Die Paprika zählt zur Art der Nachtschattengewächse und wird in unterschiedlicher Schärfe in über tausend verschiedenen Sorten gezüchtet. Bereits seit mehreren tausend Jahren hält die Frucht Einzug in die Küchen. Jedoch erst im 15. Jahrhundert kam die Frucht mit Seefahrern von Afrika nach Europa.
Inhaltsverzeichnis
Anpflanzung von Paprika
Nach den Eisheiligen können die Jungpflanzen im Mai ins Freiland gesetzt werden. Damit keine gegenseitige Behinderung der Pflanzen entsteht, kannst Du die Setzlinge im Abstand von 50 – 60 Zentimeter pflanzen. Du reichst mit Kompost oder Dünger das Setzloch an und nach dem setzen musst Du die Pflanze gut angießen. Wirken Sie ein wenig instabil nach dem setzen, sorgst du für eine Stäbung, damit die Pflanze einen gute Windstabilität bekommt. In großen Töpfen wachsen ebenfalls Paprika.
Paprikasorten
Mehr als tausend unterschiedliche Sorten sind erhältlich. Zahlreiche Sorten erhielten wegen der Größe, Farbe und des Geschmacks spezielle Namen wie Spanischer Pfeffer, Chili, Peperoni, Peperoncini oder Pfefferoni.
Pflege und Düngung von Paprika
Du verwendest zum Düngen einen Mehrnährstoffdünger mit Kaliumbetonung. Paprika lieben Feuchtigkeit und besitzen flache Wurzeln. Blüten und minimale Früchte können bei Trockenheit abgestoßen werden. Die Pflanzen benötigen eine turnusmäßige Wasserzufuhr. Du solltest die Pflanzen mit einer dichten Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh umgeben. Das Laub solltest Du möglichst trocken halten und deshalb von unten wässern. Beim Gießen von Paprika, Staunässe vermeiden.Als Stütze benötigen Paprika einen Stock, an dem Du sie hochbindest, damit keine Zweige mit Früchten abbrechen.
Paprika ernten: grün, gelb oder rot?
Paprika lassen sich in jedem Reifestadium ernten — der Unterschied ist beträchtlich. Grüne Früchte sind unreif geerntet, etwas herber und früher verfügbar. Rote, gelbe und orange sind vollreif, deutlich süßer und enthalten bis zu dreimal so viel Vitamin C.
Die Umfärbung von Grün nach Rot dauert je nach Sorte und Witterung drei bis sechs Wochen. Wer früh erntet, bekommt mehr Früchte; wer ausreifen lässt, bekommt bessere. Beides ist richtig, nur nicht gleichzeitig.
Schneide die Früchte mit einer Schere ab und lass einen kurzen Stiel stehen — abgerissene Paprika verderben schneller. Regelmäßige Ernte regt die Pflanze zur Bildung neuer Blüten an.
Paprika überwintern
Kaum bekannt: Paprika und Chili sind in ihrer Heimat mehrjährige Pflanzen. Bei uns werden sie meist einjährig kultiviert — nötig ist das nicht.
In einem frostfreien Winterquartier bei mindestens 10 °C überstehen sie die kalte Jahreszeit: hell stellen, nur mäßig gießen und ab Herbst nicht mehr düngen. Vor dem Einräumen die Triebe etwa um die Hälfte einkürzen. Im Frühjahr treiben die Pflanzen wieder aus und tragen im zweiten Jahr oft früher und reicher als frisch gesäte.
Krankheiten bei Paprika
Viren und Pilzbefall ist bei Paprika nicht auszuschließen. Das Blattwerk wird von Mehltau und Rostkrankheiten befallen und lassen Pflanzenteile welken. Die schwarze Farbe bei Stängeln ist nicht auf eine Krankheit zurückzuführen, sondern dient als natürliche Sonnenprotektion der Pflanze vor übermäßiger Sonneneinstrahlung.
