Bucheckern – Rotbuche

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Was ist die Rotbuche?

Es handelt sich um einen Baum, der bis zu 30 Meter Höhe erreicht. Steht dieser im Wald sind sogar bis zu 45 Meter möglich. Der größte Stammdurchmesser beträgt bei diesem Baum zwei Meter und solche Bäume können bis zu 300 Jahre alt werden. Bäume erzählen Geschichten und geben der Natur immer einen besonderen Wert. Wenn du es in Erwägung ziehst einen Baum zu pflanzen, dann tust du der Umwelt auf jeden Fall etwas Gutes. Es dauert natürlich einige Jahre bis dein Projekt fruchtet und groß genug ist um zu glänzen.

Dennoch lohnt es sich. Denn jeder Baum bringt der Erde ein Stück weit Sauerstoff zurück. Alleine die Krone des Baumes erreicht bis zu 600 m², doch hierfür ist ebenso Geduld notwendig. Die Buche blüht erst im Alter von 30 bis 200 Jahren. Womöglich werden erst deine Enkelkinder von den Früchten profitieren und sich in Liebe an dich zurückerinnern. Am schnellsten wächst die Rotbuche zwischen dem 30 und 50 Lebensjahr. Hier sind bis zu 70 cm pro Jahr möglich, soweit der Standort stimmt. Zuerst wachsen die Zweige auf der Seite. Erst ab dem 45. Jahr wächst der Baum aufrecht nach oben.

Je älter die Buche, desto weniger wächst sie. Deswegen erreichen die meisten Buchen zwischen 100 und 150 Jahren ihre maximale Höhe und werden danach nur noch dichter in der Krone. Die Neuaustriebe verkürzen sich und wachsen nur noch wenige Zentimeter. Manch freistehende Buche bildet sogenannte Kronen mit 30 m Durchmesser mit Zweigen die bis zum Boden reichen.

Starkäste, die bereits in die Jahre gekommen sind, liegen oft waagerecht wechselständig. Zu beobachten ist der junge Austrieb, der den Hauptast bildet und sich nach oben richtet. Dieser bildet wiederum Seitenknospen. Da in der Krone meist Lichtmangel herrscht, bildet sich dort eine horizontale Blätterstellung.

Steht die Buche im Wald, wächst sie in der Regel schlank nach oben. Falls du dich schon immer gefragt hast, warum in Wäldern keine dichten Bäume zu beobachten sind, sondern meist nur Baumstämme die nach oben ragen: Es liegt am Lichtmangel. Da ein Wald dicht besiedelt ist und kaum Sonne durchlässt, sterben die unteren Äste schneller ab und bilden sich nicht mehr nach. Deswegen fängt der Kronenansatz bei etwa 10 bis 20 m in der Höhe an. Nur selten erreicht die Buche im Wald einen Kronendurchmesser von 20 bis 30 cm. Dies passiert nur dann, wenn andere Bäume in der Nachbarschaft absterben und ein wenig Licht durchlassen, ansonsten wachsen diese eher schmal in die Höhe.

Im Park dagegen, offenbart die Rotbuche meist ihre volle Schönheit. Dort hat sie mehr Licht und im Herbst ist ihre ockerfarbene Färbung ein besonders schöner Anblick, den du dir nicht entgehen lassen solltest. Wenn du dir eine kleine Buchenallee im Garten wünschst, solltest du dich beeilen. Aber auch kleine Bäumchen sind ein netter Anblick, wenn gleich sie nicht so sehr ihre Pracht präsentieren wie in späteren Jahren.

Wie sieht die Rinde der Buche aus?

Die Buchenborke ist an jungen Zweigen eher dunkelgrün bis leicht schwarz und ziemlich glatt. Nach und nach wird diese jedoch heller. Der Stamm und die Äste sind hellgrau und bilden nach einigen Jahren Narben, die von alten Zweigen stammen. Diese erinnern ein wenig an kleine Runzeln. Wachsen der Stamm oder die Äste, dehnt sich auch die Rinde aus, wodurch sich Längsrisse bilden und der Birke das außergewöhnliche Aussehen verleihen. Darauf bildet sich Phellem, welches zu feinem Staub wird und abfällt. Die Buche bleibt im Gegensatz zu anderen Bäumen recht lange jung, und ist am Hauptstamm glatt und dünn. Erst in späten Jahren wird der Stamm rissig und grob. Die Steinbuche, eine weitere Variante der Rotbuche, bildet von Natur aus eine rissige und sehr dicke Borke.

Wie sieht das Laub der Rotbuche aus?

