus. Im Normalfall macht dies keinen Unterschied. Möchtest du Blüten sehen, achte exakt auf den Standort.

Krankheiten und Schädlinge frühzeitig erkennen

Oft fühlt sich die Pflanze unwohl, wenn diese zu oft gegossen wird. Bleibt die Erde nass, entsteht irgendwann Fäulnis und greift den kompletten Baum an. In Folge stirbt er ab. Deswegen gieße nicht zu viel und setze immer einen Untersetzer ein. Ist dieser voll, hast du eindeutig zu viel gegossen. Schütte den Rest weg.

Weiteres gibt es auch Tierchen, die den Baum lieben. So zum Beispiel die Trauermücken, die sich gerne ausbreiten. Handelt es sich bereits um große Mücken, verwende Gelbtafeln. Diese fressen die Larven dieser Schädlinge für ihr Leben gerne. Weiteres gibt es die Spinnmilben, die sich vor allem im Winter ausbreiten, wenn viel geheizt wird. In dem Fall gibt es drei Lösungen die dagegen helfen. Spritze die komplette Pflanze ein bis dreimal mit Wasser ab. Achte darauf, dass das Wasser nicht in die Erde fließt.

Am besten stellst du den kompletten Baum unter die Dusche und hältst ihn schräg, dass das Wasser nicht mit der Erde in Berührung kommt oder du deckst die Wurzel mit Plastik ab, sodass das Wasser daneben abfließen kann. Eine weitere Möglichkeit wäre die Blätter täglich zu besprühen. Das wiederholst du zwei bis dreimal. Oder du stülpst eine Plastiktüte über den Affenbrotbaum, unten bindest du diesen am Stamm fest. Nach etwa 10 Tagen bekommen die Spinnmilben keine Luft mehr und sterben ab. Gießen kannst du die Pflanze trotzdem, die Wurzel bleibt schließlich frei.

Steht dein Baum direkt am Fensterbrett an der Heizung, zieht dies gerne Wurzelläuse oder auch Wollläuse an. Diese lassen sich mit einigen Tricks entfernen. Trage mit einem Wattestäbchen etwas Spiritus auf die Schädlinge auf. Alternativ verwendest du Neemöl, damit ersticken die Läuse besonders schnell. Oder du holst dir Marienkäfer, die Blattläuse für ihr Leben gerne haben. Um in Zukunft zu vermeiden, dass sich die Tiere wieder ausbreiten, erhöhst du die Luftfeuchtigkeit. Zur Zimmerbefeuchtung eignet sich zum Beispiel ein Verdunster oder ein Zimmerbrunnen. Auch kannst du die Pflanze selbst mit Wasser besprühen. Erkundige dich am besten vor dem Kauf, ob deine Möglichkeiten ideal sind und du genügend Raum für einen Affenbrotbaum hast. In kleinen Wohnungen, die nur heiß sind und wo es kein kühles Stiegenhaus und auch keinen Balkon gibt, wird der Baum nur wenig Freude haben.

Warum verliert der Affenbrotbaum plötzlich seine Blätter?

Sollte dein Baum plötzlich Blätter verlieren, kann dies mehrere Ursachen haben. Manchmal liegt es an der Natur an sich, warum der Baum seine Blätter fallen lässt. In Afrika ist es der Baum gewöhnt, dass es eine Regen- und eine Trockenzeit gibt. Zur Beginn der Trockenzeit verliert er die Blätter, kommt es später wieder zu regen, treibt er neu aus. Jedoch gibt es auch andere Ursachen, warum dein Baum plötzlich alles verliert. Manchmal liegt es an der Wurzel. Wird diese beim Umtopfen beschädigt, kann sich der Ballen nicht mehr entwickeln und somit werden keine Nährstoffe aufgenommen. Wasser bekommt die Pflanze im Endeffekt auch nicht mehr. In dem Fall wirst du die Wurzel wohl oder übel vergessen müssen. Jedoch kannst du die Triebe abschneiden und daraus neue Pflanzen züchten. Den Rest musst du wohl oder übel entsorgen, wenn keine Nährstoffaufnahme mehr möglich ist.

Ist der Affenbrotbaum giftig?

