Rispenhortensie

Weiße Rispenhortensien © photowind - Shutterstock.com

Die Rispenhortensie – Hydrangea paniculata

Die Rispenhortensie gehört zur Familie der Hortensiengewächse. Sie wächst entweder als Strauch oder als kleiner Baum. Die häufigsten Verbreitungsgebiete sind China und Japan, wo sie gerne als Zierpflanzen eingesetzt werden.

Die Pflanze wird je nach Art 1 bis 5 Meter hoch, besitzt dunkel oder graubraune Zweige, die zuerst behaart sind, später aber verkahlen. Besetzt werden diese jeweils mit ovalen Korkporen. Die Blätter wiederum stehen gegenständig zueinander oder kommen als Dreierquirlen vor. Der Stil ist 1 bis 3 cm lang, die Blattspreite 5 bis 14 cm lang und bis zu 6,5 cm breit. Die Form ist entweder oval bis eiförmig, spitz oder lang, rund oder breit keilförmig, der Rand ist gesägt. Kahl bis striegelhaarig ist die Blattoberseite. An der Unterseite der Nerven ist sie zottig behaart. Es bilden sich sechs bis sieben Nervenpaare.

Die Blüten sind in 26 cm langen, dicht behaarten Trugdolden angeordnet. Es handelt sich um sterile Blüten, die bis zu 1,8 cm lang und bis zu 1,4 breit werden. Sie besitzt breite elliptische bis rundliche, ungleiche lange weiße Kelchblätter. In den Blüten finden sich 1,1 mm lange kreiselförmige Kelchröhre, die 1 mm lange dreieckige Kelchzähne aufweisen. Zudem besitzt die Pflanze 2,5 bis 3 mm lange Kronblätter, die weiß, eiförmig bis lanzettlich-eiförmig geformt sind.

Die zehn Staubblätter sind sind 4,5 mm lang und kürzer als die Kronblätter. Die Staubbeutel sind rund und etwa 0,6 mm lang. Es gibt ferner einen mittelständigen Fruchtknoten mit drei Griffel, der 1 mm lang ist und eine kleine, kopfige Narbe aufweist. Darin befinden sich die Kapselfrüchte mit 3 bis 3,5 mm Durchmesser. Die Samen sind zusammengedrückt, braun und spindelförmig. Am Ende dieser befinden sich etwa 3 mm lange Flügel. Pro Kapselfrucht sind etwa 30 bis 100 Samen enthalten.

Am meisten verbreitet ist die Rispenhortensie in Asien, einige auch in Russland auf Sachalin und Kurilen, wie in den chinesischen Provinzen Fujian, Anhui, Guangdong, Guizhou etc. Des Weiteren gibt es diese auf japanischen Inseln. In den USA wurde sie vor vielen Jahrzehnten eingebürgert und wächst dort am Fluss, in Wäldern und in Auen. Sie mögen die Wärme, viele Arten sind frosthart. Häufig werden Rispen-Hortensie als Ziergehölz verwendet.

Rispenhortensie im Garten anpflanzen

Zu Anfang stellt sich die Frage. Wünschst du dir einen Baum oder einen Strauch? Die Rispenhortensie wird 1 m bis 5 m hoch und ist beliebt als Zierpflanze. Auch dient sie gerne als Abgrenzung mancher Gartenbereiche. Manch einer bezeichnet sie als altmodisch. Dabei handelt es sich um eine wunderschöne Pflanze, die viele Gärtner lieben. Vielleicht gefällt sie auch dir. Viele Sorten stehen zur Auswahl, sodass du deinen Garten bunt und umfangreich gestalten kannst.

Den richtigen Standort wählen

In erster Linie ist der Standort wichtig, Rispenhortensie mögen windgeschützten Halbschatten. Mit Sonne kommen sie zurecht, jedoch nicht im kompletten Schatten. Deswegen wage dieses Projekt nur, wenn du die Voraussetzungen bieten kannst. Wichtig ist der richtige Abstand, empfehlenswert ist etwa ein Meter zwischen den Rispenhortensien. Der Boden sollte frisch, leicht sauer, nährstoffreich, humos und kalkarm sein. Der ideale ph-Wert liegt bei 5,5.

Rhododendronerde gemischt mit Pflanzen- und Gartenerde eignet sich perfekt für diese Blumen. Falls du unsicher bist, welchen ph-Wert deine Erde aufweist, kannst du diese testen lassen. Entweder holst du dir Teststreifen aus dem Handel oder du schickst die Erde in ein Labor. Letzteres ist praktisch, weil du eine komplette Analyse bekommst, inklusive Düngeempfehlungen. Jedoch ist eine Laboruntersuchung teurer als die Streifen.