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Die Blätter sind ein wenig spitz, manchmal auch zugespitzt und eiförmig. Am Grund weisen diese eine keilförmige bis abgerundete Form auf, oder sind teilweise auch herzförmig und schief angelegt. Die Länge beträgt 7 bis 10 cm und sie sind bis zu 5 cm breit. Der Blattrand trägt ein welliges, ausgeschweiftes Aussehen und ist manchmal bewimpert, gezähnt oder gekerbt. Am Ende der etwa sieben Seitennerven sind kurze Zähne wahrnehmbar. Die Unterseite der Blattspreite ist dicht behaart und locker am Hauptnerv, auf den Intercostalfeldern und Nervenachseln. Der Stiel ist behaart und wird bis zu 1,5 m lang. Handelt es sich um junge Blätter sind diese entweder frischgrün, manchmal auch blass und nur seidig behaart. In den Sommermonaten erhalten die Blätter auf der oberen Seite eine dunkelgrüne und auf der unteren Seite eine hellgrüne Farbe, im Herbst wandelt sich die Koloration von blassgelb bis rotbraun. Nicht alle Blätter fallen von Baum, einige verbleiben über dem Winter an den Zweigen und vertrocknen langsam.

Die Verbreitung der Rotbuche im Überblick

Buchen gibt es schon viele tausende Jahre. Aus Mitteleuropa wurde diese fast komplett während der Eiszeit verdrängt. Nach und nach kam diese vor rund 10.000 Jahren wieder zurück nach Europa. Vor rund 4800 Jahren traten das erste Mal Pollen in Göttingen auf, als die spätere Warmzeit kam. Heute ist die Rotbuche von Skandinavien bis Sizilien verbreitet. Im östlichen Mitteleuropa ist diese in Höhen bis zu 500 m anzutreffen. In Westeuropa bis zu 800 m und in den südlichen Alpen bis zu 1000 m. In den Allgäuer Alpen sogar bis zu 1500 Meter Meereshöhe. Weiter westöstlich, vor allem an der Atlantikküste von Frankreich kommt die Buche sehr häufig vor, wie auch im Nordosten von Polen und in der Westukraine. Rund 338.000 Hektar Buchenwald befindet sich in Bayern, 284.000 Hektar in Baden-Württemberg und 225.000 Hektar in Hessen. Allein in den Jahren 2002 bis 2012 kamen 102.000 Hektar an Buchen dazu.

Die Rotbuche wächst am besten bei idealen Bodengrundvoraussetzungen. Dieser ist schwach sauer bis kalkreich, bindig, sandig bis Lehmig und nährstoffreich. Handelt es sich um Regionen in denen es meist trocken ist, benötigt die Birke besonders lehmige Böden. Staunässe verträgt sie nicht, auch lange Dürreperioden wirken sich negativ auf das Wachstum aus. In jungen Jahren benötigt der Baum nur wenig Licht, das verändert sich jedoch mit der Zeit. Je älter diese wird, desto mehr Sonne wird benötigt. Da die Birke eine hohe Schattentoleranz aufweist, verdrängt diese nicht selten andere Bäume, die mehr Licht benötigen von ihrem Standort.

In Mitteleuropa gibt es drei Arten von Buchenwälder

Die sogenannten Kalkbuchenwälder kommen dort vor, wo der Boden ziemlich kalkhaltig ist. Solche Wälder findest du in den Alpen, im Weserbergland, auf der fränkischen Alb und auf der schwäbischen Alb. Bei Standorten die eher feucht sind, findest du Mischwälder mit Ahorn und Esche.
Zudem gibt es die Braunerde Buchenwälder, die sich vor allem in Norddeutschland und in Hessen befinden. Es handelt sich oftmals um reine Buchenwälder, nur an besonders feuchten bzw. nährstoffreichen Orten mischen sich Ahorne und Eschen dazu. An trockenen Orten sind manchmal auch Eichen und Linden dabei. Jedoch mussten solche oftmals weichen, um Platz für die Fichtenforste zu machen.

Sogenannte bodensaure Buchenwälder entstehen meist durch entkalkte Lössen, Schiefern, Sandstein und Moränen. Vorzufinden sind diese im norddeutschen Flachland. Beigemischt wird hier oft die Traubeneiche. Auch viele dieser Wälder wurden mittlerweile durch Fichtenforste ersetzt.

Was sind Bucheckern?

Bucheckern sind die sogenannten Früchte der Rotbuche. Diese weisen ein scharf-dreikantiges, eiförmiges Aussehen auf und sind etwa 1,5 Zentimeter groß. Jeweils zu zweit angeordnet sitzen diese auf einem langen Fruchtbecher, der bis zu sieben Zentimeter lang ist und weichspitzig, vier-lappig aussieht. Zudem sind die Früchte in einer braunen Schale eingehüllt. Falls du eine Buche anpflanzt hast und im nächsten Jahr Bucheckern erwartest, wirst du leider eine Enttäuschung erleben. Früchte produziert der Baum erst im Alter von 40 bis 80 Jahren. Je heißer und trockener das Jahr, desto mehr Ernte weist die Rotbuche auf. Der einzige Nachteil: war die Ernte in einem Jahr ertragreich, ist diese im nächsten Jahr meist gering. Die Reife erlangen Bucheckern im September.