Hier musst du gut aufpassen. In Afrika gibt es eine Art des Baumes, deren Früchte du essen kannst. Dieser gehört zu den Adansonia digiata. Bei uns werden außerdem madagassische Affenbrotbäume verkauft, die Adansonia madagascariensis, welcher sehr wohl giftig ist. Kinder dürfen auf keinen Fall davon knabbern, weil jedes Teil davon giftig ist. Sollte es doch zu einer Vergiftung kommen, gibst du dem Kind sofort Tee oder viel Wasser zum Trinken. Verabreiche keine Milch und löse kein Erbrechen aus, weil die Substanzen den Mundraum dadurch erneut verätzen. Im Notfall direkt die Giftnotrufzentrale anrufen und mitteilen, welche Pflanzenteile verschluckt wurden. Wurde es nur gekaut, herunterschluckt oder ausgespuckt? Solche Fragen wird man dir am Telefon stellen, ebenso um welche Pflanze es sich handelt.

Die Hotline gibt dir Anweisungen was weiterhin zu tun ist. In der Regel wird man dich ins Krankenhaus schicken. Nimm einen Teil der Pflanze mit, um diese dem Personal vorzulegen. So lässt sich schneller eine Gegenmaßnahme einleiten. Vermeide am besten die Pflanze, wenn Kinder bei dir zuhause wohnen. Leider kommen solche Vergiftung immer wieder einmal vor, vor allem dann, wenn man irgendwo zu Besuch ist und nicht daran denkt, dass es dort giftige Pflanzen geben könnte. Deswegen niemals kleine Kinder aus den Augen lassen und ihnen von klein auf klarmachen, dass sie fremde Pflanzen nicht anfassen dürfen.

Wie sieht es mit Katzen aus? Ist der Affenbrotbaum giftig für Katzen oder nicht? Katzen knabbern viele Pflanzen an, bespringen diese und spielen mit den Pflanzenteilen. Deswegen stellen sich Katzenbesitzer natürlich die Frage, ob der Affenbrotbaum giftig für die Mitbewohner ist. Für Kleinkinder ist diese Pflanze giftig, jedoch kommt es immer auf die Menge an und auf die Robustheit der Katze. Wie alt ist die Katze, wie viel wiegt sie? Hat sie ganze Stücke verschluckt oder nur angeknabbert. Offizielle Todesfolgen wurden aufgrund dieser Pflanze noch nicht gemeldet. Kommt es zu Unwohlsein und Erbrechen, kontaktiere um sicher zu gehen im Notfall den Tierarzt. Auf Nummer sicher gehst du auch hier, wenn du gar keinen Baum dieser Art besitzt.

Die Frucht des Affenbrotbaums

Besitzt du einen Affenbrotbaum, der laut Beschreibung essbare Früchte besitzt, darfst du dich darauf freuen. Jedoch dauert es je nach Alter rund fünf bis sechs Jahre, bis er erstmals Früchte trägt. Solange dauert es nämlich, bis dieser das erste Mal zum Blühen beginnt. Auf jeden Fall ist das Obst des Affenbrotbaums ziemlich gesund. Es enthält zahlreiche Calciumlieferanten, wie auch Eisen, Vitamin C, Antioxidantien und Ballaststoffe. In Afrika werden die Früchte bis zu 45 cm lang und 2 cm dick.

Die meisten sind hellbraun bis schwarz. Falls du selbst eine Pflanze aussäen möchtest, bekommst du die Samen im Fachhandel, so lässt sich dein Projekt noch schneller starten. Unterschätze nicht die heilende Wirkung der Früchte. In Afrika werden diese sogar von Heilern eingesetzt, die an Magie glauben.

Den Affenbrotbaum als Bonsai züchten

Falls du keinen Platz hast, und dennoch einen Affenbrotbaum dein eigen nennen möchtest, setzte auf einen Bonsaibaum. Beachte beim Einpflanzen, dass ein kleiner Baum besonders viel Pflege benötigt. Allen voran deswegen, weil es sich um eine kleine Schale handelt, worin sich nur wenig Erde befindet. Dementsprechend kann sie auch nur wenig Wasser und Nährstoffe speichern. Hole dir am besten eine mineralische Substratmischung aus dem Handel.

Dort setzt du eine kleine Jungpflanze ein und gießt diese regelmäßig, aber nur wenig. Bei solch einer kleinen Pflanze darfst du es mit dem Wasser wirklich nicht übertreiben, Staunässe entsteht hier noch schneller. Ein Bonsaibaum wird dann zum Bonsai, wenn er einen regelmäßigen Rückschnitt bekommt. Entferne zu Anfang die Pfahlwurzel, sodass sich diese nicht zu stark ausbildet. Auch die Äste, den Stamm und die Zweige solltest du stark zurückschneiden, dass diese nicht zu lang werden. Um dem Baum die typische Bonsaiform zu schenken, wickelst du Aluminium um die Äste, und biegst diese so, wie du deinen Baum haben möchtest.

