Basilikum ist das Kraut schlechthin für die mediterrane Küche – und lässt sich ganz einfach zu Hause anbauen. Ob auf der Fensterbank, dem Balkon oder im Gartenbeet: Mit den richtigen Tipps gelingt der Anbau im ersten Anlauf.
Inhaltsverzeichnis
Sorten im Überblick
Am häufigsten angebaut wird das Genoveser Basilikum mit großen, aromatischen Blättern – ideal für Pesto. Daneben gibt es: Thai-Basilikum (würzig, anisartig), Zimt-Basilikum, Rotes Basilikum (Opal-Basilikum) und Zwergbasilikum. Für den klassischen Einsatz in der Küche ist das Genoveser Basilikum die erste Wahl.
Aussaat und Voranzucht
Basilikum kann ab Mitte März auf der Fensterbank vorgezogen werden. Die Samen kommen in feuchte Anzuchterde, werden nur leicht angedrückt (Lichtkeimer!), und brauchen Temperaturen von 20–25 °C. Nach 7–14 Tagen keimen die ersten Pflänzchen. Ins Freiland darf Basilikum erst nach den Eisheiligen Mitte Mai – es ist frostempfindlich.
Standort: warm und sonnig
Basilikum liebt volle Sonne und Wärme. Mindestens 6 Stunden Sonne täglich sind ideal. An der Fensterbank ist ein südliches Fenster perfekt. Im Garten eignet sich ein geschützter, warmer Standort, z. B. vor einer Hauswand. Zugluft und kühle Abende unter 10 °C machen der Pflanze zu schaffen.
Richtig gießen
Basilikum braucht gleichmäßige Feuchtigkeit, verträgt aber keine Staunässe. Gieße lieber von unten (Topf in Wasser stellen) als von oben – nasse Blätter begünstigen Pilzkrankheiten. Die Erde sollte immer leicht feucht, aber nie nass sein. In Hitzephasen täglich gießen.
Pflanzen im Beet – Abstände und Mischkultur
Im Gartenbeet werden Basilikum-Pflanzen im Abstand von 20 × 20 cm gepflanzt. Basilikum ist ein ausgezeichneter Begleitpflanzen für Tomaten – er soll Schädlinge abwehren und den Tomaten-Geschmack verbessern. Gute Nachbarn sind außerdem Paprika und Salat. Schlechte Nachbarn: Fenchel und Salbei.
Düngen
Im Topf alle 2–3 Wochen mit einem organischen Kräuterdünger oder stark verdünntem Flüssigdünger düngen. Im Beet reicht eine Kompostgabe beim Einpflanzen. Zu viel Dünger fördert zwar das Wachstum, mindert aber das Aroma.
Ernten für buschigen Wuchs
Das Wichtigste beim Ernten: Immer komplette Triebspitzen abschneiden, nie nur einzelne Blätter abreißen. Schneide stets knapp über einem Blattpaar ab – dann verzweigt sich die Pflanze und bildet mehr Triebe. Lass die Pflanze nie blühen, solange du Blätter ernten möchtest. Blütenstände sofort ausbrechen – blühender Basilikum schmeckt bitter.
Überwintern – geht das?
Basilikum ist eine einjährige Pflanze und stirbt nach der Blüte ab. Eine Überwinterung ist kaum lohnenswert. Besser: Neue Samen im März aussäen oder im Winter auf Basilikum aus dem Supermarkt zurückgreifen. Supermarkt-Basilikum lässt sich übrigens durch Teilen und einzelnes Einpflanzen der Stängel gut retten und verlängert seinen Lebensweg deutlich.
Basilikum haltbar machen
Frisch ist Basilikum am aromatischsten, lässt sich aber auch konservieren: In Olivenöl eingelegt bleibt er mehrere Wochen frisch. Für Pesto die Blätter mit Knoblauch, Pinienkernen, Parmesan und Olivenöl mixen und einfrieren – so hat man den Sommergeschmack das ganze Jahr.
Fazit
Basilikum ist eines der dankbarsten Küchenkräuter – schnell wachsend, vielseitig einsetzbar und mit dem richtigen Schnitt sehr ergiebig. Mit Wärme, Sonne und der richtigen Ernte-Technik wächst er buschig und aromatisch.