Besonders gemocht werden die Früchte von Nagetieren und Vögel, die sich im Herbst verköstigen lassen. Eine Zeitlang galten Bucheckern auch bei Menschen als wertvolles Nahrungsmittel. Oftmals wurde im 19. Jahrhundert daraus Öl hergestellt, welches im Kochtopf und in Öllampen Anklang fand. Besonders beliebt waren diese nach dem zweiten Weltkrieg, wo Hungersnot herrschte. Bucheckern enthalten etwa 40,7 % Öl, der Embryo davon soll bis zu 46% aufweisen. Außerdem befindet sich in rohen Früchten Oxalsäure. Auch eine leichte Giftigkeit ist festzustellen, weil die Nüsse Trimethylamin und Alkaloide enthalten. Wer Bucheckern roh zu sich nimmt, könnte sich vergiften. Diese Substanzen verschwinden jedoch, wenn die Nüsse geröstet werden.

Buche als Holz und deren Merkmale

Den Begriff Buche kennst du sicherlich aus dem Möbelhaus oder Baumarkt, wenn es um bestimmte Holzarten geht. Dieses Holz stammt logischerweise von der Buche aus dem Wald. Rot-Buchenholz ist rötlich schimmernd und bekommt durch das Dämpfen einen tieferen Rotton vermittelt. Dies verhindert eine Rissbildung und macht das Holz dadurch stabiler. Da das Holz häufig gleichmäßig gemasert und feinporig ist, eignet sich dieses besonders gut zum drechseln und hobeln. Der Farbkern, welcher hier als Rotkern bezeichnet wird, ist in späteren Jahren ausgeprägter und wir gerne zur Möbelherstellung verwendet. Jedoch ist weißes Holz der rotkernigen Buche immer noch überlegen. Buche eignet sich dank seiner 34 N/mm2 Stärke optimal als Parkett. Das Holz lässt sich biegen und ist durch seine kurzen Holzfasern äußerst plastisch. Daraus resultieren beispielsweise gebogene Sitzmöbel oder speziell anatomische Elemente. Im Jahr 1830 erfand Michael Thonet ein spezielles Verfahren, dass das Verbiegen von Buchenholz ermöglicht. Auch war er es, der die weltberühmten Thonet-Stühle herstellte.

Buchen Bestandteile als Naturheilmittel

Viele Pflanzen finden in der Naturheilkunde Anklang. So auch die Buche, die unter den Hausmitteln nicht fehlen sollten. Jedoch Vorsicht! Die Früchte dürfen auf keinen Fall roh verzehrt werden, da diese giftigen Inhaltsstoffe beinhalten. Essen kannst du jedoch die Blätter der Buche. Diese sind entzündungshemmend und helfen bei Zahnfleischproblemen. Auch als Wundauflage machen diese eine gute Figur. Solltest du dich im Wald befinden und Zahnfleischprobleme bekommen, ist dieser Tipp sicherlich etwas wert. In der Zivilisation finden sich andere Methoden, die wohl mehr Wirkung versprechen.

Buchen einfach vermehren

Um keimfähige Bucheckern zu erkennen, legst du sämtliche im Wasserbad ab. Jene, die oben schwimmen sind kaputt, diese kannst du entsorgen. Die restlichen sind keimfähig. Wichtig: Um diese zum Keimen zu bringen, müssen die Nüsse stratifiziert werden. Im Winter funktioniert dies automatisch, wenn sich diese im Boden befinden oder du lagerst die Samen einige Wochen im Kühlschrank. Im nächsten Jahr einfach einpflanzen und dann steht dem Baum nichts mehr im Weg.

Buchen leiden nicht oft unter Krankheiten

Bei Buchen handelt es sich um robuste Bäume, die kaum an Krankheiten leiden. Wenn Sie doch einmal anfällig sind, liegt das meist an ungünstigen Witterungsverhältnissen oder am Standort. Ob eine Buche krank ist oder nicht, erkennst du in der Regel an den Blättern. Zeigen diese Flecken, rollen sich ein, vertrocknen vorzeitig oder fallen bereits im Sommer vom Baum, bedeutet das meist nichts Gutes. In der Regel sind die Bäume dann krank oder leiden an einem Schädlingsbefall. Erkennst du weder am Stamm, an den Knospen, noch an den Blättern Schädlinge, sind es meist Pilze.