Bevor du das Pflanzenloch ausgräbst, stelle den Pflanzentopf ins Wasser, dass die Wurzel genügend Feuchtigkeit erhält. Währenddessen gräbst du ein Loch, dass doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Stecke die Pflanze hinein und drücke die Erde ordentlich an. Danach gießt du diese mit viel Wasser.

Tipp: Lege gleich darauf eine Schicht Kompost auf die Erde, damit unterstützt du die Pflanze beim Wachstum. Generell empfiehlt sich beim Gießen eher auf Regenwasser zu setzen, weil es weniger Kalk enthält. Falls du keines zur Verfügung hast, verwende abgestandenes Leitungswasser. Die Anschaffung eines Wasserfilters lohnt sich ebenso in vielen Fällen.

Da sich die Rispenhortensie gut mit anderen Pflanzen verträgt, kannst du ein wunderschönes Blumenbeet gestalten. Ob als Solitärpflanze oder in der Gruppe, wie auch mit anderen, sie sieht immer nett aus. Schneidest du sie ab, kannst du die Blume sogar in der Vase ein paar Tage halten.

Sorten der Rispenhortensie

Sorten gibt es viele von der Rispenhortensie. In Folge werden dir die schönsten Sorten vorgestellt. So manch ein Gärtner hat bei solch großer Auswahl die Qual der Wahl. Da sich manche nicht nur im Aussehen unterscheiden, sondern auch in der Höhe, lassen sich die einen oder anderen sicherlich einschränken.

Grandiflora

Diese Hortensien Sorte wird relativ oft verwendet, sie offenbart weiße kegelförmige Blütenrispen, die 30 cm lang werden. Die Blüte beginnt im August und reicht bis in den Herbst hinein. Zu Beginn sind die Blüten weiß, später werden Sie zartrosa. Die Pflanze selbst wird etwa 200 cm hoch.

Limelight

Diese Sorte kommt mit creme-weißen, kegelförmigen Blütenrispen, die zusätzlich einen angenehmen Duft versprechen. Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober. Die Blüten sind anfangs weiß, werden später pink-rot. Die Pflanze wächst etwa 200 cm hoch und wird bis zu 140 cm breit.

Diamant Rouge

Die Blütezeit beginnt schon im Mai mit cremeweißen Blütenrispen. Diese Blüten verwandeln sich allmählich in ein tiefes Erdbeerrot. Falls du es bunt magst, ist diese Sorte die richtige für dich.

Vanilla Fraise

Hierbei handelt es sich um eine relativ neue französische Züchtung, die in Deutschland immer bekannter wird. Die Blüte beginnt im Juli in cremeweiß, später wird sie sanft Rosa, bis sie im Oktober tiefes Purpurrot offenbart. Dieser Strauch erreicht eine Höhe von 150 cm bis 200 cm.

Silver Dollar

Hierbei handelt es sich um eine Zwerg-Rispenhortensie, die sehr dichte Blüten aufweist. Zuerst sind diese zartgrün, später verwandeln sie sich in schneeweiße Schönheiten, die langsam einen Hauch von Rosa annehmen. Da sie relativ klein bleiben, eigenen sie sich zur Dekoration auf der Terrasse. Auch im Ziergarten ergeben diese ein wunderschönes Bild, dass sich sehen lassen kann.

Phantom

Eine Sorte, die mehr oder weniger durch Zufall im Jahre 1990 entdeckt wurde, gehört zu den beliebtesten in ganz Europa. Die Blütenrispen werden etwa 30 cm lang, sind zuerst weiß, später rosa. Besonders geeignet ist diese Sorte als Strauch, weil sich dicht buschig wächst und somit für einen tollen Blickschutz sorgt.

Kyushu

Wie der Name bereits vermuten lässt, diese Blume kommt aus Japan und hat bereits in Europa seit langem ihren festen Platz eingenommen. Sie blüht von Juli bis September in einem wunderschönen weiß. Die Blüten sind groß und außerdem versprechen sie einen herrlichen Duft. Falls du Schmetterlinge liebst, ist diese ideal für dich, diese zieht sie nämlich magisch an. In Höhe ragt die Pflanze zwischen 250 cm und 300 cm.

Little Lime

Die Blütenrispen besitzen eine Kombination aus limonengrün, weiß und zartrosa.

