Baum pflanzen

Sonne scheint im Wald durch die Blätter © vovan - shutterstock.com

Beim Pflanzen von Bäumen ist zunächst einmal wichtig, um welchen Baum es sich handelt und wo dieser angepflanzt werden soll. Anschließend sollte die richtige Pflanzzeit gewählt, das Pflanzloch vorbereitet und schließlich die korrekte Pflanzung sowie die angebrachte Pflege bedacht werden.

Bäume pflanzen

Baumarten und Standorte

Bevor du einen Baum pflanzt, solltest du überprüfen, ob der gewählte Boden sich überhaupt für die Baumart eignet. Natürlich spielt das benötigte Klima eine wichtige Rolle, aber auch Faktoren wie der pH-Wert des Bodens, die Nährstoffversorgung und die Bodenbeschaffenheit sind zu bedenken. Zudem solltest du darauf achten, dass am Standort genügend Platz für das Wachstum des Baumes gegeben ist.

Baumarten und Ansprüche

Natürlich ist es am einfachsten, einheimische Bäume anzupflanzen, da diese gut mit den Temperaturen und den Licht- und Bodenbedingungen zurechtkommen. An Laubbäumen sind in Deutschland zum Beispiel Ahorn, Buche, Kastanie, Eiche oder Birke weit verbreitet, bei Nadelbäumen sind es Fichte, Kiefer oder Eiche. An Obstbäumen wachsen in Deutschland unter anderem Apfelbäume, Kirschbäume, Pfirsich und Birnbäume.

Fichten und Lärchen sind besonders resistent gegen Kälte, Winterlinden und Kiefer halten hingegen auch sehr hohe Temperaturen aus. Die meisten Pflanzen vertragen eine hohe Sonneneinstrahlung, für manche sind allerdings eher schattige Plätze geeignet. Eiben können zum Beispiel ganz ohne direkte Sonneneinstrahlung auskommen. Fichten, Briken und Linden mögen Halbschatten gern und Eichen, Lärchen oder Platanen benötigen sehr sonnige Standorte.

Wenn du einen Obstbaum anpflanzen möchtest, solltest du auf den Wechsel achten. Steinobst-Bäume wie Kirsche oder Pflaume und Kernobst-Bäume wie Quitte, Apfel oder Birne gedeihen am besten, wenn sie in nachfolgender Reihenfolge, am selben Standort angepflanzt werden.

Geeignete Pflanzzeiten

Die beste Pflanzzeit für die meisten Bäume und Sträucher ist der Herbst, denn da ist der Boden nicht so trocken wie im Sommer und es bleibt auch noch genügend Zeit sich auszubreiten, bis der erste Frost eintritt. Für frostempfindliche Gehölze eignet sich der Frühling zum Einpflanzen. Meistens sind die Zeiträume von Ende September bis Anfang Dezember bzw. von Anfang März bis Ende April geeignet. Der Boden sollte aber in jedem Fall weder zu feucht, noch gefroren sein. Lorbeerkirsche, Rot- und Hainbuchen sollten allerdings zwischen April und Mai und Buchsbäume oder Eiben im August oder September gepflanzt werden.

Das Pflanzloch vorbereiten

Das Pflanzloch sollte im Normalfall etwa doppelt so groß sein, wie die Breite der Wurzelballen beträgt. Wenn der Boden schwer ist, solltest du das Loch etwas größer ausheben. Gegebenenfalls muss ein wenig Sand oder hochwertige Pflanzenerde in das Loch eingebracht werden. Undurchlässiger und verdichteter Boden ist für jedes Gehölz ungeeignet, da er bei Trockenperioden für Wassermangel und bei langen Regenfällen für Staunässe sorgt. Der Boden sollte mindestens 40 Zentimeter tief aufgelockert werden, um eine ausreichende Wasserdurchlässigkeit zu garantieren. Je tiefer das Loch gelockert wird, desto besser können sich die Wurzeln später ausbreiten. Außerdem solltest du Wurzeln von hartnäckigem Unkraut und Steine entfernen.

Zum Ausheben der Pflanzgrube eignet sich ein Spaten und zum Lockern eine Grabegabel. Hilfreich ist natürlich auch, je nach Bodenbeschaffenheit und Ansprüchen der Baumart, etwas Kompost in das Loch zu streuen. Das Düngen sollte allerdings auf organischen Dünger, wie Knochenmehl oder Hornspäne beschränkt werden.

Das Einpflanzen des Baums

Wenn du deinen Baum im Topf angezogen hast, kannst du ihn ohne Probleme aus dem Topf heben und einpflanzen. Wurzelballen sollten nur leicht unter der Erdoberfläche eingepflanzt werden und die Wurzeln sollten generell immer genügend Sauerstoff aufnehmen können. Bevor du dein Bäumchen pflanzt, solltest du den Boden schon einmal vorwässern. Richte das Bäumchen aus, füll das Loch anschließend mit Erde. Dann kannst du die Erde leicht festtreten und die Stelle großzügig wässern. Es empfiehlt sich, um die Pflanze einen Gieß-Rand aufzuschichten, damit das Wasser die Wurzeln direkt erreichen kann.

Pflege

Vor dem Wind schützen

Anfangs solltest du dein Bäumchen mit einem Stützpfahl gegen den Wind sichern. Dabei solltest du aber darauf achten, dass du dem Stamm eine gewisse Bewegungsfreiheit lässt, damit er sich angemessen entwickelt kann. Der Stützpfahl sollte in Windrichtung angebracht werden. Außerdem solltest du zum Anbinden nur elastisches Material nehmen, um ein Einschnüren zu verhindern.

Regelmäßig Wässern

Die Pflanze sollte zudem regelmäßig bewässert werden und gerade ein ordentliches Angießen ist wichtig, um einen dichten Bodenschluss zu zwischen den Feinwurzeln und der Erde zu ermöglichen.

Rückschnitt

Pflanzen, die in einem Topf angezogen wurden, benötigen keinen Rückschnitt, die aus Containern oder Baumschulen werden aber durch das Ausgraben an der Wurzel verkleinert und daher sollte ein Ausgleich in der Baumkrone geschaffen werden.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top