Bekommen die Blätter Flecken, handelt es sich in der Regel um die Blattfleckenkrankheit, die durch einen Pilz ausgelöst wird. Weist die Oberseite einen weißlichen Belag auf, handelt es sich um echten Mehltau. Falscher Mehltau macht sich durch graue Beläge bemerkbar, die meist auf der Ober- und Unterseite auftauchen.

So behandelst du Pilzkrankheiten an einer Buche

Eine Buche einfach abschneiden und auf den Kompost werfen funktioniert natürlich nicht so einfach. Es wäre auch schade darum einen alten Baum abzuholzen, der viele Jahre für einen schönen Anblick sorgte. Deswegen kannst du wie folgt vorgehen: Handelt es sich um leichten Befall, beschneide die Buche ein wenig. Sämtliche Pflanzenreste die befallen sind und am Boden landen wirfst du in die Mülltonne. Nicht auf den Kompost werfen, weil du sonst befallene Erde produzierst, was keine gute Voraussetzung für deine weiteren Pflanzen ist. Handelt es sich um einen schweren Befall von Pilzkrankheiten, verwendest du sogenannte Fungizide, die du im Handel bekommst. Verwende diese jedoch nur sparsam, denn leider sind diese Spritzmittel schädigend für Bienen und Hummeln. Daher nur im Notfall auf solche Mittel setzen, um die Umwelt nicht zu belasten. Handelt es sich um Mehltau, besprühe den Baum mit frischer Milch. Ebenso hilft bei einem Pilzbefall Ackerschachtelhalmsud und sogenanntes Brennnesselsud.

Schädlinge treten nur selten auf, am häufigsten ist die Buchenwolllaus bekannt, die manchmal auch als Buchenzierlaus bezeichnet wird. Erkennbar ist diese durch einen recht klebrigen Belag, den du auf den Blättern erkennst. Kommt es zu solch einem Befall kannst du Florfliegen und Marienkäfer ansiedeln. Diese fressen die kleinen Schädlinge für ihr Leben gerne und dein Baum ist bald wieder frei von den Biestern.

Vorbeugen hilft gegen Pilzbefall

Wächst dein Baum an einem günstigen Standort, kommt es selten zum Pilzbefall. Falls doch, regelt sich die Natur von selbst. Vorbeugen ist natürlich nur dann möglich, wenn der Baum noch klein ist. Eine 200 Jahre alte Buche lässt sich nicht so einfach umpflanzen. Deswegen gelten diese Tipps in der Regel für neue Bäume, die du in Zukunft in deinem Garten oder im eigenen Wald anpflanzt.

Den richtigen Standort im Garten finden

Du hast in deinem Garten Platz für eine Buche? Gratuliere – wage das Experiment und pflanze eine Rotbuche an, wenn gleich du die Früchte dieser wohl nie zu Gesicht bekommen wirst. Deine Nachkommen werden sich freuen und außerdem leistest du einen wertvollen Beitrag für die Natur. Der richtige Standort ist das A und O. Deswegen solltest du hierfür den passenden Platz im Vorfeld eruieren. Denke auch daran, dass die Wurzeln viel Freiraum brauchen. Pflanze den Baum nicht zu nahe am Haus, falls dieses eventuell vergrößert oder unterkellert wird. Niemand kann wissen was in 300 Jahren ist, aber zumindest für die nächsten Jahre sollte alles soweit klar sein.

Daher, wenn du ein Haus planst, dann stell deinen Baum nicht ausgerechnet dort hin, wo das Badezimmer hinsoll. Die Erde sollte nährstoffreich und locker sein. Die Lichtverhältnisse sind bei einer Rotbuche nicht so streng. Es sei denn, du planst einen großen Wald, aber in der Regel sind Buchen nicht so empfindlich. Deswegen kannst du diese auch an schattigen Plätze aufstellen. Wichtiger als die Bedingungen oberhalb der Erde, sind die unterhalb.

Wie gesagt, die Wurzel braucht genügend Platz, um zu schlagen. Eventuell liegt der Boden ein wenig im Schatten, aber generell macht es dem Baum wenig aus. Auch windige Standorte sind der Buche egal, die Wurzel gibt dem Baum Halt und sorgt dafür, dass er stabil bleibt. Ausgenommen es handelt sich um einen schlimmen Orkan. Solche stellen jedoch eine Ausnahme dar und sind in unseren Breitengraden nur selten anzutreffen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen der Buche

Da es sich um ein sommergrünes Laubgehölze handelt, sollte dieses entweder von Oktober bis Dezember oder von März bist April eingepflanzt werden. Wichtig: Die Pflanze darf auf keinen Fall Frost abbekommen. Warte deswegen im Frühjahr bis der letzte Spätfrost vorbei ist, bevor du das Projekt Baum in Angriff nimmst. Achte außerdem darauf, dass der Boden nicht zu Staunässe neigt und das der Kalkgehalt der Erde stimmt. Einmal eingesetzt musst du nicht viel tun. Zurückschneiden ist nicht notwendig, weil sich die ersten Blüten in frühestens 15 Jahren zeigen. Wohl blüht der Baum noch nicht, in die Höhe schießt der Baum jedoch rasch. Pro Jahr in etwa 30 bis 50 cm. Durchaus möglich das deine Rotbuche in zehn Jahren bereits fünf Meter hoch ist und sie dir ihre Schönheit offenbart.