Pink Lady

Die Blütenfarbe wechselt von cremeweiß zu rot.

Wim’s Red

Die Blüten sind erst weiß und später rot. Diese Hortensie wächst auch sehr stark in die Breite.

Rispenhortensien pflegen

Weiß, Rote Rispenhortensie
© Peter Turner Photography – Shutterstock.com

Der Standort sollte in erster Linie stimmen, alles andere ist halb so wild, wenn es um die Pflege der Rispenhortensie geht. Handelt es sich um einen trockenen Sommer, benötigt diese mehr Wasser als bei starken Regenwetter. Bei Kübelpflanzen ist zu beachten, dass keine Staunässe entsteht, diese mögen sie nämlich überhaupt nicht.

Im Frühling kannst du ein wenig mineralischen Dünger verwenden und im Sommer einen Langzeitdünger, so ist sichergestellt, dass die Blumen die notwendigen Nährstoffe erhalten. Organischer Dünger macht ebenso Sinn, beispielsweise Hornspäne. Dünge alle 8 bis 14 Tage und entferne regelmäßig die verblühten Teile der Pflanze, außerdem macht es Sinn, diese auf Krankheiten und Schädlinge zu untersuchen.

Rispenhortensien optimal zurückschneiden

Da es sich um eine mehrjährige Pflanze handelt, macht es Sinn diese ab und an zu schneiden, sodass sie weiterwächst und ihre prächtigen Blüten zeigt. Dies veranlasst du am besten im Frühjahr, noch bevor die ersten Blüten kommen. Du schneidest die Seitentriebe bis auf 10 cm zurück. Falls die Rispenhortensie zu hoch wird, kannst du auch oben etwas abschneiden.

Schließlich wächst diese bis zu 50 cm im Jahr empor. Zudem kommt es darauf an, welche Form du dir wünschst. Möchtest du einen Strauch oder eher einen Baum? Falls du keinen Rückschnitt möchtest, lichte die Pflanze im Sommer ein wenig aus. Schneide ein paar Teile ab und unternimm dies am besten in den Morgenstunden. Die Wunden verheilen rascher und können besser trocknen.

Rispenhortensien vermehren

Rispenhortensie vermehren ist nicht schwer. Der beste Zeitpunkt hierfür ist der Juni oder Juli. Suche dir einen weichen einjährigen Trieb und schneide diesen ab. Wichtig: Er darf keine Knospen oder Blüten tragen und sollte etwa 15 cm lang sein. Unterhalb des Blattknotens setzt du das Messer an und schneidest ihn ab. Verwende hierfür ein steriles Werkzeug, um keine Bakterien zu übertragen. Beim Schneiden sind Pflanzen besonders empfindlich, weil Schnittwunden entstehen und dadurch Bakterien ins Innere gelangen können.

Sobald dein Steckling abgeschnitten wurde, entfernst du die unteren Blätter und die Triebspitze. Verkürze die bleibenden Blätter um die Hälfte, dass der Steckling dadurch weniger Feuchtigkeit abgibt. Als nächstes steckst du den Steckling in einen Topf, worin sich nährstoffarme, lockere und feuchte Erde befindet. Stelle ihn nun 3 Wochen in den Schatten, sodass sich in Ruhe die Wurzeln bilden können. Halte in dieser Zeit das Substrat feucht.

Wichtig: Auch hier ist Staunässe komplett zu vermeiden. Im September wird die Pflanze in einen größeren Topf umgepflanzt.

Pass bitte auf die Wurzeln auf, diese sind sehr zart. Entnehme diese vorsichtig und stelle sie in den neuen Topf, der ein Auslaufloch und eine Drainage besitzen sollte. Die Drainage verwirklichst du mit Tonscherben, Unkrautvlies oder Kies. So kann überflüssiges Wasser besser ablaufen ohne dass Staunässe entsteht. Zu viel gießen darfst du natürlich trotzdem nicht, sonst geht der Übertopf auch noch über. Wichtig: Im Winter stellst du die junge Riesenhortensie in die Garage oder an einen unbeheizten Ort. Im Mai ist sie bereit für das Freiland.

Benötigt die Rispenhortensie einen Winterschutz?

