Stachelbeeren pflanzen und pflegen – Anbau, Schnitt und Ernte

Stachelbeeren (Ribes uva-crispa) sind zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Die robusten Büsche liefern reiche Erträge, vertragen sogar Halbschatten und sind sehr langlebig. Ob rot, grün oder gelb – reife Stachelbeeren direkt vom Strauch sind eine Delikatesse, und für Marmelade oder Kompott sind sie unübertroffen.

Sorten

  • ‚Hinnonmäki rot‘: Mehltauresistent, rote Früchte, sehr aromatisch – beste Wahl
  • ‚Hinnonmäki gelb‘: Goldgelb, süß, ebenfalls mehltauresistent
  • ‚Invicta‘: Grün, sehr groß, ertragreich, mehltauresistent
  • ‚Captivator‘: Fast stachellos, rote Früchte, gut für Familien mit Kindern

Standort und Pflanzung

Sonnig bis halbschattig, geschützter Platz. Stachelbeeren vertragen kurzfristig auch mehr Schatten als andere Beerenfrüchte. Boden: locker, humusreich, nicht zu nass. Pflanzzeit: Herbst, Pflanzabstand: 1,5 m.

Pflege

Mulchen hält Feuchtigkeit und hemmt Unkraut. Im Frühjahr Kompost als Dünger. Gleichmäßige Bewässerung verhindert Fruchtfall. Stachelbeeren auf einem Stamm (als Stämmchen) zu erziehen ist schöner und einfacher zu ernten als als Busch.

Schnitt

Stachelbeeren tragen an jungem und zweijährigem Holz. Jährlich im Winter: älteste Äste entfernen, Krone auslichten für gute Luftzirkulation (beugt Mehltau vor). Innen wachsende Triebe kürzen.

Mehltau vermeiden

Amerikanischer Stachelbeermehltau ist das größte Problem. Vorbeugung: mehltauresistente Sorten wählen, Strauch gut auslichten (Luftzirkulation), nicht von oben gießen.

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