Wann sollte ich die Hecke schneiden?

Hecke schneiden mit der Heckenschere© adriaticfoto - shutterstock.com

Die meisten Gartenbesitzer kennen das: in regelmäßigen Abständen sollten die Heckenpflanzen geschnitten werden – zum Einen aus optischen Gründen, zum Anderen um die Hecke nicht verwildern zu lassen. Dabei gibt es viele Dinge zu beachten und immer wieder tauchen wichtige Fragen auf, die vorab geklärt werden sollten. Auch wenn es zunächst simpel klingt, so kann beim Heckenschnitt doch vieles falsch gemacht werden. Es ist deshalb wichtig, dass Ihr Euch vorab ausreichend informiert.

Wer muss eine Hecke schneiden?

Grundsätzlich gilt: jedes Heckengewächs muss regelmäßig geschnitten werden. Bei Mietshäusern sollte ein Blick in den Mietvertrag geworfen werden: dort steht, ob – wie meistens üblich – der Mieter die Hecke zu schneiden hat, oder ob der Hausbesitzer dies übernimmt. Sollte eine Heckenpflanze im Wuchs auf das Nachbargrundstück ragen, kann der Nachbar verlangen, dass sie entsprechend zurückgeschnitten wird. Selbstverständlich darf eine Heckenpflanze nicht den angrenzenden Straßenverkehr oder die Fußgänger behindern. Auch hier muss der Gartenbesitzer bzw. der Mieter die Pflanze immer entsprechend geschnitten halten.

Wann soll eine Hecke geschnitten werden?

Viele Gartenbesitzer schneiden die Heckengewächse sporadisch, einfach wenn das Wetter gerade einmal schön ist. Doch Achtung: die Zeiten wann eine Hecke geschnitten werden darf sind gesetzlich geregelt. Zum Zweck des Vogelschutzes darf zwischen März und August jedes Heckengewächs nur einen Formschnitt erhalten. Radikal darf die Heckenpflanze nicht zurückgeschnitten werden. Dies gilt übrigens neben dem Heckenschnitt auch für den Baumschnitt.
Es empfiehlt sich die Heckenpflanzen 1 – 2 Mal im Jahr im Frühjahr und im Herbst zu schneiden. Schneide dabei niemals tiefer als beim letzten Mal. Verursache beim Heckenschnitt tunlichst keine Löcher – diese wachsen oft auch nach langer Zeit nicht wieder zu. Schneide auf keinen Fall bis ins Holz, da die Heckenpflanze dort sehr empfindlich ist und eventuell eingehen kann. Egal ob Kirschlorbeer, Buchsbaum oder Lebensbaum: der Schnitt sollte möglichst nicht an einem heißen Tag erfolgen. Die frisch geschnittenen Stellen sind sehr empfindlich und trocknen unter der heißen Sonne sehr schnell aus. Auch bei Frost dürfen Heckengewächse nicht geschnitten werden, da sie sonst langfristigen Schaden nehmen.

Wie bekommt man gerade Kanten?

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die wohl bekannteste Art ist es, eine gerade Schnur entlang der Kante zu spannen, an welcher geschnitten werden soll. An dieser Schnur entlang wird die Heckenschere geführt – somit lässt sich relativ leicht eine Linie ohne große Wellen schneiden.
Bei kleinen Heckenpflanzen – zum Beispiel im Vorgarten oder in einem Ziergarten – kann man sich zum Beispiel an der Kante der entlanglaufenden Steinplatten oder einer kleinen Mauer orientieren. Halte die Heckenschere senkrecht und führe Sie immer an der Kante entlang. Für die Höhe stellt man einen Kübel oder Ähnliches an die Seite des Heckengewächses und legt eine Wasserwage quer über die Pflanze. Damit lässt sich eine gerade Linie in der Höhe schneiden. Natürlich muss der Kübel mit der Wasserwage dabei immer versetzt werden – hierfür empfielt sich der bereits oben genannte Helfer.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Wie fast immer im Leben gilt auch hier: lassen Sie genügend Vorsicht walten. Vor allem etwas höhere Hecken können beim Schneiden durchaus einmal zur Herausforderung werden. Ein Tritt neben die Leiter reicht völlig aus, und schon ereignet sich ein Unfall. Arbeite deshalb wenn möglich lieber zu zweit oder sogar zu dritt. So kann sich zum Beispiel ein Helfer darum kümmern, dass das Kabel der Heckenschere nicht in die Quere kommt oder dass die Leiter wackelt. Ein anderer kann sich direkt um die Schnittabfälle kümmern, welche gerade ungeübte Gartenarbeiter schnell einmal irritieren. Ausserdem sehen die sprichwörtlichen vier Augen mehr als zwei: eine gerade Kante bekommt man im Team doch leichter hin, als alleine.

Und wenn man selbst keine Heckenpflanzen schneiden kann?

Auch das gibt es selbstverständlich: manche Menschen können zum Beispiel einfach körperlich keine Heckengewächse schneiden, andere haben schlicht und ergreifend kein Talent für Gartenarbeit. In diesem Fall gibt es in fast jedem Ort ein Gartencenter oder Gärtnerservice, der diese Arbeit gerne gegen Bezahlung übernimmt. Natürlich ist der Service oft nicht ganz billig, jedoch sieht die Heckenpflanze danach stets professionell geschnitten aus.

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