Ältere Rispenhortensien gehören zu jenen Gartenpflanzen, die mit Frost ziemlich gut klarkommen. Deswegen können diese über den Winter durchaus im Freien verweilen. Dennoch wird ein Winterschutz empfohlen, weil die Triebe im nächsten Jahr dadurch besser austreiben. Verwende zum Abdecken Reisig, dieser schützt und lässt sich rasch ohne Umstände auftragen. Wichtig: Manchmal treiben Rispenhortensien frühzeitig aus der Erde, sollte das Wetter im Frühjahr äußerst mild sein. In diesem Fall müssen die Pflanzen unbedingt geschützt werden, falls sich noch mal Frost ankündigt. Dies ist meist Mitte Mai der Fall. Beobachte den Wetterkanal gut und leite entsprechende Maßnahmen ein. Spezielle Folien oder Vlies aus dem Handel schütze deine Blumen vor dem Erfrieren.

Ist die Rispenhortensie giftig?

Zwar enthält die Rispenhortensie Giftstoffe, diese sind in kleinen Mengen jedoch nicht bedrohlich. Auf jeden Fall solltest du diese Pflanze nicht rauchen. Die Pflanze enthält unter anderem Glycoside, eine Blausäure, die die roten Blutkörperchen zerstört und wodurch der Sauerstofftransport eingeschränkt wird. Wird die Pflanze in höherer Dosierung geraucht oder verspeist, kann sie Krämpfe oder Erstickungsanfälle auslösen. Weiteres sind Saponine, Hydrangenol und Hydrangin in den Knospen und Blättern enthalten. Diese können in größeren Mengen Schwindel- und Beklemmungsgefühle auslösen. Manche Personen sind auf diese allergisch, sodass bereits bei Berührung Hautirritationen entstehen. Für Kinder und Haustiere sind die Pflanzen jedoch wenig gefährlich, weil sie äußerst bitter schmecken und somit eine größere Aufnahme kaum zu erwarten ist.

Die Rispenhortensie weist interessanterweise eine heilende Wirkung auf, jedoch solltest du hier keine Eigenversuche durchführen. Nur erfahrene Heilpraktiker und Ärzte sind hier informiert. Die Wurzel soll bei Blasen- und Steinleiden helfen, wie auch bei Prostatabeschwerden wirken. Zudem werden einige Wirkstoffe in der Homöopathie verwendet.

Wichtig: Wie gesagt, die Gefahr einer Vergiftung ist relativ gering. Sollten Kinder oder Tiere dennoch daran knabbern, rufe zur Vorsicht den Arzt an, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Im Normalfall sollte bei kleinen Mengen mit keinen Beschwerden zu rechnen sein.

So erziehst du deine Rispenhortensie zu einem Baum

Du hast die Qual der Wahl. Möchtest du einen Strauch oder einen Baum besitzen? Falls du einen Baum haben möchtest, musst du deine Rispenhortensie zu einem erziehen. So schwer, wie dies im ersten Moment klingt, ist es nicht. Schließlich handelt es sich nicht um einen Hund, der irgendwelche Befehle lernen muss. Erziehen bedeutet den Stamm so vorzubereiten, dass er kräftig und hoch wird. Die Erziehung fängt bereits bei einer Jungpflanze an. Natürlich ist es auch möglich ältere Pflanzen zu einem Baum zu erziehen. Einfacher gelingt es dir, wenn du gleich mit einer Jungpflanze beginnst.

Im ersten Schritt suchst du dir einen Bodentrieb aus, der quasi zum Stamm ernannt wird. Sämtliche Verzweigungen werden von diesem abgeschnitten. Der Trieb wird nicht gekürzt. Im nächsten Jahr, schneidest du die seitlichen Verzweigungen wieder ab und dies am besten im Frühjahr vor dem Austrieb. Den Schnitt setzt du am besten oberhalb vom dritten Auge, wo sich die höchste Verzweigung befindet. Im Sommer findet ein Pflegeschnitt statt. Sämtliche Äste und Zweige, die vom Stamm aus abgehen, werden nach der Blüte entfernt.

Im nächsten März werden sämtliche Äste, die im Vorjahr Blüten trugen, direkt am Ansatz abgeschnitten. Die Zweige und Äste werden auf 10 Zentimeter zurückgeschnitten. Jene Triebe, die am Stamm wachsen wieder komplett eliminieren, dies musst du jedes Jahr im Frühling wiederholen, sodass der Stamm wirklich zum Stamm wird und irgendwann keine Triebe mehr entwickelt. Tipp: Um die Pflanze zu stützen eignet sich ein Pfahl, an dem du deinen Baum festbindest. So ist sichergestellt, dass dieser gerade emporwächst und schön kräftig wird.