Im ersten Schritt werden sämtliche Triebe abgeschnitten, die die Gesamtform stören. Danach kommt der künstliche Herbst, in dem sämtliche Blätter abgeschnitten werden. Dadurch werden die Blätter immer kleiner. Erwarte dir zu Anfang nicht zu viel. Ein Bonsai benötigt sehr viel Aufmerksamkeit und Geduld. Schneide ihn regelmäßig zurück, dünge nur wenig und gib ihm mäßig Wasser. Dann steht dem Bonsai nichts mehr im Weg.

Affenbrotbaum kaufen: Wie hoch sind die Kosten?

Möchtest du einen Affenbrotbaum pflanzen, benötigst du im Vorfeld Samen oder Stecklinge. Beides bekommst du im Fachhandel oder im Web. Da es sich doch eher um eine exotische Pflanze handelt, kann es sein, dass diese in typischen Gärtnereien nicht vorrätig ist. Frage eher bei Fairtrade-Läden nach oder bei typischen afrikanischen Shops, die zum Beispiel Produkte aus Afrika verkaufen. Anders als bei vielen anderen Pflanzen, kannst du den Affenbrotbaum Steckling direkt bei Amazon bestellen. Verkauft werden beispielsweise 17 cm hohe Stecklinge, die 18 Monate alt sind und um die 10 Euro kosten. Nur ein Beispiel, was möglich ist und angeboten wird.

Freilich kannst du direkt beim Ursprung beginnen und Samen säen. Eine Packung kostet rund 3-4 Euro. Eine weitere Alternative wäre sich bei Pflanzentauschbörsen anzuschließen. Immer mehr Orte veranstalten Pflanzenpartys, wo Blume, Bäume und Co getauscht und verschenkt werden. Vielleicht möchte gerade dort jemand seinen Affenbrotbaum loswerden oder hat einen Steckling im Angebot. Auf diese Weise kommst du günstig zu deinem Steckling und zu Informationen von einem Gärtner, der bereits Ahnung auf diesem Gebiet hat.

Die Termine findest du im Internet oder auch auf dem schwarzen Brett in deiner Gegend. Manchmal gibt es Wohnhäuser, wo solche Termine angeschlagen werden. Erkundige dich in der Nachbarschaft und bei deinen Freunden. Wer weiß, vielleicht hat bereits jemand solch eine Pflanze zu Hause. Man kann nie wissen, beim Gärtnern kommen die Menschen zusammen und es findet ein reger Austausch statt. Dank dem Internet ist alles viel schneller auffindbar. Auch sogenannte Flohmarktbörsen bieten Pflanzen zum Verschenken an oder werden zumindest günstig angeboten. Wichtig ist nur, bevor du viel Geld an einen Händler bezahlst, bei dem du nicht weißt, ob dieser seriös ist, erkundige dich im Vorfeld gut. Es gibt genug Firmen, die chemische Mittel einsetzen und ihre Pflanzen damit bespritzen, damit sie schneller wachsen. Dies ist nicht gut, wenn du die Früchte irgendwann essen möchtest.

Ist der Affenbrotbaum der richtige Baum für dich? Das musst du selbst wissen, schließlich sind Geschmäcker verschieden. Fakt ist, er ist nicht schwer zu pflegen und falls du viel in den Urlaub fährst, ist dieser Baum die richtige Wahl für dich. Bei den optimalen Voraussetzungen kannst du ihn sogar im Wohnzimmer halten. Niemand muss sich darum kümmern, schließlich kommt er lange mit der Trockenheit klar. Ein wenig einlesen musst du dich am Anfang. Nach einer Weile weißt du Bescheid, sodass die Pflege ein Klacks ist.

Einfach nicht zu viel Gießen, den Fehler machen die meisten am Anfang. Da er mit Trockenheit gut klarkommt, kannst du eigentlich kaum etwas falsch machen. Wirft er zu schnell die Blätter ab, ein bisschen mehr gießen und schon weißt du Bescheid. Tausche dich aus, vergleiche die Preise und überlege dir, ob du nicht doch einen Bonsai züchten möchtest. Möglichkeiten gibt es genug. Viel Spaß beim Gärtnern.

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