Indianernessel

Den ganzen Sommer hindurch setzt die Indianernessel (Monarda didyma) in der Staudenrabatte, im Schmetterlingsbeet oder bei der Unterpflanzung von Gehölzen farbige Akzente. Es gibt über 100 Züchtungen die von weißen Farbtönen bis zu dunkelroten, kräftigen Farben reichen und in der Größe variieren. Die Blüten der Staude, die auch unter den Namen Goldmelisse, Bienenbalsam oder Wilde Bergamotte bekannt ist, ähneln locker gebundenen aufrechten Bommeln. Sie und die fein gezackten Blätter verströmen einen für Bienen, Hummeln und Schmetterlingen unwiderstehlichen Geruch. Dieser Duft sowie ihre Robustheit macht sie zu einer sehr beliebten Blühstaude. Sie gilt als Bienenfutterpflanze und punktet weiterhin mit ihrer Winterhärte.

Standort und Pflege

Sie wächst besonders gut in sonnigen Lagen und auf leichten Böden. In schattigen Standorten reagiert sie empfindlich auf Staunässe. Schwere Böden toleriert sie, gedeiht dort aber nicht so kräftig.
Die Indianernessel blüht um so mehr, je mehr Du Verblühtes zurückschneidest. Kürze Sie im Herbst nicht vollständig zurück, sondern denke an Nützlinge und an hungrige Vögel. Sie bietet Insekten Unterschlupf und durch ihre Samenkapseln unseren Vögeln im Winter Nahrung. Die Indianernessel stammt aus dem kalten Norden Amerikas und braucht keinen Winterschutz. Anders sieht das bei Kübelpflanzen und Neuzüchtungen aus. Hier ist ausreichend Winterschutz des Pflanzgefäßes und der Pflanze notwendig.
Im Frühjahr treibt sie neu aus, muss in dieser Zeit vor Schneckenfraß geschützt werden. Schnecken kannst Du mit Schneckenkorn, einem Schneckenzaun oder regelmäßiges Ablesen verhindern. Laufenten lieben die glitschigen, gefräßigen Wirbellosen. Denke daran, dass die Enten Wasser für das Verschlingen von Schnecken brauchen, da sie diese sonst nicht schlucken können. Gestreute Holzasche, Algenkalk oder Gesteinsmehl entzieht den Schnecken den Schleim und bewegt sie zur Umkehr.
Über eine Düngegabe wie Kompost, Pflanzenjauchen oder Blühpflanzendünger im zeitigen Frühjahr freut sie sich die Goldmelisse.

Vermehrung

Diese mehrjährige Staude lässt sich leicht aus Samen selber ziehen. Im April gibst Du den Samen auf ein vorbereitetes Saatbeet oder in Pflanzschalen. Drücke den Samen nur leicht an. Er ist ein Lichtkeimer. Dann braucht dieser je nach Witterung 14 bis 16 Tage bis er keimt. Wenn die kleinen Pflänzchen ausreichend groß sind, pflanzt Du sie an den vorgesehenen Standort im großen Abstand von 40 cm, da sie Ausläufer bildet. Dort kann die Indianernessel dann ungestört ein paar Jahre wachsen.
Nach ungefähr 5 Jahren kannst Du die Pflanze zur Vermehrung teilen. Damit wirkst Du einer nachlassenden Blühfreudigkeit entgegen.
Wenn Du die Pflanze mit Stecklingen vermehren willst, dann schneide im zeitigen Frühjahr etwa 10-15 cm Triebe ab und stecke diese in Anzuchterde. Bei feuchtem Boden bilden diese recht schnell Wurzelballen und Du hast die gleiche Sorte vervielfacht, was bei Samenvermehrung nicht garantiert ist.

Verwendung

Die Blüten eignen sich zum Schnitt. Nicht nur in der Vase, sondern auf Salaten und Desserts wirken die Wuschel dekorativ. Sie sowie das Kraut sind essbar und besitzen heilende Substanzen. Sie werden als Tee bei Husten, Übelkeit und Schlaflosigkeit eingesetzt.

Krankheiten

In heißen, trockenen Sommern ist sie mehltauanfällig. Hier hilft nur zur Vorbeugung, dass sie nicht austrocknet und regelmäßig gegossen wird.
Ist sie befallen, so entferne befallene Pflanzenteile. Werfe diese bitte nicht auf den Kompost. Der Pilz kann jahrelang im Kompostboden überleben. In einem naturbelassenen Garten solltest Du keine Fungizide einsetzen, die Mehltau verhindern.

1 Kommentar zu „Indianernessel“

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