Spaten Test – Worauf muss ich achten?

Gummistiefel und Spaten bereit zur Arbeit© SpeedKingz - shutterstock.com

Trotz der vielen elektrischen Helferlein, die die Gartenarbeit so einfach und angenehm machen sollen, muss bei gröberen Arbeiten wie beispielsweise beim Pflanzen von Gehölzen oder zum Lockern von verdichteten Boden, doch wieder auf das älteste Grabungswerkzeug der Menschheit zurückgegriffen werden und das ist der Spaten. Neben der Schubkarre, Hacke und Harke wohl das wichtigste Werkzeug für den heimischen Garten. Aber nur ein wirklich guter Gärtnerspaten kann letztlich hilfreich sein. Mittlerweile gibt es zahlreiche Produkte von diversen Herstellern in nahezu allen Preislagen. Unterscheiden lassen sie sich nur in ihrer Qualität und Verarbeitung. Welche Kriterien beim Kauf zu beachten sind, um einen möglichen Fehlkauf zu vermeiden, sollen die nachfolgenden Zeilen aufzeigen.

Der Aufbau eines Gartenspatens

Ein Spaten besteht aus einem Stiel und einem Spatenblatt. So könnte die simple Beschreibung eigentlich lauten. Die wichtigsten Merkmale liegen aber im Detail. Denn zum Beispiel sollte der Spatenstiel die richtige Länge aufweisen, um gut mit dem Gärtnerspaten arbeiten zu können. Des Weiteren sollte der Stiel aus einem Material bestehen, dass weder leicht nachgibt oder gar zerbricht. Gleichfalls sollte er gut vernietet und mindestens bis zu 35 mm dick sein. Weiterhin spielt auch die Verbindung des Spatenstiels mit dem Spatenblatt eine entscheidende Rolle. Um einen möglichen Bruch zu vermeiden, sollte der Schaft eine bestimmte Länge aufweisen, die für eine genügende Stabilität des Stiles sorgt. Das eigentliche Spatenblatt ist in vielen Größen erhältlich und sollte grundsätzlich nach den jeweiligen Bodenverhältnissen des heimischen Gartens ausgewählt werden. Das Material des Blattes sollte aus rostfreien Edelstahl oder aus einem extrem harten Kohlenstoffstahl bestehen. Um beim Einstechen des Spatenblattes in den Boden genügende Kraft ausüben zu können, besitzen gute Spaten rechts und links zwei Auftrittkanten. Einige Exemplare verfügen hier über einen zusätzlichen Trittschutz. Die letzte Komponente des Gartenspatens bildet der Griff. Dieser ist gleichfalls dafür verantwortlich, dass die eigene Körperkraft ausreichend über den Stiel auf das Blatt wirkt. Mittlerweile haben sich drei Arten von Griffformen etabliert. Dies ist zunächst die grifflose Variante, dann die altbekannte T-Form und als letztes die D-Form. Aus der Erfahrung heraus, ist die erste, die grifflose Variante, eher nicht sonderlich empfehlenswert. Ob man sich hingegen für die klassische T-Form oder doch für die D-Form entscheidet, sei jedem selbst überlassen. Wirklich wichtig ist lediglich wie gut Du damit zurechtkommst und wie gut Du damit arbeiten kannst. Vor allem sollte er gut in der Hand liegen. Bei Kunststoffgriffen in D-Form sollte darauf geachtet werden, dass die Flächen angeraut sind, umso ein Abrutschen während der Arbeit zu verhindern.

Wie finde ich für mich die passende Stiellänge?

Mit entscheidend für ein rückenschonendes Arbeiten mit dem Gartenspaten, ist die Länge des Stieles. Für die richtige Auswahl der optimalen Stiellänge gibt es folgenden Tipp. Dieser gilt gleichermaßen für die Varianten mit T- und D-Griffform. Lege dazu Dein Oberarm seitlich dicht an den Brustkorb und Deine Hand auf den Spatengriff. Der Spaten sollte dabei senkrecht auf den Boden stehen. Wenn Dein Unterarm sich nahezu in der Waagerechten befindet, ist dies die passende Stiellänge für Deine Körpergröße.

Das richtige Blatt für den richtigen Boden

Wie bereits erwähnt, sollte das Blatt mindestens aus rostfreiem Edelstahl bestehen sowie über geschärfte Kanten verfügen. Aber nicht jedes Spatenblatt ist gleich gut für alle Böden geeignet. So sind schmale Spatenblätter eher für harte Böden vorgesehen und jene mit einer großen Fläche eher für lockere Böden. Die Spatenblätter mit einer spitz zulaufenden Kante sind vor allem für steinige Böden oder für Böden mit reichlich Wurzelwerk zu benutzen. Wichtig ist aber, dass die angeschärften Kanten hin und wieder mit Hilfe einer Metallfeile nachgeschärft werden. Ebenso wichtig ist die Reinigung des Spatenblattes nach dem Gebrauch. Denn nur ein sauberer Spaten ist wirklich hilfreich und zu dem wird dadurch der Ansatz von Rost verhindert.

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