Schrebergarten

Vater mit Kindern baut Gemüse im Kleingarten an. © Monkey Business Images - Shutterstock.com

Der Schrebergarten ist ein kleines Stück Land, das als Garten genutzt werden kann, wenn man als Gartenfreund (z.B. durch Platzmangel in der Stadt) keinen eigenen Garten hat. Landläufig wird der Kleingarten auch als Laube oder Parzelle bezeichnet. In einer Kleingartenanlage sind diese kleinen Parzellen meist dicht an dicht gelagert und durch einen Zaun getrennt. Diese Kleingartenanlagen sind meist in Form einer kleinen Gartenkolonie organisiert. Verwaltet und betreut werden die von Kleingartenvereinen die die Grundstücke für erschwingliche Gebühren an die Mitglieder des Vereins verpachtet.

Der Kleingarten als Ort der Regeneration

Der Schrebergarten soll einen Ausgleich für den stressigen Alltag schaffen. Viele Kleingärtner nutzen ihre Laube für eine kurze Atempause beim gärtnern in der Natur. Der Pächter trifft dort auf Grünflächen und Schmuckpflanzen. Zudem bietet sich die Gelegenheit, selber Obst und Gemüse anzupflanzen. Der neuzeitliche Schrebergarten steht in der Tradition der Bauerngärten. Als entspannter Rückzugsort fungiert die Gartenlaube für die ganze Familie. Das hölzerne Gebäude bietet auch Schutz vor witterungsbedingten Einflüssen. Für ein ständiges Wohnen ist das Häuschen aber ungeeignet. Das Treiben in einer Laubenkolonie wird durch eine vorgegebene Regelung festgelegt. Die diesbezüglichen Statuten werden vom Kleingartenverein festgelegt. Auch das Bundeskleingartengesetz wirkt für deutsche Schrebergärten.

Der Kleingarten als Ort der Ordnung

Ein vorschriftsmäßiger Kleingarten gliedert sich in drei Teile. Ein Drittel muss gärtnerisch genutzt werden, mit dem Anbau von Obst und Gemüse. Der zweite Abschnitt umfasst Hecken, Sträucher, Blumen und Rasenfläche. Gartenlaube und Fußwege fallen in den dritten Bereich. Der Pächter hat auf die Einhaltung der Ordnung zu achten.

Der Kleingarten als Ort der Pflanzen

Ein Schrebergarten ist nicht mit einem heimischen Garten gleichzusetzen. Der Inhaber hat nicht immer ausreichend Zeit für die Gartenarbeit. Deswegen empfiehlt sich für einen Kleingarten das Einsetzen von robusten und beständigen Pflanzen. Außerdem empfiehlt sich die Verwendung von Rindenmulch. Dadurch erhalten die Blumen wichtige Nährstoffe. Zudem trocknet der Erdboden nicht so schnell aus. Der Mulch verhindert das Auskeimen von Unkraut. Auch die klimatischen Bedingungen im Boden werden optimiert. Die geschaffenen Voraussetzungen sind ideal für Pilze, Insekten und Bakterien. In Schrebergärten werden gerne Staudenrabatte angelegt. Sie können mit dem Anbau von Beerenobst und Gemüse verbunden werden. Etliche Kleingartenvereine verfügen über ein eigenes Pflanzenverzeichnis. Darin sind entsprechende Informationen zu finden.

Der Kleingarten als Ort des Gartenbaus

Gehwege sind für einen Schrebergarten unerlässlich. Sie sorgen für eine Verbindung zwischen den einzelnen Plätzen im Garten. Außerdem sorgen die Wege für eine ansprechende Optik. Für die Gestaltung des Gartens ist eine vorausschauende Planung nötig. Auch die Auswahl des verwendeten Materials ist entscheidend. Es empfiehlt sich für den Kleingärtner die Verwendung von Platten oder Kies. Auch natürliche Artikel wie Hackschnitzel oder Rindenmulch sind sehr beliebt. So lassen sich die gestalteten Wege einfach wieder erneuern.

Der Kleingarten als Ort des Rückzugs

In einer Gartenkolonie gilt es das Privatleben zu respektieren. Daher sollten die einzelnen Parzellen einen angemessenen Blickschutz zum Nachbargrundstück aufweisen. Als Sichtblenden dienen ausreichend hohe Beete, Sträucher oder Hecken. Im Idealfall ist der Schutz mit dem Nachbarn abgestimmt.

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