Welche Pflege benötigt die Rotbuche?

Die Rotbuche benötigt kaum Pflege, jedoch solltest du sie regelmäßig gießen. Das Wasser ist wichtig, dass sich die Wurzel optimal im Boden verwurzeln kann. Dies gilt nur für die Jungpflanze. Ältere Bäume benötigen überhaupt kein Wasser mehr, beziehungsweise genügt ihnen das Regenwasser und der Frost, der für die notwendige Bewässerung sorgt. Dünger braucht deine Buche nicht, es sei denn sie leidet an einer Krankheit. Möchtest du doch ein wenig Dünger verwenden, nimm einfachen Kompost, beispielsweise Hornspäne. Handelt es sich um einen sauren Boden ist ein wenig Kalk von Nöten. Hat deine Buche bereits Wurzeln geschlagen, musst du nur ab und zu das Unkraut entfernen und im Herbst das Laub aufkehren.

Falls du deine Buche vermehren möchtest, schneidest du im Sommer einen Steckling direkt von der Pflanze ab und setzt diese in die Erde bis sich die Wurzeln automatisch bilden. Du könntest auch Bucheckern einpflanzen, jedoch ist dies wenig ergiebig, weil es viel zu lange dauert.

Benötigt eine Buche einen Rückschnitt?

Buchen benötigen kaum Rückschnitt. Solltest du dich doch einmal verschneiden, vertragen sie es ziemlich gut. Dank der guten Schnittverträglichkeit machst du hier kaum etwas falsch. Nicht selten wird die Rotbuche als Heckenpflanze verwendet. Falls du deine kreative Ader im Garten ausleben möchtest, nur zu. Die Buche freut sich darauf. Schneidest du den Baum bis zum Stamm zurück, wächst die Buche trotzdem nach und es dauert nicht lange bis sie neue Zweige bekommt. Für einen Heckenschnitt verwendest du eine Gartenschere. Damit erschaffst du schmale Hecken, die im Bedarfsfall einen Sichtschutz ergeben. Außerdem bleibt sie das ganze Jahr über vorhanden. Pro Jahr empfehlen sich zwei Rückschnitte, einer davon sollte im Juli erfolgen, um den weiteren Wachstum zu fördern.

Wann blühen Rotbuchen und wie lange dauert die Blütezeit?

Wie fast alle einheimischen Bäume, blüht auch die Buche im Frühling. Es gibt männliche und weibliche Blüten. In der Regel fallen die Blüten nicht stark auf, manchmal sind diese überhaupt nicht zu sehen. Männliche Blüten sind eher erkennbar als weibliche, weil sie von den Büscheln abwärts hängen. Bei jungen Bäumen dauert es bis zu 15 Jahre bis die ersten Blüten sichtbar sind. Ist es einmal so weit, startet die Blütezeit im April bis in den Mai. Handelt es sich um milde Winter startet die Blütezeit sogar früher. Selten aber doch kommt es erst im Juni zur Blüte. Das ist meist dann der Fall, wenn der Frühling sehr unbeständig und nass war. Austreiben tun die Blüten zur gleichen Zeit wie die Blätter. Der Austrieb beginnt in der Regel im März, die Knospen legen sich bereits im Vorjahr an.

Löst die Rotbuche Allergien aus?

Personen die an einer Pollenallergie leiden, könnten auch von der Rotbuche in Mitleidenschaft gezogen werden. Diese blüht in der Regel von März bis Mai und es wirbeln die Pollen durch die Luft. Im Norden und in höheren Lagen erfolgt die Blütezeit teils später, auch nach einem kalten Winter. War der Winter eher mild, beginnt der Pollenflug teilweise schon im Februar. Rotbuchen kommen quasi überall vor. Ob im Wald, im ländlichen Gebiet oder in der Stadt, wo er gerne als Hecke verwendet wird. Deswegen musst du mit Pollenflug in der Regel überall rechnen. Der Wind verteilt diese mehrere Kilometer, sodass du nicht unmittelbar daneben stehen musst. Wie sehen Pollen der Rotbuche aus? Pollen sind so klein, dass diese kaum wahrnehmbar sind. Befinden sich mehrere davon in einem Haufen, ergeben diese einen gelblichen Staub. Betrachtet man diese im Mikroskop, erkennt man eine kugelrunde Form, mit Ausstülpungen und Einkerbungen.