So pflanzt du die Rispenhortensie erfolgreich im Kübel

Nicht nur im Beet macht diese Blume eine gute Figur, ferner im Kübel gedeiht sie prächtig, vorausgesetzt du sorgst für die richtigen Voraussetzungen. Da manche Sorten recht groß werden, solltest du dir eher eine besorgen, die nicht deinen kompletten Balkon bewildert. Ansonsten steht dem Projekt kaum etwas im Weg. Hole dir einen Topf, der mindestens zweit Drittel so groß ist wie der Wurzelballen.

Außerdem sollte es eine gute Erde sein, die genügend Feuchtigkeit speichert. Am besten eignet sich hierfür Rhododendronerde, die mit Tonmineralien angereichert ist. Auch solltest du einen Topf mit einem Abflussloch besorgen, dass sich keine Staunässe bildet. Lege zusätzlich eine Drainage aus Tonscherben und das neue Zuhause deiner Pflanze ist perfekt.

Frische Substrate beinhalten bereits viele Dünger, jedoch lässt dieser nach der Zeit nach, deswegen empfiehlt es sich nach acht Wochen nachzudüngen. Verwende hierfür einen Spezialdünger für Moorbeetpflanzen, den du im Handel bekommst. In Folge wird die Pflanze etwa alle 8 bis 14 Tage gedüngt. Außerdem benötigen deine Pflanzen regelmäßig Wasser. Ist es draußen sehr heiß, gießt du den Topf am besten morgens und abends, um für genügend Feuchtigkeit zu sorgen.

Ansonsten trocknen die Wurzeln zu schnell aus. Staunässe darf auch nicht entstehen, sonst reagiert die Wurzel mit Fäulnis und dies ruiniert irgendwann deine komplette Pflanze. Prüfe regelmäßig die Erdoberfläche, ob diese bereits angetrocknet ist. Falls ja, dann wässere nach. Du kannst ruhig großzügig dabei sein, jedoch gieße langsam, dass das Wasser in Ruhe durch die Erde gelangt. Landet sehr viel Wasser im Untersetzer, schütte das restliche Wasser weg. Leider sind Rispenhortensien in diesem Punkt ziemlich empfindlich.

Auch Kübelpflanzen benötigen ab und zu einen Rückschnitt. Sonst werden diese zu groß und passen irgendwann überhaupt nicht mehr auf den Balkon. Den Schnitt vollziehst du vor dem Austrieb. Schneide ein ordentliches Stück davon ab. Damit sorgst du, dass die Triebe noch schöner nachwachsen und sich mehr Blüten bilden. Nach der Blüte kannst du ebenfalls die verwelkten Triebe abschneiden. Möchtest du deine Rispenhortensie umtopfen, veranlasse dies am besten im Frühling oder im Herbst.

Kübelhortensien können problemlos zwischen März und November draußen stehen. Auch kurzer Frost im Mai tut ihnen nichts an. Außer es liegt im April noch 2 Meter hoher Schnee, dann stellst du sie natürlich wieder rein. Ist es im Frühling schön und warm, steht dem Umzug nach draußen nichts im Weg. Falls du Angst hast, umwickle den Topf mit einer Decke und stelle diesen auf Styropor. So übersteht sie sicherlich den Frost ohne Folgen. Im Winter bleiben die Rispenhortensien an einem kühlen, frostfreien hellen Ort. Eine Gartenhütte mit Fenster eignet sich gut oder ein Wintergarten, der nicht beheizt wird.

Tipp: Die Sorten Bobo, Dharuma, Phantom und Vanille Fraise eignen sich besonders gut als Kübelpflanze.

Kann man Kübel-Rispenhortensien auch im Keller überwintern?

Rispenhortensie mögen es im Winter eher hell. Falls es nicht anders geht, kannst du diese natürlich auch im Keller lagern. Falls du ihr dennoch ein wenig Licht schenken willst, besorge eine spezielle Pflanzenlampe, die du im Keller aufstellst. LED Lampen kosten nicht die Welt, sorgen jedoch für ausreichend Licht, sodass sich deine Pflanze gleich viel wohler fühlt. Stelle die die Rispenhortensie am besten von November bis März in den Keller.

Achte darauf, dass dort Temperaturen von etwa 2°C bis 10°C herrschen. Ab und an ist lüften wichtig, sodass sich nicht zu viel Luftfeuchtigkeit im Keller ansammelt. Zu hohe Luftfeuchtigkeit vertragen die Rispenhortensie leider nicht und beginnen rasch zu faulen. Des Weiteren achte darauf, dass deine Pflanze nicht austrocknet. Sprich, sie benötigt auch im Winter genügend Wasser. Regelmäßig ein wenig Wasser tut ihr gut. Kontrolliere mit deinem Finger, ob die obere Schicht Erde trocken ist. Falls ja, wird es Zeit für Wasser.

