Wüstenrose (adenium obesum)

Adenium obesum ist auch unter dem Namen Wüstenrose bekannt. Sie gehört zu den Seidenpflanzengewächsen, die wiederum zu den Hundsgiftgewächsen zugeordnet werden. Auf der einen Seite erfreut sie und mit reichhaltiger Blütenfülle und auf der anderen Seite wirkt sie mit dem bizarren verdickten Basisstamm sehr exotisch. Die üppige Blütenfülle erfreut jeden Blumenliebhaber und gibt schönen Blickfang im Wohnzimmer. Die mit dem Oleander verwandte Wüstenrose ist eine aus Arabien sowie West-und Zentralafrika stammende Sukkulente. Hohe Temperaturen und Sonne liebt diese wasserspeichernde Pflanze. Die dekorativen Verdickungen können Wasser speichern. Die wunderschönen Blätter mit dem tropfenförmigen Umriss sind mittelgrün. Sehr dekorativ sind die relativ großen Blüten in rosa oder rot mit einem weißen Mittelpunkt oder in ganz weiß. Spezielle Züchtungen bringen mittlerweile auch andere Farbkombinationen auf den Markt. Die attraktive Pflanze mit den wunderschönen Blütenständen eignet sich hervorragend als Zimmerpflanze und Kübelpflanze.

Wüstenrose – Idealer Standort im Sommer und Winter

Die Pflanze braucht einen optimalen Standort, um sich so richtig wohlzufühlen. In ihrer Heimat hat die Pflanze pralle Sonne und hohe Temperaturen gekannt. So sollte Adenium obesum so viel und so lange wie möglich in der Sonne stehen.
Ein Aufenthalt im Freien in den Sommermonaten ist eine Wohltat für diese wunderschöne Blume. Auf der sonnigen Fensterbank ist zwar die Lichtintensität geringer als draußen, aber immer noch im Rahmen. Die Blütenfülle kann allerdings nicht so üppig ausfallen.
Sind die Außentemperaturen auf über 15 Grad gestiegen, ist ein Aufenthalt in der Sonne zu bevorzugen. Sie fühlt sich in der prallen Sonne so richtig heimisch. Für die Blütenbildung ist eine ausreichende Sonneneinstrahlung notwendig.
Ein vollsonniger Balkon oder eine vollsonnige Terrasse sind in der Sommerzeit der ideale Standort für den Adenium.
In der Ruhezeit wird die Pflanze die meisten Blätter verlieren und ein nicht so heller Platz ist vollkommen ausreichend. Eine Überwinterung im Zimmer ist problemlos möglich. Nach der Ruhephase sollte ein langsames Gewöhnen an die höheren Temperaturen und die Sonneneinstrahlung vorgenommen werden.

Adenium obesum – Pflege im Sommer und Winter

Diese Sukkulente kann eine sehr lange Zeit ohne Wasser auskommen. Vorausgesetzt sie konnte vorher ihre Speicher auffüllen. Der Basisstamm sollte schön prall sein und nicht dünn und schlaff. Die richtige Menge an Wasser ist schon sehr wichtig.
Der Bewässerung im Sommer sollte große Beachtung geschenkt werden. Bei hohen Temperaturen braucht die Pflanze Wasser, allerdings sollte sie nicht immer im Wasser stehen. Ein funktionierender Wasserablauf ist von Vorteil. Lange sollte die Pflanze nicht im Wasser stehen, da ist sie empfindlich.
In den Übergangszeiten von der Vegetation zur Ruhepause und umgekehrt sollte weniger gegossen werden.
Für das richtige Wachstum ist ein ausgewogenes durchlässiges Substrat sinnvoll. Eine Mischung aus Gartenerde und auflockerndem Material, wie beispielsweise Bims, Sand, Kokosbaststücke oder kleiner Holzstücke, ist die perfekte Oase für das Wurzelreich der Pflanze. Das Füllmaterial kann in Schichten mit der Erde kombiniert werden, um ein ansprechendes Substrat zu erhalten. Der perfekte Zeitpunkt zum Umtopfen ist der Beginn des Frühjahres, bevor der Austrieb erfolgt.
Etwas Dünger während der Wachstumsphase nimmt die Pflanze dankend an und belohnt mit reichhaltiger Blütenfülle. Höchstens alle zwei Wochen sollte mit einem Dünger, der ausgeglichene NPK-Werte aufweist, gedüngt werden. Diese Dünger sind unter den Kakteendüngern oder Blühpflanzendüngern zu finden.
Während der Überwinterung wird nicht gedüngt und sparsam gegossen. Zu dieser Zeit benötigt die Pflanze wenig Aufwand. Während der Überwinterungszeit im Zimmer oder Wintergarten sollte die Temperatur nicht unter 15 Grad absinken. Eine kurzzeitige Nachttemperatur von 10 Grad ist die absolute Untergrenze. Frost verträgt diese Pflanze überhaupt nicht.

Vermehrung

Aussaat und Stecklingsvermehrung können in Frage kommen. Die Vermehrung mit Stecklingen hat den Nachteil, dass kein verdickter Basisstamm, Caudex, gebildet wird. Der exotische Teil der traditionellen Pflanze wäre nicht vorhanden. Kommt für Blütenliebhaber in Frage, die lieber die wunderschöne Farbenpracht bewundern möchten.
Die aus Samen gezogenen Pflanzen besitzen den exotischen Caudex. Die Pflanze ist ebenfalls sehr dekorativ, auch wenn die Blüten noch auf sich warten lassen.

Adenium obesum – Farbenfrohe Exotik

Im Sommer bei hohen Temperaturen fühlt sich die exotische Pflanze am wohlsten. Die guten Umgebungsbedingungen fördern das Wachstum der Pflanze. Allerdings sollte Staunässe trotz regelmäßiger Wassergaben vermieden werden.
Der Caudex sollte immer schön prall und nicht und dünn sein. Bei den Wassergaben darauf achten. Die Wassergaben im Herbst einstellen, um eine Ruhepause zu erzwingen. Für eine richtige Überwinterung sorgen. Nach der Winterruhe erwacht sie zu neuem Wachstum. Es bilden sich Blätter und Blüten. Jetzt sollte vorsichtig mit optimalen Düngegaben begonnen werden. Ein warmer und ganz wichtig sonniger Standort verhilft der Pflanze zur vollen Pracht. Mit Begeisterung schaut man der Blütenpracht zu.

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