Selten leiden Betroffene nur an einer Rotbuchenallergie. Oftmals liegen Empfindlichkeiten auch gegenüber anderen Bäumen und Pflanzen auf, zum Beispiel: Birke, Eiche, Hasel, Ulme und Erle. Die Allergene in der Rotbuche sind relativ gering, deswegen fallen auch die Symptome mild aus. Manchmal entwickelt sich dies zu einem allergischen Asthma, welches schlimmere Folgen haben könnte. Reaktionen machen sich an den Augen bemerkbar, die Augenlider röten sich, es brennt und juckt. Nicht selten kommt es zu Tränenfluss. Auch die Nase läuft, die Schleimhäute sind geschwollen und man muss Niesen. Die oberen Atemwege sind manchmal gereizt, durch einen Juckreiz, Kribbeln, Brennen und Husten. Ähnlich einer Erkältung, der Hals schwillt an. Das Atmen fällt schwerer, der Schlaf und das Allgemeinbefinden wird getrübt. Manchmal kommt es ferner zu einer geistigen Leistungseinschränkung. Nicht selten wird solch eine Allergie mit einer Erkältung verwechselt. Wer jedes Jahr rechtzeitig zur Pollenzeit mit diesen Beschwerden konfrontiert wird, sollte eventuell einen Allergietest in Erwägung ziehen, um Schlimmes abzuwenden.

Was hilft gegen die Rotbuchenpollen-Allergie?

Zum Glück gibt es bei einer Rotbuchenpollenallergie Abhilfe. Beispielsweise Nasenduschen oder spezielle Dampfbäder mit Salzwasser sind empfehlenswert. Auch Kompressen, die du dir auf die Augen oder auf die Nase legst, helfen ein wenig die Symptome zu lindern. In der Apotheke gibt es spezielle Teemischungen, die aus Mariendistel, Brennnessel, Salbei und Schafgarbe bestehen. Sie wirken während der Pollenflugzeit beruhigend und mindern ein wenig die Beschwerden. Erkundige dich direkt in der Apotheke, wenn du an Beschwerden leidest. Achte während der Pollenflugzeit ferner auf die Hygiene. Deine Bettwäsche sollte regelmäßig gewechselt werden. Auch macht es Sinn, die Haare täglich zu waschen, um diese von den Pollen zu befreien. Sollten die Beschwerden besonders schlimm sein, informiere dich beim Arzt welche Maßnahmen du weiterhin treffen kannst. Bleibt eine Allergie unbehandelt, kann sich diese nämlich zu schwerem Asthma entwickeln.

Rezeptfrei bekommst du in der Apotheke auch Medikamente, die Wirkstoffe wie Loratadin oder Cetrizin enthalten. Bei hoher Pollendichte helfen diese dabei, die Symptome in Grenzen zu halten. Erhältlich sind diese in Tablettenform, als Nasenspray oder als Augentropfen. Alternativ sind natürliche Mittel erhältlich, beispielsweise Schüssler Salze oder Bachblüten. Informiere dich auf einschlägigen Seiten, die hierfür erschaffen wurden und dich beraten. Achte zudem auf deine Ernährung um gesund zu bleiben. Entzündungen werden durch Omega-3-Fettsäuren, wie auch Antioxidantien und Mineralstoffe gemindert. Vermeide so gut wie möglich Kontakt mit den Bäumen.

Wie lässt sich das Alter einer Buche bestimmen?

Bei dir im Garten steht eine Buche oder du bist neugierig, wie alt die Buche im Wald ist? Dies ist ganz einfach möglich. Anhand von zwei bis drei Arten lässt sich das Alter bestimmen. Der Standort und der Stammumfang sind hierfür notwendig. Bei alten Bäumen kommt außerdem die Geschichte dazu, die in etwa Aufschluss darüber gibt. Messe den Umfang in einem Meter Höhe. Liegt der Umfang bei 100 cm, ist dein Baum um die 55 Jahre alt. Rechne pro Zentimeter Umfang etwa 0,55 – 0,60 Jahre, so kannst du das Alter am besten bestimmen. Die Standortberechnung ist für Laien kaum durchführbar. Hier müssen sie bereits ein Baumschulen Profi sein. Die geschichtliche Überlieferung kann ebenso hilfreich sein. Wurde der Park zum Beispiel genau vor 150 Jahren angelegt, sind die Buchen höchstwahrscheinlich 150 Jahre alt. Buchen werden rund 320 Jahre alt, der Durchschnitt liegt jedoch bei 150 Jahren, weil die meisten vorher abgeholzt werden.

