Rhododendron pflanzen

Rhododendren im Garten© Jamie Hooper - shutterstock.com

Rhododendron und auch Azaleen gehören den sogenannten Heidekrautgewächsen an. Die Azalee ist eine Art Oberbegriff für zumeist aus Japan stammende Rhododendronsorten. Der Begriff Rhododendron setzt sich auch den beiden griechischen Wörtern rhodos, zu deutsch Rose und dendron, zu deutsch Baum zusammen. Gerade aufgrund der Blütenpracht der bunten Hecken sind sie sehr beliebt bei vielen Hobbygärtnern.

Die unterschiedlichen Rgododendren Arten

Weltweit gibt es von der beliebten Pflanze über 1000 unterschiedliche Arten, teilweise handelt es sich jedoch auch um sogenannte Dopplungen. Noch größer fällt die Anzahl der Züchtungen aus, sodass gesagt wird, es gäbe über 30.000 Rhododendron-Sorten.

Der ideale Standort

Da die meisten hier im Handel erhältlichen Rhododendron-Arten aus den sogenannten gemäßigten Zonen stammen, sollte ein Standort gewählt werden, der sich im Halbschatten befindet. Zudem sollte hier eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden sein. Ideal sind Gebiete, an denen zumeist kühle aber auch feuchte Sommer vorkommen und lediglich kurze Kältephasen mit möglichst wenig Frost vorhanden sind. Zudem sollte der gewählte Standort möglichst windgeschützt sein, da so die Austrocknung der Pflanzen durch den Wind verhindert werden kann. Es wird gesagt, dass je höher die jeweilige Luftfeuchtigkeit ist, desto mehr Sonne verträgt die Pflanze. Dennoch sollte immer ausreichend Schatten vorhanden sein, zum Beispiel in Form einer Hauswand oder auch durch in der Nähe stehende große Bäume. Letztere sollten möglichst tief wurzelnd sein, da dies auch der Rhododendron tut, Beispiele hierfür sind die Eiche oder auch die Kiefer. Ist hingegen zu viel Schatten vorhanden, kann es sein, dass die Pflanzen nicht ihre ganze Blütenpracht erreichen. Die sogenannten alpinen Sorten hingegen vertragen auch volle Sonneneinstrahlung.

Der optimale Boden

Der Boden, in den ein solcher Zierstrauch gepflanzt werden soll, sollte idealerweise folgenden Eigenschaften besitzen:

  • sauer
  • locker
  • humushaltig
  • wasserdurchlässig
  • luftdurchlässig

Da sich die Wurzeln der Pflanzen zumeist in der obersten humosen Bodenschicht befinden, sollten Bodenverdichtungen und auch Staunässen unbedingt vermieden werden. Ansonsten kann es sein, dass ein Sauerstoffmangel entsteht und dadurch die Wurzeln absterben. Die Staunässe kann dazu führen, dass sich diverse Krankheitserreger niederlassen, ein Beispiel hierfür ist Phytophthora. Der pH-Wert des gewählten Bodens sollte im sauren Bereich zwischen 4,0 und 5,0 liegen. Ab einem pH-Wert von 6,0 und höher wird das Wachstum der Pflanzen stark beeinflusst, zudem können an den Blättern sogenannte Wuchsdepressionen und auch Chlorosen entstehen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, welche Eigenschaften Dein Boden aufweist, solltest Du eine Bodenanalyse vor der Pflanzung durchführen. Diese Sets kannst Du in nahezu jedem Baumarkt oder Gartencenter für kleines Geld erwerben.

Die Rhododendronerde

Wenn Du bei der oben beschriebenen Bodenanalyse feststellst, dass der Boden nicht die notwendigen Bedingungen aufweist, die ein Rhododendron benötigt, kannst Du hierfür spezielle Rhododendronerde kaufen. Diese beinhaltet alle wichtigen und notwendigen Nährstoffe und erfüllt die Bedingungen, die er benötigt, um ideal wachsen zu können. Damit der Säuregehalt des jeweiligen Bodens möglichst konstant bleibt und auch nicht durch Gießwasser ausgewaschen werden kann, solltest Du unter die Rhododendronerde eine Folie legen. Idealerweise wird diese so platziert, dass sie zwischen dem Mutterboden und der Rhododendronerde liegt. So kann zudem verhindert werden, die feinen Wurzeln des Zierstrauches durch die von benachbarten Pflanzen bedrängt werden und so der notwendige Platz genommen wird.