Tipp: Im Frühjahr kannst du sie ein paar Stunden nach draußen stellen, sodass sie sich wieder an das Tageslicht gewöhnt. Nachts stellst du sie wieder in den Innenraum, weil es ihr draußen womöglich noch zu kalt ist. Schütze Sie vor Frost, in dem du den Wetterbericht verfolgst. Sollte der April beispielsweise warm sein, kannst du sie natürlich draußen stehen lassen. Kommt es im Mai doch zu kalten Tagen, wickelst du sie entweder ein oder stellst sie ein paar Tage nachts in die Gartenhütte. In den Keller musst du sie nicht erneut runter schleppen.

Warum blüht die Rispenhortensie nicht?

Rispenhortensien Pflanzen blühen gerne und lange. Falls sich jedoch nichts tut und keine Blüten zu sehen sind, könnte dies mehrere Ursachen haben. Eventuell ist deine Pflanze zu jung, bei Jungpflanzen kann es passieren, dass diese in den ersten Jahren überhaupt keine Blüte zeigen. In diesem Fall hast du in Sachen Pflege wohl nichts falsch gemacht. Es ist eine Laune der Natur. Bildet die Rispenhortensie dunkelgrünes Laub auf und wächst ordentlich in die Höhe, geht es der Pflanze eindeutig gut. Hier musst du Geduld aufbringen, bis sich die Blüten zeigen.

Manchmal liegt es am falschen Standort, der eine Blüte verhindert. Ist das der Fall, solltest du dir diesen einmal genau anschauen. Bekommt deine Blume genügend Licht oder steht sie den ganzen Tag im Schatten? Manche Sorten werden als Schatten verträglich verkauft, was jedoch nicht bedeutet, dass sie den ganzen Tag im Schatten stehen dürfen. Damit ist eher gemeint, dass sie im Halbschatten gut zurechtkommen. Mit vollsonnigen Plätzen haben sie ebenso wenig Probleme, wenn du sie regelmäßig gießt und vor dem Austrocknen bewahrst. Stelle deine Pflanze an einen anderen Ort auf oder pflanze sie um. In Zukunft wird sie dich mit schönen Blüten belohnen.

Manchmal ist Nährstoffmangel der Grund für die fehlende Blüte. Oft ist der Boden an sich schuld, weil dieser zu viel Kalk aufweist oder zu sandig ist. Neben Wasser brauchen diese Pflanzen auch einen ausgewogenen Nährstoffmix. Mineralischer Dünger hilft, die Pflanze mit dem Notwendigen zu versorgen. Phosphor begünstigt die Blüte. Zuviel Dünger darf auch nicht sein. Manch Dünger lässt die Pflanze schneller wachsen, doch die Blüten werden damit nicht immer angeregt. Im Fall der Fälle lasse dich am besten im Handel beraten. Kompetente Verkäufer empfehlen dir sicherlich den passenden Dünger.

Tipp: Besitzt du einen Walnussbaum? Falls ja, nutze dieses Laub als Dünger für deine Rispenhortensie. Diese und viele andere Pflanzen kommen damit sehr gut klar. Mulche mit dem Laub den Wurzelbereich in einer dicken Schicht und befeuchte diese stark. Damit versorgst du deine Pflanze mit herrlichen Nährstoffen. Den Rest vom Laub wirfst du auf den Komposthaufen. Diesen verwendest du im nächsten Jahr als Düngemittel im Frühjahr.

Die wichtigsten Krankheiten der Rispenhortensie

Eigentlich handelt es sich um eine ziemlich robuste Pflanze, dennoch kann es zu Krankheiten kommen. Falls dir Veränderungen auffallen, heißt es rasch handeln. Allen voran, wenn diese unter Pilzkrankheiten leidet. Sonst kann es passieren, dass die Rispenhortensie bald das zeitliche segnet.

Bei Pilzerkrankungen ist meist die Witterung schuld. Ist es den Rispenhortensien zu warm, ziehen sie Pilze magisch an. Falscher Mehltau kommt am häufigsten vor und gilt als hartnäckigste Krankheiten. Ist es draußen relativ warm und trocken, begünstigt dies den Pilz, der sich mit einem weißlich, grauen Pilzrasen an der Blattunterseite bemerkbar macht. Da sich dieser unter den Blättern befindet, wird dieser zu Anfang meist nicht gesehen.