Die ältesten Buchen Deutschlands entdecken

Möchtest du die ältesten Buchen in Deutschland besuchen? Vermutlich befindet sich diese bei Pondorf, die sogenannte Bavariabuche, die außerdem als Größte gilt. Man schätzt ihr Alter auf 200 bis 320 Jahre. In Oberbach/Bayern befindet sich ferner eine Riesenbuche, wie auch in Utzenfeld/ Baden-Württemberg, wo die rund 200 bis 320 Jahre alte Doppelbuche steht. Baden-Württemberg gilt generell als das Buchenparadies, an zweiter Stelle steht Bayern, wo es natürlich viele Wälder gibt. Der Norden von Deutschland ist eher buchenarm, das liegt an dem sandigen Boden und dem ungünstigen Klima. Buchen sind in Deutschland beliebt, rund 1.500 unterschiedliche Ortschaften heißen so und wurden aufgrund der vielen Buchen so getauft.

Bucheckern sammeln und weiterverarbeiten

Es dauert viele Jahre bis dein kleiner Baum Bucheckern trägt. Trotzdem musst du darauf nicht verzichten. Man findet diese nämlich überall dort, wo ältere Buchen stehen. Zum Beispiel im Wald oder in Parkanlagen. Die Rotbuchen sollten mindestens 40 Jahre alt sein. Dort sind die Chancen am höchsten, dass die Ernte erfreulich ausfällt. Beachte beim Einsammeln, dass gefüllte Samenhüllen schwerer sind und sich nicht wirklich zusammendrücken lassen. Es finden sich immer wieder leere Hüllen, die bereits von anderen Sammlern entleert wurden oder einfach keine enthalten. Vorort ist es jedoch mühsam, diese alle zu kontrollieren. Sammle sämtliche Bucheckern ein und verschiebe das Aussortieren auf zu Hause.

Ein Trick, wie du das Aussortieren zu Hause beschleunigen kannst, ist die Wasser-Methode. Fülle eine große Schüssel mit Wasser an und lege die Bucheckern hinein. Jene, die oben schwimmen fischst du mit einem Sieb und entsorgst diese im Biomüll, da sie unbrauchbar sind. Jene die auf den Boden sinken kannst du noch verwenden, weil diese voll und brauchbar sind. Gieße auch diese mit einem Sieb ab und lege sie auf ein Tuch zum Abtropfen. Wichtig: Schäle Sie Nass, weil sich die Nüsse so schneller von der Schale befreien lassen. Verwende bei kleinen Mengen einfach deine Fingernägel, handelt es sich um eine Vielzahl von Nüssen, verwende besser ein Messer dafür. Einfach die Hüllenspitze ein wenig anknipsen und die Schale abziehen. Dies klappt in der Regel ziemlich gut, aber leider auch nicht immer. Deswegen sei ein wenig geduldig, wenn es sich um Bucheckern handelt. Danach entfernst du den Flaum, der sich auf den Bucheckern befindet. Dies musst du nicht mit jeder einzelnen Nuss machen. Lege die Bucheckern in eine Schüssel und mische diese ein wenig durch und puste mehrmals hinein. Die Flusen lassen sich so schneller entfernen.

Erwachsene können kleine Mengen an Bucheckern roh essen, ohne dass etwas passiert. Bei übermäßigen Verzehr kommt es oftmals zu Bauchschmerzen, wegen dem Inhaltsstoff Fagin, der in großen Mengen giftig ist. Ebenso befindet sich sogenannte Blausäure in Bucheckern, die in großen Mengen ebenso giftig sind. Hunde und Kinder sollten auch kleine Mengen nicht verzehren, um eine Vergiftung zu vermeiden. Beide giftigen Inhaltsstoffe werden durch Hitze abgebaut, deswegen solltest du sie unbedingt erhitzen, wenn du diese Kindern servierst oder mehr davon essen möchtest. Schaden kann es so oder so nicht.

Diese drei Möglichkeiten gibt es um die Bucheckern zu erhitzen:

Die erste Möglichkeit wäre, die Samen in der Pfanne zu rösten. Einige Minuten anrösten und abkühlen lassen. Die zweite wäre, die Samen in eine Schüssel geben und mit heißem, kochenden Wasser übergießen. Danach das Wasser durch einen Sieb schütten. Zum Trocknen legst du die Bucheckern am besten auf ein Küchentuch. Die dritte Möglichkeit wäre, die Bucheckern zu backen. Diese Methode eignet sich dann, wenn du die Nüsse weiterverarbeiten möchtest. Tipp: Röste sie vorher und mixe sie dann mit einem Mixer zu feinem Mehl. Danach kannst du diese auf Salat streuen oder du machst daraus einen veganen Brotaufstrich. Auch lassen sich damit Kuchen, Brot und Kekse backen, die ähnlich wie Wal- oder Haselnüsse agieren.