Die Bodenvorbereitung

Oben wurde schon erläutert, welche Bedingungen der jeweilige Boden erfüllen muss, damit die Pflanzen ideal wachsen können. Die erste Vorbereitung wurde auch schon erwähnt, die Nutzung der Rhododendronerde. Ist der Standort bestimmt, an dem die Pflanze eingesetzt werden soll, kann ein Pflanzloch ausgehoben werden, dieses sollte möglichst doppelt so breit und auch tief wie der Wurzelballen sein.

Nun kannst Du dieses Loch bis zu einem Drittel mit möglichst feuchtem Torf und auch Rhododendrondünger füllen. So wird gewährleistet, dass die Pflanzen die Umgebung besser annehmen und anwachsen können. Als Nächstes solltest Du eine sogenannte Tiefenlockerung durchführen. Hierfür gräbst Du das Pflanzloch um, damit sich die zugegebenen Stoffe (Dünger und Torf) gut mit dem Boden vermischen. Denn wie schon erwähnt, mögen die Pflanzen und vor allem auch die feinen Wurzeln besonders lockere Böden. Nun solltest Du noch einmal etwas Torf an die Lochwände geben, sodass die Wurzelballen der Pflanzen bei dem späteren Einsetzen komplett mit Torf umgeben sind. Du solltest aber unbedingt darauf achten, dass der Torf vor dem Einsetzen in das Pflanzloch immer erst angefeuchtet wird.

Das Einsetzen, die Pflanzhöhe und die Pflege der Pflanzen

Nun kannst Du die Pflanzen einsetzen, solltest aber darauf achten, dass sie nicht zu tief im Erdreich sind. Hierbei sollte das obere Ende des Wurzelballens frei von Erde sein, sodass ungefähr 1 bis 2 Zentimeter aus dieser herausragen. So kann verhindert werden, dass der oben erwähnte schädliche Sauerstoffmangel entsteht. Nach dem Einsetzen muss die Erde, die sich um die Pflanze herum befindet, sehr behutsam angedrückt werden. Nun solltest Du die Erde großflächig angießen, damit die Pflanze gerade zu Beginn mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird.

Bei der Pflege der gesetzten Pflanzen sollte darauf geachtet werden, dass immer ausreichend Bodenfeuchtigkeit vorhanden ist. Ab und zu kannst Du diese auch mit etwas Hornspäne (im Wurzelbereich) düngen, um ihnen alle notwendigen Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Um den Rhododendron vor starken Temperaturschwankungen zu schützen, solltest Du zum Schluss noch eine Schicht (ca. 4 – 5 cm) Rindenmulch auf dem Pflanzbereich verteilen. Zudem kann so ein eventuelles Austrocknen der Pflanzen verhindert werden.

Wie können die Pflanzen vermehrt werden?

Um die beliebten Pflanzen zu vermehren, gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten. Die wohl Effektivste ist es Ableger zu nutzen. Hierfür solltest Du direkt nach der Blütezeit bodennahe seitliche Triebe einschneiden (ungefähr 15 cm). In die Kerbe kannst Du ein Streichholz legen, damit sie sich nicht schließt. Durch den Schnitt bildet die Pflanze an dieser Stelle ein Wundgewebe, auch Kallus genannt. Nun sollten sich an dieser Stelle, ab dem nächsten Frühjahr neue Wurzeln bilden. Sobald diese zu sehen sind, kannst Du die neu entstandene Pflanze mit sehr viel Vorsicht von der Mutterpflanze trennen und an einer anderen Stelle einpflanzen. Wie das idealerweise durchgeführt werden sollte, wurde oben bereits beschrieben (Torf, Dünger). Weitere Möglichkeiten der Vermehrung sind:

  • Aussaat
  • Abmoosen
  • Absenker
  • Veredlen
  • Pfropfen
  • Stecklinge

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