Später bilden sich auf der Oberseite gelbliche, rote Flecken, die sich nach und nach auf die Blüten, Knospen und Triebe ausbreiten. Im schlimmsten Falle geht die Pflanze komplett ein. Neben diesem gibt es den Pilz Echter Mehltau, der ebenso einen Pilzrasen bildet, der jedoch an der Blattoberfläche auftritt und sich abwischen lässt. Breitet sich dieser stark aus, rollen sich die Blätter ein und es zeigen sich Nekrosen. Irgendwann sterben komplette Pflanzenteile ab

Mehltau musst du bekämpfen, dass sich dieser nicht weiter ausbreitet und auf andere Pflanzen übergeht. Entferne befallene Teile sofort und entsorge diese im Restmüll. Keinesfalls auf den Komposthaufen werfen, sonst infiziert er die komplette Erde. Bespritze die restliche Pflanze mit Schachtelhalmbrühe, Rainfarn oder Knoblauchsud.

Echten Mehltau kannst du außerdem mit Milch oder Molke behandeln, in dem du die befallenen Stellen damit bestreichst. Blattwespen und Marienkäfer eliminieren den Pilz ebenso. Deswegen verwende keine Insektizide für deine Pflanze. Handelt es sich um starkem Befall, musst du wohl oder übel auf Fungizide setzen. Hol dir solch ein Mittel aus dem Handel und halte dich an die Dosierung auf der Packung.

Manchmal kommt es zu Blattfleckenpilze, hier verfärben sich die Blätter in der Regel gelblich, manchmal bilden sich braune Flecken, das Blattgewebe wird dünn und irgendwann fällt es von der Pflanze ab. Meist fehlt es der Rispenhortensie an Nährstoffen. In dem Fall entfernst du sämtliche befallene Blätter und entsorgst diese ebenso im Restmüll. Auch jenes Laub, das abfällt, gleich aufsammeln und entsorgen, um eine Neuinfektion zu vermeiden. Lichte die Pflanze regelmäßig aus, dass die Blätter schneller trocknen und zur Vorsorge kannst du diese düngen. Ist die Rispenhortensie stark befallen, bespritze sie mit Fungizid.

Eine weitere Krankheit ist Grauschimmel, der sich mit einem flaumigen, hellgrauen Belag bemerkbar macht, der über den Knospen auftritt. Dieser entsteht durch hohe Luftfeuchtigkeit. Beispielsweise, wenn die Pflanze im Winter in einem Raum steht, wo niemals gelüftet wird. Achte deswegen auf regelmäßigen Durchzug. Der Raum sollte kühl sein und relativ trocken. Die betroffenen Teile abschneiden und entsorgen. Bei starkem Grauschimmel kannst du auch hier Fungizid einsetzen, um die Pflanze zu retten.

Vergilbt das Laub und wird Braun, handelt es sich um Chorlose. Dies ist ein Zeichen, dass deiner Pflanze Stickstoff, Magnesium und Kalium fehlt. Manchmal sogar Phosphor. Falls sich dieser Schaden auf dem frischen Laub bemerkbar macht, fehlt Eisen. Manchmal auch Zink oder Kupfer. Eisenmangel resultiert aus zu viel Kalk im Boden, der meistens bei der pinken oder roten Rispenhortensie auftritt. Deswegen sollte der Ph-Wert hier über 6 liegen.

Achte immer auf die jeweilige Sorte und eruiere den PH-Gehalt, sodass du deiner Blume die richtigen Voraussetzungen bieten kannst. Eine Bodenanalyse kann helfen, schicke die Erde an ein Labor und du bekommst Informationen darüber, welche Nährstoffe fehlen. Handelt es sich um überkalkte Böden, gib Blattkompost und Torf hinzu. Ferner tut es auch Rhododendron-Erde. Bei Eisenmangel hilft Fernamin-Blattdünger.

Wächst die Pflanze nur langsam und bildet keine Blüten, leidet sie wahrscheinlich an Virose. Leider gibt es hierfür keine Lösung, auch Vorbeugungen sind nicht möglich, weil diese durch Viren ausgelöst wird. Entsorge in diesem Fall die Pflanze im Hausmüll und setze keine Rispenhortensie an gleicher Stelle an, weil sich sonst der Virus auf anderen Blumen überträgt.

Wie viel kostet eine Rispenhortensie?