Rezept für Bucheckern Brot:

  • 250 g gemahlene Bucheckern
  • 250 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • 125 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • Öl und Semmelbrösel
  • Eine kleine ofenfeste Backform

Den Backofen auf 190° C vorheizen, die Form einfetten und mit Brösel reichlich bestreuen. Mehl, Bucheckern, Backpulver und Zucker vermengen, Milch dazu geben und mit dem Teig verrühren. In Folge den Teig in die Form schütten und 45 Minuten lang backen. Danach auskühlen lassen und genießen.

Bucheckern Öl herstellen

Früher war Bucheckern Öl begehrt, auch heute kannst du dieses natürlich noch selbst herstellen. Verwende hierfür eine Ölpresse, gib die Bucheckern hinein und presse das Öl raus. Dieses kannst du entweder als Lampen Öl oder als Speiseöl verwenden.

Sind Bucheckern gesund?

Bucheckern enthalten zirka 40% Fett, deswegen solltest du diese nicht unbedingt in großen Mengen verzehren. Jedoch beinhalten sie auch hochwertige Inhaltsstoffe wie Zink, Eisen und Mineralstoffe. Ab und zu kannst du dir unbedenklich ein paar Bucheckern schmecken lassen. Ein wenig Fett benötigen wir schließlich alle. Tipp: Auch die Buchen Blätter lassen sich verspeisen. Diese enthalten überhaupt keine Giftstoffe. Am besten schmecken die jungen Blätter, die direkt nach dem Austrieb wachsen. Diese lassen sich am besten in einem Frühlingssalat mischen.

Guten Appetit.

Übrigens, früher bekamen Kühe junge Buchentriebe zum Fressen. Diese erhöhen die Milchleistung und im Winter sind Bucheckern ideal als Streu bei Glatteis. Wie du siehst, es handelt sich um einen vielseitigen Baum, den du nicht unterschätzen solltest. Auch fürs Überlebenstraining ist dies sicherlich interessant. Gehst du im Wald verloren, sammle ein paar Bucheckern und du verhungerst garantiert nicht.

Ein Buchen Bonsai-Bäumchen pflanzen

Du hast keinen Garten, möchtest aber trotzdem nicht auf eine Buche verzichten? Hol dir ein kleines Bonsaibäumchen in die Wohnung. Diese sind dir sicherlich bekannt. Es handelt sich um Minibäume, die im Topf wachsen. Du benötigst nur einen Topf, Samen einer Rotbuche und Erde. Viele glauben, Bonsaibäumchen sind besondere Bäume. Nein, es kann quasi ein jeder Baum als Topfpflanze gehalten werden, wenn die Standortbedingungen stimmen. Der Baum wird deswegen nicht größer, weil sich die Wurzeln nicht weiter ausbreiten können. Dennoch entsteht ein kleines Bäumchen, das Freude bereitet. Ausprobieren lohnt sich. Vielleicht wächst auch in deinem Wohnzimmer bald eine Rotbuche in Miniform.

Fazit:

Eine Rotbuche pflanzen macht Spaß und es ist schön diese zu beobachten, wie diese wächst und wächst. Geduld musst du bei diesem Baum auf jeden Fall mitbringen, wenn es um die Blüte geht. Wie gesagt, es dauert viele Jahre bis sich hier überhaupt etwas tut. Da der Baum aber ziemlich schnell in die Höhe schießt, lässt sich zumindest in diesem Bereich ein Fortschritt beobachten. Aus einem kleinen Baum wird etwas ganz Großes und wer weiß, in vielen Jahren sitzt du darunter und genießt den Moment.
Erinnerst dich an den Tag, an dem du diesen eingepflanzt hast. Solche Projekte sind besonders emotional, weil sie viele Erinnerungen mit sich mitbringen. Einem Baum bei Wachsen zu zu sehen ist wunderschön. Die Natur in ihrer schönsten Pracht erleben. Falls du nicht so lange warten willst, gehe in den Park und mach dich schlau wo es Rotbuchen gibt. Erforsche die Bäume, vergleiche sie und rate wie alt diese sind.

Die Natur beobachten macht ebenso Spaß, allen voran im Herbst, wenn die Blätter ihre Farbenvielfalt präsentieren. Sammle Bucheckern und hol dir ein Stück nach Hause, welches du dir schmecken lassen kannst. Vor allem mit Kindern macht das Nüsse sammeln viel Spaß. So haben alle eine Beschäftigung und lernen etwas dabei. Ob selbst einpflanzen, sammeln oder beobachten: Rotbuchen sind faszinierend.

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