Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner Raupe Strasse

Der Eichenprozessionsspinner (Latein: Thaumetopoea processionea) stellt ein Schmetterling (genauer: Nachtfalter) dar, der der Familie von den Zahnspinnern (Notodontidae) gehört.
Die Haare von den Raupen sind in der Lage bei dem Menschen Raupendermatitis auszulösen. Diese sehr feinen Raupenhaare enthalten das Eiweißgift Thaumetopoein. Diese Brennhaare dringen schnell in unsere Haut und in die Schleimhäute ein, dann setzen sich da mit den Häkchen fest.
Die Ernährung der Raupen besteht aus den Blättern von ihren Wirtsbäumen.
Natürliche Feinde vom Eichen-Prozessionsspinners sind Schlupfwespen, Raupenfliegen, Wanzen, der Pirol, der Kuckuck sowie räuberische Käfer (z.B. der Puppenräuber).

Eichenprozessionsspinner Nest Die Falter haben eine Flügelspannweite zwischen 25 und 32 Millimetern (bei den Männchen) und zwischen 30 und 36 Millimetern (bei den Weibchen).
Der Eichen-Prozessionsspinner hat seine Verbreitung und Lebensraum von der Halbinsel Iberias über Mittel- und Südeuropa östlich und bis zum Süden von Russland sowie nach Vorderasien. Dieser Schmetterling fehlt auf vielen Mittelmeerinseln, in dem Nordwesten von Europa sowie ist in Fennoskandinavien lediglich in dem südlichsten Teil von Schwedens präsent.
Wie es vom Namen klar wird, findet man die Raupe von den Eichenprozessionsspinnern grundsätzlich an Eichen, ab und zu – besonders in intensiven Befallsjahren – jedoch ebenso an manchen anderen Baumarten, besonders an den Hainbuchen. Befallen werden vorwiegend allein stehende Bäume bzw. solche an Waldrändern (insbesondere an den wärmebegünstigten Südseiten).
Die Embryoentwicklung zu einer fertigen Jungraupe ist im Herbst, die danach in dem Ei überwintert sowie im Mai schlüpft. Die Raupe durchläuft 5 bis 6 Entwicklungsstadien bis zum Verpuppen und wird bis zu 5 cm lang. Sie hat eine breite, dunkle Rückenlinie mit samtartigen behaarten Feldern sowie langbehaarten, rotbraunen Warzen. Sie lebt gesellig, z. B. geht sie in Gruppen (zwanzig bis dreißig Individuen) in einem „Gänsemarsch“ auf der Nahrungssuche, deswegen die Bezeichnung „Prozessionsspinner“. Die Nester der Raupe vom Eichen-Prozessionsspinner findet man in der Regel an dem Stamm von Eichen.

Eichenprozessionsspinner Raupe Maßnahmen für die Regulierung der Population vom Eichen-Prozessionsspinner aus forstwirtschaftlicher Sicht sind lediglich in Ausnahmefällen zu rechtfertigen. Nah an Erholungseinrichtungen und Siedlungen wird Eichenprozessionsspinnerraupe aus gesundheitlich-hygienischen Beweggründen bekämpft. Das Einsetzen von Pflanzenschutzmitteln kann man dabei besonders bis zu dem 2. Raupenstadium vor Ausbilden der Brennhaare als sinnvoll betrachten.
Die Bekämpfung kennt diverse Techniken. Hierbei werden größere Flächen von dem Hubschrauber aus bzw. Einzelbäume von dem Boden aus durch den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel behandelt (Diflubenzuron). Das zeitweilig durchgeführte Abflammen von den Nestern vom Eichen-Prozessionsspinner betrachtet man als problematisch. Das Fixieren der Nester durch chemische Bindemittel sowie das Absaugen setzt man ebenso zum Reduzieren der Brennhaare ein. Eine andere Bekämpfungsmethode stellt ein großflächiges Aufbringen von einer mit den Bakterien Bacillus thuringiensis gemischten Spritzbrühe direkt auf die Blätter der befallenen Pflanzen dar. Die Metabolismusprodukte von diesem Bakterium verbinden sich in dem Darmtrakt von der Raupe mit dort präsenten Enzymen zu giftigen und toxischen Stoffen, welche bewirken, dass diese Raupen nach drei bis vier Tagen mit ihrer Fraßtätigkeit aufhören.

 

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