Oleander – Prächtig auch als Kübelpflanze

Blühender Oleander© ChiccoDodiFC - shutterstock.com

Ursprünglich findet man den Oleander (Nerium Oleander) meist im Mittelmeerraum, im Nahen Osten sowie in weiten Teilen Süd- und Südostchinas. Auffällig an diesen immergrünen Pflanzen, sind nicht nur die spitz zulaufende Blattform, die mehr an einen Dolch als an ein Blatt im eigentlichen Sinne erinnert, sondern die schönen Blüten. Von Weiß über Rot, bis zur rosaroten Wildfärbung erstrahlt der Oleander in den schönsten Farben.
In vielen Gärten ist der Oleander mittlerweile Gang und Gebe, nicht zuletzt, da sich mit ihm viele triste Ecken aufhübschen und bereits bestehende Pflanzenkollektionen abrunden lassen.
Sie haben sich nun auch von der Schönheit des Oleanders beflügeln lassen, sind sich aber noch nicht sicher, was bei der Pflege beachtet werden muss, dann werden Ihnen die folgenden Tipps und Informationen helfen.

Oleander – Der richtige Standort und Ansprüche

Oleander im KübelGern hat der Oleander pralle Sonne, je heller der Standort umso besser. Mit reichlich Sonne entwickelt der Oleander eine schöne Form. Zuwenig Sonne ist meist der Grund für einen kargen Strauch. Übermäßiger Regen sowie Staunässe sind bei der Pflanze unbedingt zu vermeiden, wobei letzteres als Kübelpflanzen, durch ausreichend große Entwässerungslöcher, am Boden des Kübels zu verhindern ist. Ganz wichtig ist das regelmäßige Gießen um den Wurzelballen der Pflanze nicht austrocknen zu lassen, denn dies führt schnell zu gelblichen und hängenden Blättern.

Außerdem führt ein regelmäßiges kräftiges Gießen zu einer vollen Blüte, da der Oleander für die Ausbildung der Blüten sehr viel Wasser benötigt.
Was das Düngen angeht, ist es von Vorteil entweder frischen Kompost oberhalb des Grundsubstrates aufzubringen. Das sorgt für eine ausreichende Nährstoffzufuhr der Oleanderpflanze. Oder falls kein frischer Kompost zur Hand ist, empfiehlt es sich, ungefähr alle 14 Tage durch die Zufuhr eines Flüssigdüngers zu düngen. Zum Einpflanzen reicht handelsübliche Blumenerde oder frische Gartenerde / Pflanzerde, beides verträgt die Pflanze gut.

Oleander – was tun wenn es kälter wird?

Keine Sorge, der Oleander als Kübelpflanze nimmt es Ihnen nicht übel, auch bei leichtem Frost bis -5 °C noch draußen zu stehen. Doch unter dieser Temperatur, sollten Sie die Pflanze an ihren Winterplatz bringen. Es bietet sich ein möglichst heller und kühler Raum (bis +15°C) zum überwintern an. Wichtig ist, den Oleander mäßig zu gießen und die Düngung einzustellen, da der Winter die Erholungsphase ist.
Oft den Raum lüften und für eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit sorgen, dankt Ihnen der Oleander mit reichlich neuem Wuchs im Frühjahr und Sommer. Schauen Sie sich ihren Oleander, beim überwintern genau an. Es kann vorkommen, dass sich Spinnmilben an ihm vergreifen, was häufig ein Indiz für zu hohe Temperaturen im Winter ist. Haben Sie welche entdeckt, stellen Sie ihn nach draußen, besprühen ihn mit Präparaten gegen Spinnmilben oder schneiden Sie betroffene Stellen großflächig ab und entsorgen Sie diese in den Bio-Müll.
Sind die Temperaturen wieder im positiven Bereich, können Sie die Pflanze auch schon wieder ins Freie stellen. Der optimale Zeitraum dafür ist meist der März bis Anfang April, sobald kein Schnee mehr liegt.

Oleander Rückschnitt

Oleander bildet Blüten ausEin zeitiges zurückschneiden des Oleanders, zeitnah zum ins Freie stellen, sorgt für einen buschigeren, gesünderen und vor allem kräftigeren Wuchs der Pflanze. Schneiden Sie jedoch niemals einjährige Triebe ab, da sich ohne sie keine weiteren Blüten und somit auch keine neuen Triebe bilden können. Lassen Sie ihren Oleander einfach wachsen, ohne ihn zurückzuschneiden. Zeigt sich eine, in den nächsten Jahren immer mehr verkahlende Kübelpflanze. Das erschwert nicht nur das Einräumen in das Winterquartier sondern sieht auch nicht unbedingt schön aus.

Auch wenn der Oleander zurückgeschnitten werden muss, ist ein radikaler Rückschnitt nicht empfehlenswert. Damit würden Sie eine Blütenbildung um aktuellen Jahr verhindern.
Ein radikaler Rückschnitt bietet sich zur Verjüngung an und sollte wenn möglich nur an altem Holz durchgeführt werden, welches auch trotz guter Pflege, durch das Alter die Blätter verlieren kann.
Dadurch treibt der Oleander wieder neu aus, auch im Bereich des Wurzelballens. Haben Sie doch einmal etwas zu intensiv zurückgeschnitten, stellt das aber auch kein Problem dar. Die Pflanze verzeiht kleine Fehler und erholt sich recht schnell wieder.

Oleander – Wann umtopfen?

Abhängig vom Wachstum, ist es ausreichend, den Oleander nach dem ersten Jahr umtopfen. Je älter die Pflanze wird, umso weniger müssen Sie ihn umpflanzen, lediglich, ein wenig der alten Erde entfernen und Neue beigeben.

Oleander Vermehren

Sie haben bei einem Nachbarn oder im Urlaub eine schöne Oleander Mutterpflanze gesehen und wünschen sich, diesen auch in ihrem Garten zu haben, dann schneiden Sie einfach einen etwa 20cm einjährigen Trieb, unterhalb des vierten Blattpaares ab. An diesem sollte sich nach Möglichkeit schon eine Blüte gebildet haben. Wichtig ist eine ausreichende Wasserversorgung beim Transport.

Nun müssen Sie nichts weiter tun, als die Oleandertriebe an einem warmen hellen Ort ins Wasser zu stellen und abzuwarten bis sich etwa 10cm lange weiße Wurzeln gebildet haben. Das geschieht meist nach maximal drei Monaten. Seien Sie jedoch sehr vorsichtig, beim Einpflanzen, denn diese Wurzelhärchen können sehr schnell abbrechen. Normale Pflanztöpfe reiche für den Anfang aus. Füllen Sie diese mit etwas Erde, und beginnen Sie damit, die Stecklinge vorsichtig einzupflanzen. Hilfreich ist es zudem, die frisch gepflanzten Oleander Stecklinge mit einer durchsichtigen Tüte zu überstülpen, um eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Sobald der Oleander weiter gewachsen ist, können Sie ihn ab Mitte bis Anfang Mai auch ins Freie stellen.

Wichtig: Oleander sind Giftpflanzen, somit in allen Pflanzenteilen stark giftig und es sollte unbedingt vermieden werden, dass Kleinkinder sich Pflanzenteile in den Mund stecken oder frisch gekürzte Triebe berühren um Kontakt mit dem Milchsaft zu vermeiden.

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