Tomaten

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Die Tomate stammt ursprünglich aus Südamerika und feierte einen imposanten Siegeszug in europäischen Küchen und Gärten. Fast keine mediterrane Speise oder ein leckerer Salat verzichtet auf dieses Gemüse.

Tomaten anpflanzen

Tomaten kannst Du jedes Jahr in die gleiche Erde setzen, falls im vergangenen Jahr keine Krankheiten vorhanden sind, die in der gleichen Erde überwintern. Nach den Eisheiligen werden die Jungpflanzen in das präparierte Beet gesetzt. Kompost kann vor dem Setzen in den Boden gelangen, ansonsten sollte ein lockerer und tiefgründiger Boden vorhanden sein. Tomaten sind Kriechpflanzen und werden beim Anbau in die Höhe geführt. Dafür ist ein Stab notwendig und die Pflanze wird immer bei ihrem Wachstum wiederholt daran befestigt. Beim Versäumnis werden unverzüglich seitliche Triebe gebildet, die durch das Überhängen und dem Fruchtgewicht abbrechen können. Der Abstand sollte je nach Sorte 50 – 80 Zentimeter betragen. Die Pflanzen benötigen Luft und sollten nicht in Konkurrenz sich wechselseitig das Sonnenlicht wegnehmen.

Die Tomatensorten

Es gibt runde, längliche und gerippte Tomaten. Zudem Cocktailtomaten mit kirschgroßen Früchten, Rispentomaten (Strauchtomaten) und sehr große Fleischtomaten.

Die Pflege der Tomatensorte

Tomaten benötigen Luft und lieben keine Enge. Durch die eingeschränkte Luftzirkulation wird zu viel Feuchtigkeit an den Pflanzen gebildet. Die Tomate schwächelt und steht für Krankheiten offen. Ein Stab dient als Schutz gegen brechen oder umfallen. Für die Befestigung genügt Bast für den Stab. Sehr schnell wachsende Sorten müssen immer wieder neu fixiert werden. Die erste Düngung kannst Du einen Monat nach dem Umpflanzen geben. Hierfür findest Du im Handel Universaldünger oder Tomatendünger. Schließe eine Überdüngung aus.

Der Schnitt bei Tomaten

Die Tomate muss in regelmäßigen Abständen ein Ausgeizen bekommen, damit die Früchte und der Hauptstamm ein hübsches und ebenes Wachstum erhalten. Die aus den Blattachseln entstehenden Seitentriebe werden als Geiztriebe bezeichnet. Bekommen die Tomaten nicht in regelmäßigen Abständen von Dir das Ausgeizen, ist ein schlechteres Wachstum bei den Früchten und dem Stamm zu beobachten. Deswegen sollte der Geiztrieb zwischen Stängel und Blätter unverzüglich entfernt werden. Diese sind sehr weich und mit dem Finger abzubrechen. Ebenfalls zu entfernen sind gelbe und kranke Blätter. Sie bilden das Stadium für Pilzkrankheiten. Um die Pflanze nicht zu verletzen, solltest du kein Messer dafür benutzen und um die Übertragung von Krankheitskeimen auszuschließen. Oftmals wird das Messer zuvor für andere Arbeiten genutzt und eine Keimübertragung wird dadurch verstärkt. Für eine erfolgreiche Ernte solltest Du die Pflanze etwa zweimal wöchentlich ausgeizen. Ebenfalls sind welke und vertrocknete Blätter zu entfernen.

Tomaten und ihre Krankheiten

Tomatenpflanzen können durch eine lange Krankheitsliste befallen werden. In den meisten Fällen werden stärkende Mittel oder Fungizide zur Bekämpfung verabreicht. Oftmals bildet sich Kraut- und Braunfäule. Anhaltende Nässe beim Blatt sorgen für eine Begünstigung. Die Fäule macht sich mit matten und olivgrünen Flecken auf Stängeln und Blättern bemerkbar. Hier können die Pflanzenteile entfernt werden oder notfalls wird die ganze Pflanze entfernt. Ein Regenwasserschutz ist lohnenswert. Der Handel hält einfache Folien bereit, die über die Pflanzen gezogen werden. Alternativ werden Foliendächer oder Gewächshäuser für Tomaten angeboten.

Tomaten im Topf

Du kannst auch sehr gut Tomaten im Topf auf der Terrasse und dem Balkon ziehen. Besonders buschige und kleinwüchsige Sorten sind dafür geeignet, allerdings kann jede Sorte für Dein Vorhaben genutzt werden. Die Topftomate benötigt einen Stab für die hohe Standfestigkeit, damit Windböen die Pflanze nicht abknicken. Im Topf findet die gesamte Wurzel nur einen begrenzte Fläche. Für die Nährstoffzufuhr solltest du wenigstens alle vierzehn Tage ein wenig Dünger mit ins Gießwasser geben.

Überwinterung von Tomaten

In unseren Breitengraden findest Du fast ausschließlich einjährige Pflanzen. Sie sind empfindlich gegen Frost und kühle Nächte bereiten dem Blattwerk Probleme. Die Früchte reifen trotzdem bis zum ersten Frost weiter. Die Samen sind nur beschränkt winterhart.

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