Auf diese Schädlinge achten
An den Unterseiten der Blätter können Spinnmilben auftreten und werden mit Wasser besprüht. Junge Paprikapflanzen sind beliebt bei Schnecken. Du musst sie einsammeln. Läuse, die weiße Fliege oder Trauermücke entnehmen entziehen der Pflanze beim Saugen Saft und sie wird dadurch geschwächt. Weitere Krankheitserreger können sich an den Fraßstellen festsetzen.
Schnitt für Paprika
Paprikapflanzen müssen nicht geschnitten werden, weil sie klein bleiben. Nur nach der Überwinterung führst Du einen Schnitt durch. Nach einer Verzweigung werden sämtliche Pflanzen bis auf den Knoten zurückgeschnitten und entferne gelbe, welke Blätter. Ihr Frühjahr erhalten die Pflanzen wieder ein gutes Wachstum.
Standort für Paprika
Bevorzugt wird von der Paprika ein Standort, der Wärme, Sonne und Schutz spendet. Direkter Wind und Regen mag die Pflanze nicht und der lockere Boden sollte mit Nährstoffen gefüllt sein. Die wärmeliebende Tomate zählt zu den Nachtschattengewächsen und verträgt keinen Frost. Der nicht winterharte Paprika leidet schon bei kalten Witterungsverhältnissen. Du solltest keinesfalls zu früh mit dem Auspflanzen beginnen. Paprika können auch in einen Terrassenkübel gepflanzt werden.
Vermehrung von Paprika
Paprika wird in den meisten Fällen aus Samen gezogen. Auch Stecklinge dienen zur Vermehrung, aber bei einjährigen Pflanzen ist nicht genug Zeit für die Fruchtreife vorhanden. Es ist nur lohnenswert, wenn Du beabsichtigst, die Pflanze zu überwintern. Bereits ab März kann die Aussaat in Deinem Haus beginnen. Den Samen legst Du etwa 0,5 bis 1 Zentimeter tief ins Erdreich. Eine Raumtemperatur von mehr als 20 Grad ist für die Keimung notwendig. Ab Mai setzt Du die jungen Pflanzen ins Freiland und langsam musst Du die jungen Pflanzen an die Außentemperaturen heranführen. Eine direkte Aussaat ist ab Mai möglich. Weil die Bildung der Frucht jedoch etwa vier Monate beansprucht, werden die meisten Früchte nicht reif, bevor die ersten Frosttage kommen.
Allergie gegen Paprika
Bestimmte Proteine können in der Paprika enthalten sein, die stark der Birkenpolle ähneln. Deswegen sind kreuzallergenen Reaktionen nicht auszuschließen.
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Häufige Fragen
Wann muss ich Paprika aussäen?
Früh — Paprika braucht eine lange Kulturzeit. Die Voranzucht auf der Fensterbank beginnt Ende Februar bis Anfang April bei 22 bis 25 °C Keimtemperatur. Ins Freiland dürfen die Pflanzen erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai.
Warum werden meine Paprika nicht rot?
Meist fehlt es an Wärme und Zeit. Die Ausfärbung braucht drei bis sechs Wochen bei ausreichend Sonne. In kühlen Sommern oder bei später Fruchtbildung reicht die Saison im Freiland nicht — im Gewächshaus oder Topf an einer warmen Hauswand gelingt es zuverlässiger.
Muss ich Paprika ausgeizen?
Anders als bei Tomaten ist das Ausgeizen nicht zwingend. Sinnvoll ist es, die erste Blüte in der Triebgabel — die sogenannte Königsblüte — zu entfernen: Die Pflanze verzweigt sich danach stärker und trägt insgesamt mehr Früchte.
Paprika im Topf oder im Beet?
Beides funktioniert. Im Topf ab 10 Litern Volumen lässt sich der Standort optimieren — an eine warme, windgeschützte Südwand gestellt, profitieren die Pflanzen von der abgestrahlten Wärme. Dafür brauchen sie häufigeres Gießen und Düngen, weil der Nährstoffvorrat begrenzt ist. Reifen Kompost ins Beet einzuarbeiten, spart im Freiland dagegen viel Düngearbeit.