Es ist soweit, du möchtest nun endlich eine Rispenhortensie im Garten pflanzen? Nun stehen dir zwei Möglichkeiten offen. Eigentlich drei, wenn man es genau nimmt. Entweder kaufst du dir eine fertige Pflanze, die bereits groß genug ist, sodass du diese nur noch in das Loch einpflanzen musst oder du setzt auf Samen. Saatgut kannst du kaufen oder von einer Mutterpflanze ernten. Dazu musst du natürlich wieder eine besitzen oder jemand kennen, der eine Pflanze sein eigen nennt. Pflanzen kosten im Handel rund 10-20 Euro, wenn es sich um Jungpflanzen handelt.

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Etwas größere, die um die 80 cm hoch sind, liegen bereits bei 40 Euro. Je größer eine Pflanze, desto teurer wird diese in der Regel. Möchtest du viele einpflanzen, kommst du mit kleinen Pflanzen günstiger davon oder du holst dir direkt Saatgut aus dem Handel. Solches kostet ein paar Euro und ist ziemlich ergiebig. Einziger Nachteil, es kann ein paar Jahre dauern, bis die Blumen zum ersten Mal blühen. So etwas kann ganz schön deprimieren, deswegen setzen die meisten Gärtner auf Jungpflanzen. Allen voran, wenn sie sofort eine Dekoration für den Garten benötigen.

Oder du mischst es ein wenig. Holst dir ein paar fertige Pflanzen und den Rest säst du in das Beet. So geht es natürlich auch. Der Vorteil an Jungpflanzen ist ferner, du weißt von Anfang an welche Farbe diese haben und kannst die Pflanzen besser zusammenstellen. Gärtner, die ein einheitliches Bild wünschen, tun sich damit leichter. Bei Saatgut weiß man teilweise nicht, welche Farbe wirklich dabei rauskommt. Außer es handelt sich um eine gezielte Sorte, die wirklich nur eine Farbe hat.

Rispenhortensie lässt sich auch in der Vase halten. Hierzu schneidest du einfach ein Stück oder mehre Stängel ab und stellst sie in eine Vase. Wechsle das Wasser ab und an, dann hält sie länger. Falls du eine große Menge dieser Blumen besitzt, hast du immer etwas zum Verschenken und das ist sicherlich nicht verkehrt.

Tipp: Falls du keine Pflanze hast oder keine fertigen im Handel kaufen möchtest, probiere es bei Tauschbörsen. Mittlerweile gibt es viele Saatgutfeste am Land und auch in der Stadt, wo sich Hobbygärtner austauschen und beraten. Jeder kann etwas mitbringen, selbst tauschen oder gegen ein kleines Geld Samen einkaufen. Manchmal werden ganze Pflanzen verschenkt oder Stecklinge davon. Ausprobieren lohnt sich, du lernst neue Gärtner kennen und bekommst interessante, hilfreiche Tipps für deine Blumen.

Auch im Web gibt es Foren und Tauschwebseiten, wo Pflanzen und Teile davon angeboten werden. Manche möchten ihre Pflanzen loswerden, weil sie ins Ausland ziehen oder keinen Platz mehr haben. Andere haben so viele Stecklinge, dass sie nicht mehr wissen wohin damit. Das ist deine Chance zu günstigen Pflanzen zu kommen. Zwar dauert es auf diesem Weg ein wenig länger bis du das passende findest. Aber es lohnt sich durchaus, weil du eben viel Geld sparst.

Bestellst du deine Rispenhortensie im Internet, achte darauf, dass du bei einem Händler bestellst, der seriös agiert. Lese dir die Kundenbewertungen durch und setze am besten auf einen deutschen Händler, der nicht gerade aus China liefert. Viele Billigverkäufer verwenden Chemikalien für Ihre Pflanzen, sodass sie bessere Erträge haben. Natürlich sind solche Pflanzen nicht gesund und nachhaltig.

Bezahle besser ein paar Euro mehr und erhalte eine Pflanze die Qualität hat und nicht mit Pestiziden besprüht wurde. Vergleiche die Angebote und schau dich wie gesagt bei Tauschbörsen um. Dort gibt es immer etwas zu entdecken. So schwer ist eine Rispenhortensie nun auch wieder nicht. Sie wird dir viel Freude bereiten und auch als Grüne Daumen Einsteiger sind die Erfolgschancen hier ziemlich hoch. Viel Spaß beim Gärtnern.

 

Letzte Aktualisierung am 23.05.2022 um 18:03 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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