Clematis pflanzen

Lila Clematis© Anna Tkach - shutterstock.com

Die Clematis ist eine Rankpflanze, die es in vielen verschiedenen Formen und Arten gibt. Es gibt sowohl sommergrüne als auch wintergrüne. Ihr attraktivster Wert ist die unglaubliche Blütenfülle, wobei die Form und Anordnung der Blüten bei den einzelnen Arten sehr unterschiedlich ist. Es gibt sowohl tellerförmig ausgebreitete, als auch glockenförmige oder Blüten, die zu Rispen vereinigt sind.

Was ist der beste Standort?

Die Clematis ist bei der Wahl ihres Standortes ein wenig anspruchsvoll. Die Wurzeln müssen unbedingt beschattet werden, damit der Boden feucht bleibt. Daher wird sie auch Waldrebe genannt – sie liebt die Eigenschaften des Waldes, wo genau diese Begebenheiten vorhanden sind. Um ihr diese Möglichkeiten zu geben, kannst du an den Fuß der Pflanze Bodendecker oder andere kleinere Pflanzen einsetzen. Eine weitere Variante ist das Abdecken mit größeren Steinen. Der Standort sollte jedoch warm und halbschattig sein.
Das kannst du dir mit folgendem Satz gut merken: „Der Kopf möchte in die Sonne und der Fuß in den Schatten.“

Wie wird die Waldrebe eingepflanzt?

Den Boden bei diesen Kletterpflanzen solltest du vorher gut auflockern, denn sie brauchen durchlässige und gut kultivierte Gartenböden. Um die Veredelungsstelle der Pflanze zu schützen, wird ein tiefes und schräges Einpflanzen empfohlen. Das bedeutet, dass du das Pflanzloch mindestens doppelt so groß ausheben solltest, wie der Wurzelballen der Pflanze ist. Dann stellst du die Pflanze schräg in das Loch, so dass die Wurzel weiter weg von der Wand/Rankhilfe ist, als die Spitze der Pflanze. Damit ist gewährleistet, dass die Veredelungsstelle unter der Erde ist. Da die Clematis mit Hilfe von Blattranken klettern, ist es wichtig, dass sie sich um Gitter, einen gespannten Draht oder Äste von anderen Sträuchern winden kann.

Wann ist die beste Pflanzzeit?

Grundsätzlich können Clematis ganzjährig gepflanzt werden, da sie als Containerware angeboten werden. Der optimale Pflanzzeitpunkt ist jedoch im Spätsommer, da die Bodentemperaturen dann zwischen 16°C und 20°C liegen. Wenn du den Boden gut feucht hälst, sind das die besten Voraussetzungen, dass die Wurzeln bereits sehr gut wachsen und ohne Probleme durch den Winter kommen.

Was muss bei der Pflege beachtet werden?

Wie bei allen Pflanzen gilt auch hier: auf die richtige Pflege kommt es an. Dazu gehört natürlich der Schnitt. Bei der Waldrebe unterscheidet der Fachmann zwischen drei verschiedenen „Schnittgruppen“:
Zur „Schnittgruppe 1“ zählen die Pflanzen, die im Frühjahr blühen. Bei dieser Sorte kann gänzlich auf den Rückschnitt verzichtet werden, da die neuen Triebe bereits im Herbst angelegt werden. Wenn du sie also im Herbst zurückschneiden würdest, hätte deine Pflanze im nächsten Jahr keine Blüten. Wenn dir die Pflanze jedoch zu groß wird, dann kannst du sie direkt nach der Blüte zurückschneiden.
Zur „Schnittgruppe 2“ zählen die Pflanzen, die im Juni blühen. Diese kannst du im Herbst zurückschneiden. Entweder führst du einen Radikalschnitt durch, der die Pflanze jung hält, oder du schneidest sie nur auf die gewünschte Höhe zurück.
Zur „Schnittgruppe 3“ gehören die Sorten, die erst im Juni/Juli blühen. Sie sind geprägt durch sehr starken Wachstum und daher bietet sich ein radikaler Rückschnitt im Herbst an.
Grundsätzlich solltest du eine scharfe Rosenschere benutzen, um die Rankpflanze zu beschneiden.

Was ist eine Clematiswelke?

Die Clematiswelke ist die am häufigsten auftretende Pilzkrankheit bei Waldreben. Sie werden in zwei Sorten unterschieden. Die Phnoma-Welke tritt zuerst auf den Blättern auf, wobei diese kleine, runde Flecken bekommen – vor allem bei Blättern in Bodennähe. Die Flecken breiten sich im weiteren Verlauf auf das gesamte Blatt aus, bis es schließlich abstirbt. Bei der Fusarium-Welke verdorren die Triebe von der Spitze, die Triebe und Blätter werden schlaff. Innerhalb kürzester Zeit stirbt die Pflanze ab.
Bei beiden Arten der Clematiswelke kannst du aber – bei rechtzeitigem Erkennen – die Pflanze retten: dazu schneidest du die betroffenen Triebe bodennah ab. Ebenso musst du alle abgefallenen Blätter vom Boden aufsammeln und im Hausmüll entsorgen. Wenn du sie auf den Kompost entsorgst, kann der Pilz immer wieder kommen!

Die Waldrebe als Rosenbegleiter

Kletterrosen und Clematis kommen sehr elegant daher und werten mit Farbe und Duft jeden Garten auf. Wichtig dafür ist, dass die Rose nachher nicht kleiner ist, als ihr rankender Begleiter.

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